Kreative Artikel zum Thema Quilten

Ausstellungstipps April 2015

9th International Prague Patchwork Meeting

Das Prague Patchwork Meeting wird von Jahr zu Jahr besser, umfangreicher und schöner! Das belegen z.B. meine Berichte aus den vergangenen Jahren hier im BERNINA blog, z.B. ist der von 2014 durchaus einen (nochmaligen) Blick wert.

Auch für 2015 hat mir Jana Sterbova, die den Event zusammen mit Jana Haklova und den Mitgliedern ihres Bohemia Patchwork Clubs jedesmal auf die Beine stellt, wieder eine mehr als ansehnliche Liste von Ausstellenden zugesandt, die zusammen mehr als 700 Exponate zeigen.

Flyer

Flyer

Vorneweg sind die weltbekannten Designer aus Grossbritannien zu nennen: Kaffe Fassett und Brandon Mably, die den Besuchern nicht nur Ihre Quilts, sondern auch zwei exclusive Workshops mitbringen: ‘Quilt Design’ (Samstag, 11. April 2015) und der erste Strickkurs in der PPM-Geschichte: ‘Stricken mit Brandon’ (Sonntag 12. April 2015). Cas Holmes (GB) sowie Anne Kelly (GB) repräsentieren neue Wege und Techniken in der Textilkunst. Innovativ sind auch die Werke der internationalen Gruppe ‘International Threads’, in Prag vertreten durch Uta Lenk (D) und Kathleen Loomis (USA). Völlig anders sind hingegen die Quilts von Martine Apaolaza (F).

Buch-Cover

Buch-Cover

Erinnerungen an das Europäische Patchwork Treffen in Ste Marie-aux-Mines (F) werden wach, denn die Besucher werden die Gelegenheit haben, verschiedene Ausstellungen endlich auch in Prag zu sehen, beispielsweise ‘Imagine – Stell dir vor’ (die Quilts des internationalen Wettbewerbs des EPM), ‘Radiation – Strahlung’ und nicht zuletzt ‘RED – ROT’, eine Serie von Art Quilts, geschaffen von Jana Sterbova.

Jana Sterbova (CZ): Colosseo

Jana Sterbova (CZ): Colosseo

Pascale Goldenberg (D) zeigt ‘Aus der Küche’ und am weissen ‘Freundschaftsband’ haben erstmals auch tschechische Quilterinnen mitgewirkt. Tradition haben beim PPM die Sonderausstellungen, die auf Wettbewerben beruhen, dieses Jahr zu den Themen ‘Architektur’ und ‘Grandmother´s Garden’. Gespannt sein darf man auf die Kollektion des ‘Art Quilt Clubs CZ’ mit Pflichtmaterial, für 2015 Leder und Pelz.

Alles kann ich leider nicht aufzählen, man lasse sich doch einfach überraschen! Ein Blick auf die Website informiert auch über das interessante Kursangebot. Mit Sicherheit finden die Besucher auch bei den Händlern manches Attraktive – vom Stöffchen über Perlen bis hin zur Nadel. Bleibt mir nur noch, allen einen tollen und erfolgreichen Event in der schönen Stadt Prag zu wünschen.

Info:

10. – 12. April 2015

9th International Prague Patchwork Meeting

Wellness Hotel STEP
Malletova 1141
19000 Prag 9
Tschechische Republik

www.praguepatchworkmeeting.com

Öffnungszeiten:
Fr: 12 – 18 Uhr
Sa: 9.30 – 18 Uhr
So: 9.30 – 17 Uhr

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JEANNE LANVIN

Das Pariser Modehaus LANVIN blickt auf eine über 125-jährige Geschichte zurück, die das Palais Galliera in Kooperation mit Alber Elbaz, dem künstlerischen Direktor des heute noch bestehenden Hauses, derzeit mit einer Ausstellung feiert.

Der aus bescheidenen Verhältnissen stammenden einstigen Hutmacherin Jeanne Lanvin gelang es mit cleveren Geschäftsideen – beispielsweise entwarf sie für ihre 1897 geborene einzige Tochter Marguerite, die sie über alles liebte, vornehme Mädchenkleidung, mit der sie Furore machte – ihr Unternehmen beständig zu erweiteren und zu einem Haute Couture-Imperium mit verschiedenen Sparten bis hin zum Home Decor zu entwickeln.

