Kreative Artikel zum Thema Nähen

Leider Herbst – dafür mit bunten Fähnchen

Schon so, draussen regnet es. Kürzlich ist mir am Morgen früh meine gesamte Umgebung wegen Nebels abhanden gekommen und ich musste in mich gehen, um mich selber wieder zu finden. Jetzt bin ich wieder da. Mit einem kleinen Bericht aus meiner Berufswelt, wieder mal:

Ich bin ja bei uns im Quartiertreff zuständig für den ganzen Werkbereich. (Momentan bauen wir gerade ein Holzhaus im Garten – passt nicht so ganz zur Blogseite eines Nähmaschinenherstellers. Wir brauchen hauptsächlich Akkubohrschrauber!) Ich betreue also auch das Mittwochswerken für Kinder ab 5 und hab da eine Gruppe von neugierigen Jungs, keine Mädchen derzeit, alle bis auf einen Kindergärtner, die alles wissen wollen.

Auf meine Frage neulich, was sie denn das nächste Mal machen möchten, meinten sie: “Nähen”. Und vor allem “Nähmaschine”. Das kam mir nun sehr gelegen. Manchmal hab ich nämlich die Bohrmaschine und vor allem die laute Bandsäge echt satt. So laut immer! Ich schlug ihnen vor, sie könnten Fähnchen machen für ihre Kinderzimmer. Mehrheitlich waren sie Feuer und Flamme. Schwach hörte ich “Meitlizüügs!”,  aber einer ist immer darunter, dem etwas nicht passt. Man kann’s nicht allen recht machen.

Also Stoffresten zusammensuchen, die einfach zu schneiden sind. Gute Scheren organisieren. (Warum gehen Stoffscheren immer kaputt – und wer schleift sie noch zu einem einigermassen akzeptablen Preis? Bitte Region Zürich, ich weiss, dass es ennet der Grenze günstiger ist!)

Im Nebenraum, der sonst von der Spielgruppe benutzt wird, hab ich dann die beiden Nähmaschinen aufgestellt. Weil die Tische niedriger sind und die Knirpse so an die Pedale kommen. Denn da muss man sich nichts vormachen, es geht ihnen weniger um Kreationen mit Stoff, als einfach um die Tatsache, dass sie ein Pedal runterdrücken können, und dann “fährt” das Ding.

Geärgert hat sie zunächst, dass sie solange schnipseln mussten. 10 Fähnchen, hab ich mir gedacht, liegt sicher drin. Aber auch gute Scheren sind für ungeübte Hände eben nicht gute Scheren, weil einfach zu gross. Oder man hält sie nicht im richtigen Winkel. Die meisten haben schliesslich mit unseren Bastelscheren gearbeitet, war für sie einfacher.

Und dann lagen da Häufchen von bunten Fähnchen auf den Tischen. Dazu 250 cm langes Band und – die Nähmaschinen! Zickzackstich in weiss, bereits eingestellt. Pause und dann – Maschine!

Der Grosse hätte am liebsten auch die Fähnchen von allen anderen gemacht. Aber sie durften alle. Ich kniete mich hinter sie und zeigte es ihnen. Naja, so schwer ist es ja eigentlich nicht, und ich benutzte nicht unsere teuren Nähmaschinen. Ich half ihnen, den Stoff führen und die Fähnchen unter die Maschine zu halten.  Zumindest gab es genug Begeisterte, dass auch jene zwei, die ein bisschen Angst hatten zu ihren Fähnchen kamen, sie übergaben den Job einfach jemand anderem.

Schliesslich haben sie alle einen kleinen Fahnenstrang mit nach Hause genommen. (Deshalb hab ich jetzt keine Fotos davon, nur von meinem). Haben alle ihre Kinderzimmer geschmückt und waren begeistert von Farben, Stoffen und Technik. Vielleicht wird ja einer von den Kurzen einmal Schneider, wenn er länger ist. Oder Modedesigner…

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