Kreative Artikel zum Thema Nähen

Quiltübungen – Online-Kurs – Teil 3

„Federn“ quilten (gesehen bei Leah Day und anderen)

Liebe Kursteilnehmerinnen, liebe Leserinnen und Leser,

heute ist es nun endlich so weit. Unsere Vorübungen sind abgeschlossen. Ihr wisst, wie man „Steine“, „Blätter“ und „Zwiebeln“ quiltet, kennt die „Umgehungsstraße“ und das „innerstädtische Straßengewirr“.

Also haben wir die besten Voraussetzungen, um uns intensiv mit den „Federn“ zu beschäftigen.

Betrachten wir zunächst den Aufbau einer Feder.

Die Mitte der Feder (A bis E) zeigt sich zunächst einmal in Form eines lang gezogenen, abgeflachten „S“, das zur Seite gekippt ist.

Ich habe lange darüber nachgedacht, wie ich Euch am besten das Anbringen der einzelnen Feder-Elemente erklären kann. Sicher erinnert Ihr Euch noch an Eure Schulzeit, als Ihr mehr oder weniger mühsam das Schreiben erlerntet. Die Buchstaben mussten in vorgegebene, durch Linien begrenzte Räume gequetscht werden, die einzuhalten waren.

Wenn wir jetzt mit den Federn beginnen, üben wir natürlich wieder zuerst mit dem Stift auf Papier. Ich hoffe, Euch ist das Schmierpapier noch nicht ausgegangen. 😉

Zeichnet also bitte zunächst eine Mittellinie und parallel dazu, oberhalb und unterhalb, eine Begrenzungslinie (so ähnlich, wie damals im Schreibheft).

Es gibt verschiedene Methoden, eine Feder aufzubauen.

1. Methode

Die folgende Abbildung zeigt den Aufbau zuerst nur auf einer Seite:

  • zur Seite gekipptes „S“ von A nach E
  • auf der gezeichneten Linie zurück von E nach A
  • Feder-Elemente auf einer Seite
  • Hinweg – schwarz, Rückweg – rot.

Dann fahrt Ihr auf der Mittellinie von E zurück nach A und baut die andere Seite gegengleich auf.

Wenn Ihr Euch schon etwas sicherer fühlt, verändert die Begrenzungslinien und erreicht dadurch ein verändertes Aussehen der Feder.

2. Methode

Die zweite Möglichkeit ist: Ihr zeichnet die einzelnen Elemente immer im Wechsel, einmal nach rechts und einmal nach links entlang der Mittellinie.

Die eingefügten Zahlen zeigen meine Reihenfolge.

Dann lasst Ihr die Begrenzungslinien einfach weg und werdet mutiger. 🙂

Ihr zeichnet nur die Mittellinie von A nach E und wieder zurück nach A, lauscht auf die Walzerklänge und schwingt im eleganten Bogen die kühnsten Feder-Elemente auf das Papier.

Hier zuerst die untere Hälfte der Feder von A nach E, …

dann auf der Mittellinie zurück von E nach A und im Anschluss die obere Hälfte von A in Richtung E.

Ihr wisst jetzt, wie man eine Feder aufbauen kann.

Natürlich habt Ihr die Möglichkeit, Eure Federn zusätzlich zu schmücken. Z. B. lässt sich die Mittellinie sehr einfach mit „Steinen“ füllen. Ihr werdet sehen, wie leicht das geht, weil die Steine Begrenzungslinien haben.

Zeichnet ein „S“ und mit Abstand dazu ein zweites „S“, Anfang und Ende der Linien sollen sich treffen. Also von A nach E und von E zurück nach A.

Dann füllt Ihr die Mitte der Feder mit „Steinen“.

Es folgen die blauen Elemente und anschließend die roten Elemente.

Bis jetzt war es so, dass wir immer zuerst die Mittellinie gezeichnet und sie als „Straße“ benutzt haben. Wenn Ihr später an Eurer Maschine sitzt und ein Sandwich quiltet, gibt es auch noch eine 3. Möglichkeit, eine Feder aufzubauen. Sie ist der 2. Variante ähnlich.

