Kreative Artikel zum Thema Quilten

Ausstellungstipps September 2016

22. Europäisches Patchwork Treffen

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Das 22. Europäische Patchwork Meeting bietet wieder eine Menge: Besucher, Ausstellungen, Kurse, Geschäfte. Am interessantesten sind für mich die Ausstellungen, die man in den vier Orten Ste Marie-aux-Mines, Ste Croix-aux-Mines, Lièpvre und Rombach – im elssässischen Val d’ argent gelegen – in verschiedenen Sälen oder Kirchen besichtigen kann.

Gudrun Heinz & Sarah Schultz: Let's Pump Iron! Fotoshooting für den Ausstellungskatalog 'MÄNNER' Foto: Gudrun Heinz

Gudrun Heinz & Sarah Schultz: Let’s Pump Iron!
Fotoshooting für den Ausstellungskatalog ‘MÄNNER’
Foto: Gudrun Heinz

Eine imponierende Übersicht ist hier zu finden und beinhaltet z.B. Ann Johnston (USA), Ina Statescu (F), Cosabeth Parriaud (F), Juliette Eckel (D), Brigitte Kopp (D) oder die von Nancy Crow veranstaltete internationale Ausstellung ‘Color Improvisations 2’, um nur einige zu nennen.

Gudrun Heinz: Unter der Bettdecke, Detail Fotoshooting für den Ausstellungskatalog 'MÄNNER' Foto: Gudrun Heinz

Gudrun Heinz: Unter der Bettdecke, Detail
Fotoshooting für den Ausstellungskatalog ‘MÄNNER’
Foto: Gudrun Heinz

Nachdem ich 2012 schon das von mir kuratierte und organisierte Invitational ‘Zeichen der Zeit’ bei diesem jährlich stattfindenden Event ausstellen durfte, freue ich mich sehr, in weniger als zwei Wochen eigene Arbeiten zeigen zu können, die ich zusammen mit der Schweizerin Sarah Schultz in der Ausstellung ‘MÄNNER’ präsentieren werde.

Gudrun Heinz: Konstruktivismus - Men at Work - Hommage an Piet Mondrian, Detail Fotoshooting für den Ausstellungskatalog 'MÄNNER' Foto: Gudrun Heinz

Gudrun Heinz: Konstruktivismus – Men at Work – Hommage an Piet Mondrian, Detail
Fotoshooting für den Ausstellungskatalog ‘MÄNNER’
Foto: Gudrun Heinz

Viele, die wissen, dass hierfür etwas entsteht, fragten mich nach Bildern, einem fotografischen Tagebuch oder Ähnlichem. Schöne Idee! Aber leider zu zeitaufwendig.

Gudrun Heinz: Teamwork - Hommage an Alexander Calder, Detail Fotoshooting für den Ausstellungskatalog 'MÄNNER' Foto: Gudrun Heinz

Gudrun Heinz: Teamwork – Hommage an Alexander Calder, Detail
Fotoshooting für den Ausstellungskatalog ‘MÄNNER’
Foto: Gudrun Heinz

Nun haben vor einger Zeit die Aufnahmen für den Katalog stattgefunden und da unser Sohn Fabian professionell fotografierte, konnte ich zwischen Bügeleisen, Fusselrolle, Aus- und Einpacken, Hängen und Kontrollieren auch mal auf den eigenen Auslöser drücken.

Gudrun Heinz: Horrorszenario, Detail Fotoshooting für den Ausstellungskatalog 'MÄNNER' Foto: Gudrun Heinz

Gudrun Heinz: Horrorszenario, Detail
Fotoshooting für den Ausstellungskatalog ‘MÄNNER’
Foto: Gudrun Heinz

Einige Schnappschüsse für alle Neugierigen illustrieren diese Ankündigung.

Fotoshooting für den Ausstellungskatalog 'MÄNNER' Foto: Gudrun Heinz

Fotoshooting für den Ausstellungskatalog ‘MÄNNER’
Foto: Gudrun Heinz

Aber wie sage ich doch immer? ‘Das beste Foto ersetzt nicht das Original’ – in diesem Sinne würden Sarah und ich uns sehr freuen …

Gudrun Heinz: Hot Dishes, Detail Fotoshooting für den Ausstellungskatalog 'MÄNNER' Foto: Heinz Family

Gudrun Heinz: Hot Dishes, Detail
Fotoshooting für den Ausstellungskatalog ‘MÄNNER’
Foto: Heinz Family

… wenn wir Sie / Dich in unserer Ausstellung ‘MÄNNER’ im Salle des Tisserands im Hauptort Ste Marie-aux-Mines begrüssen könnten. A bientôt!

