Kreative Artikel zum Thema Quilten

Izabella Baykova

Kaum vorstellbar, dass die russische Textilkünstlerin Izabella Baykova einst riesige Fresken malte oder an den Glasfenstern einer Kirche arbeitete, bevor sie ein gänzliches anderes Medium für sich entdeckte: Stoffe, Patchworktechnik und Quilten. Es gleicht einem Senkrechtstart, bei dem ihr ihre Ausbildung, ein abgeschlossenes Kunststudium, zugute kam.

Trotzdem sind ihre Arbeiten nicht mit anderen Quilts vergleichbar. Es scheint ein Zauber auf ihnen zu liegen. Eisige Landschaften, Winterhimmel, Figuren, die direkt einem russischen Märchen entstiegen zu sein scheinen, bis ins Detail ausgearbeitete Architektur – ihre Werke scheinen zwischen Traum und Wirklichkeit angesiedelt zu sein. Dies verdanken sie auch, neben dem geschulten Auge einer Malerin, den von Izabella selbst entwickelten einzigartigen Techniken, z.B. einer Schichtung von transparenten Stoffen. Sie erzielt dadurch eine besondere Lichtstimmung und Tiefenwirkung.

Sie arbeitet mit Stoffen und setzt sie zusammen, eigentlich wie Sie und ich, aber es kommt etwas gänzlich anderes heraus. Dies erfuhr eine Würdigung beim Festival of Quilts in Birmingham 2008, wo sie Preisträgerin war. Sie stellt international aus und ihre Werke befinden sich in verschiedenen Sammlungen.

Izabella gibt ihr Wissen, ihre Tricks und Kniffe in Workshops weiter. Wer sich dafür interessiert, hat demnächst die Gelegenheit dazu, die aus St. Petersburg angereiste Künstlerin persönlich zu erleben und von ihr zu lernen. Sie unterrichtet im Creative Center im September und in beiden Kursen sind noch Plätze frei:

„Blumen im Schnee“ – hier geht es am 20. September 2011 um 3-D-Effekte, die durch transparente Stoffe erreicht werden, aber auch um Bildaufbau. Nähere Info: http://www.bernina.com/news_detail-n89-r0-i7415-sDE.html

„Wasserlilien von Monet“ – in diesem zweitägigen Workshop, der am 21. und 22. September 2011 auf dem Programm des CC steht, wird der Sinn für feine Farbabstufungen geschult, wofür 35 – 40 verschiedene Farbtöne der Stoffe sorgen, die Izabella eigens dafür gefärbt hat und mitbringt. Izabella spürt dem Impressionisten Monet nach und zeigt die Umsetzung mit Hilfe einer Mosaiktechnik. Nähere Info: http://www.bernina.com/news_detail-n89-r0-i7416-sDE.html

Selbstverständlich steht eine Dolmetscherin an allen Tagen zur Verfügung.

Lese-Tipp:

Martha Sielman berichtet in der Zeitschrift Fibrearts, Summer issue 2011, über ihr neues Buch: „Master Art Quilts Vol. 2“, nagelneu bei Lark Crafts http://www.larkcrafts.com, zu haben ab kommender Woche, unter den 20 vorgestellten internationalen Künstlerinnen ist auch Izabella Baykova. Den Artikel finden Sie hier: http://www.nversio.com/fiberarts.pdf

Die Website der Künstlerin finden Sie hier: http://www.nversio.com/main_eng.html

Fotos freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Bea Boss, BERNINA.

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Kommentare zu diesem Artikel

17 Responses

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  • Wolfgang Heinz

    Natürlich ein Kühlakku in der kleinsten Wickeltasche der Welt mit einem Design der traumhaften Arbeiten von Izabella Baykova, wer kann da noch der Kursanmeldung widerstehen? Ich befürchte aber, meine BegleiterInnen treffen da eine ganz andere Wahl….

  • pwelsch

    Ursula- vielen Dank! Du bist ja mal super!! Und wenn wir gerade bei Genußmittel sind-gibt es bei Wodka eigentlich Qualtitätsunterschiede? Sozusagen Wodka Grand Cru…und Herr Heinz , das Lokal beim Kreml, sollten wir schon einen Tisch bestellen?

  • Gudrun Heinz

    und damit dieser notfall gar nicht erst eintritt, ist hier die vokabel des tages: шоколад – gesprochen schokolad. super schwer zu merken 🙂
    und mitten in moskau gibt es die schokoladenfabrik “roter oktober”, die, wenn ich es richtig weiss, auf einen deutschen zurückgeht, der vor 150 jahren mit einer konditorei begann.

  • Ursula Gottschall

    Notfallschokolade sollte man natürlich immer dabei haben – nicht nur für Notfälle. Die Frage ist, wie da die Sicherung aussehen müsste … Kühlakkus, Zahlenschloss, unbestechlicher Wachmann ;)) ?

  • Wolfgang Heinz

    Mir wäre ja eine sichere Verpackung für die Notfallschokolade lieber, wenn es auf der Reise nur Tee, Kaffee und Brot geben sollte (siehe oben), aber ich kann alle Mitreisende beruhigen, es gibt da in der Nähe des Kremels ein Lokal….