3. Methode

Ihr zeichnet das S auf Euer Sandwich …

und schwingt jeweils ein Element nach rechts, dann wieder eins nach links, ohne vorher die Mittellinie zu quilten. Sie existiert also nur als gemalte Linie.

Diese Methode hat den Vorteil, dass man während des Quiltens die Feder beliebig verändern kann. Man ist also nicht an die gequiltete Mittellinie gebunden.

Die Zeichnung zeigt

  • die Mittellinie – nur gestrichelt (weil sie nur auf das Sandwich gemalt, aber nicht extra gequiltet wird)
  • dunkle Feder-Elemente – sich aneinander schmiegend (ohne Mittellinie)
  • helle Feder-Elemente – die den weiteren Verlauf zeigen.

Gequiltete Feder – ohne vorab gequiltete Mittellinie.

Wenn man möchte, kann man die Feder auch in den einzelnen Elementen zusätzlich schmücken. Ich habe eine andere Garnfarbe gewählt (Poly Sheen von Amann Group Mettler) und jedes Element einfach nur mit Linien gefüllt. Die gequiltete Linie ist jeweils der Hin- und Rückweg.

Bleibt noch, den Hintergrund mit Steinen und Eckmotiven zu füllen.

Im Detail.

Das folgende Video zeigt das Quilten einer Feder, ohne dass die Mittellinie vorgezeichnet wurde:

httpv://youtu.be/khgJSskA-UY

Zum Schluss noch ein Beispiel zur Motivation:

Und nun, liebe Kursteilnehmerinnen, an die Maschinen und „Alles Walzer“.

Lasst die Sandwiches zu Walzerklängen unter der Nadel tanzen. 😉

Ich bedanke mich, dass Ihr am Online-Kurs “Quiltübungen” teilgenommen habt.

Bitte zeigt Eure gequilteten Federn in der Galerie.

Herzliche Grüße

Susanne

Diese Anleitung ist nur für den privaten Gebrauch bestimmt, nicht für gewerbliche Zwecke.

Alle Artikel, die bisher zum Online-Kurs “Quiltübungen” erschienen sind, findet Ihr hier.

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Kommentare zu diesem Artikel

34 Responses

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  • Susanne Menne

    Hallo Annette,
    ja, bei meinen Quiltübungen liegt die Stichlänge meist bei 2 – 3 mm. Es kommt aber auch ganz auf das Muster an und auf den Effekt, den man erreichen will. Je kürzer die Stiche, desto mehr zieht sich das Sandwich zusammen.
    Wenn mir ein Sandwich zu platt geworden ist, sprühe ich es mit der Blumenspritze ein, schüttele es kräftig und lasse es an der Luft langsam trocknen. Durch die Feuchtigkeit hat der Stoff die Möglichkeit, sich wieder auszudehnen und schafft Platz für das Volumenvlies.
    Liebe Grüße
    Susanne

  • Christa K.

    Hallo Margitta,
    vielen Dank für deine Nachricht. Ich war in den letzten Tagen stark eingespannt und kann dir deshalb erst heute antworten. Inzwischen war mir eingefallen, dass man auch Teflon Dauerbackfolie benutzen kann. Ich habe bereits damit gearbeitet und bin zu guten Ergebnissen gekommen.
    Viele Grüße, Christa K.

  • Annette

    Hallo Susanne,
    welche Stichlänge sollte ich in etwa anpeilen? Mir schwebt etwas zwischen 2 und 3 mm vor, wenn ich Deine Quiltlinien anschaue. Täuscht das?
    Und: Gibt es einen Trick, dass ich die Wattierung, die ich zwischenzeitlich vor der Verarbeitung grundsätzlich plattbügle, nicht beim Umbügeln des Bindings noch mehr plätte und somit die Struktur meines Quiltmusters einebne? Oder ist das Plätten unvermeidbar und es hilft nur anschliessendes Anfeuchten und in den Wäschetrockner werfen?
    Dankeschön und liebe Grüße
    Annette.

  • Jacqueline

    Hallo Susanne wo kann man das biegsame Lineal kaufen.Sicher nicht in der Schweiz ??oder??LG Jacqueline

    • Jutta Hellbach

      Hallo Jacqueline,

      ich denke, dass es dieses Lineal auch in dem Shop in der Schweiz gibt, den ich dir als Bezugsquelle für Angelina genannt hatte.

