Kreative Artikel zum Thema Quilten

Ausstellungstipps Februar 2016

VOGUE 100
A Century Of Style

Die britische Vogue wird 100. Dem Hochglanzmagazin – stets ein Synonym für erstklassige Mode, Schönheit und hervorragende Portrait-Fotografie – widmet die National Portrait Gallery in London aus diesem Anlass eine grossartige Ausstellung. Über 280 Aufnahmen, die hierfür zum ersten Mal zusammengestellt wurden, erzählen die Geschichte einer der einflussreichsten Modezeitschriften weltweit. ‘Britain at its best’: das Schönste aus über 2 000 Ausgaben der Vogue.

Kirsi Pyrhönen in Mongolia by Tim Walker, 2011 ©Tim Walker Vogue 100: A Century of Style is at the National Portrait Gallery, London, from 11 February – 22 May 2016, sponsored by Leon Max.

Kirsi Pyrhönen in Mongolia
by Tim Walker, 2011
©Tim Walker
Vogue 100: A Century of Style is at the National Portrait Gallery, London, from 11 February – 22 May 2016, sponsored by Leon Max.

Als der Erste Weltkrieg transatlantische Lieferungen der amerikanischen Vogue unmöglich machte, gründet Condé Nast 1916 die britische Vogue. Es war ein Erfolg von Anfang an und dies ist bis heute so geblieben. Man blickt auf eine Geschichte zurück, die die kreativsten Jahrzehnte in Mode, Kunst und Gesellschaft umfasst und gleichzeitig die Zeiten widerspiegelt. Auch die Vogue zeigt die Not und den Optimismus nach den beiden Weltkriegen, das Swinging London der 1960er Jahre oder die radikalen Siebziger und bleibt tonangebend, wenn es um Design und Fotografie geht.

‘Before itʼs in Fashion, itʼs in VOGUE!’ Diese Sentenz des Verlagshauses Condé Nast ist nicht übertrieben. Das Magazin war stets stil- und geschmacksbildend und dies auch weit über den Bereich der Mode hinaus. Mode wird in einem breiteren Kontext gezeigt, in dem z.B. Freizeitgestaltung und Ernährung, Leitbilder und Idole oder auch der Zeitgeist eine Rolle spielen.

Anne Gunning in Jaipur by Norman Parkinson, 1956 ©Norman Parkinson Ltd/Courtesy Norman Parkinson Archive Vogue 100: A Century of Style is at the National Portrait Gallery, London, from 11 February – 22 May 2016, sponsored by Leon Max.

Anne Gunning in Jaipur
by Norman Parkinson, 1956
©Norman Parkinson Ltd/Courtesy Norman Parkinson Archive
Vogue 100: A Century of Style is at the National Portrait Gallery, London, from 11 February – 22 May 2016, sponsored by Leon Max.

Die von der National Portrait Gallery in Zusammenarbeit mir der britischen Vogue organisierte Ausstellung ‘A Century Of Style’ bietet anhand spektakulärer Bilder einen faszinierenden Streifzug durch ein Jahrhundert britischer Kulturgeschichte. Begleitet wird der Event auch von einem Katalog in deutscher Sprache aus dem renommierten Kunstverlag Hatje Cantz mit dem Titel ‘Vogue 100 – Hundert Jahre BritChic’. Dieser Prachtband vereint auf über 300 Seiten die Bilder der illustren Fotografen, die seit der ersten Ausgabe im September 1916 dem glamourösen Magazin seinen einzigartigen Charakter verliehen haben. Dazu zählen David Bailey, Cecil Beaton, Lee Miller, Irving Penn, Lord Snowdon und Mario Testino.

Ein Hauptaugenmerk liegt dabei auf den Gesichtern, die zu Ikonen wurden: Künstler wie Francis Bacon, Lucian Freud, Damien Hirst und Henri Matisse; Stars von Marlene Dietrich bis Gwyneth Paltrow, von Rudolph Valentino bis zu David Beckham, prominente Frauen wie Lady Diana Cooper oder Lady Diana Spencer. Natürlich widmet sich der Band auch den Modedesignern, die das Jahrhundert definierten – Coco Chanel, Alexander McQueen oder Yves Saint Laurent – und der sich ewig wandelnden weiblichen Silhouette.

Cover des Katalogs: Linda Evangelista by Patrick Demarchelier, 1991 ©The Condé Nast Publications Ltd Vogue 100: A Century of Style is at the National Portrait Gallery, London, from 11 February – 22 May 2016, sponsored by Leon Max.

Cover des Katalogs:
Linda Evangelista
by Patrick Demarchelier, 1991
©The Condé Nast Publications Ltd
Vogue 100: A Century of Style is at the National Portrait Gallery, London, from 11 February – 22 May 2016, sponsored by Leon Max.

Nachdem ich gestern den druckfrischen Katalog erhalten habe, bin ich neugierig auf eine andere Ansicht und drückte das Schwergewicht meinem Göttergatten – gleichzeitig mein Haus- und Hoffotograf, mit meinen Vorlieben und Macken vertraut, aber kein Experte in Sachen Mode – mit der Bitte um eine zweite Meinung in die Hand. Interessiert? Hier folgt sie:

‘Ein Modebuch für Männer? Mein erster Gedanke: Das schaue ich mir nur mit spitzen Fingern an – aber dann … ! Schon auf der ersten Seite blickt mir Josephine Baker geheimnisvoll, sexy, jedoch ausserordentlich stilvoll entgegen. Ohne Bananen, aber in einem Foto, welches die Persönlichkeit trifft, die in den zwanziger Jahren die Menschen begeisterte.

Und so geht es weiter: 100 Jahre BritChic, die Lebensstile eines Jahrhunderts, beginnend mit den verwegenen Hüten aus den Zwanzigern, Begegnungen mit Fred Astaire, Alfred Hitchcock und den Modellen im klassischen Stil. 1941 spiegelt sich der Ernst der Zeit, Bilder aus dem Krieg, ausgebrannte Flieger, Fotos aus der Kommandozentrale der britischen Armee. Nach Kriegsende werden nicht nur Kriegsschäden gezeigt, sondern besonders eindrücklich ein bislang unveröffentlichtes Foto der Tochter des Leipziger Bürgermeisters nach ihrem Suizid.