Info:

14. – 18. September 2016

22. Europäisches Patchwork Treffen

68160 Ste Marie-aux-Mines
Frankreich

www.patchwork-europe.eu

Öffnungszeiten:
Mi – So: 9.30 – 18 Uhr

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Alexander Calder & Fischli/Weiss

Alexander Calder, am 22. Juli 1898 geboren, wäre vor Kurzem 118 Jahre alt geworden. Der herausragende amerikanische Künstler ist der Meister des fragilen Gleichgewichts in der Moderne. Mit der wegweisenden Schöpfung des Mobiles hat er die Balance zwischen Schwerkraft und Schwerelosigkeit erlebbar gemacht. Sein Werk ist der Suche nach dem Gleichgewicht gewidmet, was auch das Hauptthema der diesjährigen Sommerausstellung der Fondation Beyeler ist. Die Werke von Calder und Fischli/Weiss sind noch bis zum 4. September 2016 in der Fondation Beyeler in Riehen bei Basel zu sehen.

Alexander Calder Alexander Calder in seinem Atelier in Roxbury, 1941 Fotografie von Herbert Matter © 2016 Calder Foundation, New York / ProLitteris, Zürich Foto: © Herbert Matter, Courtesy Calder Foundation, New York / Art Resource, New York / ProLitteris, Zürich

Alexander Calder
Alexander Calder in seinem Atelier in Roxbury, 1941
Fotografie von Herbert Matter
© 2016 Calder Foundation, New York / ProLitteris, Zürich
Foto: © Herbert Matter, Courtesy Calder Foundation, New York / Art Resource, New York / ProLitteris, Zürich

Ausgewählte Werkgruppen Calders treten in der aktuellen Schau der Fondation Beyeler in einen offenen und raumübergreifenden Dialog mit Arbeiten von Peter Fischli und David Weiss. Die Schwerpunkte, entlang denen sich die Präsentation entfaltet, folgen entscheidenden historischen Momenten in Calders Schaffen. Sie erstrecken sich vom Werk Cirque Calder aus den 1920er-Jahren über den Schritt zur Abstraktion und die Erfindung des Mobiles Anfang der 1930er-Jahre bis hin zum souveränen und fulminanten Spiel mit den formalen Möglichkeiten, die sich daraus ergeben haben.

Alexander Calder The S-Shaped Vine, 1946 Metallblech und Draht, bemalt, 250,2 x 200,7 cm The Eli and Edythe L. Broad Collection © 2016 Calder Foundation, New York / ProLitteris, Zürich Foto: Calder Foundation, New York / Art Resource, New York

Alexander Calder
The S-Shaped Vine, 1946
Metallblech und Draht, bemalt, 250,2 x 200,7 cm
The Eli and Edythe L. Broad Collection
© 2016 Calder Foundation, New York / ProLitteris, Zürich
Foto: Calder Foundation, New York / Art Resource, New York

Kontrapunkte bilden die konzeptuellen Werke von Peter Fischli und David Weiss, die der Ausstellung ihren besonderen Charakter verleihen.

Peter Fischli David Weiss Ratte und Bär (schlafend), 2008 Wolle, Stoff und Elektromotor, 2 Teile: 82 x 37 x 27 cm, 88 x 48 cm Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofia, Madrid © Peter Fischli David Weiss Foto: Fischli/Weiss Archiv, Zürich

Peter Fischli David Weiss
Ratte und Bär (schlafend), 2008
Wolle, Stoff und Elektromotor, 2 Teile: 82 x 37 x 27 cm, 88 x 48 cm
Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofia, Madrid
© Peter Fischli David Weiss
Foto: Fischli/Weiss Archiv, Zürich

Mit der gleichen lustvollen Unermüdlichkeit entwickelten sie – in Filmen und Skulpturen, mit Sprache, Fotografie und Malerei – ein unwiderstehliches Wechselspiel von Balance, Klarheit und Übersicht, in dem allerdings Unwägbarkeiten und Stolpersteine gegenüber der Eleganz und dem Selbstverständnis der grossen Geste der Moderne – wie sie das Mobile verkörpert – oft die Oberhand gewinnen.

