Kreative Artikel zum Thema Nähen

Hinter den Kulissen von farbenmix: Sabine Pollehn im Interview

Sabine Pollehn (Farbenmix)Liebe Nähbegeisterte! Auf meinem Kreativblog stelle ich regelmäßig große und kleine Labels aus dem Handmade-Bereich vor. Diese Interviewserie macht mir Riesenspaß, weil die Geschichten hinter den einzelnen Labels so spannend und unterschiedlich sind – ich finde das höchst inspirierend!

Einen Blick hinter die Kulissen eines so bekannten Unternehmens wie farbenmix zu werfen hat mich schon immer gereizt und umso mehr freue ich mich, dass ich euch heute auf eine kleine bunte Reise mitnehmen darf. Sabine Pollehn, Gründerin des Familienunternehmens, hat geduldig meine Fragen beantwortet und verrät euch im Interview alles über die Gründung, den Arbeitsalltag und den Familien-Zusammenhalt bei farbenmix. Viel Freude beim Lesen!

Liebe Sabine, verrate uns doch zuerst einmal etwas über dich. Wer ist die Frau hinter dem Label “farbenmix”?
Herzlichen Dank, dass ich bei Euch zu Gast sein darf! Ich selber finde es immer wieder spannend, mal hinter die Kulissen zu schauen. Jede kleine oder große Unternehmensgeschichte wird durch die einzelnen Persönlichkeiten besonders geprägt. Mit 53 Jahren gehöre ich zu den Ältesten in der ganzen neuen bunten Nähwelt. Ich bin seit weit über 30 Jahren glücklich verheiratet und fast alle unserer 6 Kinder im Alter von 14 bis 33 Jahren sind bereits erwachsen.

farbenmix habe ich zusammen mit meiner ältesten Tochter vor 10 Jahren gegründet. Ohne sie würde es farbenmix nicht geben, denn ich bin nur der kreative Teil. Der ganze kaufmännische Bereich wird von meiner Tochter geleitet. Meine Hobbys sind die Familie und das Nähen, und ich bin glücklich, beides täglich verbinden zu können. Seit Mitte letzten Jahres spielen zwei Enkelkinder eine weitere Hauptrolle in meinem Leben.

Ich kann weder besonders gut kochen noch backen, habe keinen „grünen Daumen“ und kein Händchen für stilvolle Einrichtung. Bei mir sind alle Wände weiß, nie hätte ich den Mut zu einer gemusterten Tapete, der Garten besteht aus Rasen und Büschen und ich trage ausschließlich Jeans und Shirts. Ich liebe alles, was praktisch oder sinnvoll ist und habe keine Freude an Statussymbolen. Mein Sport dient der Gesundheit, musikalisch bin ich auch nicht. Dafür liebe ich mein Nähzimmer und die Familienstunden. In meiner Großfamilie gibt es ständig Neues und es wird nie langweilig.

Farbenmix

Wie hat alles angefangen und was hat dich dazu gebracht dein eigenes Unternehmen zu gründen?
Als Kind habe ich neben meiner mit der Tretnähmaschine nähenden Oma mit Knöpfen gespielt, als Jugendliche von ihr vieles gelernt. Mit 21 wurde ich jung Mutter und das Geld fehlte an allen Ecken und Enden. Damals trugen die Kinder bis 2 Jahre noch Strampler, ich aber habe für unsere Kinder aus abgelegten Klamotten die ersten Hosen und Jacken genäht. Praktischerweise bekam ich farbenfrohe Cordhosen aus den 70ern dafür geschenkt. Diese bunte Kleidung fiel anderen Müttern auf, so kamen schnell die ersten Aufträge.

