Kreative Artikel zum Thema Quilten

Versprochen ist versprochen auch ohne Schnee

Bei meinem Crazy-Tannenbaum im Adventskalender habe ich es Euch schon angekündigt:

Ich nähe einen Winterquilt mit verschneiten Bäumen – Nur wir haben hier in diesem Jahr gar keinen Winter mit Schnee!

Dabei zeige ich das Entwerfen eines Crazy-Baumes für die Paper-Piecing-Methode.

Zunächst wird also entworfen und gezeichnet. Dafür nicht so festes Papier nehmen, das lässt sich hinterher sehr schwer wieder abtrennen auf der Innenseite. Es gibt dafür auch spezielles Foundation-Papier oder ganz dünnes Vlies (und das Vlies kann sogar drin bleiben).

Ein A4 oder A5 Blatt wird eingeteilt in schräge Linien in etwa so oder ähnlich:

Dann werden die Linien für den Baum eingezeichnet (Rot) und die Unterteilung in einzelne Segmente:

Dabei an die Nähfolge denken: also an 1 muss 2 angenäht werden, dann kommt Teil 3 und so weiter.

Die waagerechten schrägen Linien durchschneiden – das sind jetzt die einzelnen Teile zum Nähen:

WICHTIG! Beim Nähen muss an die Nahtzugaben gedacht werden, die hier nicht mit dran sind!

Die Paper-Piecing-Methode kennt Ihr doch – oder? Anleitungen gibt es reichlich im Internet.

Sonst hier einige Fotos:

Die Stoffstücke für die Teile 1 und 2 liegen rechts auf rechts an der Kante (die Linien, auf denen genäht wird, sind alle oben, der Stoff liegt unter dem Papier) und ragen für die Nahtzugabe über die Linie zwischen Teil 1 und 2. Dann wird auf dem Strich genäht:

Das geht immer so weiter, aber immer die zu großen Überstände abschneiden, sonst hat man später zu viele Stofflagen übereinander.

Alle fertigen Teile sehen von der linken Seite so aus – die Nahtzugaben zwischen den einzelnen Teilen und rundherum sind deutlich zu sehen:

Die Teile zusammenstecken, dabei die Endpunkte genau übereinander stecken und neben dem Papier zusammennähen:

Der Baum ist fertig:

Für meinen Winterwald habe ich schon einige fertig aufgesteckt:

In den nächsten Tagen wird alles zusammengenäht. Ich berichte dann wieder – auch wie man die kleineren Bäume ohne Papier nähen kann.

Winter ohne Schnee ist doch auch ganz nett, davon hatten wir hier im Norden in den letzten Jahren reichlich.

Bis bald !

Wiebke

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Kommentare zu diesem Artikel

4 Responses

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  • Tatjana Hobrlant

    Liebe Wiebke,

    vielen Dank für die tolle Anleitung. ich nähe auch manchmal nach der Paperpiecing Methode und mag sie sehr gerne.
    Und jetzt, mitten im Januar, ist eigentlich die perfekte Zeit für Winterbäume. Wir warten ja sehnsüchtig auf Schnee (schließlich haben mein Sohn und ich gerade neue Ski bekommen und wollen sie endlich mal testen).
    Für Frühling ist es definitiv noch keine Zeit und deshalb freue ich mich auf deinen Winterwald.

    Liebe Grüße
    Tatjana

  • Annette

    Hallo Wiebke,
    Du hast natürlich vollkommen recht: Bei Kurven geht das mit meiner Umknick-Methode nicht (wobei ich die einfachen Kurven, die ich genäht habe, nie mit Papier genäht habe)!
    Ich habe, zugegeben, beim Fadenlauf immer ein bißchen getrickst. Das ging, weil es vom Stoffmuster her egal war. Das neu festzunähende Teil lege ich im Fadenlauf, so hält sich (mit Obertransport) der Verzug mit meiner Methode auch in Grenzen. Am Präzisesten wird bei mir das “Nähen nach Zahlen” ohnehin im Stickrahmen, wenn ich beim Muster digitalisieren keinen Blödsinn gemacht habe 🙂
    Liebe Grüße Annette.

  • Wiebke

    Hallo Annette !
    Schon beim Abgeben der Fotos im Oktober war dieser Winterwald mit dem Zeigen der selbstentworfenen Bäume in der Planung und im Entstehen.
    In der Adventskalenderzeit passte mein Beitrag schlecht dazwischen. So kommt der Beitrag jetzt rein – eben als Winterwald mit Schnee, obwohl wir fast überall keinen Schnee haben.
    Ich weiß ja schon, Du probierst vieles aus und hast Spaß und Erfolg dabei – finde ich auch super !!!
    Bei der Paper-Piecing-methode näht man auf dem etwas dünneren Papier, um dem Ganzen mehr Halt und Stabilität zu verleihen, da liegt ja kein Stoffstück im Fadenlauf und alles kann ausbeulen und sich fürchterlich verziehen.
    Auch beim Zusammennähen von großen, kurvigen, komplizierten Teilen ist die feste Unterlage aus Papier sehr hilfreich.
    Weiterhin aber immer viel Spaß beim Ausprobieren!
    Liebe Grüße Wiebke

  • Annette

    Hallo Wiebke,
    jetzt machst Du Dir so viel Arbeit, und keiner will mehr Tannenbäume nähen… Danke!
    Nebenbei: Ich nehme zum paper piecen normales Druckerpapier und falte es an der Linie, die gerade genäht werden soll, um. Dann nähe direkt an der gefalteten Kante entlang nur den Stoff zusammen. So brauche ich das Papier später nicht herausfriemeln und kann eine Schablone mehrfach verwenden.
    Liebe Grüße Annette.

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