Kreative Artikel zum Thema Quilten

Ausstellungstipps Mai 2016

Manus x Machina

Hochzeitsensemble, Karl Lagerfeld (frz., 1938 in Hamburg geboren) für CHANEL (frz., gegründet 1913), Herbst/Winter 2014–15 Haute Couture, Rückansicht Mit freundlicher Genehmigung von CHANEL, Patrimoine Collection Freundlicherweise zur Verfügung gestellt von The Metropolitan Museum of Art Foto: © Nicholas Alan Cope

Hochzeitsensemble, Karl Lagerfeld (frz., 1938 in Hamburg geboren) für CHANEL (frz., gegründet 1913), Herbst/Winter 2014–15 Haute Couture, Rückansicht
Mit freundlicher Genehmigung von CHANEL, Patrimoine Collection
Freundlicherweise zur Verfügung gestellt von The Metropolitan Museum of Art
Foto: © Nicholas Alan Cope

Das Costume Institute im Robert-Lehman-Flügel des Metropolitan Museum of Art (The Met) in New York (USA) widmet sich in seiner Frühjahrsausstellung der Betrachtung von Mode, die zum einen mit der Hand oder zum anderen mit modernem Maschineneinsatz gefertigt wurde. Präsentiert werden über 150 Modelle namhafter Designer aus den Bereichen Haute Couture und Avant-garde Prêt-à-Porter vom beginnenden 20. Jahrhundert bis heute.

Kostüm, Gabrielle "Coco" Chanel (frz., 1883–1971), 1963–68 Haute Couture; The Metropolitan Museum of Art, Geschenk von Mrs. Lyn Revson, 1975 (1975.53.7a–e) Freundlicherweise zur Verfügung gestellt von The Metropolitan Museum of Art Foto: © Nicholas Alan Cope

Kostüm, Gabrielle “Coco” Chanel (frz., 1883–1971), 1963–68 Haute Couture;
The Metropolitan Museum of Art, Geschenk von Mrs. Lyn Revson, 1975 (1975.53.7a–e)
Freundlicherweise zur Verfügung gestellt von The Metropolitan Museum of Art
Foto: © Nicholas Alan Cope

Die Ausstellung geht von der Gründung der Haute Couture im 19. Jahrhundert, als die Nähmaschine erfunden wurde, aus und zeigt dann auf, wie die Unterscheidung zwischen der Arbeit mit der Hand (manus) und mit der Maschine (machina) am Beginn der industriellen Fertigung und Massenproduktion entstand. Dies führte zur traditionellen Auffassung, dass Haute Couture-Modelle handgearbeitet und Prêt-à-Porter-Kleidung industriell gefertigt sei.

Ensemble, Karl Lagerfeld (frz., 1938 in Hamburg geboren) für CHANEL (frz., gegründet 1913), Herbst/Winter 2015–16 Haute Couture Mit freundlicher Genehmigung von CHANEL, Patrimoine Collection Freundlicherweise zur Verfügung gestellt von The Metropolitan Museum of Art Foto: © Nicholas Alan Cope

Ensemble, Karl Lagerfeld (frz., 1938 in Hamburg geboren) für CHANEL (frz., gegründet 1913), Herbst/Winter 2015–16 Haute Couture
Mit freundlicher Genehmigung von CHANEL, Patrimoine Collection
Freundlicherweise zur Verfügung gestellt von The Metropolitan Museum of Art
Foto: © Nicholas Alan Cope

Widersprechen sich Hand- und Maschinenarbeit aber immer noch oder geht es heute ineinander über? Die eigentlich als tragbare Mode geltenden Stücke im Bereich Prêt-à-Porter werden durch das zusätzliche Attribut ‘Avant-garde’ näher an den Kunstbereich herangerückt und unterscheiden sich nicht nur im Design, sondern auch durch die Verwendung ungewöhnlicher Materialien und Fertigungsverfahren. Die Ausstellung nimmt diese Beziehung unter die Lupe und geht der Frage nach, wie Designer dies in Einklang bringen.

Abendkleid, Yves Saint Laurent (frz., 1936-2008), Herbst/Winter 1969–70 Haute Couture; The Metropolitan Museum of Art, Geschenk von Baron Philippe de Rothschild, 1983 (1983.619.1a, b) Freundlicherweise zur Verfügung gestellt von The Metropolitan Museum of Art Foto: © Nicholas Alan Cope

Abendkleid, Yves Saint Laurent (frz., 1936-2008), Herbst/Winter 1969–70 Haute Couture; The Metropolitan Museum of Art, Geschenk von Baron Philippe de Rothschild, 1983 (1983.619.1a, b)
Freundlicherweise zur Verfügung gestellt von The Metropolitan Museum of Art
Foto: © Nicholas Alan Cope

‘Mode und Technologie sind heutzutage mehr denn je untrennbar miteinander verbunden’, sagt Thomas P. Campbell, Direktor und CEO des renommierten Museums. ‘Es ist daher an der Zeit, die Rollen zu untersuchen, die Hand- und Maschinenarbeit im Schaffensprozess gespielt haben und ein neues Verständnis anzuregen, das zeigt, dass der Gegensatz Hand – Maschine in Wahrheit etwas Gemeinsames ist, das auf Gegenseitigkeit beruht.’

Kleid, Iris van Herpen (niederländ., geb. 1984), Herbst/Winter 2013–14 Haute Couture; The Metropolitan Museum of Art, Ankauf der Friends of The Costume Institute Gifts, 2015 (2016.14) Freundlicherweise zur Verfügung gestellt von The Metropolitan Museum of Art Foto: © Nicholas Alan Cope

Kleid, Iris van Herpen (niederländ., geb. 1984), Herbst/Winter 2013–14 Haute Couture; The Metropolitan Museum of Art, Ankauf der Friends of The Costume Institute Gifts, 2015 (2016.14)
Freundlicherweise zur Verfügung gestellt von The Metropolitan Museum of Art
Foto: © Nicholas Alan Cope

Jonathan Ive, Chef-Designer bei Apple, meint dazu, dass sowohl der automatisierte als auch der manuelle Ablauf ähnlich viel Bedachtsamkeit und Expertise voraussetzten, um etwas Ausserordentliches zu Wege zu bringen.

“Kaikoku” Floating Dress, Hussein Chalayan (britisch, 1970 auf Zypern geboren), Herbst/Winter 2011–12; Mit freundlicher Genehmigung von Swarovski Freundlicherweise zur Verfügung gestellt von The Metropolitan Museum of Art Foto: © Nicholas Alan Cope

“Kaikoku” Floating Dress, Hussein Chalayan (britisch, 1970 auf Zypern geboren), Herbst/Winter 2011–12;
Mit freundlicher Genehmigung von Swarovski
Freundlicherweise zur Verfügung gestellt von The Metropolitan Museum of Art
Foto: © Nicholas Alan Cope

Auf zwei Etagen zeigt die Ausstellung eine Serie von Fallstudien, um das Rätsel aufzulösen: von althergebrachten Schneiderwerkstätten und Ateliers, in denen für die Haute Couture gestickt, Spitzen, Perlen und Federn verarbeitet, kostbare Stoffe drapiert und in kunstvolle Falten gelegt wurden bis hin zu Computerentwürfen, Laser-Schnitten, 3D-Druck oder Schweissen mit Ultraschall – innovative Verfahren, die heute auch in der Haute Couture gang und gäbe sind.