Lanvins Mode zeichnete sich durch edle Stoffe – eigene Kreationen in exclusiven Farben – aus. Das sog. ‘LANVIN-Blau’, ispiriert durch Fra Angelicos Fresken, wurde zu ihrer Lieblingsfarbe. Ihre Damenkollektionen im Stil des 18. Jahrhunderts – schlanke Büste, tiefe Taille, weit schwingender Rock, die in Kontrast zum geradlinig-geometrisch, in schwarz-weiss gehaltenen Art Deco stehen – sind kunstvoll und aufwendig bestickt und mit Bändern, Schleifen, Perlen und funkelnden Kristallen verschwenderisch besetzt. Über 100 Modelle kann man in der Ausstellung bewundern.

Plakat

Plakat

Das von Paul Iribe 1927 entworfene Jugendstil-Logo des Hauses stellt eine mütterliche Geste dar und schmückt nicht nur die runde Form des Parfumflakons des Duftes ‘Arpège’, sondern auch den sehenswerten heutigen Webauftritt des Hauses LANVIN.

Zur Ausstellung ist ein Katalog erhältlich.

Info:

8. März – 23. August 2015

JEANNE LANVIN

Musée de la Mode de la Ville de Paris
Palais Galliera
10 avenue Pierre Ier de Serbie
75116 Paris
Frankreich

www.palaisgalliera.paris.fr

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FASHION MIX
Mode d’ici. Créateurs d’ailleurs

Noch bis zum 31. Mai 2015 zeigt das Pariser Museum der Immigrationsgeschichte die Ausstellung ‘FASHION MIX’, die persönliche Karrieren mit der Geschichte der Mode verbindet.

Der Untertitel der Ausstellung ‘Mode d’ici. Créateurs d’ailleurs’ (Mode von hier. Modeschöpfer von woanders) trifft das Phänomen: Von Charles Frederick Worth bis Azzedine Alaïa, von Mariano Fortuny bis Issey Miyake und Yohji Yamamoto oder von Cristóbal Balenciaga bis Raf Simons – viele Modeschöpfer, die die französische Mode radikal veränderten und sie zugleich bereicherten, kommen aus dem Ausland. Sie verliessen ihre Heimat vielleicht aus politischen Gründen oder fühlten sich von Paris, der Hauptstadt der Mode seit Mitte des 19. Jahrhunderts, vom Know How, von Kultur und Stil oder von einem Land mit allen Freiheiten angesprochen.

Plakat

Plakat

Der Kurator der Ausstellung, Olivier Saillard (Direktor des Palais Galliera, dem Pariser Modemuseum) hebt mit über hundert Exponaten aus seinem Museumsbestand den fundamentalen Beitrag dieser Künstler und Handwerker hervor, die die französische Mode zu dem gemacht haben, was sie heute ist. Die Ausstellung gewährt auch Einblicke in die Ateliers der Stickerinnen oder Schuhmacher, die den Designern oft ins Ausland folgten und die Vielfalt der Designs durch ihre Kunstfertigkeit ermöglichten.

Info:

9. Dezember 2014 – 31. Mai 2015

FASHION MIX
Mode d’ici. Créateurs d’ailleurs

Musée de l’histoire de l’immigration
Palais de la Porte Dorée
293 avenue Daumesnil
75012 Paris
Frankreich

www.histoire-immigration.fr

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Mein Dear Jane

Ausgangspunkt für diese Ausstellung waren mehrere Kurse bei quilt star, in denen der wunderschöne Dear-Jane-Quilt, den Jane Stickle ganz von Hand genäht und 1863 vollendet hat, vorgestellt wurde. Die Kursteilnehmerinnen zeigen in der Ausstellung ihre Dear-Jane-Interpretationen in ihrer eigenen Farb- und Stoffauswahl.

quiltstar

Foto: quilt star

Info:

2. April – 29. Mai 2015

Mein Dear Jane
Quilts von Kursteilnehmerinnen

quilt star
Sophie Maechler
Basler Strasse 61
Im Victoriahaus
79100 Freiburg

www.quiltstar.de

Vernissage:
Do, 2. April 2015, 19 Uhr

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Boro – Stoffe des Lebens

Website, Detail

Website, Detail

Die Ausstellung zeigt rund 50 seltene Kleidungsstücke und Gebrauchstextilien, die zwischen 1850 und 1950 in Japan entstanden sind. In ihrer minimalistischen Schönheit stehen diese Recycling-Textilien für künstlerische Kreativität und positive Bejahung der Unbeständigkeit allen Seins, aber auch für den Respekt vor dem natürlichen Material und der Arbeit der Hände.