Damals machte ich mich in Hannover selbstständig und innerhalb von kurzer Zeit hingen Einzelstücke von mir in den Boutiquen. Es war für mich ein prima Nebenerwerb, den ich gut neben der Familie ausüben konnte. Aus gesundheitlichen Gründen sind wir an die Nordsee gezogen, daher verkaufte ich mein Label und habe erstmal nur die zunehmende Kinderzahl benäht. Mit der Öffnung des Internets fand sich schnell eine kleine Gruppe nähbegeisterter Mütter und die ersten Blogs entstanden. Wir kannten uns untereinander sehr gut und tauschten Stoffe und Nähzubehör. Aus unseren Holland-Urlauben habe ich immer vieles mitgebracht, bzw. bekam Listen zum Einkauf mit. Dort war alles bunter und das Nähen selbstverständlicher, während in deutschen Nähgeschäften noch grau-braun-marine dominierte und diese nach und nach mangels Nachfrage schlossen.

So entstand vor ca. 10 Jahren die Idee, farbenfröhliches Nähzubehör im Großhandel einzukaufen. Dies war als kleiner Onlineshop geplant, meine Tochter wollte die Administration übernehmen und mein Mann ab und zu ein paar Pakete zur Post bringen. Die mühevoll eingestellten ersten Artikel waren innerhalb von ein paar Stunden ausverkauft. Inzwischen gibt es eine große neue bunte Nähkultur hier in Deutschland und selbst Leute, die nicht nähen, kaufen sehr gerne Unikate. Nähgeschäfte eröffnen und monatlich entdecken viele das Nähen als Hobby für sich neu. Viele Mitbewerber führen erfolgreiche Shops und durch die Vernetzung ist es kaum noch möglich, einen Überblick zu haben. Nach den ersten Jahren des Konkurrenzdenkens haben mittlerweile etliche Shops die Vorzüge von Kooperationen zu schätzen gelernt.

Farbenmix Webbänder

Was hat sich dadurch für dich verändert?
Mit farbenmix hat sich mein Leben komplett und doch gar nicht verändert. Jetzt nähe ich viel, aber auch ohne farbenmix hätte ich sicher ein Nähzimmer und würde dort viele Stunden verbringen. Meine Töchter hätten sicher aus beruflichen Gründen weg ziehen müssen, so hingegen können beide bei farbenmix ihren Traumjob verwirklichen und mit ihren Familien kombinieren. farbenmix ist ein Familienunternehmen, bei dem jeder seine Talente einbringt.

Wie sieht ein typischer Wochentag bei dir aus?
In der Regel stehe ich spätestens gegen 6 Uhr auf, erledige die wichtigsten Mails und räume das Nähzimmer auf, denn dazu habe ich meist am späten Abend keine Lust mehr. Den Vormittag nutze ich zum Nähen, nachmittags ist meist Familienzeit. Am Abend freue ich mich wieder auf meine Nähmaschinen. Zum Glück kümmert sich mein Mann meist um Einkaufen, Haushalt und das Kochen. Ich habe es immer geliebt, daheim zu arbeiten. Familie und Beruf ließen sich so sehr einfach verbinden. Dies ist sicher nicht die ideale Lösung für jeden, denn es erfordert viel Verständnis innerhalb der Familie und der Wohnbereich ist ständig etwas „verfusselt“…

Farbenmix Produkte

Welche Materialien verarbeitest du am Liebsten?
Ich liebe alle Stoffe und ihre unterschiedliche Haptik. Gute synthetische Gewebe haben oftmals einen tollen Schimmer und eine wunderbare Glätte, aber ich vernähe sie nicht gerne, da sie die Haut nicht atmen lassen. Sie kommen in erster Linie nur für Taschen oder als Außenstoff für Jacken zum Einsatz. Reinen Baumwollinterlock mag ich nicht, da er meist von Wäsche zu Wäsche weiter und kürzer wird. Ich finde es sehr wichtig, dass die Näharbeit sich „lohnt“ und die Modelle gerne und viel getragen werden, daher ist Baumwolljersey oder -sweat mit leichtem Elasthananteil bei mir der meistverbreitete Stoff. Ich mag aber ebenso gute Popelines, weiche Cordstoffe, kuscheligen Frottee und Nicky und richtig guten Fleece. Bei gekauften Teilen ärgere ich mich oft, dass sie unverhältnismäßig einlaufen oder ihre Form verändern. Stoffe wasche ich daher in der Regel vor dem Verarbeiten und weiß, dass das genähte Modell passt und ich lange Freude an dem Kleidungsstück haben werde.