Hochzeitsensemble, Karl Lagerfeld (frz., 1938 in Hamburg geboren) für CHANEL (frz., gegründet 1913), Herbst/Winter 2005–06 Haute Couture Mit freundlicher Genehmigung von CHANEL, Patrimoine Collection Freundlicherweise zur Verfügung gestellt von The Metropolitan Museum of Art Foto: © Nicholas Alan Cope

Hochzeitsensemble, Karl Lagerfeld (frz., 1938 in Hamburg geboren) für CHANEL (frz., gegründet 1913), Herbst/Winter 2005–06 Haute Couture
Mit freundlicher Genehmigung von CHANEL, Patrimoine Collection
Freundlicherweise zur Verfügung gestellt von The Metropolitan Museum of Art
Foto: © Nicholas Alan Cope

Die mit Modellen in der Ausstellung vertretenen Designer und Modeschöpfer lesen sich wie ein Who’s Who und können hier unmöglich alle genannt werden. Bereits am 2. Mai 2016 findet die Eröffnungs-Gala statt.

Zur Ausstellung ist ein Katalog erhältlich.

Info:

5. Mai – 14. August 2016

Manus x Machina:
Fashion in an Age of Technology

The Metropolitan Museum of Art
Robert Lehman Wing
1000 Fifth Avenue
New York, NY 10028
USA

www.metmuseum.org

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Von Schmetterlingen und Drachen

Noch nicht mal vor einer Woche habe ich ausführlich über diese ausgesprochen schöne Ausstellung exotisch anmutender textiler Objekte und Kleidung berichtet – hier gehts zum Beitrag – und nun erreichte mich die Eilnachricht, dass leider vergessen wurde mitzuteilen, dass das Museum am Sonntag, 1. Mai 2016 geschlossen bleibt, was ich hiermit nachreichen möchte.

Ausstellung 'Von Schmetterlingen und Drachen' Originalfoto: Friedhelm Petrovich Foto: Gudrun Heinz

Ausstellung ‘Von Schmetterlingen und Drachen’
Originalfoto: Friedhelm Petrovich
Foto: Gudrun Heinz

Info:

21. Februar – 29. Mai 2016

ACHTUNG! Am Sonntag, 1. Mai 2016 geschlossen!

Von Schmetterlingen und Drachen
Textile Schätze südchinesischer Bergvölker

Textilsammlung Max Berk / Kurpfälzisches Museum
Brahmsstrasse 8
69118 Heidelberg-Ziegelhausen
Deutschland

www.museum-heidelberg.de

Öffnungszeiten:
Mi, Sa, So: 13 – 18 Uhr

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The Gala of the Unexpected

Brigitte Kopp macht den ersten Platz!

Ganz herzliche Gratulation an Brigitte Kopp (D), die soeben einen Quiltwettbewerb gewonnen hat. Und zwar nicht irgendeinen beliebigen, sondern den Contest anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des National Quilt Museum in Paducah, Kentucky (USA) mit dem Titel ‘The Gala of the Unexpected’.

Brigitte Kopp: Earth Stories: Copper, Detail Foto: Brigitte Kopp

Brigitte Kopp: Earth Stories: Copper, Detail
Foto: Brigitte Kopp

Zur Teilnahme musste, was Material und Technik angeht, ein möglichst innovativer Quilt eingereicht werden. Brigitte Kopps Quilt ‘Earth Stories: Copper’ ist aus handbemalter Seide und Leinen, mit eingenähten Kordeln und Styroporkugeln gearbeitet und im Mittelteil mit Kupferdraht anstelle von Garn gequiltet und bestickt.

Brigitte Kopp: Earth Stories: Copper, Detail Foto: Brigitte Kopp

Brigitte Kopp: Earth Stories: Copper, Detail
Foto: Brigitte Kopp

Dass dieses nicht so ganz einfach funktioniert, bestätigt Brigitte mit den Worten: ‘Die Quilterei mit Draht und das Herausziehen der Nadel mit der Zange hatte für Wochen meine Hände ruiniert. Der Gewinn wurde regelrecht mit Blut bezahlt …’. Den zweiten Platz belegte John Lefelhocz (USA) mit ‘Fly Paper’, auf Position drei kam Diane Powers-Harris (USA) mit ‘Oyster Mushrooms- Earthy Elegance’.

Brigittes Quilt hängt derzeit in der Ausstellung in Paducah, die aber noch wandern wird. Ausserdem laufen noch weitere Ausstellungen, ein Blick auf die Website des Museums lohnt sich!

Info:

14. April – 12. Juli 2016

The Gala of the Unexpected

The National Quilt Museum
215 Jefferson Street
Paducah, KY 42001
USA

www.quiltmuseum.org
www.brigitte-kopp-textilkunst.eu

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DER ANDERE BLICK

Noch bis zum 26. Juni 2016 zeigt das Museum Zons eine hochinteressante Schau, in deren Mittelpunkt ein altes japanisches Handwerk steht: die Stoffbemusterung mit Hilfe von Katagami sowie deren Einfluss auf das zeitgenössische europäische Design.

Ausstellungsplakat

Ausstellungsplakat

Katagami sind Färbeschablonen aus hochwertigem Papier, in das Ornamente von Hand geschnitten oder gestanzt werden und zur Bemusterung von Stoffen im Reserve- oder Druckverfahren dienen. Die Vielfalt an Mustern aus der Flora und Fauna, aber auch aus geometrischen Formen und deren Kombinationen ist atemberaubend.

Katagami aus der Sammling des Museums Zons Foto freundlicheriweise vom Museum Zons zur Verfügung gestellt

Katagami aus der Sammlung des Museum Zons
Foto freundlicherweise vom Museum Zons zur Verfügung gestellt

Die Anregung zur Ausstellung ist aus der kleinen Sammlung des Museums entstanden, bei der es sich um sechs grossformatige Färbeschablonen zum Färben von Stoffen und 25 ‘Mutterschablonen’ handelt. Diese Urschablonen besitzen den Grundrapport eines bestimmten Musters und sind das Ausgangsmaterial für die zur Vorbereitung des Färbens notwendigen Vergrösserungen. Deren Ornamente und Ästhetik faszinierten vor mehr als 100 Jahren nicht nur die Künstler des Jugendstils, sondern auch die Seide verarbeitende Textilindustrie sowie viele Reisende, die Japan besuchten.