Die Mode spielt erst wieder in den späten vierziger Jahren eine Rolle. Beeindruckt hat mich ein Porträt von Christian Dior anlässlich seiner ersten Modenschau im April 1947, dann 1953 die Inthronisierung von Elisabeth II. Wir finden im gesamten Band keine Schnappschüsse, sondern Bilder aus 100 Jahren mit einer klaren Botschaft, Mode- und Gesellschaftsfotografie auf höchstem Niveau. Die Fotos und Arrangements aus den sechziger Jahren zeigen den neuen Lebensstil des ‘Swinging London’. Dann folgt Margaret Thatcher in den Siebzigern, Helmut Newton fotografiert für die Vogue.

Limelight Nights by Helmut Newton, 1973 ©The Condé Nast Publications Ltd Vogue 100: A Century of Style is at the National Portrait Gallery, London, from 11 February – 22 May 2016, sponsored by Leon Max.

Limelight Nights
by Helmut Newton, 1973
©The Condé Nast Publications Ltd
Vogue 100: A Century of Style is at the National Portrait Gallery, London, from 11 February – 22 May 2016, sponsored by Leon Max.

Der Katalog zur Ausstellung zeigt immer wieder besondere Porträts, nicht nur von Modellen aus der Modebranche, sondern auch von den Persönlichkeiten der Zeit. 1990 bis 2000: Naomi Campbell und Lady Di, aber auch Kate Moss, ungeschminkt und nur in eine Steppdecke gehüllt. 2001, der Anschlag auf das World Trade Center prägt ein ganzes Jahrzehnt. 21 Modelle posieren auf dem Titel der Vogue in Union Jacks. Der Bildband wird immer wieder um zeitgeschichtliche Artikel ergänzt und endet im letzten Kapitel in der aufwändigen Mischung aus Models, Politik und Fotokunst mit der Frage: Wo stehen wir jetzt?

Zur Ausstellung in London und zum 100-jährigen Jubiläum der Vogue halte ich einen prachtvollen Bildband und eine beeindruckende Revue unserer Zeit in den Händen, in dem ich sicher öfters noch einmal blättern und schmökern werde.’

Wenn das kein Statement ist …

Vom 24. Juni – 30. Oktober 2016 wird die Ausstellung noch in der Manchester Art Gallery gezeigt.

Info:

11. Februar – 22. Mai 2016

VOGUE 100
A Century Of Style

National Portrait Gallery
St Martin’s Place
London
WC2H 0HE
England

www.npg.org.uk

Vogue 100 – Hundert Jahre BritChic, Hrsg. Robin Muir, Texte von Nicholas Cullinan, Leon Max, Robin Muir, Alexandra Shulman, mit historischen Beiträgen von Cecil Beaton, Aldous Huxley, Lee Miller, Virginia Woolf u.a.
Deutsche Ausgabe, Hatje Cantz Verlag, Ostfildern 2016, ISBN 978-3-7757-4083-8, 49,80 EUR
25 x 31 cm, 304 Seiten, ca. 350 Abb., gebunden, erscheint im Februar.

www.hatjecantz.de

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Dead Treez

Bling-bling wohin der Betrachter schaut: Es glänzt, glitzert und funkelt, Farben überbieten sich gegenseitig, Plastikblumen, gehäkelte Strukturen, Perlen, Ketten, Brokat, Spitze – die ganze schwülstig-künstliche Flut scheint sich zu ergiessen und einen zu blenden. Man befindet sich in den Räumen des Museum of Arts and Design mitten in New York und fragt sich: Was soll das?

Ausstellungsansicht von Ebony G. Patterson: Dead Treez at the Museum of Arts and Design Photo: Butcher Walsh © Museum of Arts and Design

Ausstellungsansicht von Ebony G. Patterson: Dead Treez at the Museum of Arts and Design
Foto: Butcher Walsh © Museum of Arts and Design

Genau das aber ist die Absicht der aus Jamaica stammenden Mixed-Media-Künstlerin Ebony G. Patterson, die mit ihren von Verzierungen überquellenden Arbeiten den Blick gefangen nehmen und den Betrachter dazu herausfordern will, unter bzw. hinter ihre fesselnden Oberflächen zu schauen, um sie tiefer zu ergründen.

Ausstellungsansicht von Ebony G. Patterson: Dead Treez at the Museum of Arts and Design Photo: Butcher Walsh © Museum of Arts and Design

Ausstellungsansicht von Ebony G. Patterson: Dead Treez at the Museum of Arts and Design
Foto: Butcher Walsh © Museum of Arts and Design

Jede der Figuren ist gesichtslos, trotzdem männlich, Fashionistos, wie sie zu der bombastischen jamaikanischen Dancehall-Kultur gehören, die aus den jugendlichen Randgruppen in den Ghettos von Kingston entstanden ist: Machos. Dress to impress. Auffallen und gesehen werden um jeden Preis. Es öffnet sich ein Fenster mit Blick auf die Arbeiter-Klasse der jamaicanischen Gesellschaft.

