Kreative Artikel zum Thema Quilten

4. Europäische Quilt-Triennale

Die 4. Europäische Quilt-Triennale ist im Textilmuseum St. Gallen (Schweiz) angekommen und wird vom 28. April – 8. August 2010 gezeigt.

Der von der Textilsammlung Max Berk, Heidelberg-Ziegelhausen, bereits zum vierten Mal ausgerichtete Wettbewerb ist seit seiner Gründung, zunächst als Quilt-Biennale vor nunmehr 25 Jahren, stets Garant für ein qualitativ hohes Niveau der Quiltkunst der ausgewählten Werke, und dies auf internationaler Ebene.

Barbara Lange (D): Physalis

Barbara Lange (D): Physalis

47 Quilts aus 14 Nationen wurden von einer internationalen Jury aus 228 Bewerbungen aus 16 europäischen Ländern ausgewählt und bieten einen repräsentativen Überblick über die europäische Quiltszene.

Die Juroren aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Lettland und der Schweiz vergaben drei Preise:

Der von der Unternehmensgruppe Betty Barclay erstmalig ausgelobte Doris Winter Gedächtnis-Preis für Innovation im Bereich Material, Technik und Entwurf in Höhe von € 5.000 wurde der Niederländerin Mirjam Pet-Jacobs, auch Preisträgerin der 2. Europäischen Quilt-Triennale, für eine Videoinstallation zuerkannt. Die Arbeit besteht aus 3 separaten Lagen, wobei das Video durch zwei transparente Organzastoffe auf eine weiße, handgequiltete Fläche im Hintergrund projiziert wird. Das Video zeigt die mühevolle Anfertigung dieser gequilteten Fläche in endlosen Stunden, begleitet von einem gebetsmühlenartigen Gesang. „Timeless in Time“ lautet der Titel der Videoinstallation und damit ist dieses Medium erstmalig auch im Bereich der Textilen Kunst vertreten.

Einer abgeschälten Baumrinde nachempfunden hat die Italienerin Mariana Frühauf ihre dreidimensionale, über drei Meter hohe Arbeit mit dem Titel „Remove“. Sie wurde mit dem Preis für Innovation im großen Format in Höhe von € 1.000 ausgezeichnet.

Den Preis für Innovation im Quilting in Höhe von € 1.000 erhielt die Engländerin Olga Norris für ihre Arbeit „The Yellow Room: Resignation“. Zwei in Resignation verfallene, schemenhafte Personen erfahren durch das Handquilting eine Bedeutungssteigerung.

Formal-gestalterische Aspekte stellen nur noch wenige Quilts in den Mittelpunkt. Vielmehr werden Natur, Umwelt, Persönliches und sozialer oder geschichtlicher Hintergrund thematisiert.

Zur sehenswerten Ausstellung ist ein Katalog erhältlich.

Im Anschluss an die Ausstellung in Heidelberg (D) wurde die 4. Europäische Quilt-Triennale im Kreismuseum Zons (D) gezeigt und ist im Textilmuseum St. Gallen (CH) vom 28.  April – 8.  August 2010 zu sehen, bevor sie noch beim Festival of Quilts in Birmingham (UK) vom 19. –  22. August 2010 präsentiert werden wird.

Fotos freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Dr. Kristine Scherer, Kuratorin Textilsammlung Max Berk, Heidelberg-Ziegelhausen

Website des Textilmuseums St. Gallen: http://www.textilmuseum.ch/

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