      Viele Grüße,
      Jutta

  • Margitta

    Hallo Christa.K.
    Ich benutze diese Gleitfolie auch und finde das Arbeiten damit sehr angenehm. Das Ding nennt sich Sew Slip.Ich habe sie zwar vor einigen(5)Jahren in einem Laden gekauft,habe aber eine Internetadresse, vielleicht
    hilft es Dir ja weiter . http://www.sewslip.com Viel Erfolg.
    Beste Grüße, Margitta

  • Susanne Menne

    Hallo Margitta,
    danke. Das freut mich sehr. 🙂
    Ich habe mir die Gleitfolie auch bestellt, aber noch nicht erhalten. Wenn ich sie ausprobiert habe, berichte ich Euch auch über meine Erfahrungen damit. Super, dass Du mit dieser Folie so gut zurecht kommst.
    Liebe Grüße
    Susanne

  • Margitta

    Hallo Susanne,
    auch ich möchte mich allen Mitquilterinnen anschließen und Dir ein großes DANKE für die guten Anleitungen sagen. Ich habe auch teilweise an dem Kurs teilgenommen und werde natürlich weiterüben. Ich habe in der Vergangenheit schonmal einen Quiltkurs gemacht,aber Deine Anleitungen, die genaue Führung der Nadel habe ich erst jetzt kapiert .Nun macht es Spaß. Auf Grund der Kommentare im ersten Teil fiel mir ein, dass ich ja so eine tolle Gleitfolie hatte,die ich mir extra zum freien Quilten gekauft und nie benutzt habe. Diese kommt bei mir zum Einsatz und ich muß sagen damit klappt es super.

  • Christa K.

    Hallo Susanne, hallo Mitstreiterinnen,
    soeben habe ich meine zwei Übungen zum Thema Federn eingestellt.
    Ich habe festgestellt, wenn das Sandwich stark gequiltet wird, läßt es sich schwerer unter der Nadel führen.
    In meiner Erinnerung meine ich, dass in der 1. Lektion von einer Gleitfolie die Rede war. Könnt Ihr mir dazu einen Tip geben?
    Mit lieben Grüßen
    Christa K

  • Jacqueline

    Hallo Susanne vergessen zu fragen wie breit ca.mein Ziel bis ende Jahr muss es besser werden

  • Susanne Menne

    Hallo, danke für Eure anerkennenden Worte. Ich freue mich sehr darüber. :-))

    @Jacqueline:
    Die Feder-Elemente sind ca. zwischen 2 cm und 5 cm groß.
    Ich quilte schon seit mehreren Jahren. Mit jedem Projekt wird das Quilten eine Winzigkeit besser. Übe bitte erst auf Papier. Was Du zeichnen kannst, kannst Du auch quilten. 🙂
    Liebe Grüße
    Susanne

  • Jacqueline

    Hallo Susanne wie gross sind Deine einzelnen” Federblätter”.Bei Dir sieht das so einfach aus auf dem Video. mmm:))) sitze davor und staune.Bei mir:((( LG Jacqueline. Wie lang brauchtest Du bis Du es so schön konntest???

  • Michaela W.

    Hallo,
    ich möchte mich recht herzlich bedanken , für den tollen Online kurs. echt klasse von Susanne Menne, welche arbeit sie sich damit gemacht hat, uns das Thema etwas näher zu bringen. Danke!

  • Eva

    Hallo, liebe Susanne,
    auch ich möchte mich bei Dir bedanken, für die viele Mühe und ausführliche Anleitung sowie das wunderbare Video, welches Du uns zur Verfügung gestellt hast. Leider konnte ich in der 2. Woche aufgrund Zeitmangel keine Probe nähen, aber ich habe jede freie Minute gezeichnet – so wie Du uns es empfohlen hast. Schade, dass es mit diesem Kurs jetzt zur Ende geht. Ich freue mich schon auch weitere Online-Kurse von Dir. Ich bin ein regelmäßiger Leser Deiner Beiträge. Mache bitte so weiter…..DANKE.

