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BERNINA Portugal – Arbeiten, wo andere Urlaub machen

Letzte Woche Freitag startete ich die zweite Auslandreise für BERNINA und flog von Stuttgart aus am frühen Morgen nach Lissabon/Portugal. Dort erwartete mich Mario Felizardo, der Leiter von BERNINA Portugal. Weit im voraus geplant waren zwei Workshops im BERNINA CreativeCenter in Caldas da Rainha, welches Mario Felizardo in dieser etwa eine Autostunde von Lissabon nördlich gelegenen Stadt eröffnet hat.

Nach einem ruhigen Flug und einer sehr freundlichen Begrüssung ging es keineswegs direkt nach Caldas da Rainha, sondern Mario zeigte mir zuerst nach einem kleinen Lunch die wundervolle Hauptstadt Portugals. Ich habe soviele Eindrücke gesammelt und noch vielmehr Fotos geschossen, so dass ich hier nur einen Bruchteil von dem zeigen kann, was ich gesehen und erlebt habe. Lissabon ist allein schon von seiner Lage her beeindruckend: sie liegt an einer Bucht der Flussmündung des Tejo in den Atlantik. 1755 wurde die Handelsstadt mitten in ihrer Blüte von einem gewaltigen Erdbeben und einhergehenden Grossbränden fast vollständig zerstört, doch bereits ein Jahr nach dieser Kathastrophe begann man den Wiederaufbau der Stadt mit Hilfe von Architekten und Ingenieuren. Das Stadtbild wurde durchdacht und grosszügig mit breiten Strassen und grossen Plätzen in einer Art schachbrettartigem Grundriss neu aufgebaut.

Die südliche Lage bestimmt natürlich auch Flora und Fauna. Inmitten einem der grossen Plätze begannen gerade die Jacaranda Bäume, eine Palisanderholzbaum Art zu blühen – in einem wunderschönen zarten Violett:

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und hier sind nun einige Eindrücke meiner kleinen Sightseeingtour mit Mario Felizardo

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der bekannte Aussichtsturm “Elevator de Santa Justa” verbindet zwei auf unterschiedlichen Ebenen gelegene Stadteile, geplant und konstruiert wurde er vom Ingenieur “Raoul Mesnier de Ponsard”, ein Schüler des bekannten Gustave Eiffel :

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und immer wieder zockelte einer der Waggons der alten Strassenbahn vorbei:

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Laternen sind mit Symbolen der Seehandelsmacht versehen…

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Die unterschiedlichen architektonischen Merkmale faszinierten mich, ebenso wie der Blick über Stadt und Hafen…

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Dann ging es von Lissabon aus Richtung Norden, mit einem Kurzbesuch eines kleinen sehr pitoresken mittelalterlichen Ortes, das absolute Kontrastprogramm zur Grossstadt:

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Alles, was wir mühsamst im hiesigen Klima grossziehen, wächst dort von ganz allein…

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Und dann war es soweit, das schmucke kleine CreativeCenter von BERNINA Portugal in Caldas da Rainha öffnete seine Türen und der Workshop für den nächsten Tag konnte vorbereitet werden. Strelizien wachsen in Büschen vor den Fenstern, Rosen versprühen ihren weichen Duft, was gibt es schöneres als Süden pur und BERNINA Nähmaschinen?

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Gegen später lud ich dann auch mein Gepäck im Hotel ab, welches ein Stück ausserhalb von Caldas da Rainha lag, Foz de Arelho ist ein sagenhaft schöner Platz auf dieser Erde….. und mit diesem Blick aus dem Fenster durfte ich nun am Abend einschlafen und am Morgen aufwachen…

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Der erste Kurstag startete mit viel Sonnenschein und gut gelaunten und warmherzigen portugiesischen Teilnehmerinnen. Es wurde koloriert, mit Thermofaxsieben gedruckt, mit Farben gespielt und experimentiert und die Sonne beschleunigte Trocknungsphasen. Es wurde gequiltet, mit oder ohne BSR, viele unterschiedliche BERNINAS standen auf den Tischen und schnurrten vor sich hin.

