Kreative Artikel zum Thema Nähen

Herbstliebling gefunden – Teil 3

Absolut herbstlich zeigt sich das dritte Gewinner-Nähprojekt unseres Facebook-Contests. Wie bereits angekündigt möchten wir Ihnen auch dieses tolle Nähprojekt zeigen und sie damit zum Nachnähen inspirieren.

Herzlichen Dank an Carolin Nuglisch, die diese wunderschönen Herbstkissen gezaubert und eine Overlock 1150MDA gewonnen hat.

Herbstliche Waldkissen

Zutaten:

  • Herbstliche Stoffe
  • Stickvlies
  • Stecknadeln
  • Schere/Rollschneider/Schneideunterlage/Schneidelineal
  • Markierstift/Kreide
  • Eventuell Sprühzeitkleber und etwas Nervenfutter 🙂

Zuerst schneide ich mir das Stickvlies in der Größe zurecht, die das Kissen später haben soll (plus Nahtzugabe). Ich möchte ein 40×40 cm grosses Kissen haben, ein Klassiker, also schneide ich das Vlies 42×42 cm zu.

Nun wähle ich für die Landschaft, die ich auf dem Kissen gestalten möchte, Hintergrundstoffe aus – einen Himmel, und um etwas Tiefe zu gewinnen, zwei Stoffe für den Boden. Diese Stoffstreifen fixiere ich mit Sprühzeitkleber – funktioniert aber natürlich auch mit Nadeln.

Jetzt zeichne ich mir mit einem Kreidestift eine hügelige Landschaft auf die beiden Stoffe, die ich für den Boden vorgesehen habe.

Und nun geht es an die Maschine: Frische Nadeln eingesetzt und los! Zuerst nähe ich mit einem Gradestich entlang der markierten Linie, um den Hintergrund zunächst zu befestigen. Anschließend schneide ich mit einer kleinen Schere, ich benutze dazu gern eine Stickschere, eng an der Naht entlang, um den Teil des Bodens abzumähen, den ich für meine hügelige Landschaft nicht brauche.

Das sieht dann zunächst so aus:

Jetzt stelle ich an der Nähmaschine einen Knopflochstich oder einen engen Zickzackstich ein, um entlang des Geradstiches mit farblich passendem Garn die Hintergrundstoffe zu applizieren.

Der fertig applizierte Hintergrund sieht dann so aus:

Und jetzt kann die freie Landschaft bewaldet werden. Dazu schneide ich aus den herbstlichen Stoffen Baumkronen, Füchslein, Eulen, Igel, Sträucher usw. aus und stecke sie auf den Hintergrund. Ich beginne meist mit großen Flächen, wie die Baumkronen und schneide erst im Anschluss die Baumstämme und Tiere zurecht.

Bei grossen Flächen, wie Baumkronen, bietet es sich auch an, diese zunächst mit einem Gradstich zu befestigen, bevor man mit dem Knopflochstich appliziert. Beim Applizieren beginnt man mit den Teilen, die ihm Hintergrund liegen und „näht“ sich danach in den Vordergrund. So habe ich hier zuerst den Baum mit den Eichelblättern appliziert, anschliessend den Baumstamm, dann den Apfelbaum und zum Schluss den Igel. Beim Baum ganz rechts habe ich mit dem Baumstamm begonnen, anschließend die darüber liegende dunkelbraune Krone, dann die innenliegende Krone und zum Schluss die beiden Eulen.

Der Igel bekommt natürlich auch noch Nase und Augen. Diese sticke ich mit einem French Knot. Dazu wickelt man das Stickgarn 2-3 Mal um die Nadel.

Danach sticht man nahe des ersten Einstiches wieder in den Stoff, hält dabei das Stickgarn, das man um die Nadel gewickelt hat, straff.

Man hält das Garn bis zum letzten Moment straff, wenn man die Nadel wieder durch den Stoff führt und das übrige Garn auf der Rückseite verschwindet.

Und so guckt dann das Igelchen.

Die Nase wird auf die gleiche Art gestickt. Um die Nase kräftiger aussehen zu lassen, habe ich das Stickgarn doppelt genommen und auch viermal um die Nadeln gewickelt.

Jetzt nähe ich die Rückseiten des Kissens auf. Ich benutze am liebsten einen Hotelverschluss, bei dem das Innenkissen in eine sich überlappende Öffnung auf der Rückseite der Kissenhülle geschoben wird. Da beim fertigen Kissen das Oberteil über dem Unterteil hängen soll, muss das Oberteil zuerst festgesteckt werden. Ich habe für die Rückseiten zwei Teile zugeschnitten, jeweils 42×30 cm. Somit ist die Überlappung groß genug, dass das fertige Kissen auch mit Füllung nicht aufsperrt.

Beide Teile werden mit einem Geradestich befestigt und am Ende wird noch versäubert. Vor dem Wenden nicht vergessen, die Ecken abzuschneiden, da diese sonst beim fertigen Kissen nicht richtig ausgebeult werden können und Falten schlagen.

Und so sieht das fertige Kissen aus 🙂

Und hier gibt es noch ein paar weitere Beispiele.

Alles Liebe, Caro

Auch schon anzuwenden auf Platzdeckchen:

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