Kreative Artikel zum Thema Nähen

Gastartikel: St. Petersburg – Kurochka ryaba 2013

Liebe Leserinnen, liebe Leser

Von Frau Barbara Lange haben wir einen spannenden Reise- und Erlebnisbericht aus St. Petersburg erhalten, den wir nachstehend sehr gerne publizieren. Ein Foto der Autorin mit unserem verdienstvollen “Reiseleiter” Wolfang Eibisch finden Sie ganz unten.

Viel Spass bei der Lektüre!

Freundliche Grüsse,
Matthias Fluri

Barbara Lange schreibt:

Durch die Berichte über St. Petersburg von Gudrun hier auf dem BERNINA-Blog war ich schon auf das Quiltfestival Kurochka ryaba aufmerksam geworden, bevor mich Wolfgang Eibisch – ebenfalls von BERNINA – ansprach, ob ich Interesse hätte, selbst einmal dort auszustellen und zusätzlich dort zu unterrichten.  Was für eine Frage – natürlich will ich dort hin!

Die Organisation so einer Reise ist allein wegen der Sprache und der Visa-Formalitäten nicht ganz so unkompliziert, wie Reisen ins westliche Europa, aber dank der tatkräftigen Unterstützung von Wolfgang lief alles reibungslos und so kamen wir beide am 6. Oktober in Russland an, um die Ausstellung aufzuhängen. Die Räumlichkeiten gehören dem Künstlerverband von St. Petersburg und sind von vornherein als Galerie konzipiert worden, ideale Voraussetzungen, um großformatige Quilts zu präsentieren. Hier der Blick in die riesige Halle: einmal nach links und einmal nach rechts: allein die Beleuchtung ist ein Traum für jeden Künstler!

Ein Blick in meine Ausstellung:

Leider ist es im Rahmen von öffentlichen Ausstellungen so gut wie unmöglich zu demonstrieren, wie sich diese Quilts im Dunkeln präsentieren, aber hier kann ich es einmal zeigen:

„Monochrom VI“ bei Tageslicht und im Dunkeln

Die Effekte mit den Spiegelpyramiden sind da schon ausstellungsfreundlicher:  In der Schrägansicht sieht man,  dass eine Spielgelpyramide auf dem Quilt montiert wurde, in der Frontalansicht erkennt man in dieser Pyramide ein zusätzliches, kleines Ginkgoblatt, dass sich aus den Spiegelbildern zusammensetzt.

Ich kann an dieser Stelle nicht auf alle Ausstellungen eingehen, daher nur ein kurzer ausschnitt:  Von den anderen Ausstellungen hat mich am meisten Fumiko Nakajama beeindruckt. Ihre Quilts sind in der Molatechnik komplett von Hand gearbeitet und strahlen eine Farbigkeit aus, die einen sofort in den Bann zieht – ganz zu schweigen von dem ausdrucksstarken Design.

Gleich um die Ecke war die Ausstellung im Kleinformat „Langeweile“, präsentiert von Gudrun Heinz zu bewundern. Wer die Arbeiten noch nicht im Original gesehen hat, sollte dies unbedingt nachholen, die Vielfalt der Arbeiten und die Präsentation auf den schwarzen Paneelen ist sehr sehenswert. Einen Terminkalender der Ausstellung finden sie hier und den Bericht darüber hier.

Das nächste Highlight waren die Arbeiten von Irina Fomina aus der Ukraine.  Sie hatte einen Tagesablauf dargestellt, mit all seinen friedvollen Momenten, aber auch den Zeiten, wo man zur Raserei getrieben wird.

Asjam Savkujewa ist eine russische Quilterin, genauer aus   Kabardino-Balkarien im Nordkaukasus, die erst seit wenigen Jahren quiltet, dabei aber ungeheuer produktiv ist und russische Volksmärchen in ihren Arbeiten darstellt.

Arbeiten von Elina Lusis Grinberga, aus Lettland.

Und Aina Muze, ebenfalls aus Lettland.

Nach dem Rundgang durch die Ausstellung gönnen wir uns eine Pause und genießen die Sehenswürdigkeiten von St. Petersburg,  das nicht umsonst auch „Venedig des Nordens“ genannt wird.

Dabei gelangen wir auf den Newski Prospekt, der Hauptgeschäftsstraße von St. Petersburg.

Gleich  gegenüber findet das Quiltforum statt, mit Demonstationen, Kursen, aber auch einer eigenen kleinen Ausstellung.

Hier sind viele kleine Arbeiten des St. Petersburger Quilt-Klubs zu sehen:

Aber auch größere Gemeinschaftswerke; hier die singenden Vögel:

Und natürlich dürfen Kinderarbeiten nicht fehlen. Hier ein Stück von Anja Alexina (7Jahre), die mir sehr gut gefallen hat:

Und das Fazit der Reise?

Russland ist anders. Auf eine gute Weise.

Die Menschen sind freundlich und hilfsbereit. Man kann sich in St. Petersburg als Tourist gut orientieren, Englisch und Deutsch wird nicht überall gesprochen, aber doch ziemlich viel. Und man sollte sich gutes Schuhwerk mitnehmen, denn erstens gibt es unwahrscheinlich viel zu sehen und zweitens ist die Stadt sehr weitläufig. Ich jedenfalls habe die Reise nicht bereut und würde sie jedem empfehlen – zumal das 4. Festival Kurochka rjaba im Oktober 2014 bereits in Planung ist…

Danke, Wolfgang Eibisch!

Barbara Lange
www.barbaralange.com

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