Katagami aus der Sammling des Museums Zons Foto freundlicheriweise vom Museum Zons zur Verfügung gestellt

Katagami aus der Sammlung des Museum Zons
Foto freundlicherweise vom Museum Zons zur Verfügung gestellt

Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts nahmen grosse Museen in der Schweiz, in Österreich und Deutschland zehntausende Katagami als Sammlungen in ihre Häuser auf. Nach einem langen Dornröschenschlaf ist seit einigen Jahren das Interesse an diesen Färbeschablonen wieder erwacht, wie zahlreiche Präsentationen belegen (vgl. z.B. dazu meine Berichte über die Ausstellungen im Jahr 2014 im Textilmuseum St. Gallen und im Japanischen Palais in Dresden).

Katagami aus der Sammlung des Museum Zons Foto freundlicherweise vom Museum Zons zur Verfügung gestellt

Katagami aus der Sammlung des Museum Zons
Foto freundlicherweise vom Museum Zons zur Verfügung gestellt

Die Mustervielfalt und die Variationen der einzelnen Motive stellen die Forschung vor erhebliche Herausforderungen. Derzeit baut z. B. die Okinawa Prefectural University of Arts eine Datenbank ihres eigenen Bestandes von 1.414 Blättern auf. In den Mustern lassen sich 56 Arten von Pflanzen nachweisen, die aber in 3.205 Variationen und Beispielen auftauchen.

Katagami aus der Sammlung des Museum Zons Foto freundlicherweise vom Museum Zons zur Verfügung gestellt

Katagami aus der Sammlung des Museum Zons
Foto freundlicherweise vom Museum Zons zur Verfügung gestellt

Heute begeistern sich, wie im Jugendstil, Designer und Künstler für die Ornamente der Schablonen und entdecken aufs Neue ihr Raffinement oder nehmen in ihren Entwürfen die spezielle japanische Kunstauffassung auf.

Für die Ausstellung entworfene Fahne Copyright: Büro211 Foto freundlicherweise vom Museum Zons zur Verfügung gestellt

Für die Ausstellung entworfene Fahne
Copyright: Büro211
Foto freundlicherweise vom Museum Zons zur Verfügung gestellt

Zu sehen sind neben den Katagami aus der Sammlung des Museums deren aufregend-verwirrende grafischen Umsetzungen. In aktuellen Entwürfen finden sich faszinierende Anlehnungen an die Ornamentwelt der Schablonen.

Für die Ausstellung entworfene Fahne Copyright: Büro211 Foto freundlicherweise vom Museum Zons zur Verfügung gestellt

Für die Ausstellung entworfene Fahne
Copyright: Büro211
Foto freundlicherweise vom Museum Zons zur Verfügung gestellt

Einen weiteren Aspekt zeigen Arbeiten von Künstlern und an Hochschulen Lehrende auf. Prof. Hansjürg Buchmeier der Hochschule Luzern liess Katagamimuster per Lasertechnik auf grosse Platten umsetzen, die ein Spiel zwischen Licht und Schatten zulassen, wie auch grosse Vorhänge von Prof. Angelika Rösner, Hochschule Niederrhein, die sich mit Lasertechniken auseinandersetzt und als Textilerin eine besondere Beziehung zu Japan herstellt. Erstmals präsentierte Tapetenentwürfe aus der Museumssammlung Prof. Helmut Hahn sowie aus der Sammlung Anneliese Borgs von 1954 laden dazu ein, die Modernität der 50ziger zu entdecken.

Für die Ausstellung entworfene Fahne Copyright: Büro211 Foto freundlicherweise vom Museum Zons zur Verfügung gestellt

Für die Ausstellung entworfene Fahne
Copyright: Büro211
Foto freundlicherweise vom Museum Zons zur Verfügung gestellt

Info:

10. April – 26. Juni 2016

DER ANDERE BLICK
Ein altes japanisches Handwerk im zeitgenössischen europäischen Design

Museum Zons
Schlossstrasse 1
41541 Dormagen
Deutschland

www.rhein-kreis-neuss.de

Öffnungszeiten:
Di – Fr: 14 – 18 Uhr
Sa/So/Feiertage: 11 – 18 Uhr
Mo geschlossen

Rahmenprogramm:

WORKSHOP FÜR JUGENDLICHE mit Karina Hahn
Sa, 7. Mai 2016, 11 – 14.30 Uhr
Im Rahmen des Kulturrucksacks NRW

DESIGNER GESUCHT! STOFFE SELBST GESTALTEN
Inspiriert von den Katagami gestalten Jugendliche ihren eigenen Look.
max. 8 Personen (10 – 14 Jahre) – Teilnahme kostenlos
Anmeldung erforderlich unter: 02133 – 53020

 

WORKSHOP mit Gabi Mett
Sa/So: 28./29. Mai 2016
Sa: 10 – 18 Uhr, So: 9.30 – 16.30 Uhr

LET’S GO JAPAN – Textile Inspirationen durch die Kunst der Katagami
Lassen Sie sich überraschen, wie modern die Katagami – reduziert auf die Farben schwarz und weiss – neu interpretiert werden können.

für 10 – max. 12 Personen
Kosten exkl. Material: 120 EUR
Anmeldeschluss: Fr, 14. Mai 2016
Anmeldeformular unter: 02133 – 53020

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Quiltfestival Luxembourg

Vom 5. – 8. Mai 2016 findet die 7. Auflage des internationalen Quiltfestivals Luxembourg in und um Wilwerwiltz – die Gegend nennt sich Kiischpelt – statt. In den vier teilnehmenden Dörfern (Wilwerwiltz, Pintsch, Enscherange und Lellingen) verwandeln sich Kirchen, Gemeindesäle, Scheunen, Kulturzentren usw. in lebendige und farbenfrohe Galerien.

Flyer

Flyer

Dort werden eine Vielzahl von internationalen Quilts präsentiert, beispielsweise von Britta Ankenbauer (D), Kate Dowty (UK), Juliette Eckel (D), Sophie Furbyère (F), Cas Holmes (UK), Jacqueline de Jonge (NL), Olivia Uffer (CH), Di Ford Hall (AUS) oder Pascale Goldenberg (D) mit ‘Forest for Ever’, um nur einige neben einer Reihe von Gruppen zu nennen.

Es gibt Kurse und Workshops und in der abwechslungsreichen Einkaufsstrasse in Wilwerwiltz findet man ein breites Angebot.

Auf der Internetseite sind alle Informationen im Einzelnen aufgeführt.

Info:

5. – 8. Mai 2016

7 International Quiltfestival Luxembourg

9776 Wilwerwiltz
Luxemburg

www.quiltfestival.lu

Öffnungszeiten:
Do – Sa: 10 – 18 Uhr
So: 10 – 17 Uhr

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Textildesign heute – Vom Experiment zur Serie

Anlässlich des 100. Gründungsjubiläums der Burg Giebichenstein 2015 entstand die Ausstellung ‘Textildesign heute – Vom Experiment zur Serie’ als Kooperation zwischen dem Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung und dem Studiengang Textil des Fachbereichs Design der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle, die noch bis zum 5. September 2016 im Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung in Berlin gezeigt wird.