Ein ausführlicher Bericht folgt.

Info:

28. März – 2. August 2015

Boro – Stoffe des Lebens

Museum für Ostasiatische Kunst Köln
Universitätsstrasse 100
50674 Köln

www.museum-fuer-ostasiatische-kunst.de

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Gegensätze
Holz- und Textilkunst

In der Szene ist Gabriele Schultz-Herzberger, die auch den Network Quilters und anderen Quiltgruppen angehört und in Pias Quilt Werkstatt regelmässig unterrichtet, durch viele Ausstellungen und als Kursleiterin wohlbekannt. Und auch ihr Mann Klaus Herzberger ist, z.B. als Gestalter von Ausstellungen, Websiten oder Cds, vielen ein Begriff. Jetzt stellen die beiden zusammen aus und zeigen Holz- und Textilkunst unter dem spannenden Titel ‘Gegensätze’.

Klaus Herzberger war Holz als Werkstoff längst vertraut, als er 2007 in einem Workshop die Kettensäge als Werkzeug zur Gestaltung von abstrakten Skulpturen entdeckte. Ihn faszinieren seither die Möglichkeiten der Kettensäge, wobei auch Details und Feinarbeit mit diesem groben Werkzeug möglich sind. Für seine Arbeiten ‘Schüssel’ und ‘Schüssel 3’ erhielt er 2010 sowie 2012 den Kunsthandwerkspreis der Gemeinde Mühltal.

Klaus Herzberger: Comicfigur Foto: Künstler

Klaus Herzberger: Comicfigur
Foto: © Klaus Herzberger

Obwohl sie bereits in den 70er Jahren in den USA die Kunst des Patchworks entdeckte, dauerte es noch Jahre, bis Gabriele Schultz-Herzberger damit begann, sich intensiv mit dem Thema zu beschäftigen. Sie durchlief die Kursleiter-Ausbildung der Deutschen Patchwork Gilde und lernte bei international bekannten Quiltkünstlern. Dabei entfernte sie sich vom traditionellen Patchwork und arbeitet heute nur nach eigenen Entwürfen und weitestgehend mit selbst gefärbten Stoffen. Sie war bisher an mehr als 50 Ausstellungen national und international beteiligt. Für ihre Arbeit ‘When I’m 64’ erhielt sie 2014 den Kunsthandwerkspreis der Gemeinde Mühltal.

Gabriele Schultz-Herzberger: Synapsen Foto: Künstlerin

Gabriele Schultz-Herzberger: Synapsen
Foto: © Gabriele Schultz-Herzberger

Info:

28. März – 10. Mai 2015

Gegensätze
Holz- und Textilkunst
Klaus Herzberger und
Gabriele Schultz-Herzberger

Südhessisches Handwerksmuseum Roßdorf
Holzgasse 7
64380 Roßdorf

www.khvr.de

Öffnungszeiten:
So: 15 – 17 Uhr

Eröffnung:
Sa, 28. März 2015, 16 Uhr

Vortrag:
Vom traditionellen Patchwork zur modernen Textilkunst (So, 26. April 2015, 15 Uhr)
Demonstration:
Der Weg vom Baumstamm zur Skulptur (So, 10. Mai 2015, ab 15 Uhr)

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Felts from Ardennes – Martine Boudesocque

Ab April öffnet das Filz Museum und Werkstatt in Mouzon (F), im Dreiländereck Frankreich – Luxemburg – Belgien gelegen, mit einer Sonderausstellung nach der Winterpause wieder seine Pforten. Man präsentiert ‘Felts from Ardennes’ – Arbeiten von Martine Boudesocque, die aus den Ardennen kommt. Sie filzt sowohl von Hand, verarbeitet aber auch industriell hergestellten Filz. In der Ausstellung in Mouzon sei besonders auf eine Serie von geheimnisvollen weissen Masken hingewiesen, die sie mit Filz aus der Region realisierte.

© Martine Boudesocque

© Martine Boudesocque

Info:

1. April – 31. Mai 2015:

Felts from Ardennes – Martine Boudesocque

Musée atelier du Feutre
place du Colombier
08210 Mouzon
Frankreich

www.mouzon.fr/musee.asp

Vernissage:
Fr, 3. April 2015, 18 Uhr

Bitte informieren Sie sich über die genauen Öffnungszeiten auf der Website des Museums.