Peter Fischli David Weiss Ein neuer Tag beginnt, 1984 Aus der Serie Equilibres (Stiller Nachmittag) C-Print, 46 x 31 cm Studio Fischli/Weiss © Peter Fischli David Weiss

Peter Fischli David Weiss
Ein neuer Tag beginnt, 1984
Aus der Serie Equilibres (Stiller Nachmittag)
C-Print, 46 x 31 cm
Studio Fischli/Weiss
© Peter Fischli David Weiss

Info:

29. Mai – 4. September 2016

Alexander Calder & Fischli/Weiss

Fondation Beyeler
Baselstrasse 77
4125 Riehen
Schweiz

www.fondationbeyeler.ch

Öffnungszeiten:
täglich 10 – Uhr, mittwochs bis 20 Uhr

Ausstellungsflyer

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Stoff zum Nachdenken

Die Stadt Nürnberg sieht sich nicht zuletzt aufgrund ihrer Geschichte den Menschenrechten in ganz besonderer Weise verpflichtet. Unter dem Motto ‘Stoff zum Nachdenken’ knüpft man an die Verleihung des Internationalen Nürnberger Menschenrechtspreises im September 2015 an Amirul Haque Amin aus Bangladesch an. Er setzt sich als Präsident der Nationalen Textilarbeitergewerkschaft seit vielen Jahren für die Rechte der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in seinem Heimatland ein. Anlässlich dessen wurde ein textiles Projekt mit der Künstlerin Heidi Drahota gestartet.

Aufruf von Heidi Drahota 2015

Aufruf von Heidi Drahota 2015

Ein besonderes Kunstwerk entstand im Rahmen der letztjährigen Preisverleihung und gleichzeitig stattfindender Friedenstafel in der Nürnberger Innenstadt. Bei einer Mitmachaktion initiierte Heidi Drahota die Entstehung eines Wandbildes. Sie forderte Nürnberger Bürgerinnen und Bürger auf, mit einem Stückchen Stoff als Zeichen die Arbeit des Preisträgers zu unterstützen und die Menschen zum Nachdenken zu bewegen. Die Textilkünstlerin fertigte daraus im Anschluss ein ca. 2 x 2 m grosses Textilbild an und bestickte es mit den Statements der Teilnehmenden.

Einladungskarte

Einladungskarte

Anlässlich des Friedensmahls im September 2016, an dem auch Herr Amin teilnehmen wird, nähert sich das Menschenrechtsbüro der Stadt Nürnberg zusammen mit Heidi Drahota dem Thema Menschenrechte mit einer internationalen Textilausstellung aus einer künstlerischen Perspektive an. Textilkünstlerinnen rund um den Globus – von Deutschland, Niederlande, Frankreich, UK, Irland, Schweiz, Tschechien, Ungarn, Israel, Indien, Taiwan, Südkorea bis Argentinien – konnten für diese Ausstellung gewonnen werden. In ihren Arbeiten spannen sie den thematischen Bogen von den Arbeitsbedingungen der ArbeiterInnen, über unser Verbraucherverhalten bis hin zu Themen wie Krieg und Flucht.

Programm

Programm

Viele Künstlerinnen stellen ihre Arbeiten zum Verkauf und unterstützen mit bis zu 100 % des Erlöses die Arbeit des Preisträgers, sehr zur Freude von Schirmherrin Petra Maly, Ehefrau des Nürnberger Oberbürgermeisters Dr. Uli Maly. Nach der Ausstellung wird das Wandbild ‘Stoff zum Nachdenken’ verkauft. Der Erlös fliesst ebenfalls in Projekte von Amirul Haque Amin.

Info:

9. – 25. September 2016

Stoff zum Nachdenken
Internationale Textilausstellung

Rathaus
Rathausplatz 2
90403 Nürnberg
Deutschland

www.nuernberg.de

Vernissage:
Fr, 9. September 2016, 19 Uhr

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Rita Merten

Die Textilkunstgalerie ‘art textil sent’ zeigt von 17. September – 2. Oktober 2016 Werke der Schweizer Quilterin Rita Merten. Die Künstlerin ist 1951 in Argentinien geboren und auch dort aufgewachsen. Schon als Kind zeichnete und malte sie oft und gerne. Seit 1968 lebt sie in der Schweiz. Sie erlernte den Beruf der technischen Zeichnerin. Rita Merten ist verheiratet und hat zwei erwachsene Söhne.