  • Ursula Gottschall

    Hi Pia, hi Gudrun,

    ich hab mal ein bisschen recherchiert wegen der SD-Karten. Die müssen unbedingt antistatisch aufbewahrt werden, sonst droht Datenverlust, und das will ja keiner. Am einfachsten wäre natürlich, die Karten kämen original schon in kleinen Döschen, tun sie aber wohl meistens nicht. Also muss man für die antistatische Umhüllung selber sorgen, dann kann man ein Sammeltäschchen drumrum nähen.

    Es gibt Tütchen aus antistatischem Kunststoff zu bestellen. Die sind jeweils 52,5 mm x 58 mm groß (und flach), also eine gute Grundversorgung. Alternativ, als Luxusvariante sozusagen, gäbe es ein 3-er Döschen mit 98 mm x 51 mm x 12 mm Außenmaßen (Links per Mail).

    Dann bräuchte es nur noch eine schicke Umverpackung, mit der sich reisende Quiltkünstlerinnen sehen lassen können. Da überlege ich mir gerne was …

    Viele Grüße
    Ursula

  • Lorchen

    Ich habe Legastenie und muss darum vieles zweimal lesen, bevor es Sinn macht. Also beim ersten Lesen kam folgendes heraus: “…Richtung St. Petersburg und statt Omar Sharif ist halt Herr Eibisch (der genauso schön ist) mit an Bord…”
    Pia, warum machst du dir nicht ein einfaches Beutelchen für deine Chip-Kärtchen, dass du um den Hals hängst??
    Gudrun, hoffentlich klappt das Treffen mit Bella. Ich habe vor ein paar Jahren einen Workshop mit ihr gemacht und kann nur sagen: Das lohnt sich (auch mit Dolmetscher und gewissen Verständigungsschwierigkeiten). Man lernt nicht nur neue Techniken, sondern wird auch inspiriert, mal ganz Neues zu probieren und eventuell weiterzudentwickeln, denn wir haben ja nicht alle das slawische Temperament wie Bella.
    Ich hätte auch einen riesengroßen Wunsch an Bella: Diese brilliante Arbeit mit den Bilder aus alten Sagen macht mich sehr neugierig auf die Geschichten selbst. Die würde ich sehr gerne hören oder lesen. Da könnte Bella doch mal ein Märchenbuch für Erwachsene schreiben oder schreiben lassen.

    Lorchen

  • pwelsch

    Richtig Gudrun – ich sehe mich schon, wie in “Doktor Schiwago” nachts im Zug, nur nicht Richtung Ural, sondern Richtung St. Petersburg und statt Omar Sharif ist halt Herr Eibisch (was genauso schön ist) mit an Bord…

  • Gudrun Heinz

    die russischen einsprengsel kofe und tchai bedeuten einfach kaffee und tee und waren, zusammen mit chleb = brot, mit die ersten und einfachsten vokabeln, die ich 2009 gelernt habe – 2011 ebenfalls überlebenswichtig, denn wir hoppeln da auch mit dem zug durch taiga oder tundra oder so 🙂

  • pwelsch

    Genau! Ursula Du wärst ja auch ein hervorragender Kanditat zur Umsetzung unserer Wünsche:-)))!!!! Ich hab’ diese kleinen Dinger (3 x 2,25 cm) und ich fände es irgendwie toll, wenn man da ein Mini-Täschchen direkt an die Kamera hängen könnte – ich such’ die nämlich sonst immer in meinem Überlebenslbeutel, wo alles drin ist, was Frau brauch um in der Zivilisation zu überleben…

  • Ursula Gottschall

    Ach, wie gut, dass die russische Wikipedia Bilder hat! Das erleichtert das Verständnis russischer Einsprengsel auch für “sprachlich Herausgeforderte” wie mich 😉 …
    Was nutzt Ihr denn, SD- oder CF-Karten? Und wie viele wollt Ihr mit Euch rum tragen?

    Viele Grüße
    Ursula

  • Gudrun Heinz

    pia, da triffst du den nagel auf den kopf. das ist einer der gründe, warum ich mit den berichten hier nicht weiter komme. und dann die bildbearbeitung, die mich immer so viel zeit kostet … also – klasse idee!
    nur darf man die chips dann nicht verlieren – also bräuchten wir eine idee für ein praktikables etui, gleichzeitig schutz vor кофе und чай …

  • pwelsch

    Ah, das klingt ja wirklich interessant! Wegen der Speicherkarten habe ich mir überlegt mehrere mitzunehmen, zu kennzeichnen und je nach Thema zu wechseln, damit dieser Bildersalat, den man entwirren muß aufhört.

  • Gudrun Heinz

    hallo pia,
    ich hab sogar läuten hören, dass ein treffen mit izabella während unserer reise stattfinden könnte – mal sehen, was herr eibisch noch so ‘zaubert’. es wäre auf jeden fall ganz toll, finde ich, – und eine berichterstattung wert. wie war das mit dem umfang von speicherkarten für kameras … 🙂
    beste grüsse gudrun

  • pwelsch

    Das nenne ich internationaler Art Quilter-Austausch : wenn Izabella in die Schweiz kommt, fliegen Gudrun und ich nach Rußland zum Unterrichten.

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