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen der Umgang mit dem Werkstoff Textil und dessen vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Die Ausstellung zeigt aktuelle Entwicklungen in Mode, Architektur und Innenraumgestaltung sowie der Fahrzeugausstattung.

In exemplarischen Arbeiten des Studiengangs Textil der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle ebenso wie in Beispielen aus der industriellen Produktion wird ein umfassender Überblick über Gestaltung und Verwendung von textilen Produkten vermittelt: Das Panorama der ausgestellten Objekte erstreckt sich von innovativen und nachhaltig produzierten Stoffen aus recycelten Kunststoffen und natürlichen Rohstoffen über 3D-gedruckte Bekleidung und funktionsorientierte Smart Textiles.

Künstlerisch-experimentelle Auseinandersetzungen mit Traditionen, anderen Kulturen oder Techniken bilden das Gerüst der methodischen Herangehensweisen, die zu wegweisenden Lösungen führen, die in der Ausstellung zu sehen sind.

Ausstellungsplakat © Bauhaus-Archiv Berlin, Gestaltung: L2M3.com

Ausstellungsplakat
© Bauhaus-Archiv Berlin, Gestaltung: L2M3.com

Die Ausstellung nähert sich dem breiten Spektrum von aktuellem Textildesign über sieben Themenschwerpunkte: Tradition, Kulturtransfer, Farbe, Material, Technologie, Smart Textiles und Nachhaltigkeit. Die Reflexion traditioneller Arbeitsweisen, die über Generationen hinweg entwickelt und weitergegeben werden, diente in zahlreichen Arbeiten als Inspiration für neue Gestaltungsansätze, die heute, zum Teil maschinell unterstützt, weiterentwickelt werden. Handwerkstechniken wie zum Beispiel Klöppeln oder Sticken werden in neue Kontexte gesetzt und beinahe vergessene Fertigkeiten aus anderen Kulturen wiederbelebt.

Weiterhin bildet das Experimentieren mit neuen Technologien und ungewöhnlichen Materialien eine Voraussetzung für die Entstehung von innovativem Design. Aus Milch hergestellte Garne oder Textilien aus Bienenwachs sind neben in 3D-Druck hergestellten Textilien nur einige Beispiele der zahlreichen neuen Wege, die vorgestellt werden. Aus dem Bereich der Smart Textiles sind Stoffe zu sehen, die Geräusche dämpfen, sowie interaktives Gewebe, das auf Bewegung reagiert. Auf die Farbe als Ausdruck kultureller sowie persönlicher Identität wird in der Ausstellung eingegangen, ebenso wie auf ihre wahrnehmungspsychologischen, technischen und ästhetischen Eigenschaften. Zahlreiche Exponate betonen den Aspekt der Nachhaltigkeit im gegenwärtigen Textildesign, die beispielweise durch eine gezielte Materialauswahl oder Produktionsweise erreicht wird.

Die Ausstellung wurde von Prof. Bettina Göttke-Krogmann kuratiert.

Es ist ein reich illustrierter, deutsch-englischsprachiger Katalog erschienen.

Zum umfangreichen Rahmenprogramm gibt es Informationen auf der Museums-Website und im Flyer, z.B. findet eine Diskussionsrunde zum Thema ‘Grüne Mode. Nische oder Massenmarkt?’ am Mi, 25. Mai 2016 um 19 Uhr im Bauhaus-Archiv statt. Auch viele interessante Fotos der spannenden Exponate sind derzeit auf den angegebenen Sites zu finden.

Info:

16. März – 5. September 2016

Textildesign heute – Vom Experiment zur Serie

Bauhaus-Archiv
Museum für Gestaltung
Klingelhöferstrasse 14
10785 Berlin
Deutschland

www.bauhaus.de
www.burg-halle.de

Flyer

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Kremstaler QuiltFest

Die Quiltgruppe Kremstal feiert nach dem grossen Erfolg im Jahr 2005 ihr 20-jähriges Bestehen mit den besten Patchworkarbeiten der letzten 10 Quilterjahre und lädt vom 14. – 16. Mai 2016 zum Kremstaler QuiltFest in das Stift Schlierbach ein.

kremstal

Über das reichhaltige Rahmenprogramm und alles, was man als Besucher sonst noch wissen muss, informiert der Flyer.

Info:

14. – 16. Mai 2016

Kremstaler QuiltFest
20 Jahre Quiltgruppe Kremstal

Stift Schlierbach
Klosterstrasse 1
4553 Schlierbach
Österreich

www.stift-schlierbach.at

Öffnungszeiten:
Sa/So: 9 – 18 Uhr
Mo: 9 – 16 Uhr

Eintritt frei

Flyer

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Quilts of Latvia in Canada

Aufmerksame Leserinnen und Leser meiner Blog-Beiträge wissen um meine besondere Beziehung zur lettischen Quilt-Gilde. Bei meinem ersten Besuch in Moskau (2009) lernte ich dort im Rahmen der verschiedenen Veranstaltungen rund um Patchwork und Quilts die beiden lettischen Künstlerinnen Aina Muze und Elina Lusis-Grinberga kennen, übrigens Mutter und Tochter, und im Laufe der Jahre ist daraus eine schöne Freundschaft geworden.

Plakat

Plakat

Beide sind sehr engagiert, auch für die lettische Gilde Latvijas Tekstilmozaika, in der ich ebenfalls Mitglied bin. Letztes Jahr erhielt die Gilde eine Einladung, sich beim Ailsa Craig Quilt Festival, das vom 23. – 28. Mai 2016 in Ailsa Craig, Ontario, Canada stattfindet, mit einer grossen Mitgliederausstellung vorzustellen – und ich wurde ebenfalls gebeten, einen Quilt dafür zur Verfügung zu stellen.

Gudrun Heinz: Klimawandel Foto: Gudrun Heinz

Gudrun Heinz: Klimawandel, 2008, 60 x 60 cm
Foto: Gudrun Heinz

Aina und ich einigten uns für diese Ausstellungsbeteiligung auf meine Arbeit ‘Klimawandel’, gearbeitet in einer eigenen Crazy-Technik, einer Schichtung von ganz unterschiedlichen Stoffen und Papieren sowie bemaltem Klebevlies, das ich mit Metallfäden frei gequiltet habe. Obwohl schon 2008 entstanden, ist das Thema aktueller denn je, auch jenseits des Atlantiks.

Zwar kann ich leider nicht mit der lettischen Delegation mitreisen, aber ich wünsche den Damen viele interessante Begegnungen und einen Riesen-Erfolg! Gute Reise!