Die beiden Qualitäten, das schwungvolle, freie Malen und das technisch gebundene, geordnete Zeichnen – die freie Kreativität und die selber geschaffene, subtile Ordnung – diese Gegensätze zeichnen auch die Quilts von Rita Merten aus. Ihre Quilts sind unglaublich kreativ, immer wieder überraschend frisch! Dabei entwickelt sie für ihre Bedürfnisse oft auch eigene Arbeitsweisen, geht neu mit dem Material um. Sie lässt sich von diesem und auch vom jeweiligen Thema leiten, passt die Technik dem Ausdruck an. Bei all dem Neuen bleibt aber auch immer die Verwurzelung in der Tradition leise spürbar.

Rita Merten: Olive Grove in Ampolla, Detail Foto freundlicherweise von art textil sent / Beatrice Lanter zur Verfügung gestellt.

Rita Merten: Olive Grove in Ampolla, Detail
Foto freundlicherweise von art textil sent / Beatrice Lanter zur Verfügung gestellt.

Rita Merten beschreibt ihren künstlerischen Prozess so: ‘Die bewusst gewählte oder zufällig entstandene Verbindung von Material, Struktur, Design und Farbe ergibt den Ausdruck der künstlerischen Kombination. Die einzelnen Blöcke werden von Hand oder mit der Maschine mit Quiltfaden bestickt oder es werden zusätzliche Elemente appliziert, wobei das künstlerische Auge durch die Struktur, Zeichnung und Art der verarbeiteten Materialien geführt wird und die Stickereien und Applikationen bestimmt. So entstehen in sich geschlossene Kompositionen, die in einem nächsten Schritt zu einem Ganzen zusammengeführt werden. Durch diese Methode und Form des künstlerischen Arbeitens entsteht eine interessante Mixtur, in der sich Kreativität, Experimentierfreude, Zufall und Künstlerisches begegnen können. Tradition, Veränderung und Innovation haben Platz.’

Rita Merten: Plastic Flowers, Detail Foto freundlicherweise von art textil sent / Beatrice Lanter zur Verfügung gestellt.

Rita Merten: Plastic Flowers, Detail
Foto freundlicherweise von art textil sent / Beatrice Lanter zur Verfügung gestellt.

Meist verwendet die Künstlerin Materialien, die bereits eine andere Funktion hatten, wie Stoffmuster, Zeitungen und Zeitschriften, Plastiktaschen etc. Ihre Kunst ist im eigentlichen Sinn eine Recyclingkunst.
In den letzten Jahren sind immer öfter Werke von Rita Merten in wichtigen internationalen Wettbewerben aufgefallen. Sie hat auch einige Preise gewonnen. In verschiedenen Gruppen- und Einzelausstellungen konnte sie ihre Quilts zeigen. Besondere Beachtung fand eine Ausstellung, die das Zusammenarbeiten mit ihrem behinderten Sohn zum Thema hatte. Rita hat dabei subtil gestaltete, gemalte Werke von Manuel textil umgesetzt – mit wunderbaren Resultaten – hier und hier geht’s zu meinen damaligen Berichten.

Die Künstlerin wird während der Ausstellung mehrheitlich anwesend sein.

Info:

7. September – 2. Oktober 2016

Rita Merten

art textil sent
Stron 277
7554 Sent
Schweiz

www.beatrice-lanter.ch

Öffnungszeiten:
Di – So: 12 – 18 Uhr

Vernissage:
Sa, 17. September 2016, 14 Uhr

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Tuchfühlung

Dem Verein Quiltkunst e.V. ist es gelungen, für seine Ausstellung der Grossformate – die ’22 textilen Positionen’ stiessen schon in Kleinsassen, Heidelberg, Bocholt und Augsburg auf grosses Publikumsinteresse – in Kooperation mit dem Kunstverein Oberlausitz und dem Landratsamt Görlitz auch im Osten Deutschlands, in der Oberlausitz einen Ausstellungsort zu finden, einer Region, die traditionell eng mit dem Textilen verbunden ist. Vom 10. September – 22. Oktober 2016 wird sie unter dem neuen Titel ‚Tuchfühlung’ in der Annenkapelle in Görlitz präsentiert.

Einladung

Einladung

Die Ausstellung rückt den Quilt in seiner künstlerischen Form in den Mittelpunkt. Arbeiten im grossen Format von renommierten Textilkünstlerinnen aus Deutschland und aus der Schweiz, die aus einem jurierten Wettbewerb des Vereins Quiltkunst e.V. hervorgegangen sind, überzeugen durch ihre Vielschichtigkeit und Originalität, sowohl in der Formfindung als auch bei der Wahl der verwendeten Techniken (vgl. dazu bitte auch meine früheren Berichte zu dieser Ausstellung). Die Bandbreite der Werke reicht von klassischen Spielarten bis hin zur skulpturalen Umsetzung und Rauminstallation. Es wurden spannende neue Wege beschritten, die Grenzen von Quilts neu definiert.

