Kreative Artikel zum Thema Sticken

Arbeiten mit der Sticksoftware V7 – Teil 1: Flächen erstellen mit verschiedenen Werkzeugen

Es geht los! Vielen Dank für Euer reges Interesse am ersten Post zum Arbeiten mit der Sticksoftware V7.

Ich setze voraus, dass ihr Euch grundsätzlich mit der Arbeit in “grafischen” Programmen etwas auskennt bzw. die verschiedenen Menuekarten, Funktionen und Werkzeuge der V7 schon angeschaut habt. Jetzt gehen wir ins Detail. Auch sollte bekannt sein, wie ihr Daten speichert und verwaltet. Sicher ist es ein guter Einstieg, in der Schnellanleitung und im Benutzerhandbuch zu stöbern.

WICHTIG: Bei der Arbeit mit der Sticksoftware V7 solltet ihr alle erstellten und bearbeiteten Stickmuster immer im Format “art70” speichern, dies ist das Arbeitsformat. Diese Datei könnt ihr immer wieder verändern, weiterbearbeiten und Teile daraus kopieren für andere Stickmuster. Deshalb diese NIE, wirklich NIE löschen und immer gut sichern!! Aus dieser Datei kann man dann in die verschiedenen Maschinenformate speichern/konvertieren.

 

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Jedes Stickmuster besteht (wie jede Zeichnung auch) aus Linien und Flächen. Je nach Gestaltung der Linien und Flächen lassen sich so alle möglichen Stickmuster erstellen. Heute “erstellen” wir Flächen. Die Veränderung und Korrektur der hier heute erstellten Flächen wird dann Thema des nächsten Blogposts aus der Serie sein. Danach geht es mit Linien weiter.

Arbeitsfläche

Schauen wir uns zunächst die Benutzeroberfläche kurz an, damit ihr wisst, in welchem Bereich wir heute arbeiten und mit welchen Werkzeugen.

In der ganz linken Leiste der Benutzeroberfläche, die sich bei Programmstart öffnet, findet ihr die “Werkzeuge”. Sie sind unterteilt in:

“Bearbeiten”,” Automatische Digitalisierung”, “Digitalisieren”, “StumpWork”, “Spiegeln und Verbinden” und “Anordnen”.

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Für uns ist erstmal nur “Digitalisieren”interessant. Da wir zunächst nur Flächen erstellen wollen, werden wir uns heute mit “geschlossenen” Objekten/Formen beschäftigen. “Offene” Objekte sind im Gegensatz dazu Linien. Ich arbeite hier in der “Stickansicht” und “Stiche anzeigen”, so sehe ich auf der Arbeitsfläche eine Simulation der Stickerei. Es gibt verschiedene Ansichten, bitte probiert aus, was Euch auf Dauer am praktischsten erscheint.

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Hier im Bild seht ihr die mit Pfeilen gekennzeichneten Funktionen, mit denen wir Flächen erstellen können. Die Funktion aktiviert ihr, indem ihr einfach mit der linken Maustaste darauf klickt und schon könnt ihr in der Arbeitsfläche loslegen. Standarmäßig startet das Programm im Modus”Objekt auswählen”, das ist der Modus mit dem blauen Pfeil ganz links oben. Die anderen Modi schauen wir später an.

Das geschlossene Objekt

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Hier wird mit Maus eine Folge von Punkten erstellt, die eine Fläche bilden. Diese sogenannten “Referenzpunkte”bestimmen die Form (Vektorpunkte nennt man das auch, es entspricht den Vektoren in Grafikprogrammen und wird ähnlich eingestellt). Mit einem Klick auf die Maustaste setzt man einen Anfangspunkt. Nimmt man die rechte Maustaste zum “ersten Punkt setzen”, erstellt die software automatisch einen schönen Bogen zwischen den folgegnden Punkten, für eine Gerade nimmt man die linke Maustaste. Der nächste gesetzte Punkt spannt eine  Linie oder einen Kurve zwischen diesen zwei Punkten. Danach kann man den nächsten Punkt setzen. Wieder bestimmt hier die linke oder rechte Maustaste ob die danach folgenden Linie eine Gerade oder eine Kurve ist. Hier unten habe ich zunächst nur Geraden verwendet.

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Wir können also eigentlich jede Form erstellen, auch ein Wechsel zwischen Gerade und Kurve innerhalb eines Objekte ist möglich. Der letzte Punkt, den wir setzen, bevor das Objekt fertig ist, sollte nahe oder auf dem Anfangspunkt liegen. Durch die “Enter” Taste wird das Objekt fertiggestellt. Die Software schließt hier automatisch die Form. Sie wird dann automatisch mit der Standardfüllung (Steppstich1) gefüllt.

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Die geschlossene Handzeichnung

Hier kann die Maus wie ein Stift über die Arbeitsfläche geführt werden. Dazu drückt man die linke Maustaste und hält sie gedrückt. Es wird sofort eine gefüllte Fläche angezeigt. Will man die Fläche beenden, lässt man die linke Maustaste los, idealerweise nicht allzuweit vom Anfangspunkt entfernt, klickt noch einmal und das Programm setzt dann die letzte Verbindung zum Anfangspunkt selbständig. Hier müsst ihr ein wenig üben, dann kann man damit wirklich tolle Formen erstellen. Wieder beendet man die Form mit “enter”, die se wird dann wieder automatisch mit dem Steppstich gefüllt.

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Die Ellipse

Die Ellipsen-Funktion hilft, gleichmäßige und saubere Ovale und Kreise zu erstellen. Hier wird mit der linken Maustaste und Ziehen der Maus zunächst die Breite und dann im zweiten Schritt die Länge des Objektes definiert. Mit “Enter” wird das Objekt fertigggestellt. Möchte man einen Kreis erstellen, drückt man im zweiten Schritt vor dem Ziehen die “strg” Taste auf der Tastatur und bestätigt dann mit “Enter”.

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Das Rechteck

Hier gelten die selbem Arbeitsschritte wie bei der Ellipse. Der Anfangspunkt wird mit der linken Maustaste gesetzt. Dann zieht man das Rechteck bei gedrückter linker Maustaste in die gewünschte Form. Durch Halten der “strg” Taste und dann “enter” schafft das Programm automatisch das Quadrat, also das Rechteck mit gleicher Höhe und Breite.

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Das waren sie schon, die 4 Varianten zum “Flächen” erstellen. Jetzt müsst ihr üben. Manches geht sicher leichter von der Hand, anders fällt schwerer. Das hängt natürlich davon ab, wie geübt man mit grafischen Programmen und dem Umgang mit der Maus ist. Hier hilft leider nur experimentieren und probieren. Ich finde aber, man hat es ziemlich schnell raus. Trotzdem gibt es bis zum nächsten Mal eine “Hausaufgabe”: Erstellt mit allen 4 Werkzeugen Flächen in vielen Varianten! Diese dürfen auch noch uneben und buckelig sein ! Speichert diese in einer Übungsdatei (im art70-Format !), damit können wir dann nächstes Mal weiterarbeiten. Das Ganze könnte so oder ähnlich aussehen:

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Nehmt Euch für diese Schritte hier wirklich Zeit und experimentiert herum, man braucht aber schon Übung. Es sind wirklich die wichtigsten Schritte, wenn man diese grundsätzlich verstanden hat und beherrscht, kann man schon eine Menge machen.

Viel Spaß und bis zum nächsten Mal!

Nette

 

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