Wie organisiert man einen so großen Onlineshop? Wie viele helfende Hände gibt es bei farbenmix?
Das fragen wir uns auch manchmal, aber grundsätzlich sind wir immer mit und an den Aufgaben gewachsen. Bei farbenmix läuft vieles anders, wir haben keine größeren Hierarchien. Jedes Teammitglied kennt seine Aufgabe und wir sind sehr glücklich, auf so gute 15 Mitarbeiter zurückgreifen zu können. Unsere Mitarbeiter sind alle gerne dabei, da wir ihnen mit sehr flexiblen Arbeitszeiten die Möglichkeit geben, meist neben Ausbildung und/oder Familie zu arbeiten. Die Technik spielt eine immer größere Rolle. Wurde früher noch jeder Bandmeter mit der Hand gewickelt, übernimmt dies heute eine Maschine. Auch die Warenwirtschaft wurde immer weiter entwickelt und beschleunigt die Verarbeitung der Bestellungen. Während wir früher nur an Privatkunden ausgeliefert haben, führen heute sehr viele Geschäfte erfolgreich farbenmix-Artikel.

Gibt es rückblickend Dinge, die du heute anders machen würdest, wenn du farbenmix nochmal neu gründen würdest?
Nein, allerhöchstens Kleinigkeiten. Wir sind immer unseren eigenen Weg gegangen und mit der neuen Näh- und Internetkultur gewachsen. In den Anfangsjahren haben wir für mehr Platz ein Dach ausgebaut. Als der Ausbau fertig war, war er auch schon wieder zu klein. Den Umweg hätten wir uns wirklich sparen können. Wir haben uns früh gegen ein teures Anzeigenmarketing entschieden und dafür viele viele kleine Nähgruppen und -projekte unterstützt. Dies hat sich, neben dem schnellen und guten Service, bis heute bewährt.

Wenn für alles gesorgt wäre und du nicht scheitern könntest: Was wäre dein absoluter Traumberuf?
Ganz sicher lebe ich meinen Traumberuf. Ich kann mich auf das kreative Arbeiten konzentrieren, meine Zeit relativ frei einteilen und fühle mich frei in meinen Entscheidungen. Natürlich muss vieles den Wünschen unserer Kunden angepasst werden. Nur dann hat eine Geschäftsidee Erfolg. Inzwischen kann ich aber auch meine ganz eigenen Vorstellungen verwirklichen, so werden dieses Jahr einige Stoffe erscheinen, welche ich mir ganz persönlich wünsche und die sicherlich nicht in jeden Stoffladen passen. Trotzdem kann ich mir natürlich ein Leben ohne farbenmix, nur mit Familie und Enkelkindern vorstellen. Aber letztlich würde ich nicht viel weniger nähen, da ich wirklich ein „Nähjunkie“ bin und das Nähen für mich zum seelischen Wohlbefinden nötig ist.

Farbenmix

Wer oder was inspiriert dich?
Die ganze bunte Nähwelt ist inzwischen sehr inspirierend geworden. Es sprießen die Ideen nur so, dass es eine Freude ist, sich durch die unterschiedlichen Plattformen im Netz zu klicken. Es ist unglaublich, wie kreativ Webbänder heute eingesetzt und mit welchem Mut Stoff- und Schnittmuster kombiniert werden. Ich freue mich immer besonders, wenn zu sehen ist, mit wieviel Liebe ein Modell genäht wurde. Das kann ein einfaches Teil eines Nähanfängers sein, genauso wie ein wahres genähtes Kunstwerk. Ich mag es aber auch, durch kleine Kunsthandwerkerläden zu bummeln und es fasziniert mich besonders die Farbenpracht von traditionellen Gewändern unterschiedlicher Kulturen.

