Kreative Artikel zum Thema Nähen

Der Sandwich-Westen-Wip

Die Weste wurde im Sommer 2009 fertig. Bei diesem Projekt kam, wie bei der “Jacke mit gefilzten Elementen” auch, eine Filzmaschine zum Einsatz. Selbstverständlich können Sie das Nadel Punch Zubehör Set Ihrer BERNINA Nähmaschine verwenden, wenn Sie eine ähnliche Weste arbeiten möchten.
Der Westenschnitt ist denkbar einfach und gehört, vom Nähtechnischen her, in den Schnitte-Bereich “super easy”.

Sie sehen, dass ich wegen des „Schrumpfausgleichs“ beim Filzen großzügig um das Schnittmuster des Rückenteils herumgeschnitten habe. Dieser Baumwollstoff bildet die Rückseite des Westen-Sandwiches.

Ich belege ihn mit einer Lage doppelseitig klebendem Volumenvlies.

Die Reststücke der Walkjacke finden nach und nach ihren Platz auf dem Rückenteil.

Grob zugeschnitten ergibt sich folgendes Bild.

Nun tritt die Filzmaschine in Aktion. Wie bei der Walkjacke und dem gefilzten Knopf werden Wollstränge aufgelegt und mit dem Gewebe verfilzt.

Die Rückseite sieht jetzt so aus.

Die beiden Vorderteile der Weste schneide ich jeweils aus einem Stück Walk zu und beschränke mich bei der Verzierung lediglich auf einen schwungvollen, gefilzten Streifen auf jeder Seite.

Das rechte Vorderteil gestalte ich asymmetrisch. Dadurch weist es zusätzliche Bögen auf.
Ich wähle die Asymmetrie, um die Gestaltung der Rückseite andeutungsweise bei den Westen-Vorderteilen zu wiederholen.
Jetzt geht es noch um das Einfassen der offenen Kanten. 
Dazu schneide ich 5 cm breite Schrägstreifen aus festem, changierenden Taft zu.
Zierstiche stellen die Verbindung zum wolligen Double-Face her.

Viele Grüsse

Susanne

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Kommentare zu diesem Artikel

5 Responses

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  • Valika

    Hallo Susanne,

    klar, jetzt sehe ich es selbst auf dem Rückenteil, das die Weste erst nach dem filzen zusammengefügt wurde.
    Also ist es ratsam, bei solchen großflächigen Projekten zuerst filzen, dann zuschneiden.

    Danke für die Antwort,

    LG, Valika

  • Susanne Menne

    Hallo Tatjana und Valika,

    danke.
    Jedes Teil wurde separat gefilzt und dann wieder in das “Mosaik” eingefügt. Die Linien, die man auf der Rückseite des Rückenteils sieht, sind durch das Quilten mit Zierstichen entstanden, nicht durch das Filzen.
    Während des Filzens veränderte sich die Form der einzelnen Mosaikteile durch das Schrumpfen ständig, und sie mussten jedes Mal erneut angepasst werden. Deshalb habe ich am Anfang auch so grosszügig zugeschnitten. Auf dem 5. Bild sieht man, dass am Halsausschnitt sogar ein Stückchen Stoff fehlt. Da hat es nach dem Filzen nicht mehr ganz gereicht. Dieser Fehler wird aber durch die Kanteneinfassung verdeckt.

    Viele Grüsse
    Susanne

  • Valika

    Hallo Susanne,

    wieder ein Schmuckstück, das zum nachnähen animiert 🙂
    Der Rückenteil hat ein Volumenvlies als Zwischenfutter, wie verhält sich dieser beim Filzen?
    Werden die Faser ebenfalls rausgezogen?

    Die Kanten haben durch den Taft einen besonderen Pfiff.

    Ich liebe Westen in allen Variationen.

    Liebe Grüße,
    Valika

  • thobrlant

    Liebe Susanne,

    das ist wunderschön, ich merke schon hier wird in letzter Zeit ganz viel gefilzt 🙂

    Passt ja auch zu der Kälte da draußen…

    Eine wirklich tolle Weste.

    Liebe Grüße
    Tatjana

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