Info:

23. – 28. Mai 2016

Quilts of Latvia
Ailsa Craig Quilt Festival

Ailsa Craig Recreation Centre
155 Annie Ada Shipley Street
Ailsa Craig, Ontario
Canada

www.ailsacraigquiltfestival.ca

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Undressed

Die Ausstellung ‘Undressed’, die kürzlich im Londoner Victoria & Albert Museum eröffnet wurde, widmet sich ganz der Wäsche, die Männlein und Weiblein seit dem 18. Jahrhundert drunter trugen – der Unterwäsche eben. Die, wie man sich leicht denken kann, im Laufe der Zeit verschiedene Stadien durchlief und sich bei weitem nicht nur um Korsetts und Krinolinen dreht.

Korsett aus Seidensatin, Spitze und Fischbein 1890er Jahre Victoria and Albert Museum, London Foto freundlicherweise vom V&A Museum zur Verfügung gestellt

Korsett aus Seidensatin, Spitze und Fischbein
1890er Jahre
Victoria and Albert Museum, London
Foto freundlicherweise vom V&A Museum zur Verfügung gestellt

Auch Boxershorts, Büsten- und Hüfthalter, Strumpfbänder, Mieder, French Knickers, Hemdchen und Leibchen, Bodies oder bestickte Strümpfe sind Gegenstand der Ausstellung, ebenso wie Nachtwäsche und ‘Lounge wear’, insgesamt mehr als 200 Exponate.

Auch die Materialien sind sehr vielfältig, vom feinsten Tüll, luxuriöser Seide über Baumwolle bis hin zu Synthetics ist alles vertreten, um den Körper zu wärmen, zu kühlen, zu formen oder sexy aussehen zu lassen. Zum Glück sind Materialien wie Fischbein oder Metallgestänge heutzutage nicht mehr in Gebrauch, dafür aber ‘Wonder-Bras’ und ‘Bust-Extender’. Diese schützen nicht in erster Linie, bringen die Figur aber auch – vielleicht – in die erwünschte modische Form.

Info:

16. April 2016 – 12. März 2017

Undressed: A Brief History of Underwear

Victoria and Albert Museum
Cromwell Rd
London SW7 2RL
United Kingdom

www.vam.ac.uk

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Texte & Textil

Einen Dialog zwischen Gewebe und Lyrik zeigt Sjanie Najib-Koorevaar in ihrer Ausstellung ‘Texte & Textil’, überwiegend Werke von 2014 – 2016. Etliche Quilts werden von Gedichten der Künstlerin begleitet.

Einladung

Einladungskarte

Sjanie Najib-Koorevaar arbeitet überwiegend mit selbstgefärbten oder -bedruckten Stoffen und quiltet oder bestickt ihre Werke frei. Zudem finden sich in dieser Ausstellung eine Reihe von recycelten Jeans, die zu Quilts umgewandelt wurden und nun Geschichten erzählen. So auch das Werk auf der Einladungskarte mit dem Titel ‘Survival-Jeans II’.

Sjanie Najib-Koorevaar: Wollgras mit wilder Orchidee Foto: Sjanie Najib-Koorevaar

Sjanie Najib-Koorevaar: Wollgras mit wilder Orchidee
Foto: Sjanie Najib-Koorevaar

Info:

6.- 25. Mai 2016

Texte & Textil
Sjanie Najib-Koorevaar

Evangelische Kirche am Markt in Xanten
Kurfürstenstrasse 1
46509 Xanten
Deutschland

www.textildesign-sjanie.weebly.com
www.evankirche-xanten.de

Vernissage:
Fr, 6. Mai 2016, 19 Uhr
mit Dichterlesung und Musik

Finissage:
Mi, 25. Mai 2016, 19 Uhr
mit Diavortrag von Sjanie Najib-Koorevaar

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MISSONI ART COLOUR

Wer kennt sie nicht, die farbenfrohen Strickwaren und Kleider mit den Zickzackmustern und Patchwork-Designs? Sie wurden zum markanten Markenzeichen des italienischen Modelabels Missoni, das unter anderem damit ab den 1960er Jahren international bekannt wurde. Das Familienunternehmen wurde von Ottavio und Rosita Missoni in den 1950er Jahren gegründet und wird noch heute von Mitgliedern der Familie geführt.

60 Jahre Missoni-Mode made in Italy Foto freundlicherweise von The Fashion and Textile Museum zur Verfügung gestellt

60 Jahre Missoni-Mode made in Italy
Foto freundlicherweise von The Fashion and Textile Museum zur Verfügung gestellt

Am 6. Mai 2016 eröffnet das Fashion and Textile Museum in London die Ausstellung ‘MISSONI ART COLOUR’, die vom Museo MA*GA in Gallarate (Italien), dem Ort, wo die Missonis einst mit einer Werkstatt für Strickwaren begannen, organisiert und kürzlich gezeigt wurde.

Ottavio Missoni: ohne Titel, 1973 Foto freundlicherweise von The Fashion and Textile Museum zur Verfügung gestellt

Ottavio Missoni: ohne Titel, 1973
Foto freundlicherweise von The Fashion and Textile Museum zur Verfügung gestellt

In der Schau geht es um den Einfluss europäischer Kunst des 20. Jahrhunderts auf das Textildesign und die Mode von Ottavio und Rosita Missoni.

Ottavio Missoni: Arrazo, 209 x 202 cm Foto freundlicherweise von The Fashion and Textile Museum zur Verfügung gestellt

Ottavio Missoni: Arrazo, 209 x 202 cm
Foto freundlicherweise von The Fashion and Textile Museum zur Verfügung gestellt

Gezeigt werden aus dem Museumsbestand Gemälde und Entwürfe, u.a. von Sonia Delaunay, die das persönliche Schaffen Ottavio Missonis beeinflussten sowie bisher unveröffentlichte textile Studien, seine ‘Arazzi’ – gestrickte Wandteppiche, die an Patchworkquilts erinnern – und natürlich 60 Jahre Mode aus dem Missoni-Archiv. Ein spannendes Arrangement!

Blick in die Ausstellung im Museo MA*GA Foto freundlicherweise von The Fashion and Textile Museum zur Verfügung gestellt

Blick in die Ausstellung im Museo MA*GA
Foto freundlicherweise von The Fashion and Textile Museum zur Verfügung gestellt

Info:

6. Mai – 4. September 2016

MISSONI ART COLOUR

The Fashion and Textile Museum
83 Bermondsey Street
London SE1 3XF
United Kingdom

www.ftmlondon.org

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Inspirationen zur Gestaltung textiler Oberflächen

Michaela Mosmüller setzt sich seit vielen Jahren intensiv mit unterschiedlichen Techniken zur Gestaltung textiler Oberflächen auseinander und arbeitet seit 2008 als freischaffende Künstlerin und Dozentin in ihrer österreichischen Heimat Marbach an der Donau. In ihren Werken sucht sie immer nach dem Besonderen und Außergewöhnlichen. Dabei experimentiert sie auf unkonventionelle, zuweilen auch spielerische Art mit unterschiedlichen textilen Materialien und Techniken.