Was ist dein liebstes Urlaubs- bzw. Reiseziel und warum?
Das ist eine ganz einfache Frage. Ich liebe Reiseberichte im Netz oder Fernsehen, aber bin selber noch viel lieber zuhause. Wir wohnen aber ja auch direkt an der Nordsee und ich mag das rauere Klima sehr gerne. Mit den Kindern haben wir Holland lieben gelernt. Dabei locken uns nicht nur die bunten Stoffmärkte, sondern früher besonders die Kinderfreundlichkeit, mit der man uns als Großfamilie begegnet ist.

Was wünschst du dir für deine Zukunft?
Gesundheit. Oftmals wird es so daher gesagt, aber mit zunehmendem Alter bekommt sie eine besondere Bedeutung. Leider werden die Gesprächsinhalte mit Frauen in meinem Alter oftmals durch die Erzählungen über Krankheiten dominiert. Natürlich habe auch ich meine Krankheitserfahrungen, aber ich versuche negativen Stress zu vermeiden und die einzelnen kleinen Glücksmomente jedes Tages zu genießen. Das Nähen hat mich schon immer herrlich entspannt. Die Gedanken können schweifen und so manche Problemlösung entsteht automatisch. Ich wünsche mir, dass ich daraus weiterhin meine Kraft ziehen kann.

Was würdest du in 20 Jahren der Sabine von heute raten?
Oh, dann bin ich 73 Jahre alt und nähe vielleicht schon für meine Urenkel… Wir leben noch immer sehr sparsam und manchmal wünsche ich mir etwas, kaufe es mir dann oder aber doch nicht, weil es halt nicht lebensnotwendig ist. Vielleicht hätte ich mir aus späterer Sicht, den einen oder anderen Wunsch doch zeitiger erfüllen sollen… Da die Welt sich aber sehr verändert, glaube ich eher, dass ich glücklich zurückschaue, soviel intensive Familienzeit neben meinem Beruf verbracht zu haben.

Liebe Sabine, ich danke dir recht herzlich für dieses wunderbare Interview und wünsche dir weiterhin viel Erfolg mit deiner Firma und natürlich alles Gute für dich und deine Familie!

Und nun liebe Leser seid ihr dran: Was ist euer liebstes farbenmix-Schnittmuster? Ich bin gespannt auf eure Kommentare.

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Kommentare zu diesem Artikel

24 Antworten

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  • Alexandra

    Ich freue mich über solche Beiträge sehr. Die Farbenmix-Seite war mein erster Kontakt zu Nähblogwelt und hat mir immer super Nähtips gezeigt. Mein erster Schnitt war die Zwergenverpackung. Schade das die Kleinen so schnell rauswachsen. Und die ganzen Taschenspieler Schnitte sind einzigartig. Ich habe bei den Näh-Videos auch Frau Pollehn nordische Stimme wahrgenommen und nun habe ich ein Bild von ihr. Bodenständig, familiär und sehr kreativ. Lieben Dank.

  • Speidelino

    Ich geb zu, ich war zuerst überrascht einen Beitrag über Farbenmix zu lesen. Ich bin wohl schon seit Sabine Pollehns-Anfangszeit von Farbenmix schon begeisterte Farbenmixerin. Ich finde es schön, mal etwas über eine “Macherin” zu lesen. Der Artikel ist sehr informativ.

    Und zum Thema Bernina Service beim Händler – es lohnt sich auch mal bei einem anderen Händler/Service nachzufragen. Ich konnte so mein Problem mit meiner 830er lösen – sie läuft jetzt besser als je zuvor. Und ich liebe sie noch immer!!

  • stoffmadame

    Ich sehe das auch so, wie Frau Schmitt, Herr Fluri und andere: Ein mutmachendes Beispiel aus der schönen bunten Nähwelt! Meines Erachtens ist der Einfluss von farbenmix auf die Nähwelt immens und es ist doch schön, wenn das gewürdigt wird. Warum nicht? Ich habe es nicht als Reklame empfunden und bin selbst auch gar kein Fan dieser Schnitte. Trotzdem kann ich das wert schätzen und fühle mich gut unterhalten, wenn ich so ein Interview lese. Andere Artikel hier auf dem blog lese ich weniger, zB die übers Sticken und die Software, weil mich das nicht interessiert. Insgesamt steigert das Blog auf jeden Fall meine Nähfreude und vielleicht auch Kreativität.

