Kreative Artikel zum Thema Quilten

Herzige Miniquilts zum Valentinstag

Dieses Jahr fällt der Valentinstag auf einen Montag. Nix ausschlafen, nix Frühstück im Bett mit einer Rose neben dem Kaffee, nix gemütlicher Morgenspaziergang Hand in Hand …

Nehmen Sie’s gelassen und machen Sie Ihrem Liebsten und sich selbst einfach den Alltag hübscher! Nehmen Sie jeder einen Herzquilt mit ins Büro, fürs Wasserglas, den Apfel, das Blumenväschen, die einsamen Büroklammern … ach, Ihnen fällt schon was ein. Liebe Gedanken inclusive, versprochen!

mugrugs.jpg

Wie wär’s?

Jeder Miniquilt ist ca. 13,5 cm mal 13,5 cm groß und besteht aus 4 mal 4 Quadraten à fertig 3 cm Kantenlänge. Die beteiligten Farben sind: Weiß als Basis, ein mittleres Mint außen und ein helles Mint um das Herz herum, 3 helle Pink/Braun-Pastelltöne und 4 satte Rottöne im Herz. Dazu ein Greige zum Einfassen, abgesetzt mit dem hellen Mint.

Schneiden Sie für einen Miniquilt folgende Quadrate zu:

  • –   pro Pink-Braun-Pastellton 1 normales Quadrat,
  • –   vom “äußeren”, dunklen Mintton 3 normale Quadrate,
  • –   vom helleren Mintton 1 normales plus 4 mini Quadrate,
  • –   vom Weiß 6 normale Quadrate,
  • –   von 2 der satten Rottöne je 1 normales Quadrat (daraus wird die untere Hälfte des Herzes),
  • –   von den anderen 2 satten Rottönen je 1 kleines Quadrat (die kommen in die obere Herzhälfte).

Die Größen bedeuten:

  • –   normal: 5,5 cm Kantenlänge,
  • –   klein: 4,5 cm Kantenlänge,
  • –   mini: 3 cm Kantenlänge.

Wie Sie Ihre individuellen Maße berechnen können, wenn Sie größere Quadrate möchten, schreibe ich demnächst in einem extra Beitrag.

Zusätzlich zu den Quadraten brauchen Sie pro Miniquilt:

  • –   einen ca. 15 cm mal 15 cm großen Stoffrest für die Rückseite,
  • –   ein ebenso großes Stück leichtes Volumenvlies,
  • –   3 cm breite (gerade) Streifen zum Einfassen, ca. 25 cm lang in hellem Mint plus ca. 35 cm in Greige,
  • –   weißes und rotes Nähgarn.

Wenn Sie 2 Miniquilts arbeiten wollen, verdoppeln Sie einfach die Mengen. Die beiden unteren satt roten Herz-Quadrate brauchen Sie allerdings nur einmal, da pro Quilt jeweils ein Dreieck davon übrig bleibt.

kette_naehen.jpg

Die Dreiecke sind nicht schwierig zu nähen: man legt jeweils 2 Quadrate aufeinander, das hellere obenauf, markiert sich die Diagonale leicht mit einem dünnen Bleistift (alternativ einem selbstlöschenden Stoffmarker) und steppt beide Lagen links und rechts der Linie zusammen, jeweils im Abstand von 7 mm. Besonders praktisch ist es, alle Quadrate einer Serie in Kette zu nähen. Dann teilt man die Quadrate an der markierten Linie und bügelt die entstandenen Dreiecke auseinander (Nahtzugaben zur dunklen Seite).

Damit sind alle Quadrate gerichtet bis auf die beiden oberen Herz-Quadrate. Legen Sie einfach eines der “mini” Quadrate an 2 Kanten bündig auf ein “kleines” und steppen Sie von Ecke zu Ecke ab. Kappen Sie den überstehenden Stoff mit 7 mm Nahtzugabe und bügeln Sie diese wieder zur dunklen Seite. Das Gleiche machen Sie spiegelbildlich auf der anderen Seite.