Einladung, Detail

Einladung, Detail

Während der Ausstellung wird Michaela Mosmüller auch ihr im Herbst 2015 erschienenes Buch ‘Wandelbares Element Wasser’ vorstellen. Hier gehts zum Buchtipp

 

Textile Schafkopfspielkarten

Sozusagen nahtlos schliesst sich die nächste Ausstellung in der Galerie Quilt und Textilkunst an, in der 12 Patchworkfrauen (die Dienstagsquilterinnen), alle aus dem Münchner Raum, zusammen mit ihrer Dozentin Irene Kahmann ihr Gemeinschaftsprojekt ‘Textile Spielkarten’ zeigen. In gemeinsamer Absprache wurde für dieses Projekt ein traditionelles bayerisches Kartenspiel ausgewählt: Das Schafkopf-Kartenspiel.

Beispiel für ein Schafkopf-Kartenmotiv Foto freundlicherweise von Christine Köhne, Quilt Et Textilkunst, zur Verfügung gestellt

Beispiel für ein Schafkopf-Kartenmotiv
Foto freundlicherweise von Christine Köhne, Quilt Et Textilkunst, zur Verfügung gestellt

Die frühesten bekannten Schafkopfspielkarten stammen aus dem 14. Jahrhundert. Auch heute noch wird Schafkopf gerne gespielt, sei es im Wirtshaus, zu Hause oder bei Turnieren. Die Motive haben sich im Lauf der Zeit immer wieder verändert. Waren es früher oft markante Landschaften oder Gebäude als Vollbild, sind es heute fast immer Doppelspielkarten. ‘In unsere textilen Spielkarten haben wir einige dieser historischen Merkmale einfliessen lassen. Die 32 frei gestalteten Quilts weisen deshalb hauptsächlich bayerische und Münchner Motive aus, die mit verschiedenen textilen Techniken kreativ umgesetzt wurden,’ meinen die Gruppenmitglieder.

Nach Abschluss des Projektes wurden von den Patchworkarbeiten richtige Schafkopf-Karten gedruckt, die auch käuflich erworben werden können.

Info:

29. April – 14. Mai 2016

Inspirationen zur Gestaltung textiler Oberflächen
Michaela Mosmüller

20. Mai – 11. Juni 2016

Textile Schafkopfspielkarten

Galerie Quilt Et Textilkunst
Christine Köhne
Sebastiansplatz 4
80331 München
Deutschland

www.quiltundtextilkunst.de

Ausstellungsflyer Michaela Mosmüller

Vernissagen:
Do, 28. April 2016, 18 Uhr
Fr, 20. Mai 2016, 17 Uhr

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Strukturen und Glanz

Anke Pradel-Schönknecht (geb. 1979) zeigt diesmal Materialreliefs aus Papier, Plastik, Tyvek, zusammengenähten Strukturen (teilweise Stoff) , die ausschliesslich als Malgrund dienen, um zu interessanten grossflächigen Strukturbildern zu kommen.

Einladungskarte

Einladungskarte

Sie schreibt: ‘Zu meinem gewählten Thema ‘Strukturen und Glanz’ habe ich bewusst Materialien gewählt, die sehr plastisch und reliefhaft sind und in sehr unterschiedlichem Masse auf Licht reagieren – mehr oder weniger – oder versteckte, glänzende Materialelemente eingebaut.’

Das Foyer ist rund um die Uhr geöffnet.

Info:

11. Mai – 21. Juni 2016

Strukturen und Glanz
Anke Pradel-Schönknecht

SRH Wald-Klinikum Gera
Foyer
Strasse des Friedens 122
07548 Gera
Deutschland

www.pradel-art.de

Vernissage:
Mi, 11. Mai 2016, 16 Uhr

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Papierobjekte

Käthy Borer-Gut (geb. 1955), verheiratet, zwei erwachsene Kinder. Hochbauzeichnerin, freie Künstlerin, Gestalterin Fachrichtung Papier, lebt und arbeitet in Frick (Schweiz). Kunst hat sie das ganze Leben begleitet. Aber erst in einem neuen Lebensabschnitt kann sie den Traum auch leben, Kunstobjekte herzustellen und auch regelmässig auszustellen.

Käthy Borer-Gut: Papierobjekt Foto: Website Galerie Immaginazione

Käthy Borer-Gut: Papierobjekt
Foto: Website Galerie Immaginazione

Der erlernte Beruf als Hochbauzeichnerin hat sie auf verschiedenste Weise geprägt. Sie lernte zu planen, millimetergenaues Arbeiten, Linien zu verfolgen und Räume zu sehen. Gerne engagiert sie sich im sozialen Bereich. Selber sagt sie: ‘Ich bin immer in Bewegung. Arbeite in einem anspruchsvollen, sozialen Bereich. Wenn immer ich kann, bin ich kreativ tätig, und suche nach einer neuen Herausforderung.’

Bis zum 26. Mai 2016 stellt sie zusammen mit Harry Dam (Skulpturen) und Ursula Frei (Keramik) in der Galerie Immaginazione in Brugg (Schweiz) ihre Papierobjekte aus, bei denen sie durchaus auch textile Techniken anwendet. Eine reizvolle Kombination!

Info:

28. April – 26. Mai 2016

Harry Dam, Skulpturen
Ursula Frei, Keramik
Käthy Borer-Gut, Papierobjekte

Galerie IMMAGINAZIONE
Aarauerstrasse 96A
5200 Brugg
Schweiz

www.immaginazione.ch

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Aare, mein Fluss

Käthy Borer-Gut konzentriert sich auch in ihren Exponaten für die folgende Ausstellung auf den Werkstoff Papier. Vom 20. – 29. Mai 2016 stellt sie zusammen mit der Regionalgruppe Handweben Aargau und Solothurn im Müllerhaus in Lenzburg (Schweiz) aus.

Einladungskarte

Einladungskarte

Inspiriert vom Gedicht von Claudia Storz, das der Ausstellung auch zum Titel verhalf,  fanden sich 15 Weberinnen aus dem Aargau zu dieser Gruppenausstellung zusammen. In der Umsetzung vom Text zum Textilen entstanden im rhythmischen Hin und Her des Webens Kunstobjekte und Gebrauchsprodukte. Käthy Borer-Gut fand für sich das Unterthema: Land – Wasser – Insel.