  • Pia René Schmitt

    Ich finde es sehr schade, das der Beitrag von Julia Bräunig hier so kaputt geredet wird.
    Auch wenn wir hier alles Gleichgesinnte sind, ticken wir alle ein wenig anders. Und wenn denn mal – was für mich selten der Fall ist – ein Beitrag veröffentlicht wird, der einen so ganz und gar nicht interessiert, dann liest man ihn einfach nicht. Es wird doch niemand dazu gezwungen; wir sind alle freiwillig hier. Ich kann die ganze Aufregung nicht nachvollziehen. Wir werden im echten Leben mit so viel Werbung zugemüllt, da kommt es auf die eine mehr doch nun auch nicht an. Man kann das auch einfach ignorieren und sich mit der Geschäftsfrau über ihren Erfolg freuen.
    Allen hier einen entspannten Nachmittag wünschend
    Pia René Schmitt

    • Julia Bräunig

      Danke Pia! Ich sehe es auch so, man pickt sich raus was einen interessiert und den Rest liest man einfach nicht. Vielen Dank für deine Rückmeldung!

      Liebe Grüße,
      Julia

  • Birgit Berndt

    Hallo, ich finde diesen Blog sehr interessant, eine gelungene Plattform Gleichgesinnter, ebenso die Unterstützung seitens Bernina, sprich Herrn Fluri. Es ist wirklich für jeden etwas dabei. Das Vorstellen eines florierenden Unternehmens hat für mich eher mit Information zu tun.
    Viele Grüße
    Birgit

  • Annette

    Hallo alle,
    ich gebe zu: Auch ich weiß nicht so recht, was ich mit diesem Blog-Beitrag anfangen soll…
    Meine Erwartungen an den Blog eines Nähmaschinenherstellers ist die, dass ich Anregungen/Anleitungen/Tipps bekomme, was ich mit seinen Maschinen und deren Zubehör alles Tolles machen kann. Dass da eine kommerzielle Absicht (haben-wollen 🙂 Hat bei mir ja geklappt. Meine alte Pfaff hätte ohne diesen Blog sicher keine B710 zur Gesellschaft bekommen ) dahinter steckt, finde ich nur natürlich; irgend wie muss sich der Aufwand ja rechnen.
    Dass die AutorInnen gegebenenfalls Werbung in eigener Sache machen, verstehe ich ebenfalls vollkommen;
    Argument siehe vorheriger Absatz.
    Wie ich den hier publizierten Artikel einordnen soll ist mir nicht klar. Nähzubehör von großen/kleinen Anbietern gibt es jede Menge, ebenfalls jede Menge kostenlose
    Schnitte,… vieles findet man über Suchmaschinen, wenn man sich interessiert, und dann vermutlich gezielter.
    Dieser Artikel würde mich weder dazu verlocken, eine Bernina bzw. Zubehör zu kaufen noch damit zu arbeiten. Wenn ich natürlich ein online-Geschäft aufziehen wollte…
    Liebe Grüße Annette

    • Matthias Fluri

      Grüezi Annett

      Danke für Ihren Kommentar. Es freut mich sehr, dass Ihre alte Pfaff eine so sympathische junge Begleiterin erhalten hat. 🙂 Dass der Blog dabei eine Rolle gespielt hat, freut mich gleich noch mehr.

      Ja, richtig, im Artikel geht es nicht direkt um BERNINA Maschinen oder Zubehörteile. Das Interview mit Frau Pollehn ist eines aus einer ganzen Reihe von Interviews, welche Julia Bräunig mit Macherinnen und Machern aus der DIY-Szene geführt und publiziert hat. Es zeigt aus unserer Sicht deutlich auf, was man mit Engagement und Kreativität in der Nähwelt bewegen kann. Deshalb habe ich weiter unten den Begriff “Mutmacher-Interview” verwendet.