Ebony G. Patterson: Wilted Rosez (Detail), 2014 Baumwolle, Metall, Glitter, Plastik, Glas, Mixed Media Mit freundlicher Genehmigung von der Künstlerin und der Monique Meloche Gallery, IL Im Auftrag vom John Michael Kohler Arts Center Foto: John Michael Kohler Arts Center

Ebony G. Patterson: Wilted Rosez (Detail), 2014
Baumwolle, Metall, Glitter, Plastik, Glas, Mixed Media
Mit freundlicher Genehmigung von der Künstlerin und der Monique Meloche Gallery, IL
Im Auftrag vom John Michael Kohler Arts Center
Foto: John Michael Kohler Arts Center

Patterson hinterfragt mit ihrer Ausstellung ‘Dead Treez’ das paradoxe Verhältnis von traditionellen Geschlechterrollen zum fragwürdigen Prunk der Dancehalls und in ihren Brokatteppichen geht es auch um Fragen zur eigenen, farbigen Rasse, um Tod und um Individualität. Sie fand in den sozialen Medien Bilder von namenlosen Leichen, von Mordopfern, von gewaltsam zu Tode gekommenen Körpern, die im Cyberspace treiben und stellt fest: Man denkt nicht mehr an Einzelpersonen. Es sind nur noch Bilder. Es sind Objekte. Sie lenkt mit ihren Bodenteppichen den Blick auf diejenigen, die am unteren Ende der sozialen Leiter leben und die nicht bemerkt werden. Verblendet uns all der Glitter und Glanz die Sicht?

Ausstellungsansicht von … buried again to carry on growing … POV von Ebony G. Patterson im Museum of Arts and Design. Foto: Butcher Walsh © Museum of Arts and Design

Ausstellungsansicht von … buried again to carry on growing … POV von Ebony G. Patterson im Museum of Arts and Design.
Foto: Butcher Walsh © Museum of Arts and Design

Den dritten Teil ihrer Ausstellung ‘…buried again to carry on growing…’ gestaltete sie mit Hilfe der museumseigenen Juwelen-Collection – ein Gegensatz, wie er grösser nicht sein könnte.

Ausstellungsansicht von … buried again to carry on growing … POV von Ebony G. Patterson im Museum of Arts and Design. Foto: Butcher Walsh © Museum of Arts and Design

Ausstellungsansicht von … buried again to carry on growing … POV von Ebony G. Patterson im Museum of Arts and Design.
Foto: Butcher Walsh © Museum of Arts and Design

Info:

10. November 2015 – 3. April 2016

MAD Presents Ebony G. Patterson: Dead Treez

Museum of Arts and Design
2 Columbus Circle
New York, NY 10019
USA

www.madmuseum.org

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l’aiguille en fête

Noch einmal möchte ich auf das Grossereignis hinweisen:

pins_rose kl

 

Diesmal werden die ‘Schätze der Mayas’ den Themenschwerpunkt unter den Ausstellungen bilden. Man darf also gespannt sein, denn dieser internationale Event hat erfahrungsgemäss (hier geht es zu meinen Berichten aus den Jahren 2014 und 2015) sehr viel zu bieten und zieht Massen von Besuchern in die Halle auf dem Expo-Gelände an der Porte de Versailles.

Info:

4. – 7. Februar 2016

l’aiguille en fête
Le Salon International des Arts du Fil

Parc des Expositions
1, Place de la Porte de Versailles
75015 Paris
Frankreich

www.aiguille-en-fete.com

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roter faden – textileforce

Seit Mitte Dezember läuft in der Galerie Freihausgasse im österreichischen Villach die Ausstellung ‘roter faden – textileforce’ mit grossem Erfolg, so dass sie bis zum 13. Februar 2016 verlängert wurde.

Die Ausstellung ‘roter faden – textileforce’ bietet Einblick in die vielfältigen, vielschichtigen, spannenden, überraschenden und mitunter ausserordentlich arbeitsreichen Praxen textiler künstlerischer Produktion und ist in Zusammenarbeit mit der Universität für angewandte Kunst Wien und im Speziellen mit der Abteilung für Textil – freie, angewandte und experimentelle künstlerische Gestaltung (Leitung: Barbara Putz-Plecko) – entstanden.

60 Künstlerinnen und Künstler – Studierende, Absolventen und Lehrende – setzen das Publikum mit ihren Arbeiten, wie z.B. Damenhosen, die eigentlich Männerhemden sind, singenden Stoffen oder zusammengenähten Mandarinenschalen in Erstaunen. Die metallisch glänzenden Rettungsdecken, in die Nicole Weniger die Figuren ihrer Fotoserie ‘The Unkonwn’ verpackte, erinnern an Burkas. Setzt man dies mit den aktuellen Flüchtingsströmen in Bezug, erhält die Serie eine neue Bedetung.

Coverfoto basierend auf Nicol Weniger: The Unknown, Northern Ireland 2014

Coverfoto, basierend auf
Nicol Weniger: The Unknown, Northern Ireland 2014

Die Ausstellung veranschaulicht, wie sehr das Textile in seinen vielfältigen Ausformungen ein absolut starkes und zukunftsweisendes Medium ist und gerade unter den aktuellen gesellschaftlichen Veränderungsprozessen rasant neue Qualitäten und Formen entwickelt.

Das Motiv des roten Fadens markiert bei aller Vielfalt der Arbeiten ihre innere Verbundenheit und ‘textileforce’ bezeichnet die Energie, die sich über die vorgestellten individuellen und kollektiven Prozesse bündelt und die Entwicklung antreibt.

Weitere Einblicke und Informationen findet man im Ausstellungsflyer und auf der facebook-Seite der Galerie.

Info:

17. Dezember 2015 – 13. Februrar 2016

roter faden – textileforce

galerie freihausgasse
Leiningengasse 12
9500 Villach
Österreich

www.facebook.com/galeriefreihausgassevillach

Ausstellungsflyer

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Von Schmetterlingen und Drachen.
Textile Schätze südchinesischer Bergvölker

Kleidung hat in allen Kulturen eine grosse Bedeutung, offenbart sie doch eine Volks-, Stammes oder Gruppenzugehörigkeit oder auch eine internationale Modeströmung. Sie verrät etwas über die gesellschaftliche Stellung, kann Ausdruck von Individualität sein.

Vogel Miao Songlong Foto: Friedhelm Petrovitsch

Vogel Miao Songlong
Foto: Friedhelm Petrovitsch

Die traditionellen Textilien der chinesischen Ethnien finden bei einem Teil der jüngeren Generation leider nicht mehr die gebührende Wertschätzung. Jedoch gibt es Sammler wie Friedhelm Petrovitsch, Ferdinand Aichhorn, Lan Wang, Prof. Zhan, Grietje van der Veen und Mei Zhou-Spahn, die letzte Stücke noch retten und den Kulturinteressierten in Museen zugänglich machen.