Bereits am Freitag, 9. September 2016 hält Gisela Hafer, Vorsitzende des Vereins Quiltkunst e.V., einen Vortrag zum Thema ‘Stoffbilder – Geschichte der Textilkunstt’.

Info:

10. September – 22.Oktober 2016

Tuchfühlung

Annenkappelle
Annengasse 4 / Eingang Steinstrasse
02826 Görlitz
Deutschland

www.oberlausitzer-kunstverein.de
www.quiltkunst-ev.de

Öffnungszeiten:
Täglich ausser Montag und Freitag: 14 – 17 Uhr

Vernissage:
Sa, 10. September 2016, 15 Uhr

Vortrag:
Stoffbilder – Geschichte der Textilkunst von Gisela Hafer
Fr, 9. September, 17 Uhr, Annenkapelle

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Manus x Machina

Wegen ihres enormen Erfolges – über 665.000 Besucher seit der Eröffnung im Mai 2016 –  wurde diese Ausstellung bis zum Labor Day am Montag, 5. September 2016 einschliesslich verlängert und die Öffnungszeiten erweitert.

Hochzeitsensemble, Karl Lagerfeld (frz., 1938 in Hamburg geboren) für CHANEL (frz., gegründet 1913), Herbst/Winter 2014–15 Haute Couture, Rückansicht Mit freundlicher Genehmigung von CHANEL, Patrimoine Collection Freundlicherweise zur Verfügung gestellt von The Metropolitan Museum of Art Foto: © Nicholas Alan Cope

Hochzeitsensemble, Karl Lagerfeld (frz., 1938 in Hamburg geboren) für CHANEL (frz., gegründet 1913), Herbst/Winter 2014–15 Haute Couture, Rückansicht
Mit freundlicher Genehmigung von CHANEL, Patrimoine Collection
Freundlicherweise zur Verfügung gestellt von The Metropolitan Museum of Art
Foto: © Nicholas Alan Cope

Ich hatte auf diese exzeptionelle Ausstellung bereits hier hingewiesen, in der  über 150 Modelle namhafter Designer aus den Bereichen Haute Couture und Avant-garde Prêt-à-Porter vom beginnenden 20. Jahrhundert bis heute gezeigt werden.

Info:

5. Mai – 5. September 2016

Manus x Machina:
Fashion in an Age of Technology

The Metropolitan Museum of Art
Robert Lehman Wing
1000 Fifth Avenue
New York, NY 10028
USA

www.metmuseum.org

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Textildesign heute – Vom Experiment zur Serie

Die Ausstellung, in deren Mittelpunkt der Umgang mit dem Werkstoff Textil und dessen vielfältige Einsatzmöglichkeiten stehen und über die ich hier schon berichtete, wird bis zum 19. September 2016 verlängert und ist damit zwei Wochen länger als ursprünglich geplant im Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung in Berlin zu sehen. Die Textilschau präsentiert neue Entwicklungen aus den Bereichen Mode, Innenraumgestaltung und Fahrzeugausstattungen. Anlass für die Laufzeitverlängerung ist unter anderem das besondere Interesse des Berliner Publikums an dem Thema. Ein erweitertes Rahmenprogramm flankiert die Ausstellung.

Ausstellungsansicht 'Textildesign heute – Vom Experiment zur Serie' Bauhaus-Archiv Berlin, Foto: Hans Glave

Ausstellungsansicht ‘Textildesign heute – Vom Experiment zur Serie’
Bauhaus-Archiv Berlin, Foto: Hans Glave

Neben Studien- und Abschlussarbeiten von Studierenden der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle sind Entwürfe etablierter Gestalter wie etwa Hella Jongerius, Moritz Waldemeyer und Janne Kyttanen zu sehen sowie Textilien renommierter Designfirmen wie Freitag, Kvadrat und Création Baumann. Die vielseitige Ausstellung stellt unter anderem Textil aus recycelten Kunststoffen und natürlichen Rohstoffen wie etwa Holz oder Bienenwachs vor, aber auch 3-D-gedruckte Bekleidung, leuchtende Abendroben oder interaktive Vorhänge, die auf Bewegung reagieren.