      Zum kommerziellen Interesse von BERNINA: Indirekt dienen alle Personen, die ein Online-Geschäft im Bereich Nähen/Sticken/Quilten aufziehen, den Interessen von BERNINA, weil sie durch ihre Initiative die Nähwelt ein klein wenig vergrössern. Das gilt natürlich auch für Gründerinnen und Gründer von Ladengeschäften. Es gilt erst recht für alle Personen, welche “nur” den Austausch mit anderen Näherinnen und Nähern suchen, in aufwändiger Arbeit Anleitungen schreiben, Fotos schiessen und hochladen, Schnittmuster entwerfen und zur Verfügung stellen. Sie alle sind Teil einer grossen Gemeinschaft, deren gemeinsames Interesse das textile Gestalten ist.

      Mit dem Blog wollen wir mithelfen, diese vielen Personen zu vernetzen – z.B. mit dem Artikel oben.

      Liebe Grüsse,
      Matthias Fluri

  • Monika Müller

    Ich bin auch eifriger Leser dieses Blogs und dieser Beitrag ist sicher auch interessant und unterhaltsam.Es jedem recht zu machen ist nicht einfach.Die Interessen sind einfach zu unterschiedlich.Was mich interessiert lese ich und was nicht, wird nur kurz überflogen.Liebe Frau Bräuning, ich glaube es geht hier keinem um kostenlose Anleitungen und Schnittmuster, aber es genügt auch die Quellen nur zu erwähnen,siehe Beitrag ,, Ein Rand für den Quilt” von Frau Colsmann. Ich besitze auch die 830 und bin damit sehr zufrieden und liebe Gabi nicht gleich aufgeben.Herr Fluri hat sicher eine Idee wie man Dir helfen kann.
    auf weitere interessante Beiträge
    Monika

  • Iris K.

    Reklame, Reklame – für alles und jeden inzwischen hier auf dem BERNINA-Blog.
    Ich habe mich für diesen Blog interessiert, um Informationen, Hilfe und Anregungen zu BERNINA Produkten zu erhalten.
    Das war in der Vergangenheit wirklich gut. inzwischen sind die meisten Beiträge gespickt mit Werbung für alles Mögliche.
    Selbst auf einen Kommentar hin erhielt ich Werbung an meine private email.
    Besten Dank, aber damit verabschiede ich mich von diesem Blog.
    MfG
    Iris

    • Julia Bräunig

      Liebe Iris, ich kann deinen Kommentar leider nicht ganz nachvollziehen. Es wird hier kein einziges Produkt von farbenmix verlinkt. Mit dem Beitrag möchte ich Nähbegeisterten einen kleinen Einblick in ein wunderbares Familienunternehmen geben, es geht um Inspiration, Information und Unterhaltung.

      Liebe Grüße,
      Julia

      • ibag55

        Ein bisschen muss ich Iris doch Recht geben.
        Seitdem der Blog neu ist, hat man nicht mehr die Möglichkeit über Probleme, welche man mit seinen Bernina Maschinen hat, zu reden bzw, zu fragen. Werbung ist ganz schön in den Vordergrund gerückt.
        Ich z. B. stehe vollkommen hilflos mit meiner 830 da, weil sie alles, was über V7 digitalisiert wurde nicht ordentlich stickt. Sogar in der V7 integrierte Muster, wie Trapunto versagt sie kläglich. Ich weiß wirklich nicht mehr an wen ich mich da wenden kann. Bin schon am überlegen, mich für ein anderes Modell zu entscheiden.
        Liebe Grüße
        Gabi

      • Julia Bräunig

        Liebe Gabi, vielen Dank für dein Feedback! Der Blog soll Nähinteressierten ein paar Hintergrundinfos, Tipps & Tricks, kostenlose Anleitungen und Inspirationen bieten – im Großen und Ganzen also unterhaltsam sein. Probleme mit deiner Maschine kannst du am Besten mit dem Kundenservice besprechen bzw. mal im BERNINA Supportcenter schauen, ob es zu deinem Problem vielleicht schon hilfreiche Informationen gibt:

        http://www.bernina.com/de-DE/Support-de

        http://www.bernina.com/de-DE/Footer-8/Feedback-and-Service-Pages-de/Kontakt

        Ich hoffe, ich konnte dir ein wenig helfen.

