Kreative Artikel zum Thema Nähen

BIGNIK – BERNINA näht mit am weltgrössten Picknicktuch

Was ist BIGNIK? Zunächst eine verrückte Idee. Als uns die Projektverantwortlichen vor einigen Wochen die BIGNIK-Idee unterbreiteten, bekam ich schon vom Zuhören wunde Finger und erlitt gedanklich Fadenriss und Nadelbruch. Aus unzähligen Tüchern in Rot- und Weisstönen, die in der Ostschweiz gesammelt wurden, sollen 60’000 Module von 2,8×2,8m genäht und mit Klett-Elementen versehen werden. Diese Module sollen  im Frühjahr 2013 zum weltgrössten Picknicktuch mit einer Gesamtfläche von 470’000 Quadratmetern verbunden werden. Das entspricht ca. 100 Fussballfeldern. Oder einem mittelgrossen Appenzeller Hügel samt Bauernhof und Obstanlage.

Von den angestrebten Dimensionen konnte man sich bei der ersten Testauslegung auf dem Michelsberg ein Bild machen.

Das Bild oben zeigt  knappe 0,6 Prozent der BIGNIK-Vision. Ob die restlichen 99,4 Prozent realisiert werden können? Wer weiss. Sicher ist: BIGNIK wird gigantisch. Und: BERNINA unterstützt das Projekt zu 100 Prozent – ideell und maschinell.

Am 11., 12. und 13. Januar gilt es nämlich ernst. Dann soll anlässlich eines Nähfestivals in St. Gallen genäht werden, dass die Stichplatten und Nadeln glühen. BERNINA wird mit 50 Nähmaschinen und fachkompetentem Personal vor Ort sein. Ziel ist, an den drei Tagen 1000 Module zu nähen und dadurch das BIGNIK-Tuch um 7’290 Quadratmeter wachsen zu lassen.

An dieser Stelle zwei Aufrufe an Sie, liebe Leserinnen und Leser:

1. Kommen auch Sie nach St. Gallen und helfen Sie mit, aus einer verrückten Idee textile Wirklichkeit zu machen!
2. Leiten Sie die Information zu BIGNIK bitte an alle Ihre Nähfreundinnen weiter, damit das Projekt weitere Bekanntheit erlangt! Wir benötigen jede Unterstützung.

Informationen zum Event finden Sie auf der BIGNIK-Website. Damit die Nähmaschinenplätze zugeteilt werden können, ist eine Anmeldung auf dieser Seite oder unter Tel. +41 071 222 10 90 erforderlich. Genäht werden kann am Freitag von 09.00 Uhr bis 20.00 Uhr, am Samstag und Sonntag von 09.00 bis 16.00 Uhr. Das Nähfestival findet auf dem Olma-Messegelände, in Halle 7.1, statt.

Zum Hintergrund von BIGNIK:  Initiantin ist die Region Appenzell AR-St.Gallen-Bodensee als Vereinigung von 44 politischen Gemeinden und weiteren Organisationen aus Wirtschaft und Bildung. Der Verein Textilland Ostschweiz ist als Umsetzungspartner auch finanziell beteiligt. Die operative Umsetzung liegt in der Verantwortung des Atelier für Sonderaufgaben mit Frank und Patrik Riklin, bekannt geworden durch die Gründung des ersten “Nullsternehotels”.

Kommen Sie zahlreich nach St. Gallen! An Tüchern fehlt es nicht, wie Sie untenstehenden Bildern der Sammelaktion unschwer entnehmen können.

 

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Kommentare zu diesem Artikel

3 Responses

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    • mfluri

      Grüezi O.S

      Infos zu Projektidee und -zweck finden Sie unter diesem Link: http://www.bignik.ch/projekt/

      Ich interpretiere das so: Ein Picknick im Kleinen bringt eine Gruppe von Menschen zusammen. Ein Picknick im Grossen wird eine ganze Region, vielleicht sogar die halbe Schweiz, zusammenbringen – durch das gemeinsame Nähen, aber auch durch das Auslegen, wenn im Frühling die die Bevölkerung von den BIGNIK-Organisatoren zu einem ganz besonderen Imbiss im Grünen eingeladen wird. Letztlich ist es ein Standortmarketingprojekt, das ebenso nach innen wirkt (in die Region) wie nach aussen (durch Medienpräsenz).

      BERNINA unterstützt BIGNIK, weil wir selber Teil der Region sind, um die es geht, und weil wir am besten wissen, dass es ohne stabile Nähte keinen guten Zusammenhalt geben kann.

      Freundliche Grüsse aus der Ostschweiz,
      Matthias Fluri

  • Jutta Hellbach

    Hallo Matthias,

    was eine coole Geschichte. Irgendwie erinnert es mich an die Verhüllung des Reichtages von Christo im Juni 1995, wozu er 100.000 qm Polypropylengewebe und 15.600 m Seil benötigt hat. Wenn man diese Bilder noch irgendwo im Kopf abgespeichert hat, bekommt man eine Vorstellung von diesem Vorhaben. Das ist eine echte Herausforderung und ich werde dabei sein. St.Gallen ist von mir knappe 2 Autostunden entfernt, das ist nicht viel. Wer aus dem Blog – und wer von unseren Leserinnen kommt noch?

    Viele Grüße,
    Jutta

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