Ethnie Shui Paimo Guizhou, Tragetuch, Detail Foto: Friedhelm Petrovitsch

Ethnie Shui Paimo Guizhou, Tragetuch, Detail
Foto: Friedhelm Petrovitsch

Die Ausstellung ‘Von Schmetterlingen und Drachen’ in der Textilsammlung Max Berk in Heidelberg-Ziegelhausen ermöglicht es ab dem 21. Februar 2016, nicht nur die Schatztruhe der Textilien zu öffnen, sondern auch anhand von Friedhelm Petrovitschs beeindruckenden Fotografien zu bewundern, was die Frauen der ethnischen Minderheiten phantasievoll mit grosser Mühe und Fleiss meist nach einem arbeitsreichen Tag hervorgebracht haben.

Festjacke Miao, Detail Sammlung Lan Wang Foto freundlicherweise von der Textilsammlung Max Berk zur Verfügung gestellt

Festjacke Miao, Detail
Sammlung Lan Wang
Foto freundlicherweise von der Textilsammlung Max Berk zur Verfügung gestellt

Info:

21. Februar – 29. Mai 2016

Von Schmetterlingen und Drachen.
Textile Schätze südchinesischer Bergvölker

Textilsammlung Max Berk / Kurpfälzisches Museum
Brahmsstrasse 8
69118 Heidelberg-Ziegelhausen

www.museum-heidelberg.de

Die Ausstellung wird unterstützt vom Konfuzius-Institut Heidelberg und bietet ein interessantes Rahmenprogramm.

Vernissage:
So, 21. Februar 2016, 11 Uhr

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Bäume – Zeugen der Zeit

Vom 19. Februar – 12. März 2016 präsentiert die Münchner Galerie Quilt Et Textilkunst die Ausstellung ‘Bäume – Zeugen der Zeit’ mit Arbeiten von Isabelle Wiessler, die Bäume als Symbol für Veränderung aber auch für Beständigkeit betrachtet.

Isabelle Wiessler: Rindenspiel Foto freundlicherweise von Isabelle Wiessler zur Verfügung gestellt

Isabelle Wiessler: Rindenspiel
Foto freundlicherweise von Isabelle Wiessler zur Verfügung gestellt

Natur, Leben, Kraft und Dauer und die Farbenvielfalt, die Struktur einer Baumrinde, der wiederkehrende Einfluss der Jahreszeiten und die Stimmung, die durch Wetter und Tageszeiten ausgeübt wird – für Isabelle Wiessler sind Bäume eine reiche Inspirationsquelle. ‘Bäume faszinieren mich seit vielen Jahren’, sagt sie. ‘Ihr langsames Wachsen steht im Gegensatz zu unserer schnelllebigen Welt. Diese und weitere Inspirationen möchte ich in meinen Arbeiten dank textiler und nicht textiler Materialien zum Ausdruck bringen, aber auch dem Betrachter genügend Freiraum zur eigenen Fantasie lassen.’

Für ihre Werke verwendet die Mixed-Media-Künstlerin unterschiedlichste Materialien und Techniken. ‘Mich faszinieren die vielfältigen Wege, um mittels Nähen und Sticken Linien, Formen und Strukturen in meine Bilder zu geben und somit eine ‘Dritte Dimension’ zu schaffen.’

Isabelle Wiessler: Impressions japonaises Foto freundlicherweise von Isabelle Wiessler zur Verfügung gestellt

Isabelle Wiessler: Impressions japonaises
Foto freundlicherweise von Isabelle Wiessler zur Verfügung gestellt

‘In unserer Galerie wollen wir unseren Besuchern aussergewöhnliche Kunstwerke wie die von Isabelle Wiessler zeigen’, meint Quilt Et Textilkunst-Inhaberin Christine Köhne. ‘Isabelles Arbeiten bestechen durch ihre tiefe Verwurzelung in der Natur. Zugleich wirken sie dank der verwendeten Materialien und Farben fein und zart.’

Die Werkschau im Herzen von München umfasst rund 30 Arbeiten.

Info:

19. Februar – 12. März 2016

Bäume – Zeugen der Zeit
Isabelle Wiessler

Galerie Quilt Et Textilkunst
Sebastiansplatz 4
80331 München

www.quiltundtextilkunst.de
www.isabelle-wiessler.de

Vernissage:
Fr, 19. Februar 2016, 18 Uhr

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Gemeinsam

Helene Fischer aus Wittmund und Heidemarie Mönkemeyer aus Ottersberg freuen sich auf ihre erste gemeinsame Textilkunst-Ausstellung. Ihre sehr unterschiedlichen Arbeiten aus den letzten Jahren bieten ein grosses Spannungsfeld für den Betrachter.

Helene Fischer: Kissenschlacht Foto freundlicherweise von H. Mönkemeyer zur Verfügung gestellt

Helene Fischer: Kissenschlacht
Foto freundlicherweise von H. Mönkemeyer zur Verfügung gestellt

Der Titel ‘Gemeinsam’ nimmt Bezug darauf, dass unabhängig voneinander gemeinsame Themen mit individuellen textilen Handschriften umgesetzt wurden. Durch die paarweise Anordnung der Ausstellung entstehen reizvolle Gegensätze und überraschende Übereinstimmungen.

Heidemarie Mönkemeyer: Auf Rosen gebettet Foto freundlicherweise von H. Mönkemeyer zur Verfügung gestellt

Heidemarie Mönkemeyer: Auf Rosen gebettet
Foto freundlicherweise von H. Mönkemeyer zur Verfügung gestellt

Es gibt Dreidimensionales anzuschauen, leuchtende Farbigkeit in grossen Formaten und leise Arrangements in Naturtönen.