        Liebe Grüße,
        Julia

      • Jutta Hellbach

        Hallo Julia,
        ganz so einfach ist es nicht. Ich sehe den Blog als Austauschplattform zu allem was mit Nähen etc zu tun hat, dazu gehören allerdings und vor allem auch die Produkte aus dem Hause BERNINA, sprich: Nähmaschinen. Die Kundinnen sollten also auch hier auf dem BERNINA Blog die Möglichkeit haben, sich an uns Bloggerinnen wenden zu können, wenn es Probleme mit ihren Nähmaschinen gibt. Wenn ich meine Maschine gut kenne kann ich dann die eine oder andere Frage vielleicht schon beantworten, andernfalls können jeweils über uns Bloggerinnen auch technische Fragen direkt an den BERNINA Support weitergeleitet und die entsprechende Antwort hier im Blog veröffentlicht werden.
        Eine Leserin mit ihren Problemen von hier wegzuschicken und sich ausschliesslich an den BERNINA Support zu wenden, halte ich für sehr fraglich.
        Gruss,
        Jutta

      • Matthias Fluri

        Grüezi miteinander

        … und hier noch einmal eine Wortmeldung aus Steckborn. Es haben, wie so oft (und wie es vor allem in der Schweiz der Brauch ist), alle ein wenig recht.

        – Grundsätzlich ist der BERNINA Fachhandel zuständig für Probleme, die bei Maschinen oder Softwareprodukten von uns auftreten. Der Fachhändler ist in der Lösung dieser Probleme geschult und erfahren. Er gewährleistet die professionelle Servicequalität, welche BERNINA Kunden mit dem Kauf einer Maschine erwarten dürfen.

        – Der Blog ist eine von BERNINA International (dem Mutterhaus in Steckborn) zur Verfügung gestellte Plattform für den Austausch unter Textilbegeisterten. Es schreiben hier ambitionierte, motivierte, kompetente Privatpersonen – aber keine BERNINA Techniker. In wenigen Ausnahmefällen schreiben auch BERNINA Mitarbeiter. Diese Mitarbeiter sind aber ebenfalls keine Techniker.

        – Selbstverständlich dürfen sich Leserinnen mit ihren Fragen an Autorinnen wenden. Diese haben ja in der Tat einen reichen Erfahrungsschatz und teilen diesen gerne mit den Leserinnen. Toll, wenn auf diese Weise Probleme gelöst werden können! Das macht den Blog attraktiv.

        – Der Blog ist und bleibt aber primär eine Plattform für Nähinspiration. Er kann den Besuch beim Fachhändler nicht ersetzen (Ferndiagnosen sind auch in der Nähmaschinenbranche heikel), er ist kein Forum, und er hat auch nicht den verbindlichen Charakter einer Support-Seite.

        Ich hoffe, dass ich damit zur Klärung beitragen konnte.

        Liebe Grüsse,
        Matthias Fluri

      • ibag55

        Liebe Julia, liebe Ingrid,
        die Support Seite hat mir wenig geholfen, da sie mein Problem nicht beinhaltet.
        Die Maschine hatte ich vor 5 Monaten bei meinem Fachhändler in Dresden. Zur Problembehebung, Durchsicht und für das neue Update. Trotzdem werde ich dem Rat folgen und ihn auf die Software ansprechen. Viel Hoffnung habe ich allerdings nicht, da er ein zu kleiner Händler ist und bisher nur 2 Bernina 830 verkauft hat.
        Trotzdem danke
        Liebe Grüße
        Gabi

      • ibag55

        Jutta, vielen Dank auch für Deinen Beitrag. So habe ich diesen Blog eigentlich auch gesehen. Aber leider ist es nicht so. Schade.
        Liebe Grüße
        Gabi

      • Julia Bräunig

        Hallo Jutta, ich habe hier aus der Sicht einer Leserin geantwortet. Wenn sie auf den Blog geht, findet sie auf den ersten Blick hier keine Produktinformationen oder Hilfestellungen. Dafür ist der Blog meiner Meinung nach primär auch nicht gedacht – hier schreiben Privatpersonen und keine Bernina-Techniker. Daher habe der Dame geraten, sich in solchen Fällen lieber an die Supportseite zu halten, die dafür ja auch da ist.