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Die Kleider der Buhlschaft

Alljährlich steht Hugo von Hofmannsthals Theaterstück ‘Jedermann’ auf dem Spielplan der Salzburger Festspiele. Es gilt in der Theaterwelt als eine Ehre, die Titelrolle des Jedermann zu verkörpern, die nur den berühmtesten Schauspielern zuteilwird. Auch die Buhlschaft, die Rolle der Geliebten, wird traditionell hochkarätig besetzt. Die Buhlschaft des Jedermann steht für das blühende Leben und ist die personifizierte Verführung.

Die Ausstellung ‘Die Kleider der Buhlschaft’ trägt der Tatsache Rechnung, dass kein Kostüm der Salzburger Festspiele vor der Festspielzeit mehr öffentliche Neugierde und Aufmerksamkeit erregt als ihr Kleid. Eine Auswahl dieser Prunkstücke, die in den Festspielwerkstätten entstanden sind und ein Stück Festspielgeschichte dokumentieren, werden in den prachtvollen Räumen des Nordoratoriums des Salzburger Domes im Domquartier gezeigt. Ein Film mit entsprechenden Szenen rundet die Schau ab.

Die Kleider der Buhlschaft Ausstellung der Residenzgalerie Salzburg  Foto: Anneliese Kaar

Die Kleider der Buhlschaft
Ausstellung der Residenzgalerie Salzburg
Foto: Mag. Anneliese Kaar

Info:

17. April – 1. November 2015

Die Kleider der Buhlschaft

Ausstellung der Residenzgalerie Salzburg
in Kooperation mit den Salzburger Festspielen

Nordoratorium des Domquartiers
Residenzplatz 1 / Domplatz 1a
5020 Salzburg
Österreich

www.domquartier.at
www.residenzgalerie.at

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Textiles Erinnern

Die Ausstellung zeigt Positionen, die sich dem Thema Textur und Struktur auf ganz unterschiedliche Weise nähern. So stehen Materialdrucke neben textilen Skulpturen, werden die Formen selbst oder auch die Geschichten, die hinter ihnen stehen, sichtbar gemacht und nicht zuletzt die Arbeitsspuren.

Einladungskarte

Einladungskarte

Ankabuta zeigt ‘tagebuchartige’ Rahmenwerke (Fotografien und Zeichnungen), die neben freien Installationen stehen. Sandra Heinz präsentiert Frottagen und Installationen. Vicky Stratidou, die an der Kunsthochschule Mainz bei Tamara Gricic Bildhauerei studiert, geht von der Sprache aus und entwickelt daraus ihre Arbeiten: eine Klanginstallation und Zeichnungen.

Info:

19. April – 21. Juni 2015

Textiles Erinnern
Zeichnungen, Installationen, Objekte, Drucke von
Vicky Stratidou, Ankabuta und Sandra Heinz

Galerie Kunstforum
Frankfurter Strasse 13
63500 Seligenstadt

www.kunstforum-seligenstadt.de

Öffnungszeiten:
Fr, Sa, So und feiertags: 15 – 18 Uhr

Eintritt frei

Eröffnung:
So, 19. April 2015, 17 Uhr
Führung: So, 31. Mai 2015, 15 Uhr

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Die Geschichte unter den Füssen
3000 Jahre Schuhe

schuhe
Noch bis zum 6. April 2015 zeigt das Spielzeug Welten Museum Basel die Sonderausstellung ‘Die Geschichte unter den Füssen – 3000 Jahre Schuhe’. Schuhe schützen nicht nur die Füsse, sondern sie sind auch wichtiger Bestandteil der Mode und haben seit jeher auch etwas mit dem gesellschaftlichen Status ihrer Trägerinnen und Träger zu tun.

In Zusammenarbeit mit dem Northampton Museum and Art Gallery (England), das über die weltweit grösste Sammlung historischer Schuhe verfügt, geht die Reise anhand von über 220 Schuhpaaren durch die Schuhmode der letzten 3000 Jahre.

Mittlerweile ist der Schuh auch in der Kunst angekommen. Über 30 Künstler aus der ganzen Welt stellten ihre Schuhkunstwerke für die Ausstellung zur Verfügung. Auch wird ein Blick in die Zukunft gewagt, mit Schuhen der Designer von morgen.