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Und über die schönen Ergebnisse freuten sich die Teilnehmerinnen sehr – sie haben wunderbar gearbeitet!

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Kaum waren alle aus dem CreativeCenter verschwunden, ging es auch schon weiter mit der SightSeeingTour von Mario Felizardo. “Wir fahren nach Nazaré, dass musst du unbedingt sehen”. Was sollte ich lange überlegen, solange ich dort war, war es mir nur lieb und recht, soviel als möglich von Land und Leuten kennenzulernen. Der Weg entlang der Küste war atemberaubend schön, die Wandelbarkeit der Landschaft ebenso.

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Und Nazaré selbst ist ein Fischer- sowie Wallfahrtsort, der zwischenzeitlich sehr stark vom Tourismus geprägt ist. Der eine Teil der Stadt schmiegt sich entlang des ungefährt 2 km langen Sandstrandes, der zweite Teil liegt auf einem etwa 110 Meter hohem Plateau, wo sich auch die grosse Wallfahrtskirche “Heiligtum Unserer Lieben Frau von Nazareth” befindet. Der Blick von dort oben ist sagenhaft schön, der Wind stürmischst!

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Die Abende verklungen jeweils bei einem Glas Wein und einem Teller Fisch in einem der bodenständigen und guten kleinen Restaurants an der Küste, fernab jedes Tourismus, innerhalb von der Familie Felizardo. Es waren schöne Stunden.

Der zweite Kurstag hatte die Papierlamination auf der Tagesordnung.

Diesesmal wurden also portugiesische Zeitungen auf Organza übertragen und weiterverarbeitet:

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der hauchzarte Organza trocknete schnell und die Zeit an der Sonne wurde zu einem kleinen Schwätzchen genutzt, auch der eine oder andere Mann der Kursteilnehmerinnen verbrachte den Tag im CreativeCenter und schaute interessiert zu….

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unterschiedlichstes BERNINA Modelle kamen erneut auf die Arbeitstische – hier eine ganz besonders hübsche BERNINA Special Edition

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die B560 mit eingesetztem BSR Fuss zum Quilten:

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gegenüber hatte die grosse B 780 ebenfalls mit BSR ihren Platz (hier ohne Stickmodul)

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Und dann waren die beiden Workshoptage auch schon vorbei. Es ging viel zu schnell, doch sind auch hier schon neue Pläne für das kommende Jahr angedacht.

Nachdem alle Materialkisten eingeräumt und verschlossen waren ging es dann zur letzten Besichtigungstour – diesesmal nach Peniche, einer langgezogenen Halbinsel, die zum einen von einer hohen und rauen Steilküste, sowie von flach abfallenden und weichen Sandstränden geprägt ist. Auch hier beeindruckte mich die immer wieder sich ändernde Landschaft.

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Fischer versuchen ihr Glück auf einen guten Fang:
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und die portugiesische Katze, die weder der stürmische Wind, noch das laute Geräusch der Wellen zu stören scheint, wartet wohl auf fliegende Fische (sehr Ihr das Tierchen?):

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Es war eine wunderschöne Zeit in Portugal, mit vielen bereichernden Begegnungen und herzlichen Menschen. Es hat mich so sehr gefreut, dass ich einen Teil meiner kreativen Arbeit dorthin bringen durfte und die Leute damit begeistern konnte. So gibt es nun für einige dieser Kursteilnehmerinnen ganz neue Arbeitsansätze zu ihrem bisherigen Tun.

Mein ganz besonderer Dank an dieser Stelle geht an Sabine Scheiner von BERNINA International AG, die diesen Kontakt für mich geknüpft hat und an Mario Felizardo und seine Familie für ihr hohes Engagement, mir den Aufenthalt so schön als möglich zu gestalten.