Info:

11. Februar – 29. März 2016

Gemeinsam
Textilkunst-Ausstellung von Helene Fischer und Heidemarie Mönkemeyer

Buchhandlung Froben
Lange Strasse 4
28870 Ottersberg

www.wort-und-faden.de

Öffnungszeiten:
Mo – Fr: 8.30 – 18.30 Uhr
Sa: 9 – 13 Uhr

Vernissage:
Do, 11. Februar 2016, 19 Uhr
mit Musik von Thomas Brendgens-Mönkemeyer, Gitarre

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Art Quilts – Quilt Art

Die Stadtgalerie im Stadtmuseum Deggendorf zeigt vom 23. Februar bis 29. Mai 2015 eine umfangreiche Werkschau der Art Quilts von Annemarie Zoller-Sicker.

Annemarie Zoller-Sicker: Ritual Foto: Annemarie Zoller-Sicker

Annemarie Zoller-Sicker: Ritual
Foto: Annemarie Zoller-Sicker

Ihre Arbeiten entstehen nach eigenen Entwürfen aus Stoffen mit eigenem Oberflächendesign, das sie meisterhaft beherrscht. Überwiegend Baumwolle oder Leinen erhält sein endgültiges Aussehen durch das Entfärben mit Hilfe von verschiedenen Reservierungen wie Dextrin, Sojawachs und Shibori-Techniken oder auch durch Monoprints. Darüber hinaus werden manche Stoffe noch mit Rost überfärbt. Eine wichtige Rolle spielt auch die Textur, die entweder durch freies Maschinenquilten oder intensives Handquilten erreicht wird. Mit ihren Stoffen assoziiert sie Sand, Steppe, Steine, Felsformationen, Fels- und Höhlenmalereien.

Annemarie Zoller-Sicker: Ritual, Detail Foto: Annemarie Zoller-Sicker

Annemarie Zoller-Sicker: Ritual, Detail
Foto: Annemarie Zoller-Sicker

Ihre Inspiration findet Annemarie Zoller-Sicker in der intensiven Auseinandersetzung mit afrikanischen Landschaften sowie mit Urvölkern oder aussterbenden Stämmen. Sowohl die Farbigkeit als auch die textile Gestaltung sind stark reduziert und geben dennoch die perfekte Anmutung der afrikanischen Landschaft wieder.

Info:

23. Februar – 29. Mai 2016

Art Quilts – Quilt Art
Textile Arbeiten von Annemarie Zoller-Sicker

Stadtmuseum – Stadtgalerie Deggendorf
Östlicher Stadtgraben 28
94469 Deggendorf

www.stadtmuseum-deggendorf.de
www.quilts-azs.de

Vernissage:
So, 21. Februar 2016, 11 Uhr

Ausstellungsflyer

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Captured Motion

Noch bis zum 6. März 2016 zeigt das Haus am Lützowplatz in Berlin die Ausstellung ‘Captured Motion’, in der die 1962 geborene Künstlerin Anette Rose Prozesse industrieller Automatisierung, die unsere Arbeitswelten zunehmend prägen, untersucht und ist eine Fortsetzung von Anette Roses Langzeitprojekt ‘Enzyklopädie der Handhabungen’ (seit 2006), in der es um die Schnittstellen zwischen Handarbeit und maschineller Fertigung geht.

Plakat

Plakat

Anette Rose beobachtet, wie Handarbeit durch Automaten ersetzt wird, aber auch, wie Hände Automaten mit Gesten erklären. Gezeigt wird eine raum-zeitliche Montage noch nicht ausgestellter Videos, die Rose als Artist-in-Residence am Institut für Textilforschung und im Motion Capture-Labor der RWTH Aachen filmte.

Der Ausstellungstitel ‘Captured Motion’ spielt auf die künstlerischen und wissenschaftlichen Verfahren an, mit denen Maschinen- und Körperbewegungen visuell, akustisch und haptisch ‘eingefangen’ werden. Unterschiedliche Perspektiven und Bewegungsnotationen werden kaleidoskopartig zusammengestellt. Zu sehen sind einerseits Aufzeichnungen der Bewegungsabläufe komplexer Maschinen, etwa einer Radialflechtmaschine, andererseits Motion Capture-Aufnahmen von Ingenieuren, deren Gesten die Maschinen beschreiben. Die entstehenden Linien der redebegleitenden Handbewegungen korrelieren mit den Fäden, aus denen sich das Leitmotiv der Installation ergibt: Ein Geflecht von Ausdrucksbewegungen bildet flüchtige Skulpturen, während Maschinen Fäden führen, spannen, legen, wirken, kreuzen und verflechten.

Info:

22. Januar – 6. März 2016

Anette Rose – Captured Motion

Haus am Lützowplatz
Fördererkreis Kulturzentrum Berlin e.V.
Lützowplatz 9
10785 Berlin

www.hal-berlin.de

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Textile Erinnerungen – Remembering Textiles

Mit einer erstklassigen Besucherbilanz startet das Staatliche Textil- und Industriemuseum Augsburg (tim) ins neue Jahr. Mit insgesamt 105.000 Besuchern im Jahr 2015 bleibt das Haus mit seinem aktiven und lebendigen Museumskonzept eines der beliebtesten Landesmuseen in ganz Bayern. Spannende Ausstellungsprojekte werden auch für 2016 angekündigt.

Kaoru Hirano: untitled red NIKE, 2009 Foto: Katsuhiro Saiki

Kaoru Hirano: untitled red NIKE, 2009
Foto: Katsuhiro Saiki

Dies beginnt schon im Februar mit einer Sonderausstellung aus dem Bereich Textilkunst: ‘Textile Erinnerungen – Remembering Textiles’. Die preisgekrönten Künstlerinnen Gali Cnaani (Israel) und Kaoru Hirano (Japan) de-konstruieren Second-Hand-Kleidung und überführen sie in eine poetische Ästhetik. Beide Küstlerinnen verbindet ihr radikaler Ansatz, bestehende Kleider bis in deren letzte Fäden hinein aufzulösen. Mit der so offengelegten textilen Struktur gehen die Künstlerinnen jedoch unterschiedlich um. Kaoru Hirano verknüpft die Fäden wieder so, dass sie eine schemenhafte Skulptur formen – in Reminiszenz an die ehemaligen Trägerinnen.