Info:

18. Oktober 2014 – 6. April 2015

Die Geschichte unter den Füssen
3000 Jahre Schuhe

Spielzeug Welten Museum Basel
Steinenvorstadt 1
4051 Basel
Schweiz

www.spielzeug-welten-museum-basel.ch

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The Needle’s Eye. Contemporary Embroidery

Noch bis zum 16. Mai 2015 zeigt das norwegische Nationalmuseum in Oslo die Ausstellung ‘The Needle’s Eye. Contemporary Embroidery’.

Das Stichwort ‘Embroidery’ (d.h. ‘Stickerei’) veranlasst viele dazu, damit sofort Tischtücher mit floralen Motiven oder mit Kreuzstichen gestickte Landschaften zu assoziieren. Dass diese Vorurteile neu überdacht werden sollten, wird klar, wenn man sich vor Augen hält, dass in den letzten Jahren innerhalb eines erweiterten zeitgenössischen Kunstbegriffs das Interesse an Stickerei als künstlerischem Ausdrucksmittel wieder erwacht ist.

Flore Gardner: Chiasmus Foto vom Nationalmuseum Oslo zur Verfügung gestellt

Flore Gardner: Chiasmus, 2013
Foto vom Nationalmuseum Oslo freundlicherweise zur Verfügung gestellt

Die neue Ausstellung ‘The Needle’s Eye. Contemporary Embroidery’ richtet den Fokus nicht nur auf norwegische, sondern auch auf internationale zeitgenössische Stickerei und untersucht, warum Künstler Stickerei als Ausdrucksform gewählt haben.

Eliza Bennett: A Woman's Work Is Never Done, 2014 Foto

Eliza Bennett: A Woman’s Work Is Never Done, 2014
Foto vom Nationalmuseum Oslo freundlicherweise zur Verfügung gestellt

Zeitgenössische Stickerei unterscheidet sich klar von der früheren Art zu sticken. Sie wird frei, flexibel und in allen möglichen Stilen und Formen und mit den unterschiedlichsten Materialien ausgeführt. Sie steht damit insbesondere im Gegensatz zur traditionellen Stickerei, die im Allgemeinen mehr im Kopieren als in einer freien künstlerischen Äusserung bestand.

Orly Cogan: Forget Me Not, 2009 Foto vom Nationalmuseum Oslo zur Verfügung gestellt

Orly Cogan: Forget Me Not, 2009
Foto vom Nationalmuseum Oslo freundlicherweise zur Verfügung gestellt

Durch den Einsatz von Sticktechniken werden zugleich mehr oder weniger explizit Verbindungen zur Vergangenheit aufgebaut. So sind in der Ausstellung auch ältere Arbeiten vertreten, die mit den zeitgenössischen in einen Dialog treten.

Sonya Clark: Afro Abe (progression), 2008 Foto vom Nationalmuseum Oslo zur Verfügung gestellt

Sonya Clark: Afro Abe (progression), 2008
Foto vom Nationalmuseum Oslo freundlicherweise zur Verfügung gestellt

Insgesamt 37 Künstlerinnen und Künstler nehmen mit ihren Arbeiten zu Themen wie Gesellschaft, Kunst, Status, Macht, aber auch zur Stickereitradition Stellung, Themen, die sich sehr gut durch Stickerei kommentieren lassen. Alle Exponate können in Bezug zur einen oder anderen dieser Thematiken betrachtet werden. Dies hilft uns, sie besser zu verstehen und gleichzeitig wird der Stellenwert der Stickerei als ein künstlerisches Medium deutlich.

Maurizio Anzeri: Family Album, 2008 Foto vom Nationalmuseum Oslo zur Verfügung gestellt

Maurizio Anzeri: Family Album, 2008
Foto vom Nationalmuseum Oslo freundlicherweise zur Verfügung gestellt

Einige Einblicke in die Ausstellung findet man ausserdem unter dem unten genannten Link.

Info:

22. Februar – 16. Mai 2015

The Needle’s Eye. Contemporary Embroidery

Kunstindustrimuseet
The Museum of Decorative Arts and Design
St. Olavs gate 1
Oslo
Norwegen

www.nasjonalmuseet.no

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From the Coolest Corner – Nordic Jewellery

Ausstellungsansicht Foto von der Galerie Handwerk, München, freundlicherweise zur Verfügung gestellt

Ausstellungsansicht
Foto von der Galerie Handwerk, München, freundlicherweise zur Verfügung gestellt

Die Galerie Handwerk in München zeigt noch bis zum 18. April 2015 die Ausstellung ‘From the Coolest Corner – Nordic Jewellery’ mit einer überraschenden, spannenden und breiten Auswahl zeitgenössischen Schmucks aus Skandinavien.