Arbeit von Käthy Borer-Gut Foto: Käthy Borer-Gut

Arbeit von Käthy Borer-Gut
Foto: Käthy Borer-Gut

Info:

20. – 29. Mai 2016

Aare, mein Fluss
Ausstellung der Regionalgruppe Handweben Aargau und Solothurn

Müllerhaus
Bleicherain 7
5600 Lenzburg
Schweiz

www.muellerhaus.ch

Öffnungszeiten:
Sa/So: 10 – 17 Uhr
Di – Fr: 16 – 20 Uhr

Vernissage:
Fr, 20. Mai 2016, 19 Uhr

Lesung mit Claudia Storz:
So, 22. Mai, 11 Uhr

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Sneaker

Puma New Stuff / Tiger, 2005 Foto: Andrew Zuckerman, Digitaldruck, 100,2 x 70,2 cm © Andrew Zuckerman & Puma Foto freundlicherweise vom Museum für Kunst und Gewerbe zur Verfügung gestellt

Puma
New Stuff / Tiger, 2005
Foto: Andrew Zuckerman, Digitaldruck, 100,2 x 70,2 cm
© Andrew Zuckerman & Puma
Foto freundlicherweise vom Museum für Kunst und Gewerbe zur Verfügung gestellt

Sneaker, von to sneak (engl., schleichen) … Still, heimlich und leise haben sich Turnschuhe vom zweckgebundenen Sportschuh in die Mitte unserer Gesellschaft geschlichen. Sie sind zu einem entscheidenden Accessoire des modernen Grossstadtmenschen geworden. Und das rund um die Welt, globaler denn je. Etwa ein Dutzend grosse Marken – und hunderte von kleinen – streiten sich um die Gunst der Käufer, und dies immer weniger mit Preiskämpfen, sondern vielmehr mit coolem Image und hippem Design.

Jeremy Scott für adidas Basketballschuh "Wings", Herzogenaurach, 2009 Leder, Synthetik Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg Foto freundlicherweise vom Museum für Kunst und Gewerbe zur Verfügung gestellt

Jeremy Scott für adidas
Basketballschuh “Wings”, Herzogenaurach, 2009
Leder, Synthetik
Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg
Foto freundlicherweise vom Museum für Kunst und Gewerbe zur Verfügung gestellt

Natürlich gibt es weiterhin Schuhe für die einzelnen Sportarten, doch wichtiger sind mittlerweile die Strassenschuhe, die in Serien erscheinen, Eigennamen erhalten und oft nur in limitierten Editionen auf den Markt gebracht werden. Turnschuhe werden zum Sammlerstück und zur gesuchten Rarität. Und sie werden mit grossem Aufwand gestaltet und beworben. Darum geht es in der Ausstellung. Die Ausstellung ‘Sneaker. Design für schnelle Füße’ versammelt rund 100 Plakate und andere Promotion-Drucke aus aller Welt, entworfen von jungen Designern und verbreitet in der Regel von grossen, oft international agierenden Agenturen.

Yoske Nishiumi (Design) für Onitsuka Tiger KOI Morphing, Berlin, 1/2008 Agentur: KoiKlub, Foto: Kai von Rabenau, Poster, 100,0 x 70,0 cm © Kai von Rabenau Foto freundlicherweise vom Museum für Kunst und Gewerbe zur Verfügung gestellt

Yoske Nishiumi (Design) für Onitsuka Tiger
KOI Morphing, Berlin, 1/2008
Agentur: KoiKlub, Foto: Kai von Rabenau, Poster, 100,0 x 70,0 cm
© Kai von Rabenau
Foto freundlicherweise vom Museum für Kunst und Gewerbe zur Verfügung gestellt

Dazu werden Privatsammler von Schuhen eingeladen, ausgewählte Preziosen ihrer Sammlung zu zeigen. Es geht dabei nicht nur um die Schuhe, um ihre Gestaltung und ihre Hightech-Materialien, sondern auch um ihre Wertsteigerung jenseits der Herstellungskosten. Sammler zahlen Summen weit über dem tatsächlichen Verkaufspreis. Die Ausstellung zeigt auch, wie es den Sammlern gelingt, die Schuhe zu erwerben und was gerade diese Exemplare so besonders macht.

Gebr. Dassler Sportschuhfabrik Olympia-Rennschuh, Herzogenaurach, 1936 Leder, Gummi, Stahl Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg Foto freundlicherweise vom Museum für Kunst und Gewerbe zur Verfügung gestellt

Gebr. Dassler Sportschuhfabrik
Olympia-Rennschuh, Herzogenaurach, 1936
Leder, Gummi, Stahl
Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg
Foto freundlicherweise vom Museum für Kunst und Gewerbe zur Verfügung gestellt

Info:

13. Mai bis 27. August 2016

Sneaker.
Design für schnelle Füße

Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg
Steintorplatz
20099 Hamburg
Deutschland

www.mkg-hamburg.de

Eröffnung:
Do, 12. Mai 2016, 19 Uhr

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Tanja Boukal
‘Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten’

Für ihre Ausstellung beim Kunstverein Augsburg wählte Tanja Boukal das Zitat des Ausspruchs von Walter Ulbricht vom 15. Juni 1961 als Titel. Zwei Monate später schloss die Berliner Mauer die Grenze zwischen dem Ost- und dem Westteil der Stadt. Erhöhte Wachsamkeit ist angebracht, auch in der heutigen Zeit, wo wir zur Kenntnis nehmen müssen, wie in Europa Zäune errichtet und Grenzen geschlossen werden.

Ausstellungsflyer

Ausstellungsflyer

Die Wiener Künstlerin Tanja Boukal (geb. 1976) reist seit vielen Jahren in Krisengebiete und Flüchtlingslager, um die Situation der Menschen vor Ort zu dokumentieren. Ihre Begegnungen fixiert sie durch Fotos, doch die eigentliche künstlerische Ausarbeitung findet im Atelier statt: Einzelne Szenen werden in traditionellen Techniken wie Sticken, Stricken und Weben in Bilder umgesetzt. Für ihre ‘harten’ Themen setzt sie bewusst ‘weiche’ Materialien ein und nähert sich über vertraute Handarbeit einem schwierigen Thema an. Die Zeit und Sorgfalt, die sie für die Ausführung verwendet, versteht sie als Ausdruck einer besonderen Wertschätzung und Wertigkeit. Kurzlebige Medienbilder werden durch ihre Arbeit zu zeitüberdauernden Unikaten.

So macht sie mit ihren Arbeiten nicht nur eindrücklich auf die Schicksale, Nöte und Enttäuschungen dieser Menschen aufmerksam, sondern zeigt auch die gesellschaftspolitische Relevanz von Kunst auf.

Herzlichen Dank an Uschi Brenner für den Hinweis auf diese Ausstellung!

Info:

10. April – 4. Juni 2016

Tanja Boukal
‘Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten’

Kunstverein Augsburg e.V.
Holbeinhaus
Vorderer Lech 20
86150 Augsburg
Deutschland

www.kunstverein-augsburg.de

Öffnungszeiten:
Di – So: 11 – 17 Uhr

Diskussionsabend mit Tanja Boukal:
Do, 12. Mai 2016, 19 Uhr

Führung:
So, 22. Mai 2016, 14 Uhr

Lange Kunstnacht:
Sa, 4. Juni 2016

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original – originell – weit gereist

Kürzlich wurde im Oberfränkischen Textilmuseum Helmbrechts die Ausstellung ‘Textile Raritäten aus fernen Ländern’ eröffnet.