Adeus!

Jutta Hellbach

 

 

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Kommentare zu diesem Artikel

16 Responses

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  • Moni

    Hallo Jutta,

    Eine wirklich tolle Zeit hattest du, zumindest sagen dass deine Fotos und dein
    Enthusiasmus der beim Lesen der Wörter über den Bildschirm geflogen kommt. Es tut gut wieder mal alter Erinnerung mit so tollen Fotos aufgefrischt zu bekommen. Wir waren zwar in Lagos, südlich von Lissabon, doch Lissabon war mit dem Auto in ca 2 Stunden erreichbar, das mussten wir uns einfach anschauen. Haben uns also ein Auto gemietet. Einfach eine wundervolle Stadt, mit angenehmen Flair und einer gemütlichen Atmosphäre. Das einzige was mich gestört hat, waren die Drogendealer von denen man an bestimmten Straßen alle 20m angesprochen wurde. Aber verkraftbar. Tja, bin immer noch froh, dass wir damals einen Last Minute Urlaub auf gut Glück nach Lagos gebucht haben. Sonst hätte ich diese wundervolle Stadt nie kennen gelernt. Am tollsten fand ich übrigens das Castelo de Sao Jorge, weil man da so einen tollen Ausblick über die Stadt hat.

    Ganz Liebe Grüße,

    Moni

  • Birgit Berndt

    Hallo Jutta,
    da bin ich wieder, danke nochmal. Was für schöne Bilder, ein Hauch von Süden. Erinnert mich gleich an das schöne Buch ‘Nachtzug nach Lissabon’. Kennst du das?
    Liebe Grüße
    Birgit

    • Jutta Hellbach

      Hallo Birgit,
      ich kenne Titel und Inhaltsbeschreibung, habe es aber bisher noch nicht gelesen, doch steht es schon lange auf meiner Bücherliste. Also wird es sicherlich bald in meinen Kindle hüpfen und gelesen werden ;-).
      Schöne Grüße an die Küste,
      Jutta

  • Heidi

    Hallo liebe Jutta Hellbach,

    danke für den schönen Beitrag, da kann man schon mal vom Urlaub träumen. Tolle Bilder und Kommentare. Sie haben Recht, was gibt es schöneres als Süden pur und BERNINA Nähmaschinen?

    Herzliche Bernina´rische Grüße
    Heidi Thimm

  • monika

    Liebe Jutta,
    ja, die Gastfreundschaft der Portugiesen ist legendär!
    Bitte schau Dir meinen Kubus LISSABON noch einmal an, jetzt erkennst Du
    wahrscheinlich viel mehr darin, meine absolute Traumstadt!
    DANKE für den Bericht und die tollen Fotos – ich war gleich wieder dort ………..
    LG monika

    • Jutta Hellbach

      Liebe Monika,
      und WIE ich an Dich und Deinen Kubus gedacht habe. Die fünf Seiten waren total präsent und mir wurde auch erst dort wirklich bewusst, wie autenthisch er gerarbeitet war. Lissabon ist eine herrliche Stadt und ich werde garantiert zurückkehren. Es freut mich, wenn Dich mein kleiner Reisebericht verwöhnen konnte.
      Liebe Grüße,
      Jutta

      • monika

        JA, verwöhnt hast Du mich ;-).
        Auch Dein Bericht zum Kork ist einfach SUPER und die Taschen etwas ganz Besonderes, Glückwunsch !
        Weiterhin viele so geniale Ideen
        wünscht Dir monika

  • Linda

    Liebe Jutta,
    es freut mich, dass alles so reibungslos geklappt hat! Ja, eine sehr gute Vorbereitung ist das Wichtigste! Die Bilder sind der Hit, vielen Dank! Diese Küste ist atemberaubend! Super, dass du so einen netten Fremdenführer hattest!