        Zudem würde ich als Laie ungern jemandem technische Hilfestellung geben und damit vielleicht riskieren, dass er oder sie seine Maschine verstellt und dann erst recht zum Support muss. Kleine Tipps kann man natürlich geben, ich antworte ja auch auf Anfragen die ich zu meinen Beiträgen erhalte.

        Liebe Grüße,
        Julia

    • Matthias Fluri

      Grüezi Iris

      Schade! Aber danke trotzdem für Ihren Kommentar und für Ihr Interesse an BERNINA.

      Zum Artikel oben: Bei BERNINA haben wir das Interview vor der Publikation geprüft und uns gefreut an dieser tollen Erfolgstory. Aus unserer Sicht ist es ein Mutmacher-Interview und eine Inspiration für alle, die sich mit dem textilen Gestalten auseinandersetzen. Es zeigt an einem Beispiel auf, wie positiv sich die bunte Nähwelt entwickelt. Dass auf die Website von Frau Pollehn verlinkt wird, ist aus unserer Sicht in diesem Zusammenhang nur fair.

      Vielleicht mögen Sie trotzdem ab und zu bei uns vorbeischauen, um Artikel mit den gewünschten Produkteinfos zu lesen? Von diesen gibt es ja reichlich. Es ist Ihnen selbstverständlich freigestellt, Artikel, die für Sie nicht von Interesse sind, zu ignorieren.

      Ihre private Email ist vertraulich und wird von uns nicht zu Werbezwecken verwendet und auch nicht an Drittpersonen oder -firmen weitergegeben. Falls Sie sich für unseren Newsletter registriert haben, erhalten Sie wöchentlich eine Mail mit Hinweisen auf die neuesten Blog-Artikel. Mehr nicht. Garantiert!

      Last but not least der Hinweis: Ja, BERNINA ist ein kommerzielles Unternehmen. Vom erfolgreichen Geschäftsgang hängt ja die Existenz unserer Firma ab. Daher behalten wir uns vor, den Blog von Zeit zu Zeit als Werbeträger zu nutzen. Dies geschieht aber in aller Regel auf unaufdringliche Weise und im Zusammenhang mit Nähinspiration, vgl. Sie dazu bitte den gestrigen Artikel von Birgit zum Thema “Zubehör des Monats”.

      Freundliche Grüsse,
      Matthias Fluri

      • Iris K.

        Guten Morgen Herr Fluri,
        danke für Ihren Kommentar. Ich habe absolut nichts gegen Bernina Werbung!
        Aber ständige Werbung für alles Mögliche nervt und ist leider erst zu erkennen, wenn man sich den Beitrag anschaut.
        Kork Werbung habe ich in der Vergangenheit bereits an meine private email erhalten…..
        Ich nähe auf einer Bernina 830, benutze die Software V7 und dazu suche ich auf diesem Blog Informationen und Anregungen.
        Alles andere finde ich im Netz zur Genüge.
        MfG
        Iris K.

      • Julia Bräunig

        Ich möchte dazu noch anmerken, dass es sowohl hier im Bernina-Blog als auch bei Farbenmix *unzählige* kostenfreie Schnittmuster und Nähanleitungen gibt. Dass ein Unternehmen aber auch etwas verkaufen muss, um überleben zu können liegt wohl auf der Hand. Natürlich verlinke ich auf farbenmix, wenn ich einen Artikel über dieses Unternehmen schreibe. Und natürlich verlinke ich auch ein Schnittmuster, wenn ich Nähbeispiele zeige. Warum? Weil sonst 10 Kommentare kommen, wie denn nun die Webseiten-Adresse ist und welcher Schnitt verwendet wurde 🙂

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