Kreative Artikel zum Thema Nähen

Tipps zur Lederverarbeitung

Mit dem richtigen Zubehör ist dies kein Problem, egal ob es sich um echtes Leder oder Lederimitat handelt. Leider können Nähte in der Regel nicht wieder aufgetrennt werden, da Einstichlöcher sichtbar bleiben. Probieren Sie einen neuen Schnitt aus, nähen Sie erst ein Nesselmodell und übertragen dann alle Änderungen auf den Schnitt.

Anzeichnen
Je nach Stofffarbe kommen Markierstifte, wie Kreidestift- oder Rädchen, Trickmarker auswaschbar oder selbstlöschend zum Einsatz. Kopierpapier ist bei dünneren Materialien gut geeignet.

Einlage
Falls Sie Einlage verwenden müssen, ist spezielle Vlieseline für Leder (LE 420) von Freudenberg zu empfehlen. Auch das Kantenband eignet sich besonders gut für Schlitze oder Umbrüche wie z.B. einem Reverskragen.

Stecken, heften
Stecknadeln können durchaus auf der Nahtzugabe gesteckt werden, bei grobem Leder auch überall. Wo Stecknadeln versagen und in kniffligen Situationen, hilft auf jeden Fall  Wondertape. Dies ist ein beidseitig klebendes schmales Band, das sich beim Waschen auflöst. Neuerdings gibt es auch einen Klebestift (beides Prym). Haben sie dies nicht zur Hand so können auch Büro- oder Wäscheklammern helfen, sie hinterlassen allerdings oft Abdrücke.

Maschinennadeln
Je dünner das Leder, desto dünner die Nadel. Eine Ausnahme bildet das Nähgarn „Extra Stark“. Da bitte immer mindestens Nadelstärke 90 verwenden. Eine spezielle Ledernadel ist in der Regel nicht nötig.

Nähfüsse
Probieren Sie bei Ihrem Material immer mehrere Füsse aus. Jede Nähsituation kann einen anderen Fuss verlangen. Unser Obertransportfuss oder Dual Transport bei der BERNINA 820/830 ist aber einfach unschlagbar. Ausserdem sollten Sie einen beschichteten Nähfuss Nr. 52 haben, beim Nähen evtl. den Nähfussdruck reduzieren.
Regel: Je dehnbarer ein Stoff und je mehr Lagen Sie nähen müssen, desto eher sollten Sie den Obertransport verwenden.
Gute Ergebnisse, insbesondere an Engstellen erzielen Sie auch mit dem Rollfuss Nr. 55.

Faden und Stichlänge
Geeignet ist jeder gute Nähfaden. Professionell sieht es mit einem extra starken Nähfaden aus, zum Beispiel „Extra Stark“ von Mettler. Erhöhen Sie die Fadenspannung. Stichlänge: 3,5 mm sind normal für Leder und Imitate. Kürzere Stiche sehen nicht so gut aus und perforieren zu stark.

Zuschnitt
Legen Sie die Schnitteile immer auf die linke Seite. Befestigen Sie diese mit Klebefilm oder Gewichten. Bei echtem Leder sollten Sie die Teile einzeln zuschneiden. Achten Sie dann darauf, dass Sie jeweils ein rechtes und ein linkes Teil schneiden. Veloursleder hat eine Strichrichtung, die Sie nicht vernachlässigen sollten.

Bügeln
Wenn unbedingt nötig, bügeln Sie Nähte von links unter einem Bügel- oder Geschirrtuch aus. Hartnäckige Quernähte können zuvor auch vorsichtig mit dem Hammer bearbeitet werden. Bügeln Sie bei mittlerer Temperatur und ohne Dampf.

Knöpfe
Bei allen Knöpfen wird auf der linken Seite ein kleiner Gegenknopf mitgenäht, der ein Ausreissen des Leders verhindert.

Säumen
Für unsichtbare Säume kann man auch Textil-Kleber (sparsam auftragen) verwenden.

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