  • Anna

    Liebe Susanne,
    super gemacht, ich lese das täglich mit Begeisterung, habe nur im Moment leider keine Zeit zu üben, ich habe aber alles ausgedruckt und im Ordner gesammelt für später zum Nachholen. Ich freu mich darauf schon sehr,ich werde in Hinkunft auch bei allem Möglichen wie telefonieren nebenher Federnzeichnen üben.
    Bin schon neugierig auf Folgeprojekte.
    Liebe Grüße Anna

  • Gabi

    Vielen Dank, liebe Susanne.
    Bin gespannt, wann ich das wenigstens ein bißchen so beherrschen werde. Du hast das aber richtig gut erklärt.
    Danke und liebe Grüße Gabi

  • Jane

    Liebe liebe Susanne,

    auch von mir ein ganz herzliches DANKESCHÖN für Deinem so sehr gut gemachten Aufbau zu den einzelnen Übungen. Die Zeichnungen, Erklärungen und die Videos, was soll ich sagen. Dass hast Du ganz toll gemacht. Ich habe sehr gerne Deinen Kurs besucht, die Übungen mitgemacht, hab es auch allen, die auch Patchwork machen und die ich kenne, weitererzählt. 🙂
    Ich habe schon vorher gequiltet, aber dieser Kurs hat mich soviel weitergebracht.
    Also wie gesagt/geschrieben DANKE

    Ganz liebe Grüße
    von
    Jane

  • Marie

    Hallo Susanne,

    vielen Dank , für Deine tolle Anleitung und Video für die Federübungen. Werde jetzt meine Übungen auf Papier
    versuchen.

    Viele Grüsse
    Marie

  • Christa K.

    Hallo Susanne,
    für Deinen informativen und gut verständlichen Beitrag über das Quilten mit der Nähmaschine möchte ich mich bedanken. Die Anleitungen und zusätzlichen Videos waren für mich Ansporn weiterzumachen, auch wenn es nicht immer so wurde wie ich es mir vorgenommen hatte.
    Nun heißt es weiter üben,üben, üben.
    Vielen Dank und liebe Grüße
    Christa K.

  • Helga Behnke

    Hallo Susanne,
    ich war 3 Wochen in Urlaub und bin jetzt am Aufarbeiten, was der Blog so zu bieten hat. Dabei ist dein Kurs einfach Spitze. Ich bin dabei , mir alles auszudrucken und werde es Stück für Stück nacharbeiten, genauer gesagt : ich werde üben, üben , üben und an dein Können sicher nie heran kommen. Versucht habe ich schon öfter, solche freihändigen Formen auf den Stoff zu bringen – aber —– na ja ! Deine Anleitungen sind so gut ! Das motiviert total. Dafür vielen Dank !
    Ich freue mich auf jedes weitere Projekt
    Liebe Grüße Helga

  • Wiebke

    Hallo liebe Susanne !
    Dein Quiltkurs ist Spitze !!! Du siehst uns doch hoffentlich hochspringen wie Hans Rosenthal.
    Deine Zeichnungen, Übungen, das Video und Deine fertigen Muster – so ausführlich gibts das nirgendwo.
    Für alle Schwierigkeiten und Unsicherheiten hast Du eine Erklärung und tröstet , wenn es am Anfang noch nicht so gut klappt. Das geht auch noch gar nicht – nur das ewige Üben bringt uns dahin, um annähernd so schöne Federn zu quilten.
    Zähl doch einmal die Fotos in der Galerie – ich hab bei 50 aufgehört und die Federn kommen noch – dann siehst Du , dass wirklich viele Deine Übungen ausführen.
    Ich hab mir Deine Beiträge in meinem Bernina-Ordner gespeichert, so find ich sie immer schnell mal wieder zum Üben.
    Nochmals vielen, vielen Dank für all Deine Arbeit und weiter so !!
    Liebe Grüße von Wiebke

  • Susanne Menne

    Hallo,

    ich danke Euch sehr für Euer Lob und Eure Anerkennung. Darüber freue ich mich riesig und fühle mich in meiner Arbeit bestätigt. :-))

    In meinem Artikel geht es jedoch “nur” um das Quilten von Federn, nicht um geistiges Eigentum, Urheberrechte und Copyright.