Info:

16. März – 19. September 2016

Textildesign heute – Vom Experiment zur Serie

Bauhaus-Archiv
Museum für Gestaltung
Klingelhöferstrasse 14
10785 Berlin
Deutschland

www.bauhaus.de
www.burg-halle.de

Flyer

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St. Galler Museumsnacht

Eine Reihe interessanter Veranstaltungen hat das Textilmuseum St. Gallen für den Herbst in Vorbereitung, allen voran die Museumsnacht am 10. September 2016, bei der anlässlich der aktuellen Ausstellung ‘Body Jewels’ – hier geht’s zu meinem Bericht – das Thema ‘Schmuck’ im Vordergrund steht. Lustvoll-spielerisch setzen sich Gestalter ab den späten 1960er Jahren mit dem Schmuckdesign auseinander und schaffen fantasievolle Objekte, die an Spielzeug erinnern – dies inspiriert zum Entwurf eigener Schmuckstücke, die im Workshop ‘Am seidenen Faden’ unter Anleitung von Susanne Hissen umgesetzt werden können. Unter die Haut geht der Körperschmuck, der während der Museumsnacht im Rahmen der Live Perfomance ‘Lace Tattoo’ entsteht: BesucherInnen bietet sich die Gelegenheit, dem Tätowierer Pele von Skin Deep Art bei der Arbeit zuzusehen. Als Vorlage dienen historische Textilien aus den Beständen der Textilbibliothek.

Felieke van der Leest: Brooch ‘Super Freak Zebra’, 2007 Textilien, Glas, Gold, Plastik, Zirkon Sammlung TextielMuseum Tilburg (Inv. Nr.: BK0868) Foto: Tommy de Lange im Auftrag des TextielMuseums Tilburg

Felieke van der Leest: Brooch ‘Super Freak Zebra’, 2007
Textilien, Glas, Gold, Plastik, Zirkon
Sammlung TextielMuseum Tilburg (Inv. Nr.: BK0868)
Foto: Tommy de Lange im Auftrag des TextielMuseums Tilburg

Das Schweizer Schmuckdesign der Zukunft ist Thema des Museumsgesprächs mit Elisabeth Fischer, die den Studiengang Fashion, Jewellery and Accessories an der HEAD betreut. Ebenfalls im Bereich Nachwuchsförderung engagiert ist der Designer Christoph Zellweger, der am 9. Oktober 2016 einen Schmuckdesignworkshop im Textilmuseum anbietet.

Näheres ist auf der Website des Museums zu finden.

Info:

10. September 2016

St. Galler Museumsnacht

Textilmuseum St. Gallen
Vadianstrasse 2
9000 St. Gallen
Schweiz

www.textilmuseum.ch

18 – 21 Uhr
Am seidenen Faden
Drop-in Workshop mit Susanne Hissen

20 – 23 Uhr
Lace tattoo
Tätowiervorführung mit Pele von Skin Deep Art

23 Uhr
Late Night Tour
Kuratorenführung mit Annina Weber
Ausstellung ‘Body Jewels’

Programmheft

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Tuchmarkt

Mit dem Tuchmarkt knüpft das Tuchmacher Museum in jedem Jahr an die textile Vergangenheit der Stadt Bramsche an. Am Sonntag, 25. September, von 10 bis 17 Uhr präsentieren in der besonderen Atmosphäre der historischen Tuchfabrik Textilhandwerker und Textilkünstler ihr Können und ihre Erzeugnisse.

Einladung

Einladung

Von handgefertigten Stoffen über Kleidung bis hin zu Accessoires und anderen textilen Kreationen reicht das attraktive Angebot. Ein abwechslungsreiches Programm mit Vorführungen von Handarbeitstechniken und Mit-Mach-Angeboten für Kinder sowie ein Café-Bereich runden das Angebot ab.

Info:

25. September 2016

Tuchmarkt

Tuchmacher Museum Bramsche
Mühlenort 6
49565 Bramsche
Deutschland

www.tuchmachermuseum.de

Öffnungszeiten:
10 – 17 Uhr

Am Tuchmarkt gilt ein ermässigter Eintrittspreis von 3 Euro. Für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre ist der Eintritt frei.

Im Rahmen der derzeit laufenden Sonderausstellung ‘Das Passt! Kleiderwahl im Wandel’ in der Kornmühle des Tuchmacher Museums Bramsche – hier geht’s zum Bericht – wird herzlich zum Workshop ‘Ganz schön schräg’ mit Diplom Textil/Modedesignerin Marion Alfing am Samstag, 10. September 2016 eingeladen. Darin geht es um Kleidungsstücke, die im schrägen Fadenlauf zugeschnitten und unter Anleitung hergestellt werden. Durch den Diagonalschnitt kann sich der Stoff an weibliche Rundungen anschmiegen und sitzt perfekt. Anmeldung unter Tel. 05461 94510.