Gali Cnaani: Jeans, 2013 Foto: Yigal Pardo

Gali Cnaani: Jeans, 2013
Foto: Yigal Pardo

Gali Cnaani hingegen verwebt die in ihre Strukturen aufgelösten Kleider wieder neu und verbindet sie dabei mit anderen Kleidungsstücken, woraus eine ganz überraschende Ästhetik entsteht, die das Textile als Sprache offenbart. Auf unterschiedliche Weise spüren sie so beide den Erinnerungen der Textilien, den ehemaligen Trägerinnen oder dem Gedächtnis des Materials selbst nach.

Info:

26. Februar – 8. Mai 2016

Textile Erinnerungen – Remembering Textiles

tim | Staatliches Textil- und Industriemuseum Augsburg
Augsburger Kammgarnspinnerei (AKS)
Provinostrasse 46
86153 Augsburg

www.timbayern.de

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Bosna Quilts

‘Bosna Quilts’ ist ein beeindruckendes Projekt, bei dem seit 1993 Flüchtlingsfrauen in Sarajevo und Gorazde mit der österreichischen Textilkünstlerin Lucia Lienhard-Giesinger zusammen arbeiten. Ihre Werke sind nun vom 23. Januar – 28. Februar 2016 im Café Tür an Tür in Augsburg zu sehen.

Die Werkstatt ist 1993 während des Bosnienkrieges in einem Flüchtlingsheim in Vorarlberg entstanden. In Bregenz werden die Bosna Quilts von Lucia Lienhard-Giesinger entworfen und in Goražde und Sarajevo von elf Frauen übernäht. Textilkunst über Grenzen hinweg.

Blick in die Ausstellung Info und Foto: Ursula Brenner

Blick in die Ausstellung
Info und Foto: Ursula Brenner

Der Verein ‘Tür an Tür’, 1992 gegründet, betreibt im ehemaligen Augsburger Strassenbahndepot, heute als Industriedenkmal geschützt, das Zentrum für interkulturelle Beratung (zib). Flüchtlinge, Asylsuchende und Migranten finden hier kompetente Ansprechpartner, Sprachkurse und Beratung bei der Suche nach Job und Wohnung.

Das Café Tür an Tür ergänzt das Angebot um ein ‘Wohnzimmer’ zur informellen Begegnung. Hier warten Asylsuchende auf ihren Beratungstermin, hier finden Meetings der Aktiven, Stammtische und Arbeitsgruppen, Familientreffen, Konzerte und Feste statt.

Info:

23. Januar – 28. Februar 2016

Bosna Quilts

Café Tür an Tür
Wertachstrasse 29
86153 Augsburg

www.tuerantuer.de

Flyer

Die Ausstellung ‘Bosna Quilts’ ist während der Öffnungszeiten des Cafés zu besichtigen. Der Eintritt ist frei.

Veranstalter: Tür an Tür e. V. | Bosna Quilt Werkstatt, Bregenz | unterstützt vom Staatlichen Textil- und Industriemuseum, Augsburg

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Miniartextil 2016

Von Arte&Arte organisiert, findet ‘Miniartextil’ jährlich in Como (I) statt und das Thema der diesjährigen Ausstellung lautete ‘Invito a tavola’. Wie im letzten Jahr wandert diese auf einem internationalen jurierten Wettbewerb basierende Schau jedoch und wird vom 6. Februar 2016 an wieder in Montrouge (F), knapp ausserhalb der Stadtgrenze von Paris gelegen, jedoch mit der Métro zu erreichen, präsentiert.

Programm - Vorderseite

Programm – Vorderseite

Die ‘Einladung zu Tisch’ umfasst 54 Arbeiten voller Poesie und Raffinesse, die bei freier Materialauswahl auf die maximalen Dimensionen von 20 x 20 x 20 cm beschränkt waren. Für den grösseren Appetit werden im gleichen Ausstellungssaal ausserdem noch zwölf grossformatige Installationen gezeigt.

Programm - Rückseite

Programm – Rückseite

Begleitend zur Ausstellung in Montrouge (hier ein fotografischer Rundgang) gibt es noch einen Parcours ‘Hors-les-murs’ in der Cité internationale universitaire de Paris und verschiedene Galerien, wo weitere Arbeiten von teilnehmenden Künstlern gezeigt werden. Nähere Informationen hierzu auf der Website und im Flyer.

Bitte beachten Sie auch die neue Ausschreibung; Hinweis weiter unten, gegen Ende dieser Ausstellungstipps.

Info:

6. Februar – 3. März 2016

Miniartextil 2016

Le Beffroi – Salle Nicole Ginoux
2 place Emile Cresp
92120 Montrouge
Frankreich

www.ville-montrouge.fr

Öffnungszeiten:
Täglich: 12 – 19 Uhr

Eintritt frei

Flyer

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WACHSen WOLLEn

Der Ausstellung liegt die Idee einer Gegenüberstellung und Annäherung von unterschiedlichen, aber jeweils haptischen Materialien, mit denen die beiden Künstlerinnen arbeiten, zugrunde. Darüber hinaus geht es auch darum, Ausdrucksformen für die inhaltliche Bedeutung von Wollen und Wachsen zu finden.

