Kreative Artikel zum Thema Quilten

Quilt Art at 25

Ausstellung in der Textilsammlung Max Berk, Heidelberg-Ziegelhausen vom 18. September 2011 – 15. Januar 2012

Die internationale Gruppe Quilt Art feierte 2010 ihr 25-jähriges Bestehen und konzipierte hierfür die Jubiläumsausstellung „Quilt Art at 25“, die seit Juli 2010 durch England tourt.  Die Ausstellung in Heidelberg wird wohl die einzige auf dem Kontinent sein. Sie bietet Quiltkunst vom Feinsten. Wie schon bei der Gründung 1985 verfolgen auch die derzeit 20 Mitglieder immer noch das Ziel, Quilts als Ausdruck von Kunst nicht nur zu etablieren, sondern ihnen als Form der Kunst auch Anerkennung zu verschaffen. Dies kann nur mit Arbeiten von ausgesuchter Qualität gelingen.

Obwohl die Gruppe im Lauf des Vierteljahrhunderts ihres Bestehens auch personellen Wechseln unterworfen war, blieb die Qualität der Arbeiten der jeweiligen Mitglieder durchgehend exzellent, so dass weltweit Auszeichnungen mit Preisen nicht ausblieben. Zu den 20 Mitgliedern der Gruppe zählen im Moment Künstlerinnen wie z.B. Sandra Meech (UK), Mirjam Pet-Jacobs (NL), Charlotte Yde (DK), Ann Fahy (IRL), Jette Clover (B), Anne Woringer (F), Eszter Bornemisza (H) oder Inge Hueber (D) – um nur einige der klangvollen Namen zu nennen.

Sie bieten zeitgenössische Textilkunst auf höchstem Niveau und dies sowohl thematisch als auch technisch gesehen. Natur- und Landschaftssujets stehen im Vordergrund, wie die drei Fotos der Exponate von Bethan Ash (UK) (“Rhosyn Coch – Red Rose”, Abb. oben, Foto: Künstlerin), Elizabeth Brimelow (UK) (“Devon Red”, Abb. Mitte, Foto: Michael Wicks) und Sandra Meech (UK) (“Meltdown 1”, Abb. unten, Foto: Michael Wicks) eindrucksvoll belegen. Allerdings setzt sich gerade Sandra Meech mit ihren drei Werken erneut mit den Auswirkungen der globalen Erwärmung auf Gletscher auseinander.

Ein interessanter Katalog begleitet diese Ausstellung, bietet er doch noch Raum für eine zweite Ausstellung „A Slice of Quilt Art“, die Arbeiten in einem langen, schlanken Format beinhaltet. Dazwischen ist noch Platz für Einblicke: Studios, Arbeitsmethoden oder Inspirationsquellen der Künstlerinnen, wie sie unterschiedlicher nicht sein können. Der Katalog umfasst 108 Seiten und ist für 20 EUR erhältlich.

Die Ausstellung in der Textilsammlung Max Berk ist mittwochs, samstags und sonntags von 13 – 18 Uhr geöffnet. Für Besucher des 17. Europäischen Patchwork Meetings im Elsass bietet das Museum auf Anfrage am Sonntag, 18. und Montag, 19. September 2011 extra Öffnungszeiten an. Info: www.museum-heidelberg.de

Fotos freundlicherweise zur Verfügung gestellt von: Textilsammlung Max Berk

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Kommentare zu diesem Artikel

3 Responses

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  • Lorchen

    Das ist ja fast wie Caspar David Friedrich aus Stoff (siehe ‘Das Eismeer’ in der Hamburger Kunsthalle).

    Vielen Dank, Gudrun!

  • gheinz

    hallo wiebke,
    ja, solange es gletschereis noch gibt auf dieser welt.
    sandra meech beherrscht hier ein prinzip des kommunikationsdesigns, nämlich schwierige inhalte durch ästhetisierung zugänglich zu machen, einfach meisterhaft. das werk ist übrigens nur eines aus einer serie, mit der sie zum thema ‘klimawandel’ stellung nimmt.
    beste grüsse
    gudrun

  • Wiebke

    Hallo Gudrun !
    Das Gletschereis – ein Traum !!!
    Vielen Dank für die Bilder
    Liebe Grüße von Wiebke

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