Kreative Artikel zum Thema Nähen

Viscose-Elastic-Jersey

Der Viscose-Jersey ist angenehm auf der Haut, superdehnbar, kurz ein hochwertiger Stoff. Jedenfalls super zu tragen, an die Verarbeitung stellt er leider grosse Ansprüche! Hier ein paar Tipps für ein gutes Gelingen!

Zuschnitt:

Statt vieler Stecknadeln, die den Stoff beim Hochheben verziehen und auch Schäden im Stoff hinterlassen können, verwenden Sie lieber Gewichte. Zwei bis vier pro Schnittteil reichen vollkommen aus.

Markierungen:

Statt alle Nahtlinien durchzurädeln reicht es vollkommen aus, an wichtigen Stellen Knipse anzubringen. Knipse sind kleine Einschnitte. Dort wo Nählinien sich kreuzen treffen sich die imaginären Fortsetzungen der Knipse.

So ist es auch nicht so tragisch, wenn Sie nicht immer genau die gleiche Zugabenbreite schneiden.

An der Seitennaht eines Shirts reicht es beispielsweise vollkommen aus, wenn die obere und untere Ecke und die Taille einen Knips bekommt. Beim Nähen brauchen Sie die Seitennaht so nicht mal mehr stecken. Halten Sie nur die jeweiligen Knipse immer aufeinander. So geht es unten auf.

Einlagen:

Speziell für Ausschnitt-Blenden werden Einlagen gebraucht. Wählen Sie weiche Einlagen, die zum Stoff passen. Hier haben wir eine dünne Webeinlage verwendet. Schneiden Sie die Einlage mit ca. 4 – 5 mm Zugabe zu.

Nähen:

Genäht wird grundsätzlich mit der Overlockmaschine. Stiche: 3Faden-Super-Stretchnaht oder 4-Faden-Overlocknaht mit integrierter Sicherheitsnaht.

An verstärkten Teilen kann auch mit einem Gradstich genäht werden. Besser ist es einen Zickzackstich mit Länge 2,5 und Breite 0,5, je nach Materialdicke, zu verwenden. Je dünner der Stoff desto schmaler und kürzer der Stich.

Zum Heften die Nähmaschine benutzen. Da der Stoff beim normalen Nähen extrem verzogen wird und die Lagen sich zudem verschieben, nähen Sie mit dem Obertransportfuss. Da er nicht schiebt, sondern über den Stoff „läuft“, bleiben die Lagen unverändert. Sogar über Kräusel hinweg.

Ausschnittblenden:

Sie werden in der Regel doppelt verarbeitet. Nach dem Verstürzen des Halsausschnitts werden die Zugaben zurückgeschnitten, Ecken schräg abgeschnitten und die Zugaben in den Rundungen senkrecht bis zur Nahtlinie eingeschnitten.

Damit sich der Ausschnitt besonders gut legt werden die Zugaben zusammengefasst unter die unverstärkte Innenseite des Besatzes gesteppt.

Einfassstreifen:

Verwenden Sie Stoffstreifen in etwa 3,5 cm Breite (ohne weitere Zugabe). Schneiden Sie die Streifen immer länger, als die eigentlich benötigte Länge.

Legen Sie den Streifen auf den einzufassenden Stoff und dehnen Sie ihn leicht beim Aufnähen. 3- oder 4-Faden-Overlocknaht.

Schlagen Sie den Streifen um die Kante herum. Mit der Covernaht und dem Coverfuss absteppen. Der Streifen läuft automatisch in der Führung des Coverfusses und wird so besonders gleichmässig. Beginnen und enden Sie jeweils ausserhalb des eigentlichen Schnittteils auf dem Streifen.

Auf der Rückseite den Überstand abschneiden.

Ärmel:

Wie bei jedem Kleidungsstück werden die Ärmel gesteckt und mit der Nähmaschine geheftet, siehe auch oben unter „Nähen“.

Aufeinander treffende Nähte werden in unterschiedliche Richtungen gelegt. Also beispielsweise die Seitennaht nach hinten und die Ärmelnaht nach vorne.

Schmale Ärmel immer erst säumen, dann die Ärmelnaht schliessen. Die Zugaben der Ärmelnaht am Saum festnähen, entweder in Richtung der Covernaht oder parallel zur Naht, 0,5 cm daneben.

Säume:

Am Besten ist die Covernaht geeignet. Für einen guten Transport auch immer den Coverfuss anstecken. Die Zugaben der Quernähte in verschiedene Richtungen legen.

Rollsäume als Abschluss sind auch geeignet.

Säumen Sie diese bevor Sie die Nähte schliessen. Verwenden Sie hierzu einen Polyester-Maschinenstickfaden. Hier ist es einfacher zuerst den Saum und dann die Quernaht zu nähen. Die Fadenspannung nicht zu fest einstellen. Eventuell herausschauende „Zipfel“ mit dem Fingernagel hineindrücken, Garn darüber schieben.

Hier sehen Sie eine 2-Faden-Rollnaht, die aber mit der linken Nadel gearbeitet wurde (Messer dann auf 2 bis 2,5). So wird der Abschluss breiter und somit dekorativer.

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