Einladungskarte

Einladungskarte

Info:

6. – 28. Februar 2016

WACHSen WOLLEn

Silvia Braun – Wachsarbeiten
Christina Schneider – Filzobjekte

GEDOK Karlsruhe
Künstlerinnenforum
Markgrafenstrasse 14
76131 Karlsruhe

www.gedok-karlsruhe.de

Vernissage:
Fr, 5. Februar 2016, 19 Uhr

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patCHquilt

Die Vereinigung Schweizer Quilter patCHquilt lädt nicht nur ihre Mitglieder zur Generalversammlung, sondern alle Interessierten zum Besuch nach Solothurn ins Landhaus ein. Neben einer Ladenpassage locken an den beiden Tagen verschiedene Ausstellungen: eine unjurierte Mitgliederausstellung, die aktuellen EQA Miniquilts, Mola Quilts und die ‘trunck show’ der SAQA – wie aus der Einladung ersichtlich. Und natürlich trifft man dort auf viele Gleichgesinnte und kann sich austauschen.

Einladungskarte

Einladungskarte

Info:

26. – 27. Februar 2016

patCHquilt
Ausstellungen + Generalversammlung

Landhaus
Landhausquai 4
4500 Solothurn
Schweiz

www.patchquilt.ch

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Von oben gesehen

Die Ausstellung ‚Von oben gesehen’ präsentiert die Ergebnisse, wenn sich patchworkbegeisterte Frauen und Männer in Pias Quiltwerkstatt treffen und unter der Anleitung des bewährten Betreuerteams – Pia Welsch, Katharina Clausen, Anita Lang und Gabi Schultz-Herzberger – einen kleinen Ausschnitt der Welt aus der Vogelperspektive gesehen auf Stoff bringen, wobei vielerlei Techniken angewandt werden.

Zu sehen sein werden nicht nur diese Arbeiten, sondern auch ‚Gesticktes!’ von Pia Welsch und weitere Arbeiten von Dozentinnen vom 26. Februar – 15. April 2016 in der VHS Neckarsulm.

Austellung 'Von oben gesehen' Quilt von Helga Egly Foto freundlicherweise von Pia Welsch zur Verfügung gestellt

Austellung ‘Von oben gesehen’
Quilt von Helga Egly
Foto freundlicherweise von Pia Welsch zur Verfügung gestellt

Info:

26. Februar – 15. April 2016

Von oben gesehen

Volkshochschule Neckarsulm
Seestrasse 15
74172 Neckarsulm

www.pias-quilt-werkstatt.de
http://www.vhs-neckarsulm.de

Vernissage:
Fr, 26. Februar 2016, 19 Uhr

Öffnungszeiten:
Mo – Do: 9 – 18 Uhr
Fr: 9 -12 Uhr sowie nach Vereinbarung

Am Wochenende vom 19./20. März 2016 ist die Ausstellung von 10 – 16 Uhr geöffnet und es gibt 2 Tageskurse mit Pia Welsch.

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Tradition bis Moderne X

Inzwischen ist diese von der Patchwork Gilde Deutschland e.V. organisierte jurierte Mitgliederausstellung in Sachsen angekommen und wird noch bis zum 3. April 2016 im Textil- und Rennsport Museum in Hohenstein-Ernstthal gezeigt.

Plakat

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Trotz widrigem Winterwetter mit Eis und Schnee war die Vernissage am 23. Januar 2016 in Anwesenheit von Sabine Weninger–Dietrich, der 1. Vorsitzenden der Gilde, ein voller Erfolg.

Ausstellung 'Tradition bis Modoerne X' im Textil- und Rennsport Museum Foto: Marina Palm

Ausstellung ‘Tradition bis Moderne X’ im Textil- und Rennsport Museum
Foto: Marina Palm

Die Hängung der 46 Quilts war, wie immer, eine spannende Sache, gibt es doch seitens der Gilde ausdrücklich weder Themen- noch Grössenvorgaben. Die Grossformate müssen auch mit Abstand zu betrachten sein und das Ganze soll ja auch ein Gesamtbild ergeben.

Ausstellung 'Tradition bis Modoerne X' im Textil- und Rennsport Museum Foto: Marina Palm

Ausstellung ‘Tradition bis Moderne X’ im Textil- und Rennsport Museum
Foto: Marina Palm

Wie mir Marina Palm, die das Museum leitet, schreibt, wurde aber alles untergebracht: Die Sonderausstellungsfläche und der Veranstaltungsraum in der untersten Etage wurden bestückt und sogar noch Stellwände im Gang hinzugenommen.

Ausstellung 'Tradition bis Moderne X' im Textil- und Rennsport Museum Foto: Marina Palm

Ausstellung ‘Tradition bis Moderne X’ im Textil- und Rennsport Museum
Foto: Marina Palm

‘Ich glaube, wir haben das gut gelöst – die Besucher und auch Sabine waren sehr zufrieden’, schreibt mir Marina – dazu kann man nur gratulieren. Die Bilder, die ich erhalten habe, sehen jedenfalls so vielversprechend aus, dass sich ein Besuch in der Stadt im Erzgebirge lohnt.

Ausstellung 'Tradition bis Moderne X' im Textil- und Rennsport Museum Foto: Marina Palm

Ausstellung ‘Tradition bis Moderne X’ im Textil- und Rennsport Museum
Foto: Marina Palm

Info:

23. Januar – 3. April 2016

Tradition bis Moderne X

Textil- und Rennsport Museum
Antonstrasse 6
09337 Hohenstein-Ernstthal

www.trm-hot.de

Öffungszeiten:
Di – So: 13 – 17 Uhr

Zur Ausstellung ist ein Katalog erhältlich.

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art KARLSRUHE

Auf der art KARLSRUHE 2016, Internationale Messe für Klassische Moderne und Gegenwartskunst, präsentieren sich 211 Galerien aus dreizehn Ländern in den vier thematisch gegliederten Messehallen. Ob Malerei, Skulptur, Editionskunst oder Fotografie – sowohl Kunstliebhaber als auch passionierte Sammler kommen hier auf ihre Kosten.

Daneben werden in zahlreichen Talks die aktuellen Themen des Kunstmarkts diskutiert, in den Sonderausstellungen Klassiker aus neuer Perspektive beleuchtet und herausragende Künstler für ihr Schaffen ausgezeichnet.

