Kreative Artikel zum Thema Nähen

Quilten mit dem Applikationsfuß?

Wie Sie vielleicht wissen, bin ich ein großer Fan von Applikationen auf Kinderquilts, weil ich finde, dass sie selbige sehr lebendig und bunt machen. Wie diese Applikationen gearbeitet werden, hatte ich Ihnen bereits in einem meiner früheren Beiträge berichtet.

Dieser Katzen-Mäuse-Quilt – mein jüngstes Werk, das ich fürs Patchwork Magazin entworfen habe – wurde mit der Maschine in den Längs und Quernähten gequiltet. Zusätzlich habe ich die Konturen der Applikationslinien durch Quilten betont, wodurch sie noch plastischer wirken.

So geht’s ganz einfach: 

Ich stelle zunächst den Quilt komplett fertig, d. h. nach dem Heften werden die Längs- und Querlinien gequiltet, dann die Einfassung gearbeitet. Je nach Größe der Quadrate bzw. Applikationen ist es dann ausreichend, wenn die Applikation nur noch rundherum mit Stecknadeln abgesteckt wird, damit innerhalb des Quadrates nichts mehr verrutscht.

 01_abstecken

Setzten Sie jetzt den Applikationsfuß # 23 in Ihre Nähmaschine. Er ermöglicht Ihnen völlig freie Sicht auf Ihre Arbeit, wodurch Sie exakt an der Kontur der Applikation entlang nähen können. Schalten Sie zusätzlich die Funktion “Nadelposition unten” ein, sofern verfügbar, dann geht das Wenden in den Ecken und Kurven noch schneller und einfacher.

02_quilten

Nehmen Sie die Arbeit aus der Maschine und ziehen Sie leicht am Unterfaden. Der Oberfaden erscheint als kleine Schlaufe auf der Rückseite. Ziehen Sie diesen nun, am besten mit dem hinteren Ende einer Nadel, vollständig auf die Rückseite des Quilts und verknoten beide Enden 2-3 Mal mit einem Kreuzknoten, d. h. das rechte Ende mit dem linken und das linke mit der rechten, etc. Fädeln Sie anschließend beide Fäden zusammen in eine Nadel, stechen Sie exakt an der Knotenstelle ein und ca. 5-7 cm entfernt durch das Vlies wieder aus.

Schneiden Sie den Fadenrest bündig über dem Stoff ab.

04_abschneiden 

Fertig gequiltet ist die Katze…

 05_katze_f

… und schließlich auch der Quilt.

Welche Nadel ist zum Vernähen am besten geeignet?

Grundsätzlich können Sie hierfür jede Nadel aus Ihrem Fundus verwenden. Je größer das Nadelöhr, desto einfacher und schneller lassen sich beide Enden auf einmal einfädeln. Desto dünner die Nadel, desto weniger Einstichspuren hinterlässt sie – insbesondere in dünnen Stoffen. Spitze Sticknadeln leisten hier sehr gute Dienste.

sticknadel

Welches Garn zum Applizieren?

Grundsätzlich können Sie jeden Faden zum Applizieren verwenden – Baumwolle, Polyester, Maschinenstickgarn, etc. Mit glänzendem Maschinenstickgarn erzielen Sie besonders schöne Ergebnisse, da dieses Ihre Arbeit sehr edel wirken lässt. Bei den allermeisten Maschinen sind die Resultate mit einer sehr geringen Oberfadenspannung (1 oder weniger) am besten. Als Unterfaden empfehle ich einen einfachen Baumwollfaden.

06_katz_und_maus_garn 

Ich wünsche Ihnen ganz viel Spaß beim Nähen, Applizieren und Qulten!

Herzliche Grüße

Ihre

Claudia Geiser

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