Ausstellungsansicht Foto von der Galerie Handwerk, München, freundlicherweise zur Verfügung gestellt

Ausstellungsansicht
Foto von der Galerie Handwerk, München, freundlicherweise zur Verfügung gestellt

61 Künstlerinnen und Künstler aus Norwegen, Schweden, Finnland, Dänemark, Island und Estland präsentieren 159 Exponate, die von einer internationalen Expertenjury ausgewählt wurden.

Sigurd Bronger (NO):Halsschmuck, CARRYING DEVICE FOR A SEASHELL  2011, vergoldetes Messing, Muschel, Gummiband  Foto von der Galerie Handwerk, München, freundlicherweise zur Verfügung gestellt

Sigurd Bronger (NO): Halsschmuck, CARRYING DEVICE FOR A SEASHELL
2011, vergoldetes Messing, Muschel, Gummiband
Foto von der Galerie Handwerk, München, freundlicherweise zur Verfügung gestellt

Ein umfangreicher Katalog zur Ausstellung ist erhältlich.

Ein ausführlicher Bericht ist in Vorbereitung.

Info:

5. März – 18. April 2015

From the Coolest Corner – Nordic Jewellery

Handwerkskammer für München und Oberbayern
Galerie Handwerk
Max-Joseph-Strasse 4
80333 München

www.hwk-muenchen.de

Öffnungszeiten:
Di, Mi, Fr: 10 – 18 Uhr
Do: 10 – 20 Uhr
Sa: 10 – 13 Uhr
An Sonn- und Feiertagen geschlossen

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Pfeffer und Salz

Erstmalig wird es im FORUM MOLA-KUNST eine Gemeinschaftsausstellung geben, die unter einem Thema steht. Unter dem Motto ‘Pfeffer und Salz’ wurden zehn Künstler aus den Werkbereichen Textil, Papier, Keramik, Holz und Schmuck eingeladen, ihre Ideen zum Thema umzusetzen. Man darf gespannt sein auf die vielfältigen Interpretationen in den unterschiedlichen Materialien und Designs. Die Besucher erwartet eine abwechslungsreiche Verkaufsausstellung, wo man sein Lieblingsstück finden und erwerben kann.

Plakat

Plakat

Info:

11. April – 9. Mai 2015

Kaleidoskop: Pfeffer und Salz

FORUM MOLA-KUNST
Schwachhauser Heerstrasse 268 A
28359 Bremen

www.forum-mola-kunst.de

Öffnungszeiten:
Di – Sa: 13 – 18 Uhr

Vernissage:
Fr, 10. April 2015, 18 Uhr

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Ornament und Figur

Die Berliner Galerie Leo.Coppi, die sich auf etablierte ostdeutsche Künstler der ersten und zweiten Generation der Berliner Schule und der Dresdner Malerei konzentriert, zeigt derzeit die Ausstellung ‘Ornament und Figur’, auch mit textilen Arbeiten von Elrid Metzkes (1932 – 2014).

Elrid Metzkes: Kleines Zimmer, 1990 Nähbild Foto freundlicherweise von der Galerie Leo.Coppi zur Verfügung gestellt

Elrid Metzkes: Kleines Zimmer, 1990
Nähbild
Foto freundlicherweise von der Galerie Leo.Coppi zur Verfügung gestellt

Nach einer Schneiderlehre studiert Elrid Metzkes von 1949 bis 1953 an der Hochschule für Bildende Künste Dresden, Fachbereich Textil, Atelier für Bekleidung und heiratet 1953 Harald Metzkes, mit dem sie drei Kinder hat.

Elrid Metzkes: Komödie 2010, Aquarell Foto freundlicherweise von der Galerie Leo.Coppi zur Verfügung gestellt

Elrid Metzkes: Komödie, 2010
Aquarell
Foto freundlicherweise von der Galerie Leo.Coppi zur Verfügung gestellt

Das Œuvre von Elrid Metzkes beginnt in den 1960er Jahren, als Textilkunst wieder an Bedeutung gewinnt. Zunächst entstehen am Hochwebstuhl Gobelinwebereien, dann abstrakte Bildteppiche. In der Tradition der Weberinnen am Bauhaus komponiert sie freie Werke, die Unikate bleiben und ab 1972 auf Kunstausstellungen zu sehen sind.

