Kreative Artikel zum Thema Sticken

Valentinstags-V6-Workshop-Teil 2

Eine neue Woche beginnt und unser neuer V6-Kurs beginnt ebenso heute richtig.

Ihr habt das Motiv bereits im Bild-Bearbeitungsprogramm aufgerufen. Die richtige Größe unseres Motives können wir natürlich ganz am Ende, nach dem Digitalisieren, noch skalieren, aber ich möchte gerne bereits im Vorfeld in etwa die Bildgröße festlegen.

Wir bleiben in der Bild-Arbeitsfläche und schauen genauer auf diese Zahlen, sie geben Auskunft über die derzeitige Größe unseres Motivs. Dazu das Bild bitte vorher markieren. Das macht Ihr entweder mit dem Tastenkürzel STRG-A oder mit einem linken Mausklick mitten in das Motiv hinein.

Ich hätte es gerne etwas größer, deshalb fasse ich einen der schwarzen Eckpunkte an und ziehe mir das Bild auseinander.

Ich habe den Eckpunkt hier rot umrandet, beim Ziehen an dieser Stelle (linke Maustaste gedrückt halten und mit der Maus ziehen) wird das Motiv scaliert, das bedeutet, Länge und Breite werden zu gleichen Teilen vergrößert (oder verkleinert).

Wenn Ihr nur einen der grün umrandeten Punkte zieht, verändert Ihr entweder die Länge oder die Breite, das Motiv wird also dicker oder länger.

Beim Scalieren sieht es auf dem Bildbearbeitungs-Bildschirm dann so aus: Ihr zieht und das in der Größe veränderte Motiv wird mit dünner Kontur angezeigt. So könnt Ihr genau sehen, wann Ihr die Maus loslassen müsst, wann die von Euch gewünschte Größe erreicht ist.

Ich habe mich für ca. 13×18 cm entschieden, wie gesagt, wenn das Motiv fertig digitalisiert ist, könnt Ihr es noch in der Größe verändern, aber annähernd sollte die Größe bereits vor dem Digitalisieren festgelegt werden.

Wenn Ihr nämlich zum Beispiel eine Applikation erstellen möchtet, die üblicherweise mit einem Satinstich umrandet wird, wählt Ihr normalerweise etwa 3-4-mm Satinstichbreite.

Ist das Motiv fertig erstellt und Ihr verdoppelt es womöglich, weil es Euch doch viel zu klein ist, habt Ihr nun 6-8 mm breite Satinstiche, (denn beim Vergrößern des Motives werden sämtliche Objekte proportional vergrößert) was auf alle Fälle viel zu dick ist.

Umgekehrt wären 1,5 bis 2 mm breite Satinstiche viel zu schmal für eine Applikation, die hättet Ihr aber, wenn Ihr das Motiv nach dem Digitalisieren um die Hälfte verkleinert. Also müsstet Ihr nun aufwendig die Applikationen nachbearbeiten, was wir aber nicht wollen.

Ihr seht, es ist wichtig, die Größe des fertigen Motivs von Anfang an zu bedenken. (Nicht zu vergessen, die durch die jeweilige Stickmaschine vorgegebene Maximal-Rahmengröße!)

Wir haben die richtige Größe festgelegt und wechseln nun in den Stickerei-Modus.

Wie üblich (wer schon Workshops mit mir mitgemacht hat, kennt das) schauen wir uns nun das Motiv genau an und überlegen uns

  1. die möglichen Arten des Digitalisierens,
  2. die Reihenfolge des Stickens,
  3. den Musteraufbau.

Ich möchte auf alle Fälle eine Applikation, Füllstiche, verschiedene Musterfüllungen und Konturen “unterbringen”. Schon alleine deshalb, um Euch so viel wie möglich zu zeigen, aber auch, um dem Motiv Leben zu geben, was mit einem einfachen Füllen der Farbflächen mit Steppstichen, womöglich noch alle im gleichen Stichwinkel, ein sehr langweiliges Leben wäre.

Beim späteren Sticken sollen natürlich die ganz unten liegenden Flächen zuerst gestickt werden, das beachten wir bereits beim Digitalisieren. Natürlich kann ich die Stickreihenfolge später auch manuell ändern, es ist aber viel einfacher, es möglichst von Anfang an in der richtigen Reihenfolge zu erstellen.

Ich werde zuerst das Herz digitalisieren. Habt Ihr schon Ideen, wie wir das machen könnten? Ich bin gespannt auf Eure Vorschläge. Zwar habe ich auch bereits einen “Plan”, aber ich wüsste gerne, wie Ihr das seht und am Mittwoch werden wir das Herz dann gemeinsam digitalisieren.