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Und schon geht es ans Zusammennähen. Verbinden Sie zuerst die horizontalen Reihen. Bügeln Sie die Nahtzugeben alternierend, in einer Reihe alle nach links, in der nächsten Reihe alle nach rechts. Wenn Sie dann die Reihen zusammenfügen, legen sich die Nähte wie von selbst richtig zusammen.

patchwork_rueckseite.jpg

Nicht so eindeutig ist, ob man die Nahtzugaben der horizontalen Nähte besser auf eine Seite bügeln soll oder auseinander. Ich habe es erst mit einer Seite probiert – wie im Bild zu sehen – aber beim Quilten werden manche Knotenpunkte doch sehr, sehr knubbelig. Also habe ich beim zweiten Quilt auseinander gebügelt. Mit beruhigender Wirkung auf das Quiltergebnis.

Allerdings kommt es nicht nur auf die Nahtzugaben an, auch die Dicke der Einlage spielt eine Rolle. Ich wollte meine Miniquilts eher flach als wulstig, sehe aber, dass bei einem so kleinteiligen Motiv ein etwas dickeres Material mehr Unregelmäßigkeiten aufgenommen hätte, oder, anders gesagt, die Nahtzugaben-Knubbel an den kritischen Stellen weniger durchdrücken würden.

Gequiltet habe ich mit schlichten geraden Linien, im mittleren Teil der Herzform folgend. Das Herz selbst ist in einer Spirale und wesentlich dichter als der Rest gesteppt, dadurch wird das Zentrum optisch hervorgehoben.

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Es wäre naheliegend gewesen, die Einfassung durchgehend in einer Farbe zu halten. Aber das war doch ein bisschen langweilig, und durch die Teilung in Mint und Greige verschwindet auch gleich das allzu Eingerahmte.  Das Greige, das sonst nirgends vorkommt, gibt Ruhe und Spannung zugleich.

Das Einfassband habe ich ganz konventionell aufgesteppt, um die Kante gelegt und auf der Rückseite von Hand angesäumt.

Zum Schluss noch ein kritischer Blick aufs Ergebnis:

Das Herz ist mit rotem Ober- und weißem Unterfaden gequiltet, und beide blitzen vorwitzig auf der jeweiligen Gegenseite heraus. Nicht arg, aber doch. Also bei einer so dünnen Polsterung besser Ober- und Unterfaden gleich wählen (und ggfs. die Gestaltung der Rückseite anpassen).

steppereidetail.jpg

Die Nähte und Dreiecksspitzen treffen weitgehend schön aufeinander. Was aber gar nicht passt, sind die gekappten Spitzen am Rand. Erstaunlicherweise musste doch einiges begradigt werden, nicht zuletzt, weil ganz dünne und etwas kompaktere Stoffe miteinander verarbeitet wurden.  Da sind ein kleinteiliges Muster und ein kleines Format zusammen wohl recht maßempfindlich. Aber gut, Rand ist Rand und eben nicht im Fokus, außer vielleicht für penible Quiltprüfer …

Was mich viel mehr stört, sind nach wie vor ein paar Nahtzugaben-Knubbel, die durchs Quilten so richtig zur Geltung kommen. Ein etwas voluminöseres Vlies würde wie gesagt vielleicht helfen.

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Nun gut, das nächste Mal … Schön sind die beiden “Herzchen” trotzdem.

Viel Freude bei Ihren eigenen herzigen Kreationen!

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Kommentare zu diesem Artikel

4 Responses

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  • Wiebke

    Die Minis sind eine nette Idee, Herzchen verschenkt man gerne an die Lieben.
    Vielen Dank für Deinen Besuch beim “Schatz im Silbersee” in der Galerie. Südsee ist auch toll!!! Hab aber nach dem Fertigstellen an Karl May gedacht – die Schatzkiste steht unten in der Ecke. Jetzt heißt er aber überall der “Regenbogenfisch”.
    Das Abendtäschchen wird bei mir demnächst unter die Neue Maschine kommmen, die Idee mit der Extra-Aussentasche ist toll. (vielleicht gibt es bei mir auch zwei Aussenteile – zum Wechseln- mal sehen,).
    Viele Grüße von Wiebke.

  • Pia Welsch

    Habe gerade festgestellt, daß ich am Valentinstag ja bei Bernina bin und Quadrate 1 gebe! Vielleicht sollten wir das Programm ändern und Herzen 1 á la Ursula machen, immerhin machen auch wir “nur” kleine Quadrate, aber am Ende wird es ein bißchen wilder….:-)

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