Elrid Metzkes: Willkommen, 2011 Nähbild Foto freundlicherweise von der Galerie Leo.Coppi zur Verfügung gestellt

Elrid Metzkes: Willkommen, 2011
Nähbild
Foto freundlicherweise von der Galerie Leo.Coppi zur Verfügung gestellt

Seit 1977 beschäftigt sie sich parallel dazu mit Patchwork und Quilt. Für ihre symmetrisch-geometrischen Kompositionen verwendet sie eine leuchtende Farbpalette in feinen Stoffen, die mitunter reizvolle Strukturen auf der Oberflächen ergeben.

Info:

21. März – 11. April 2015

Elrid Metzkes
Ornament und Figur

Galerie Leo.Coppi
Auguststrasse 83
10117 Berlin-Mitte

www.leo.coppi.de

Öffnungszeiten:
Di – Sa: 12 – 18 Uhr

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Auf die folgenden beiden Ausstellungen hatte ich bereits hingewiesen, möchte sie aber nochmals in Erinnerung rufen:

Textile News: Langeweile. Boredom. Ennui.

Ausstellungslogo mit der Arbeit von Marcelle Pellaton (CH): Langeweile, eine Quelle der Kreativität, Detail  Gestaltung: Dr. Wolfgang Heinz

Ausstellungslogo mit der Arbeit von Marcelle Pellaton (CH): Langeweile, eine Quelle der Kreativität, Detail
Gestaltung: Dr. Wolfgang Heinz

Das Projekt wird freundlich unterstützt von BERNINA International

Katalog auf CD erhältlich

Info:

28. März – 17. Mai 2015

Textile News:
Langeweile. Boredom. Ennui.
5. Internationaler Wettbewerb für Kleinformate
organisiert von Gudrun Heinz

Textil- und Rennsport Museum TRM
Antonstrasse 6
09337 Hohenstein-Ernstthal

www.trm-hot.de
www.quiltsundmehr.de

Öffnungszeiten:
Di – So: 13 – 17 Uhr

Hier gehts zu meinem Hinweis

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DIALOGE

Elizabeth Brimelow: Around Here, Detail Foto:

Elizabeth Brimelow: Around Here, Detail
Foto freundlicherweise von der Textilsammlung Max Berk zur Verfügung gestellt

Info:

29. März – 28. Juni 2015

DIALOGE
Jubiläumsausstellung der Gruppe Quilt Art

Textilsammlung Max Berk · Kurpfälzisches Museum
Brahmsstrasse 8
69118 Heidelberg-Ziegelhausen

www.museum-heidelberg.de

Öffnungszeiten:
Mi, Sa, So: 13 – 18 Uhr

Vernissage:
So, 29. März 2015, 11 Uhr

Hier findet man meinen Vorbericht

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Bitte schon mal vormerken:

Kissenschlacht

Nicht nur Kissen! Die Quiltgruppe Pliezhausen hat sich was vorgenommen:

Plakat 'Kissenschlacht'

Plakat

Info:

1. – 3. Mai 2015

Kissenschlacht
Quiltgruppe Pliezhausen

Bürgerhaus am Schillerplatz
72124 Pliezhausen

www.quiltgruppepliezhausen.wordpress.com

Öffnungszeiten:
11 – 17 Uhr

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Patchworktage

Umfangreiches Kursangebot, zahlreiche Ausstellungen, Mitgliederversammlung, Ladenstrasse, Treffpunkt für Gleichgesinnte – Herz, was willst du mehr?

patchworktage logo

1. – 3. Mai 2015

Patchworktage der Patchwork Gilde Deutschland e.V.
91550 Dinkelsbühl

www.patchworktage.de

Öffnungszeiten:
Fr + Sa: 10 – 18 Uhr
So: 10 – 17 Uhr

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Bitte informieren Sie sich vor einem Besuch auf der jeweiligen Website besonders über die genauen Öffnungszeiten – es kann sich immer etwas ändern.

Weitere Ausstellungen finden Sie auf meiner Website in der Rubrik AUSSTELLUNGSKALENDER.

Den verschiedenen Beteiligten herzlichen Dank für das Zur-Verfügung-Stellen von Informationen und Bildmaterial!

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