Bis dahin liebe Grüße

Eure Tatjana

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Kommentare zu diesem Artikel

10 Responses

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  • Tatjana Hobrlant

    Hallo Torsten,

    die BERNINA 830 schneidet innerhalb eines Musters die Fäden sowieso ab, egal ob es so im Muster hinterlegt ist oder nicht, sobald ein Spannfäden ab einer bestimmten Länge (einstellbar) auftreten würde, schneidet die Maschine selbständig, auch innerhalb einer Farbe.
    In der V6 kannst du keine Schneidebefehle für Fadenschnitte innerhalb einer farbe eingeben.

    Liebe Grüße
    Tatjana

  • Torsten

    Hallo,

    kann man innerhalb eines Musters der Maschine sagen, dass diese den Faden abschneiden soll, obwohl es mit der selben Farbe weitergeht?.

    LG Torsten

  • Deichi

    Ich könnte mir auch die Rose als Appli vorstellen, die roten Blütenblätter und die grünen Blätter, den Stiel gestickt. Die Schleife könnte man aus echtem Schleifenband arbeiten/ansticken und dann zur Schleife binden. Das gäbe auch einen sehr schönen Effekt.
    Es kommt wohl drauf an, wofür oder wie man das Stickmuster einsetzt. Habe mich gefreut, das ich das Stickmuster in meiner V5 auch gefunden habe.
    LG Deichi

  • Birgit

    uiiiiii das sind ja tolle vorschläge
    ich würde auch das herz als applikation machen …..die schleife in 3 d wäre auch cool aaaaaber ob sich das umsetzen lässt wegen der dicke……hmmmm …schön wäre es weil material dazu hätte ich 🙂
    na ich bin gespannt was wir draus zaubern werden
    liebe grüße birgit
    wünsche euch allen einen schönen tag und viel spaß beim bernina v6 kurs mit tatjana

  • petra jansen

    hallo tatjana,

    ich bin ganfz platt, wenn ich so die ideen der anderen teilnehmer lese! ist ja der echte wahnsinn!
    die idee von annegret , mit der 3d unterlage für die schleife finde ich super, habe aber keine ahnung was das genau ist und wo mann das bekommt.
    das herz als applikation zu gestalten ist eine gute idee.
    nun denn, ich freu mich riesig!
    lg
    petra jansen

  • Simone

    Hallo Tatjana,
    ich fände es sehr schön, wenn das Herz ausgestickt würde und die Schleife als Applikation digitalisiert würde. Die Schleife würde dadurch “echter” wirken…
    LG, Simone

  • Janne

    Ich würde ebenfalls das Herz als Applikation arbeiten, den Rest
    in Dekorstichen. Aber ich lasse mich von Deiner Inspiration überraschen.
    Bis dann Janne

  • Monika

    Liebe Tatjana,
    Ich denke so jeder macht sich seine Gedanken zu diesem Motiv.
    Das Herz als Appli ist naheliegend , aber es wäre zu einfach.
    Meine Idee dazu wäre, das Herz aussticken und die Schleife als Teilapplikation.
    Ich mag es wenn eine Stickerei vershiedene Stiche und Muster hat.
    Auf jeden Fall wird es wieder ein spannendes Projekt.
    Liebe Grüße
    Monika

  • Barbara

    Hallo Tatjana,
    ja ich denke auch, dass sich das Herz am Besten für die Applikation anbietet. Bei der Schleife würde ich ein schönes Deko-Füllmuster aussuchen. 3D-Unterlage klingt aber auch nicht schlecht. Das wäre zumindest für mich was ganz neues.
    Übrigens möchte ich den Tipp “rechtzeitig über die Größe nachdenken” ganz dick unterstreichen. Ich habe in letzter Zeit einige Versuche unternommen Lace-Stickereien selber zu digitalisieren und dabei genau diese Erfahrung machen müssen. Bei meinen in stundenlanger Kleinarbeit erstellten Mustern stimmte beim nachträglichen Verändern der Größe keine Satinbreite mehr und ich musste alles nochmal überarbeiten. Insoweit kommt der Tipp für mich leider etwas spät, aber dafür werde ich das wohl in Zukunft nieee wieder vergessen.
    LG Barbara

  • annegret

    Guten Morgen Tatjana,
    na ich bin fast überzeugt, daß Dein Plan eine Applikation für das Herz vorsieht!, so würde ich mich zumindest auch entscheiden, für die Schleife könnte ich mir vorstellen, sie mit einer 3D Unterlage zu sticken (z.B. Puffy von Gütermann) ich hab zwar noch nicht viel damit gearbeitet, aber ich denke die Schleife bietet sich dafür richtig an. Aber ich bin mal gespannt was Du uns zeigst.
    lg
    annegret

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