Kreative Artikel zum Thema Quilten

Ideen her!

Zu jedem guten Produkt gehört auch Werbung, sagt jedenfalls mein Göttergatte. Er träumt von einer richtigen Kampagne, vielleicht deshalb, weil Anwälte nur ganz eingeschränkt werben dürfen. Sein Beispiel: BERNINA hat die besten Maschinen. Das ist trotz allem kein Selbstläufer – und man macht daher Werbung, Also, Werbung in eigener Sache. Das liegt mir ja eigentlich gar nicht so, aber sei’s drum. Wenn nicht jetzt, wann dann.

Mein Produkt heisst: Textile News: Langeweile. Boredom. Ennui. und ist der 5. Internationale Wettbewerb für Kleinformate, den ich veranstalte und er ist offen für alle in Europa wohnenden Textilschaffenden.

Was für ein ungewöhnliches Thema! Das habe ich in den vergangenen Wochen oft gehört. Und: Langeweile? Hab ich doch nie!

Stimmt! Aber nur auf den ersten Blick. Bei näherem Hinsehen und nach etwas Überlegen hat schon mancher festgestellt, dass langweilige Situationen …

… geradezu die Möglichkeit dazu bieten, die Gedanken auf Reisen zu schicken …

… oder den Stift in der Hand kritzeln zu lassen und kreative Ideen zu entwickeln – Langeweile als Auslöser von Kreativität!

So gesehen könnte sich eine riesige Spielwiese eröffnen! Fragen Sie mal Kinder und lassen Sie Langeweile zu!

Was aber, wenn der Geistesblitz ausbleibt und sich partout keine Inspirationen einstellen wollen? Woher die Ideen nehmen und nicht stehlen? Vor dieser Frage stehen viele Berufszweige immer wieder und es ist daher nicht verwunderlich, dass sich mit dem Thema „Ideenfindung“ schon viele Fachleute befasst und Lösungsansätze entwickelt haben. Nutzen wir die Erkenntnisse!

Eine der bekanntesten Methoden ist das Brainstorming, das in den 1950er Jahren in den USA von Alex Osborn entwickelt wurde. Man assoziiert dabei frei zu einem Stichwort möglichst viele Einfälle und notiert diese, einfach wie sie kommen, unstrukturiert und ohne sie zu bewerten. Möglicherweise ist mir damit schon geholfen und ich kann nach relativ kurzer Zeit die Ausarbeitung der gefundenen Ideen beginnen.

Eine weitere Methode, um meiner Kreativität auf die Sprünge zu helfen, ist das von dem britischen Psychologen Tony Buzan entwickelte sog. Mind Mapping. Eine Mind Map (auch  „Gedankenkarte”) bietet den Vorteil, dass von Beginn an die Assoziationen strukturiert aufgezeichnet werden.

In die Mitte eines Blattes Papier schreibt oder zeichnet man den zentralen Begriff. Die assoziierten Einfälle, die Schlüsselwörter, ordnet man darum herum auf nach aussen führenden Hauptästen an, die sich noch weiter verzweigen können, wobei man, um die Übersichtlichkeit zu fördern, auch Farben und Bilder benutzen kann. Da jedes Schlüsselwort neue Assoziationen hervorrufen kann, gewinnt man in kurzer Zeit viele, übersichtlich geordnete Ideen.

Am besten, man probiert dies einmal aus. Das geht alleine, aber vor allem auch in einer Gruppe. Und wenn ich nun Glück habe, ist unter den notierten Einfällen auch jener, auf den ich eigentlich gewartet habe. Bingo! Gefunden!

Das Entscheidende, um Ideen hervorzurufen – und was auch den Spass dabei ausmacht – ist, dass man den Assoziationen freien Lauf lässt, sich nichts verbietet und damit die Denk-Perspektive wechselt, einfach mal etwas geschehen lässt, ohne lange nachzudenken auch mal improvisiert.

Ein Thema kann auch durch sein Gegenteil definiert werden. Dies sieht man sehr schön bei der Betrachtung des letzten Wettbewerbs zum Thema „Freiheit“, bei dem eine Reihe von Arbeiten sich mit der Unfreiheit auseinandergesetzt haben.

Warum also nicht der Langeweile die Kurzweil, die Lebensfreude und die Farbigkeit entgegenstellen?

Neue Sichtweisen könnte man auch dadurch gewinnen, indem man sich an Erlebnisse aus der Kindheit oder an Träume erinnert oder sich an einem ungewöhnlichen Ort auf eine Gedankenreise einlässt.

Machen Sie ein paar kurze Notizen, wenn Sie das nächste Mal im Bus fahren oder in einem Café sitzen.

Um das Denken aus den gewohnten Bahnen zu werfen, kann man auch Provokationen benutzen. Am einfachsten geht das, wenn man sich eine (real betrachtet) unsinnige Frage stellt, z.B. Was wäre, wenn alles auf dem Kopf stünde?

Wie sieht es aus, wenn ich etwas durch eine Lupe betrachte?

Was passiert, wenn ich dies oder jenes weglasse oder hinzufüge oder zerschneide und anders zusammenfüge? Schliessen Sie die Augen und los geht’s.

Wichtig ist, auch die flüchtigste Idee schriftlich festzuhalten, bevor sie wieder verschwindet. Eine solche Sammlung ist nämlich auch durchaus zu einem späteren Zeitpunkt in ganz anderen Zusammenhängen noch zu gebrauchen, und wenn es ein Ansatzpunkt für neue Assoziationen ist.

Alle Informationen zur Teilnahme am Wettbewerb stehen auf meiner Website in verschiedenen Sprachen bereit.

Das Beste kommt aber jetzt zuletzt:

Es gibt eine BERNINA-Nähmaschine zu gewinnen! Es handelt sich um eine funkelnagelneue BERNINA 350 PE (Patchwork Edition)!

Und exclusiv für alle Blog-Leser besteht die Möglichkeit, die Einsendung noch nach dem eigentlichen Einsendeschluss bis zum 8. Februar 2013 vorzunehmen. Voraussetzung dafür ist, dass Sie mich dies noch im Januar wissen lassen. Kurze E-Mail an info(at)quiltsundmehr.de genügt. So bleibt noch viel Zeit, um in die Welt der Ideenfindung einzutauchen und das Ganze ansprechend umzusetzen. Auf geht’s! Langweilen können Sie sich woanders! Ideen her!

Ist der Göttergatte nun zufrieden?

Fotos: Heinz family und BERNINA

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