Kreative Artikel zum Thema Nähen

Freihand-Lacen I

Liebe Leserinnen und Leser,

vor einiger Zeit stellte ich Ihnen das Komplettpaket „FROM TASSELS TO TEXTURES“ vor. Eine der bebilderten, ausführlichen Anleitungen, in dem beiliegenden Buch, sprach mich ganz besonders an.

Der Technik, die dort beschrieben wird, gab ich den Namen „Freihand-Lacen“.

Vielleicht haben Sie selbst ja auch schon einmal mit Ihrer Stickmaschine ein Lace-Motiv gestickt und wissen, dass die filigrane Stickerei, nach dem Auswaschen des wasserlöslichen Vlieses, nur noch aus miteinander verbundenen Fäden besteht.

Das „Freihand-Lacen“ ist nichts anderes. Der einzige Unterschied besteht darin, dass Sie selbst von Hand die Bewegungen ausführen, die sonst das Stickmodul macht und so das Motiv erstellen.

Für diese Art der Stickerei benötigt man einen Hand-Stickrahmen, 2 Lagen wasserlösliches Vlies und eine Lage Stoff.

Mein erster Versuch im Freihand-Lacen war ein Quadrat. Ich zeichnete es mitten auf den Stoff.

Man arbeitet bei dieser Technik sehr gut mit dem BSR-Fuss und nimmt an der Maschine folgende Einstellungen vor:

Für den Heftrahmen, der das Vlies und den Stoff miteinander verbindet, wählt man einen Geradstich mit einer Stichlänge von 1,5 mm – 2 mm und den Modus 1.

 

Für die Zickzackumrandung beträgt die Stichlänge 1 mm und die Stichbreite 1,5 mm.

Es war ziemlich schwierig, gerade Linien freihand zu nähen. Zuerst habe ich den Rahmen mit beiden Händen festgehalten und geführt, bin dann aber dazu übergegangen, den rechts und links überstehenden Stoff zu ergreifen. So fiel es mir erheblich leichter, den Rahmen einigermassen gleichmässig unter der Nadel zu bewegen.

Nach diesen beiden Befestigungsrunden schnitt ich den Stoff in dem Quadrat aus. Wichtig ist dabei, dass die Zickzackstiche unbeschädigt bleiben, weil sonst die Stabilität der geplanten Stickerei von Anfang in Frage steht.

Der Kreidestrich markiert die Mittellinie, den Nähbeginn und die Nährichtung.

Die Fläche wird mit „e“ gefüllt, die aneinander hängen und ineinander übergreifen. Wichtig ist, dass man an den Schnittkanten stets bis über die Zickzacklinie hinaus näht, damit das e-Gitter fest in den Stoff eingebunden wird.

So sieht mein erster Versuch im Freihand-Lacen aus. Auf den ersten Blick könnte man annehmen, ja, das Ziel wurde erreicht. Alle „e“ sind miteinander verbunden.

Um einen wirklich festen Halt zwischen dem Lace-Gitter und den Stoffkanten zu gewährleisten, nähte ich zum Schluss noch einen Satin-Zierstich rund um das Quadrat. Ich kann jedoch jetzt schon sagen, dass ich diese Variante verwerfe. Der Satinstich ist einfach viel zu kompakt im Vergleich mit dem zarten Lace-Gitter.

Nach dem Auswaschen des Vlieses, und im Gegenlicht betrachtet, wird sehr schnell klar, dass ich einige „perfekte Lücken“ genäht habe.

Beim nächsten Mal berichte ich Ihnen von meinem zweiten Versuch im Freihand-Lacen. Es geht dabei um eine andere Flächengestaltung und um eine zartere Umrandung.

Liebe Grüsse

Susanne

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