    Ich wünsche mir natürlich noch mehr Kommentare, ist doch klar, oder? 😉

    Aber tut mir bitte einen Gefallen, wenn Ihr einen Kommentar verfasst, konzentriert Euch bitte nur auf den Online-Kurs und auf das Quilten der Federn, Blätter, Zwiebeln und Steine.

    Ich möchte nicht, dass hier im BERNINA Blog eine unangenehme Stimmung aufkommt.

    Wer in den BERNINA Blog kommt, soll Freude haben, Anregungen erhalten und etwas lernen, wenn er es denn möchte. Mehr nicht.

    Vom Thema abschweifende Diskussionen in den Kommentaren meiner Artikel sind mir zuwider.

    Hier geht es um das freihand Quilten und um kein anderes Thema. Ich erwarte, dass mein Wunsch (bzgl. der Kommentare) respektiert wird. Andernfalls sehe ich mich gezwungen, für diesen Artikel keine Kommentare mehr zuzulassen, was ich persönlich aber sehr schade fände, dennn Ihr würdet Euch doch vermutlich auch über mehrere anerkennende Kommentare freuen, oder? 🙂

    Liebe Grüße
    Susanne

  • FreierFotograf

    Liebe Ingrid
    diese Diskussionsebene habe nicht ich aufgemacht sondern die liebe Michaela Maria mit Ihrem unqualifizierten Kommentar. Also greife nicht mich an weil ich eine Meinung dazu habe.
    schöne Grüße

  • Ingrid

    Hallo,
    hier geht es um das freie Maschinenquilten – vielleicht nicht die richtige Plattform um sich über Copyright etc. zu streiten.
    Wie bereits schon einmal zu lesen war, gibt es dafür einen ganz konkreten Ansprechpartner bei Bernina.
    Ich finde es sehr unschön, eine Diskussionsebene einzubringen, die hier nichts zu suchen hat – oder dürfen wir darauf hoffen, demnächst auch Quiltübungen eines anonymen freien Fotografen in der Galerie bewundern zu können???
    Ingrid

  • FreierFotograf

    „Da fliegt mir doch das Blech weg“ (SPLIFF) oder auch Dieter Nuhr “Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal ………..” ……. das ist es was mir spontan einfällt wenn ich hier den Post zum Thema Urheberrecht lese.

    Das Urheberrecht ist das Recht auf Schutz geistigen Eigentums in ideeller und materieller Hinsicht. Aber das scheint für manche ein Fremdwort zu sein. „Ohne Urheber keine kulturelle Vielfalt“ (Bernd Neumann – Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien). Aber wen wundert ein solches Unrechtsbewußtsein bei Menschen, die jedes Patchworkbuch munter als pdf in der Gegend rum schicken. Was heißt denn schon Urheberrecht bei einem Foto. Das wird munter gedownloadet. Ich kann doch auch selber da gestanden sein und das Foto gemacht haben. Nein, der eine Euro die Nutzungsrechte bei einer Fotobörse zu kaufen, den hat man ja nicht. Wobei die meisten „Kreativen“ in der Regel kein Problem haben wenn eine Privatperson für etwas bei ihnen die private Nutzung anfragt. Aber diesen Anstand haben ja die wenigsten.

    Ganz dreist handeln dann manche wenn es auch noch um wirtschaftliche Interessen geht. Da fotografiere ich hochwertige Gebrauchsgüter für einen Kundenkatalog. Monate später entdecke ich diese Fotos dann bei einem anderen Kataloganbieter. Dreist ohne einen Cent zu zahlen. Ganz dreist wird es dann, als ich erkenne, dass das dort verkaufte Produkte eine minderwertige Kopie aus China ist. Noch mal bildhaft, damit es auch für alle verständlich ist: Das ist so, als ob Jonway oder Roewe ihre Autos hier mit einem Katalog voll von Mercedes Bildern verkaufen, die sie vorher im Internet kopiert haben.