Flyer

Flyer

Info:

18. – 21. Februar 2016

art KARLSRUHE

Messe Karlsruhe
Messeallee 1
76287 Rheinstetten

www.art-karlsruhe.de

Flyer

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Wettbewerbsausschreibungen:

Teximus 2

Nach dem grossen Erfolg der ersten ‘Teximus’-Ausstellung im Jahr 2014 in der Altstadthalle in Zug (hier gehts zu meinem damaligen Bericht und zum Gastbeitrag im TAFch-Blog), schreibt TAFch (Textile Art Forum Schweiz) den zweiten Wettbewerb ‘Teximus 2’ aus. Man wendet sich an alle Kunstschaffenden mit Wohnsitz in der Schweiz, die mit Textil im weitesten Sinne arbeiten und/oder textile Techniken anwenden.

tafch

Auch diese Ausstellung, die vom 15. – 19. März 2017 präsentiert werden wird, hat zum Ziel, das ganze Spektrum der textilen Kunst zu zeigen und die verschiedenen Sparten mit einander zu vernetzen, so dass nicht nur das Thema, sondern auch Material und Technik weitestgehend frei wählbar sind.

Ausschreibungsbedingungen (deutsch) 

Conditions de participation (français)

www.tafch.ch

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Wettbewerb Miniartextil

Arte&Arte hat bereits den nächsten Wettbewerb ‘Miniartextil’ zum Thema ‘To Weave Dreams’ ausgeschrieben. Ausstellungen: vom 1. Oktober – 20. November 2016 in Como, danach geht es wieder nach Montrouge und Venedig.

Einsendeschluss: 16. April 2016

Ausstellungsbedingungen und Einreichungsformular (englisch)

www.miniartextil.it

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Wettbewerb des Europäischen Patchwork Meetings 2016

Dieser internationale Quilt-Wettbewerb steht unter dem Thema ‘Die Magie der Farben’ und beinhaltet – wie in den letzten Jahren schon – auch die Möglichkeit, sich in der Kategorie ‘Kursleiter’ zu bewerben.  Eine international besetzte Fachjury wird die Auswahl derjenigen Quilts treffen, die an der Ausstellung beim EPM 2016 (14. – 18. September 2016) und an der sich anschliessenden Tournee teilnehmen. Von den Sponsoren werden viele schöne Preise vergeben. Die Arbeit, die als ‘Best of Show’ ermittelt wird, wird wie bisher vom Veranstalter angekauft – es winkt dafür ein Preisgeld von 3000 EUR.

concours-2016 kl

Zu diesem Punkt gibt es eine Neuigkeit: Die bisher 16 Quilts umfassende Sammlung preisgekrönter Arbeiten bleibt dem Val d’Argent erhalten. Diese Werke gehörten zur Vermögensmasse von Initiative Evénements (Veranstalter des EPM bis 2014) und waren Teil einer Versteigerung im Rahmen der Insolvenzabwicklung von Initiative Evénements. SPL EVA, der neue Veranstalter, teilt mit, dass er die gesamte Sammlung erworben hat, so dass die Gemeinde von Ste Marie-aux-Mines nun Eigentümer der Collection wird.

Alle Informationen zum Wettbewerb, zu dem man sich schon ab dem 4. Februar 2016 anmelden kann, findet man auf der Website.

www.patchwork-europe.eu

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20 Jahre Patchwork Magazin

Das Patchwork Magazin feiert 2016 sein 20-jähriges Jubiläum. Gemeinsam mit der Deutsch-Afghanischen Initiative (DAI, Freiburg) veranstaltet das Magazin einen Wettbewerb, für den Stickereien mit der Zahl ’20’ in Afghanistan gestickt wurden. Die Ausstellung der Werke wird bei der ‘NADELWELT’ in Karlsruhe vom 10. – 12. Juni 2016 zu sehen sein.

20_Jahre_Wettbewerb_Patchwork_Magazin_klSollte noch jemand kurzfristig in den Wettbewerb einsteigen wollen, so können noch afghanische Stickereien (’20’) im online-Shop bei www.guldusi.com bestellt werden. Die Bewerbungsfrist wurde bis zum 15. März 2016 verlängert. Als ersten Preis gibt es eine BERNINA 350 Patchwork Edition zu gewinnen, ausserdem warten viele schöne weitere Preise auf die glücklichen Gewinner.

Seit dem 20. Januar 2016 läuft eine online-Abstimmung, durch die jene Werke ermittelt werden, die im Juni in Karlsruhe präsentiert werden. Alle sind dazu eingeladen, bei der Abstimmung bis zum 15. März 2016, 24:00 Uhr mitzumachen, egal ob man selbst ein Werk für den Wettbewerb eingereicht hat oder nicht.

Alle Infos zum Wettbewerb und die Möglichkeit zum Abstimmen finden Sie hier

www.patchwork-magazin.de

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Vorschau auf den März 2016:

The Spring Knitting & Stitching Show

spring stitching show

Neben den sechs vielversprechenden Ausstellungen von führenden britischen Textilkünstlern (darunter z.B. Louise Baldwin, Mary Sleigh, Nigel Cheney oder der britschen Gilde, die nach der Schliessung vom ‘Quilt Museum and Gallery’ in York einen Neustart macht), bietet diese Messe ein breites Angebot für nahezu alle Handarbeitstechniken inklusive Demonstrationen, Workshops, Wettbewerben mit Preisverleihungen mit über 200 Händlerständen. Weitere Informationen finden Sie auf der Website.

Info:

3. – 6. März 2016

The Spring Knitting & Stitching Show

Olympia London
Hammersmith Road
London
W14 8UX
England

www.theknittingandstitchingshow.com

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Bitte informieren Sie sich vor einem Ausstellungsbesuch auf der jeweiligen Website besonders über die genauen Öffnungszeiten – es kann sich immer etwas ändern.

Weitere Ausstellungen finden Sie auf meiner Website in der Rubrik AUSSTELLUNGSKALENDER.

Den verschiedenen Beteiligten herzlichen Dank für das Zur-Verfügung-Stellen von Informationen und Bildmaterial!

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