    Kreative Grüße
    Linda

    • Jutta Hellbach

      Liebe Linda,
      wir sehen uns ja auch bald am Wasser – diesmal Süsswasser im Wörthersee in Klagenfurt – ich freue mich drauf!
      Liebe Grüße,
      Jutta

  • stoffmadame

    Ohhh das klingt so schön! Und die Fotos – traumhaft! Vielen Dank für den Bericht! Und weiter so schöne erfolgreiche Projekte!
    Liebe Grüße
    stoffmadame

    • Jutta Hellbach

      Herzlichen Dank, Stoffmadame.
      Es hat Spass gemacht, diesen Bericht zu verfassen und alles noch einmal revuepassieren zu lassen.
      Liebe Grüße,
      Jutta

  • Gudrun Heinz

    hallo, liebe jutta,
    auch zu diesem erfolg herzliche glückwünsche!
    man darf aber nicht vergessen: auch wenn deine bilder traumhaft aussehen, es steckt jede menge arbeit dahinter, die man als aussenstehende nur erahnen kann. weiter so!
    beste grüsse
    gudrun

    • Jutta Hellbach

      Liebe Gudrun,
      vielen Dank für deine Glückwünsche. Ja, die Arbeit die im Vorfeld für solche Events geleistet werden muss beträgt ungefähr nochmals dasselbe wie der Zeitrahmen des Aufenthaltes selbst. Da man gerade bei Auslandskursen auf alle Eventualitäten gefasst sein muss und daher das Material- und Kursgepäck absolut perfekt und zuverlässig sein muss ist es sehr intensiv. Ebenfalls unterrichtet man eben nicht in Deutsch sondern in Englisch. Dann kommt die Nacharbeit. Auch sämtliche Unterlagen wie Handouts, Bezugsquellenlisten etc. müssen übersetzt werden. Es ist mit den üblichen Kursen in Deutschland und denen in den angrenzenden deutschsprachigen Ländern wenig zu vergleichen.
      So scheint der Artikel durch seine vielen Landschaftsbilder reine Entspannung hervorzurufen, vielleicht macht er aber auch auf eine Urlaubsreise in dieses tolle Land neugierig. Gerne hätte ich noch mehr Kursbilder eingestellt, doch hatte ich einfach zwischendrin keine Zeit zum fotografieren, denn dazu war ich ja nicht da ;-).
      Viele Grüße,
      Jutta

      • Gudrun Heinz

        liebe jutta,
        ja, man macht sich als kursteilnehmer keine vorstellung und wundert sich noch über die höhe der gebühren (die die kursleiter aber womöglich gar nicht in der höhe bekommen, sondern die veranstalter). andererseits macht es einfach freude, im ausland zu unterrichten, die veranstalter bemühen sich meist enorm und nehmen auch manches extra auf sich – und für die zukunft hat man die unterlagen dann schon vorbereitet, wenn der gleiche kurs nochmals gewünscht wird. es ist alles ein geben und nehmen – wie immer. hauptsache, man ist mit liebe zur sache dabei und alle sind zufrieden.
        beste grüsse
        gudrun

      • Jutta Hellbach

        Man sollte an dieser Stelle aber auch bemerken, dass selbst die Veranstalter bei diesen Events hohe Auslagen haben. Es kommen Reise- und Hotelkosten auf sie zu, dann werden im Kurs nicht nur Kaffee, Tee, Softdrinks und Gebäck gereicht, sondern ebenfalls ein Lunch. Dazu kommt die Rundumversorgung der Kursleitung. Und die Tage bei diesen Veranstaltungen sind lang – da ist man nicht mit 8 Stunden fertig, meistens sind es 16-18 Stunden. Doch zählt wie immer das Gesamtergebnis – und wenn das für alle stimmt, haben Veranstalter und Kursleitung ihr Ziel erreicht :-).
        Viele Grüße,
        Jutta

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