    Allerdings frage ich mich mittlerweile, nachdem ich den Post mehrfach gelesen habe ob die Verfasserin wirklich keine Ahnung hat oder nur mit einer Pseudologik hier aus Unrecht Recht zu machen. Denn, wer sich hier so ausführlich über Urheberrecht auslässt der sollte eigentlich wissen:

    …… dass auch bei einem „Mitmachprojekt“ das Urheberrecht nur an die Teilnehmer abgetreten wird, und damit noch lange nicht zum Allgemeingut wird damit andere dies kopieren oder sogar eigene Projekte gestalten können

    …… dass zum Beispiel eine Form wie ein Kubus nicht schützbar ist, wohl aber die Art und Weise wie er künstlerisch bearbeitet wird – egal ob digital, von Picasso bemalt oder mit Stoffstücken beklebt.

    …… dass, das Urheberrecht mit der Schöpfung des Werkes und es 70 Jahre nach dem Tode des Urhebers erlischt. Also was soll der hirnrissige Vergleich mit Altpersien vor tausenden von Jahren.

    Naja ……. wer sich mit Sätzen wie „So was wie geistiges Eigentum ist an sich Nonsens“ schon disqualifiziert, den soll man vielleicht gar nicht so ernst nehmen. Dem ist es wahrscheinlich auch egal wenn er/sie, seine/ihre Nachbarn in Zukunft alle nur noch wie ihre so bildhaft dargestellten verhungernden Kinder leben müssen, weil alles was wir heute noch produzieren von den Millionen kleinen Chinesen kopiert und billiger produziert wird.

    Liebe Grüße “nur ein Fotograf”

  • Evmarie

    Guten Morgen Susanne,
    vielen Dank für die tollen Anleitungen, ich kann mich meinen “Vorschreiberinnen” nur anschließen. Alleine hätte ich mir das nie zugetraut, ach was…..ich hätte erst garnicht angefangen:
    So konnte ich durch Dich, liebe Susanne, Neuland betreten. So kann ich meinen kleinen und größeren Projekten mehr Persönlichkeit verleihen.
    So, und nun….ran ans Werk….Federn zeichnen. Allen Mitstreiterinnen wünsch ich genauso viel Spaß wie ich ihn dabei habe.
    Liebe Grüße
    Evmarie

  • Ingrid

    Guten Morgen liebe Susanne und auch alle aktiv teilnehmenden Quilterinnen,
    ich kann mich nur anschließen, die Anleitung ist wieder einmal SUPER. Die Idee mit den Hilfslinien ist klasse, und in mir keimt Hoffnung, auf diesem Weg auch noch irgenwann Federn zu bewerkstelligen, die dann auch so aussehen …….
    Daher an dieser Stelle nochmals ein ganz großes DANKESCHÖN an Susanne. Ich hoffe, auch Bernina würdigt die Tatsache, dass bei ihr der Blog nicht als Plattform für Eigenwerbung genutzt wird!
    Susanne hat aus meiner Sicht mit sehr viel Engagement und hohem Zeitaufwand eine Superanleitung für das Freihandquilten erstellt.
    Der Rest ist üben, üben, üben – ich weiß, wovon ich spreche….
    Seitdem ich vor eingen Jahren damit angefangen habe, kritzele ich nicht mehr beim Telefonieren, bei Meetings etc. sondern ich male Quiltlinien. Es hilft!
    Liebe Grüße und viel Erfolg allen Teilnehmerinnen. Auch wenn ich selbst aktiv nicht mitgemacht habe, es war eine tolle Idee und äußerst hilfreich für alle, die sich mit dem Thema beschäftigen.
    Ingrid

  • Gisela

    Liebe Susanne,

    auch von mir ein herzliches danke. Nun weiß ich, wie solche kleinen Kunstwerke entstehen. Ich werde üben, vielleicht komme ich mal annähernd dahin.