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Neue Ausstellungen im Museum of Arts and Design

Gleich drei verschiedene sehr interessante Ausstellungen werden im September 2016 im Museum of Arts and Design in New York eröffnet:

Den Anfang macht am 15. September 2016 ‘Crochet Coral Reef: TOXIC SEAS’ von Margaret und Christine Wertheim und dem Institute For Figuring.

Institute For Figuring's Crochet Coral Reef project, 2005–ongoing. Foto: Courtesy of the Institute For Figuring Freundlicherweise vom MAD zur Verfügung gestellt

Institute For Figuring’s Crochet Coral Reef project, 2005–ongoing.
Foto: Courtesy of the Institute For Figuring
Freundlicherweise vom MAD zur Verfügung gestellt

Seit 2005 machen die Schwestern Margaret und Christine Wertheim und ihre in Los Angeles beheimatete Organisation, The Institute For Figuring, auf die Problematik aufmerksam, der Korallenriffe durch den Klimawandel und den Plastikmüll in den Meeren ausgesetzt sind. Die gehäkelten riesigen Korallengebilde sind jedoch nur auf den ersten Blick schön: Eingearbeitete Plastikabfälle sprechen eine andere Sprache und sind ein aufrüttelndes künstlerisches Statement der Wertheims und der mit ihnen weltweit kooperierenden ‘Crochet Reefers’.

Institute For Figuring's Crochet Coral Reef project, 2005–ongoing. Foto: Courtesy of the Institute For Figuring Freundlicherweise vom MAD zur Verfügung gestellt

Institute For Figuring’s Crochet Coral Reef project, 2005–ongoing.
Foto: Courtesy of the Institute For Figuring
Freundlicherweise vom MAD zur Verfügung gestellt

Am 22. September 2016 eröffnen zwei weitere Ausstellungen, in denen der Werkstoff Porzellan im Mittelpunkt steht:

In ‘Tell It By Heart’ wird das Werk von Coille Hooven in einer Solo-Ausstellung gewürdigt. Aus Porzellan entstanden in mehr als 40 Jahren ihres Schaffens Skupturen, die Geschichten aus dem häuslichen Bereich, von der Küche bis zum Schlafzimmer erzählen.

Coille Hooven: Security Pillow, 1982 Foto: Steve Kahn Freundlicherweise vom MAD zur Verfügung gestellt

Coille Hooven: Security Pillow, 1982
Foto: Steve Kahn
Freundlicherweise vom MAD zur Verfügung gestellt

Mit feministischem Ansatz spürt sie Tätigkeiten nach, die Frauen leisten, konfrontiert den Besucher mit den Ungleichheiten der Geschlechter, den Freuden, Ängsten und Scheitern von Partner- und Elternschaft. Psychologisch aufgeladen!

Coille Hooven: The Last Straw, Detail, 1974 Foto: Steve Kahn Freundlicherweise vom MAD zur Verfügung gestellt

Coille Hooven: The Last Straw, Detail, 1974
Foto: Steve Kahn
Freundlicherweise vom MAD zur Verfügung gestellt

Chris Antemann, die in Oregon/USA lebt und arbeitet, wurde 2011 von der renommierten Porzellanmanufaktur MEISSEN zur Teilnahme am ‘MEISSEN artCAMPUS’ eingeladen, mit dem die Firma bildende Künstler fördert und ihnen die Gelegenheit gibt, ihre Entwürfe in Porzellan umzusetzen.

Chris Antemann in collaboration with MEISSEN®, Little Maid, 2014 Courtesy of MEISSEN® Freundlicherweise vom MAD zur Verfügung gestellt

Chris Antemann in collaboration with MEISSEN®, Little Maid, 2014
Courtesy of MEISSEN®
Freundlicherweise vom MAD zur Verfügung gestellt

Ihre Ausstellung ‘Forbidden Fruit’, die von Porzellanfigurinen aus dem 18. Jahrhundert inspiriert wurde, untersucht das Rollenverhalten von Mann und Frau und parodiert es zur gleichen Zeit. Die detailreiche Installation, die das Motiv des Garten Edens als Metapher benutzt, wird gleich einer festlich gedeckten Tafel präsentiert.