Ausstellung 'Textile Raritäten aus fernen Ländern' Foto freundlicherweise vom Oberfränkischen Textilmuseum Helmbrechts zur Verfügung gestellt

Ausstellung ‘Textile Raritäten aus fernen Ländern’
Foto freundlicherweise vom Oberfränkischen Textilmuseum Helmbrechts zur Verfügung gestellt

Im Untertitel der neuen Sonderausstellung heisst es ‘original – originell – weit gereist’. Gezeigt werden gesammelte Objekte von Christa Knoll, deren Leidenschaft zu Textilien sie ihr ganzes Leben lang begleitete.

Ausstellung 'Textile Raritäten aus fernen Ländern' Foto freundlicherweise vom Oberfränkischen Textilmuseum Helmbrechts zur Verfügung gestellt

Ausstellung ‘Textile Raritäten aus fernen Ländern’
Foto freundlicherweise vom Oberfränkischen Textilmuseum Helmbrechts zur Verfügung gestellt

Wo immer sie die Welt bereiste, erstand sie diese traditionellen wunderschönen Objekte, über deren Herkunft, Herstellungstechnik, Bestimmung und Besonderheiten die Schau erzählt.

Ausstellung 'Textile Raritäten aus fernen Ländern' Foto freundlicherweise vom Oberfränkischen Textilmuseum Helmbrechts zur Verfügung gestellt

Ausstellung ‘Textile Raritäten aus fernen Ländern’
Foto freundlicherweise vom Oberfränkischen Textilmuseum Helmbrechts zur Verfügung gestellt

Im bunten Vielerlei dieser textilen Sonderausstellung finden sich zum Beispiel aus Ägypten antike koptische Gewebe neben prächtig bestickter Beduinenkleidung. Fein gearbeitete Blusen, Gürtel oder Ponchos kommen aus Ländern Mittel- und Südamerikas.

Ausstellung 'Textile Raritäten aus fernen Ländern' Foto freundlicherweise vom Oberfränkischen Textilmuseum Helmbrechts zur Verfügung gestellt

Ausstellung ‘Textile Raritäten aus fernen Ländern’
Foto freundlicherweise vom Oberfränkischen Textilmuseum Helmbrechts zur Verfügung gestellt

Tempeltücher, Quilts und Saris in verblüffenden Herstellungs- und Gestaltungstechniken stammen von ganz unterschiedlichen Volksstämmen. Gewebte Kunstwerke aus feinstem Musselin aus Bangladesch sind ausgestellt neben ikat-gemusterten Sarongs aus Indonesien. Und auf einem Wandbehang aus Burma schimmern Pailletten, Perlen, Gold und Silber …

Ausstellung 'Textile Raritäten aus fernen Ländern' Foto freundlicherweise vom Oberfränkischen Textilmuseum Helmbrechts zur Verfügung gestellt

Ausstellung ‘Textile Raritäten aus fernen Ländern’
Foto freundlicherweise vom Oberfränkischen Textilmuseum Helmbrechts zur Verfügung gestellt

Info:

14. April 2016 – 31. Januar 2017

Textile Raritäten aus fernen Ländern
original – originell – weit gereist

Oberfränkisches Textilmuseum Helmbrechts
Münchberger Strasse 17
95233 Helmbrechts
Deutschland

www.textilmuseum.de

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Internationaler Museumstag

Der Internationale Museumstag findet am 22. Mai 2016 statt. In Deutschland z.B. bieten viele Einrichtungen an diesem Sonntag besondere Aktionen für Gross und Klein an. Ein Blick hinter die Kulissen, Lesungen, Vorführungen oder ein Fest mit Kaffe und Kuchen? Informieren kann man sich bei den einzelnen Museen selbst oder in der Presse. Schnell herausgefunden hat man, was man wissen muss und einen Gesamtüberblick über die Vielfalt der Angebote gewinnt man auf der Website www.museumstag.de

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… und dann gibt es noch:

WANDLUNGEN
Retrospektive – Perspektive
Ausschreibung von Quiltkunst e.V.

Im Jahr 2017 feiert der Verein Quiltkunst sein 20-jähriges Jubiläum. Aus diesem Anlass plant der Verein eine zweiteilige Ausstellung mit dem Titel ‘Wandlungen Retrospektive – Perspektive’, die sowohl einen Rückblick auf die Entwicklung der Kunstform Quilt als auch Wege der Neuinterpretation umfassen soll.

Während die Arbeiten für den rückblickenden Teil aus schon früher präsentierten Werken ausgewählt werden, schreibt der Verein für ‘die Perspektive’ einen Wettbewerb für innovative Arbeiten aus, an dem sich alle Künstlerinnen und Künstler beteiligen können.

Bewerbungsschluss : 1. März 2017

Die Ausstellung wird 2017 in der Textilsammlung Max Berk, Heidelberg eröffnet.

Die Ausschreibung und Teilnahmebedingungen finden Sie hier

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Ein Mann und seine Krawatten

Wolfgang Eibisch bot neulich in seinem Gastbeitrag zum Thema ‘Quilt-Krawatten’ seine Sammlung als Ausstellung an und verband dies mit der Ankündigung, dass er langsam an das Auflösen und die Rückgabe der einzelnen Leihgaben denke. Inzwischen aber traf er beim Prague Patchwork Meeting mit Anke Pradel-Schönknecht zusammen – und erhielt von ihr einen neuen Schlips geschenkt!

Krawatte von Anke Pradel für Wolfgang Eibisch Foto: Ute Eibisch

Krawatte von Anke Pradel für Wolfgang Eibisch
Foto: Ute Eibisch

Die Sache setzt sich also fort. Wolfgang Eibisch ist nach wie vor bereit, die ihm gehörenden kunstvoll gestalteten Krawatten auch weiterhin für Ausstellungen zur Verfügung zu stellen und er nimmt immer noch neue entgegen – Anke, wie wärs mit einer kleinen Serie?

Bei Interesse bitte über BERNINA Kontakt aufnehmen!

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Forschungsprojekt ‘Burkett and Beyond’

Johanna Rösti, Chairman aus der Schweiz bei der International Feltmakers Association, bat mich um die Bekanntmachung einer Anzeige der University of St Andrews (UK), die für das Forschungsprojekt ‘Burkett and Beyond’ ein Stipendium für eine Doktorandin oder einen Doktoranden gewährt. Die Sammlung von Filzobjekten, die Mary Burkett, die verstorbene Begründerin der IFA, einst zusammengetragen hat, ist Gegenstand des Projekts.

Hier finden Sie die Anzeige

www.feltmakers.com

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Bitte informieren Sie sich vor einem Ausstellungsbesuch auf der jeweiligen Website besonders über die genauen Öffnungszeiten – es kann sich immer etwas ändern.

Weitere Ausstellungen finden Sie auf meiner Website in der Rubrik AUSSTELLUNGSKALENDER.

Den verschiedenen Beteiligten herzlichen Dank für das Zur-Verfügung-Stellen von Informationen und Bildmaterial!

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