    Liebe Grüße Gisela

  • Sonja

    Guten Morgen, bin ziemlich neu auf diesem blog, und staune eher aus dem Hintergrund, aber dieser Kurs, super lässig !
    ja das sieht nach seeeehr viel üben aus, das Blaue Quillt !
    Ich habe auch sehr viel gelernt mit diesem Kurs, vielen lieben Dank.
    Habe es schon vorher mal geübt, aber ohne grossen Erfolg, aber mit dieser guten Beschreibung geht es auch bei mir vorwärts, nochmals vielen Dank,
    Was mich noch interessieren würde, wie die Führung des Stoffes aussieht, auf dem Video, mit grösserer Entfernung, so dass man die Hände auch sieht.
    grüässli Sonja

  • moehi

    Ich möchte mich Anka anschließen. Du bist eine super “Instrukteurin”.
    Zu deiner neuerdings hinzugefügten Bemerkung: !”gesehen bei Leah Day und anderen”.
    Da kann ich mir eine grundsätzliche Bemerkung zu dem ständigen Copyright – Zankereien und Äußerungen wie das ist “MEIN geistiges Eigentum” nicht verkneifen.
    Auch Leah Day hat sich einmal in einem langen Artikel darüber geäußert und ich möchte nicht wissen, wieviele Androhungen und Anfeindungen sie von diversen “Kolleginnen” bekommen hat, als sie das free-motion-projekt begann. Ein kostenloses Projekt, ein Mitmachprojekt, wie es ja auch einige dankenswerter Weise hier auf dem Bernina Blog gibt. Während ich die Projekte, wo man “ausgelost” wird —-, naja, da verkneife ich mir das Urteil. Bei den Kunstkuben musste ich z. B. sofort an 3sat und Kulturzeit denken. Im Vor – und Abspann sieht man sekundenlang diese Kunstkuben. Zwar multimedial und nicht beklebt, bestickt und benäht, aber eben Kunstkuben.
    Sowas wie geistiges Eigentum ist an sich Nonsens. Denn Geist lässt sich nicht teilen und abhacken und durchtrennen. (Aber einbilden kann man sich das ja). Man sieht etwas, lässt sich davon anregen und macht was ähnliches und trotzdem was abgewandeltes. Doch was war die Ursache? Der Funke, den mir die vorherigen Künstler gegeben haben. Und jetzt stelle ich mich hin und behaupte: das habe ich aus dem hohlen Bauch erschaffen. In der heutigen Zeit hat sich doch herumgesprochen, dass wir nicht getrennt voneinander sind, d.h. ich bin in Wahrheit vom verhungernden Kind in Afrika NICHT getrennt, schon wenn ich davon weiß, bin ich verbunden. So funktionieren Gedanken und der Geist. Und ich kann den so einsetzen: Ich ich ich, alles meins, meine Idee, es ist verboten, auch nur annähernd was ähnliches zu machen….wehe, dann drohe ich mit Anwalt.
    Das Paisley – Muster sowie alle Abwandlungen davon kommen aus Altpersien und Indien.
    Die Künstler, die das kreiiert haben, leben schon Jahrhunderte nicht mehr. Wir stehen auf den Schultern von diesen Menschen. Wahrscheinlich haben wir uns in Europa da noch mit Knüppeln gegenseitig platt gemacht, als die solche Kunstwerke schufen.
    Um was es geht bei dem ganzen Gerangel? Das brauche ich wohl nicht zu erwähnen, oder doch: es geht um viel viel Geld. Um Absatzmärkte. Der textile Kunstbereich boomt.
    Das Problem des Künstlers, der noch nicht bekannt ist und auch von was leben will und sich dann, früher vom König und heute von Firmen gesponsert (Mäzenentum) wird, kann ich nachvollziehen. Doch wenn das soweit geht, dass anderen Menschen mit Anwalt gedroht wird, wie in meinem Bekanntenkreis passiert, dann hab ich Null Verständnis dafür.

  • Annette

    Guten Morgen Susanne,
    da hast Du Dir ja wieder viel Arbeit gemacht! Dankeschön!
    Angesichts Deines blauen Quilts kann ich nur staunend sagen: Boah! Von einer solchen Präzision trennen mich Lichtjahre, obwohl ich in den letzten 2 Wochen Dank Deiner Arbeit und Geduld extrem viel gelernt habe.
    Anka kann ich mich nur anschließen.
    Liebe Grüße Annette.

  • Anka

    Danke Susanne,
    Dein Kurs war wunderbar. Schade, dass er nun zu Ende ist.
    Liebe Grüße, Anka

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