Kreative Artikel zum Thema Sticken

Arbeiten mit der Sticksoftware V7 – Teil 4: Digitalisierte Flächenformen mit Steppstich-Mustern füllen

Lieben Dank für das Feedback zum letzten Post… die Leserzahlen zeigen, dass ihr fleissig mitlest.

Heute gehts los, wir fangen an, unsere Flächen zu “füllen”. Dafür gibt es unendlich viele Möglichkeiten. Man stelle sich ausgestickte Flächen in glattem Steppstich vor, Linienfüllungen, Musterfüllungen, Dekorfüllungen, Gitter und Netze. Und diese dann in allen möglichen Muster-Größen, Stickrichtungen und anderen Varianten. Hier sind die Möglichkeiten, eine gestickte Fläche kreativ zu gestalten viel, viel größer, als bei den uns vertrauten Kaufdateien zumeist verwendet. Wenn man Lust hat, kann man ganz “wild und kreativ” mit der Technik des Stickens experimentieren und so ganz neue künstlerische Effekte erzielen.

Aber damit wir schön bei den Basics bleiben, beginnen wir heute mit der einfachsten und am Häufigsten eingesetzen Variante des Füllens von Flächen:

Die Füllstichart “Steppstich”

Auch hier gibt es schon ganz, ganz viele Möglichkeiten, Sticktechnik kreativ zum Umsetzen eines Motives einzusetzen. Manche Stichbilder im Steppstich wirken eher “grafisch”, andere eher “organisch”…. manche eher “lebendig” andere eher “ruhig”. Hat man hier etwas Erfahrung, kann man neben des Umsetzens eines reinen Motives (wie bei einem Druck, z.B.) auch die Möglichkeiten der Technik des Stickens geschickt einsetzen. Und das ist ja die eigentliche Kunst, wenn auch oft das reine Motiv im Vordergrund steht, also das Füllen einer Fläche mit einer Farbe, was ich sehr schade finde, wenn ich bedenke, wieviel Möglichkeiten es gibt.

Als Standard beim Erstellen von Flächen ist in der BerninaSticksoftware V7 der Steppstich Nr. 1 eingestellt. Alle Flächen, die ihr erstellt, werden zunächst mit dieser Stichart gefüllt.

Wenn wir dies verändern wollen, können wir das markierte Objekt über “Einstellungen” und dann “Objekteigenschaften” in der oberen Menueleiste bearbeiten und neu definieren. Das geht auch mit Öffnen des Menues über die rechte Maustaste über dem markierten Objekt.

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Jetzt erscheint das Fenster “Objekteigenschaften”, hier seht ihr auch unter den Untermenue “Füllstich” das Feld , welches wir heute anschauen wollen. Das sind die Steppstichvarianten. Markiert ist hier, wie oben erwähnt, als Standardeinstellung die Nr.1. (die beiden Einstellungsmöglichkeiten “Stichabstand” und “Stichlänge” lassen wir zunächst bitte aussen vor, dazu kommen wir später nochmal).

Das Feld mit der hier grünen Grafik zeigt hier den Fadenlauf (Striche) und die Einstiche (Punkte), man kann sich also ungefähr vorstellen, ob ein Füllstichmuster eher unruhig oder grafisch wirkt. Deutlicher ist die Darstellung allerdings in der Simulation auf der Arbeitsfläche, finde ich. Diese seht ihr, wenn ihr dort im Einstellungs-Fenster auf “anwenden” klickt. Dann könnt ihr Euch da mal umschauen, wie eine Fläche wirkt, wenn sie mit verschiedenen Füllstichen gefüllt wird. Ich denke dabei v.a. immer daran, ob das, was ich da fülle, eher eine organische Form ist, ob sie “Bewegung” braucht, oder ob es eher etwas Mathematisches, Gradliniges ist, was ich da darstelle.

Tiere und Pflanzen z.B. haben eben von Natur aus weichere Formen und Flächen, da würde ich eher ein etwas Unregelmäßiges Füllstichmuster wählen. Wer gut digitalisiert, kann hier sehr viele Variationen hereinbringen und damit einer Stickerei viel kreative Qualität verleihen. Bei den Blättern unten kann man schon sehen, welch unterschiedliche Effekte man damit erreichen kann:

BlaetterSteppstich

Ihr findet Musterbögen zum Aussticken aller 30 Steppstichvarianten in der bernina-Sticksoftware unter:

C/bernina/MyDesigns/bernina-software7-ReferenceFiles, dort im Ordner “Step Fills”.

Pro Datei sind 10 Muster mit den entsprechenden Steppstich-Nummern enthalten. Ihr könnt das also in 3 Rahmen komplett aussticken.

ReferenceFiles

Wer mag, stickt sie einfach mal aus und hat dann eine reale Vorlage für das weitere Arbeiten. Eingestellt ist hier ein mittler Webstoff als Stickgrund.

Auch andere Musterbeispiel-Ordner findet ihr dort. Diese werden wir später noch bearbeiten.

Viel Spaß beim Ausprobieren

Nette

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