Chris Antemann in collaboration with MEISSEN®, Forbidden Fruit installation, 2013 Courtesy of MEISSEN® Freundlicherweise vom MAD zur Verfügung gestellt

Chris Antemann in collaboration with MEISSEN®, Forbidden Fruit installation, 2013
Courtesy of MEISSEN®
Freundlicherweise vom MAD zur Verfügung gestellt

Info:

15. September 2016 – 22. Januar 2017
Crochet Coral Reef: TOXIC SEAS
von Margaret und Christine Wertheim und dem Institute For Figuring

22. September 2016 – 5. Februar 2017
Coille Hooven: Tell It By Heart

22. September 2016 – 5. Februar 2017
Chris Antemann: Forbidden Fruit

Museum of Arts and Design
2 Columbus Circle
New York, NY 10019
USA

www.madmuseum.org

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Chic in Bewegung
Modenschau mit und ohne Rollatoren

Sportlich oder elegant, modern oder klassisch? In der Mode ist das schon lange keine Frage des Alters mehr, sondern des eigenen Geschmacks und Stils, egal, ob mit oder ohne Rollator. Das zeigt die etwas andere Modenschau im Museum Tuch + Technik. Mode für Sie und Ihn wird auf kurzweilige Weise präsentiert. Anschliessend, bei Kaffee und Kuchen, gibt es genügend Zeit, sich auszutauschen.

Flyer

Flyer

Eine Veranstaltung der Fachschule für Motopädagogik, des Seniorenbüros der Stadt Neumünster, des Kreissportverbandes und des Museums Tuch + Technik.

Info:

29. September 2016, 15 Uhr

Chic in Bewegung – Modenschau

Museum Tuch + Technik
Kleinflecken 1
24534 Neumünster
Deutschland

www.tuchundtechnik.de

Anmeldung bis 23. September 2016: Seniorenbüro Neumünster, 04321 – 942-2452

… und vor dem Museum: Installation ‘Rapport (Je sais bien, mais quand même – Ich weiß es zwar, aber dennoch)’, mit der die Hamburger Künstlerin Wiebke Schwarzhans den Wettbewerb zum Thema ‘Zeit-Gewinn’  gewonnen hat, den das Museum Tuch + Technik und das Kulturbüro der Stadt Neumünster bundesweit ausgeschrieben hatten und geht hier der Frage, wann Mode zur Kunst wird, nach. Der Besuch an einem Sonntag im September zwischen 13 und 17 Uhr lohnt sich: Als Teil der Installation kann man eine Gewandmeisterin bei einer ebenso traditionsreichen wie kunstvollen Aufgabe erleben: dem Rollieren von Seide. Der Eintritt an den Sonntagen im September ist frei.

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Licht und Schatten

Gemeinsam mit ihrem finnischen Partnerverein ‘Felt Association Filtti’ präsentieren die Filzerinnen des Filz-Netzwerk e.V. in ihrer Mitgliederausstellung 2016 handgefilzte Kunstwerke zum Thema ‘Licht und Schatten’ im Pfalzmuseum Forchheim, wo sie bereits zum vierten Mal mit einer Ausstellung zu Gast sind.

Flyer

Flyer

Licht und Schatten begleiten uns emotional, intellektuell, visuell … und beeinflussen zweifelsfrei unser Handeln. Diesem Einfluss durch das ursprüngliche Material Wolle in Form von kunsthandwerklich gefertigtem Filz Ausdruck zu verleihen und Gestalt zu geben, ist der Impuls, der dieser Ausstellung zu Grunde liegt. Ausserdem will die Ausstellung zeigen, dass Filz ein Werkstoff ist, der in vielen Alltagssituationen einsetzbar ist. Gebrauchsgegenstände, Kleidung, Accessoires und Arbeiten, die den Wohnbereich bereichern, können bestaunt werden.

Info:

22. September – 30. Oktober 2016

Internationale Filzkunst Ausstellung
Licht und Schatten

Pfalzmuseum
Kapellenstrasse 16
91301 Forchheim
Deutschland

www.forchheim.de
www.filznetzwerk.de

Öffnungszeiten:
Di – So: 10 – 17 Uhr

Vernissage:
Do, 22. September, 18.30 Uhr

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Bitte informieren Sie sich vor einem Ausstellungsbesuch auf der jeweiligen Website besonders über die genauen Öffnungszeiten – es kann sich immer etwas ändern.

Weitere Ausstellungen finden Sie auf meiner Website in der Rubrik AUSSTELLUNGSKALENDER.

Den verschiedenen Beteiligten herzlichen Dank für das Zur-Verfügung-Stellen von Informationen und Bildmaterial!

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