Kreative Artikel zum Thema Quilten

Jeansrecycling, Teil 2: Hosen richtig auftrennen

Ich möchte Euch heute zeigen, wie Ihr Eure Jeans für die Weste und die verschiedenen Taschen richtig auftrennen könnt.

So ist dann wirklich alles für die eigenen neuen Kreationen zu gebrauchen.

Jeansrecycling: Jeanshosen richtig auftrennen

Zunächst wird das Bündchen von der Jeans abgetrennt.

Jeansrecycling

Dazu geht Ihr mit dem Nahttrenner von der linken Seite unter die Naht und schiebt den Nahttrenner mit Schwung durch. Das geht meistens ganz fix.

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Bei dieser Jeans musste ich zweimal durchschieben, das Bündchen hat eine Doppelnaht. So sieht das Bündchen dann aus:

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Die Gürtelschlaufen auch abtrennen. Das ist etwas fummelig, denn der dichte Verriegelungsstich lässt sich nicht so leicht auftrennen. Am besten zunächst etwas aufschneiden von der linken Seite und dann die restliche, sehr feste Naht von der rechten Seite:

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Die losen Fäden werden alle entfernt und so sieht das Bündchen dann aus:

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An den Hosenbeinen den unteren Saum abschneiden:

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Die innere Naht etwas auftrennen und dann mit einem kräftigen Ruck die Naht aufreißen, die Fadenfussel wieder entfernen:

Jeansrecycling

Jeansrecycling

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Die Beine abschneiden. Für die Taschen, die wir ja weiterverarbeiten, aber genügend Stoff dran lassen. Und nicht den Taschenbeutel abschneiden!

Jeansrecycling

Zum Schluss dann noch die hintere Naht zwischen den Taschen auftrennen und im Vorderteil die beiden Taschen und den Reißverschluss – hier ist es eine Knopfleiste – teilen:

Jeansrecycling

Jeansrecycling

Dabei aber immer an die Nahtzugabe denken,  sollte also immer etwas größer ausgeschnitten werden.

Die Taschen können jetzt wieder mit den Nieten neu verarbeitet werden, es ist ja noch genügend Nahtzugabe direkt neben den Nieten vorhanden:

Jeansrecycling

Hier die Taschen von der Rückseite, die auch noch abgetrennt und wieder neu aufgenäht oder mit dem umliegenden Stoff in einem Stück eingenäht werden können:

Jeansrecycling

Das Bündchen, die Schlaufen und die Label bewahre ich auch immer auf für besonders nette Gags bei den Jeanstaschen.

Die beiden Hosenbeine, eine Naht ist aufgetrennt, werden dann meistens für größere Stücke oder für die Taschenträger benötigt:

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Dieses Auftrennen ist etwas mühsam, eine etwas staubige Angelegenheit – aber es lohnt sich wirklich!

Bei mir gibt es verschiedene Kartons mit den Taschen, mit den Bündchen, mit den Hosenbeinen usw. Aber ich habe auch das Glück, das alle meine Kartons in einer Abseite direkt am Arbeitszimmer verschwinden können.

Aber bald kommen alle Kartons ins Arbeitszimmer und dann nähen wir eine Weste und später dann auch noch verschiedene, ganz freche Taschen.

Frohes Auftrennen

wünscht Euch

Wiebke


Mehr Tutorials zum Thema Jeans

Unter folgendem Link findet Ihr weitere Infos und Ideen zum Nähen mit dem Wunderstoff Denim: Jeans nähen –  Tutorials im BERNINA Blog.

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Kommentare zu diesem Artikel

5 Responses

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  • Gudrun Heinz

    hallo wiebke,
    es ist unübersehbar: hier spricht die fachfrau! toll! hab ja auch einiges liegen und mangels zeit noch nicht aufgetrennt. das erweist sich hier jetzt als glücksfall … vielen dank fürs zeigen!
    beste grüsse
    gudrun

  • maryann

    Hallo Wiebke,
    das ist aber toll, daß Du uns das Auftrennen zeigst. Ich hätte auch einfach nur die Hosenbeine genommen und manches andere einfach in Tüten gesteckt.
    Danke für Deinen Tipp mit den Kartons, das werde ich doch beherzigen. Mein Mann hat sich gerade angeboten, das leidliche Auftrennen zu übernehmen. Das werde ich schnell annehmen, ehe er es sich anders überlegt.
    Aber nun werde ich auch alles sammeln, dankeschön für Deine Bilder.
    Lieben Gruß

    • Wiebke Maschitzki

      Hallo maryann !
      Gern geschehen.
      Nimm das Angebot Deines Mannes wirklich schnell an, denn das Auftrennen oder das Aufreißen der langen Nähte erfordert doch so einiges an Kraft.
      Viel Spass dabei wünscht Euch
      Wiebke

  • Gabriela Arnold

    Hallo Wiebke
    Wenn ich deine aufgetrennte Hose sehen, muss ich mir nächstes Mal wirklich mehr mühe geben mit auftrennen von meinen Hosen. Damit ich deine japanische Knotentasche nähen konnte (Noch in Arbeit) habe ich einfach die Hosenbeine aufgeschnitten und die Resten zufälligerweise nicht weggeworfen. Nun in Zukunft werde ich die Hosen nach deiner Anleitung zerlegen, um nachher jedes Stoff-Fetzchen nützen zu können und nicht übermengen Abfall zu produzieren. Ich bin so gespannt wie du die Resten (grosse und kleine) weiter verarbeitest. Deine Weste wird bei mir zu einem Mantel und die Taschen: ja auf die freue ich mich auch.
    Liebe Grüsse Gabriela

    • Wiebke Maschitzki

      Hallo Gabriela !
      Die Knotentasche wollte ich Euch ja auch ganz schnell zeigen und habe dazu die Hosenbeine abgeschnitten, den Rest aber aufbewahrt, das Auseinandertrennen kommt dann später.
      Ja. es lohnt sich wirklich, wenn Du alles genau auftrennst und dann die Einzelteile so groß wie möglich aufbewahrst.. Da ist dann immer noch Platz für die Nahtzugabe. viele Taschen haben Nieten an den Ecken, die könnten sonst nicht verwendet werden – oder nur wesentlich kleiner.

      Die Reißverschlüsse oder die Knopfleisten werden dann auch zu Einschubtaschen verarbeitet, das Bündchen kommt als Abschluss an die obere Kante der Tasche, die Schlaufen sind Deko usw.
      Es bringt wirklich Spass aus all diesen Teilen neue tolle Sachen zu nähen.

      Und los geht es damit im November – nach den Puppen.

      Liebe Grüße
      Wiebke

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