Kreative Artikel zum Thema Nähen

Think BIG, Stitch BIG

Eigentlich begann alles, als ich zum ersten Mal den Jumbo Hoop meiner neuen BERNINA 880 in Händen hielt. Wow, das ist mal eine Grösse, dachte ich mir. Damit kann man es beim Sticken ja richtig krachen lassen.

Wer meine Arbeiten und meine Arbeitsweisen kennt, weiss, dass ich eigentlich gar kein “Sticker” bin. Und genau so ist es auch. Ich besitze zwar eine BERNINA Sticksoftware, jedoch ist mir der Umgang damit immer noch sehr fremd. Tja, das ist so und ich habe damit auch überhaupt kein Problem ;-).

Um mir nun meinen Wunsch zu erfüllen und grossformatig zu sticken und das noch mit so richtig coolen und fetzigen, frechen Motiven machte ich mich zum ersten Mal auf den Weg in den Onlineshop von OESD, einer BERNINA Tochterfirma.

Für OESD arbeiten hochbegabte kreative Köpfe, die diese vielen fantastischen Stickmotive erfinden und ausarbeiten. Und zwar so, dass keine Wünsche offen bleiben. Die Auswahl ist grandios! Auch unsere Blogkollegin Susanne Menne hat davon schon einige sehr schöne Dinge hier im BERNINA Blog gezeigt.

Hier einmal eine kleine Info über die BERNINA Tochterfirma OESD:

http://www.bernina.com/de-CH/Warum-BERNINA-CH/Starke-Partner/Tochterfirmen/OESD

Und hier gehts auf die OESD Seite:

http://www.bernina.com/de-DE/Produkte-DE/Produkteubersicht-BERNINA/Software/BERNINA-Embroidery-Design-Studio

Und tataaaaa – hier gibts die vielen Motive:

http://www.embdesignstudio.com/?affiliateid=10301

Und meine speziellen Motive, diese herrlichen mexikanischen Sugar Skulls findet man direkt hier unter den lizensierten Motive, die gekauft und fast immer gedownloaded werden können. Aussuchen und Minuten später bereits sticken dürfen ist klasse – ich liebe unsere Datentechnik und ihre Möglichkeiten!:

http://www.embdesignstudio.com/p-49115-sugar-skulls.aspx

Um nun von der üblichen Stickmustergrösse auf Grossformat zu kommen und dazu auch direkt eine entsprechende Stickdichtenumrechnung zu erhalten, begebe ich mich zum Programm OESD.Artsizer. Es ist übrigens identisch mit BERNINA ArtLink V7, beide Programme sind kostenlos und sind als eine Art Miniprogramm zu der grossen Schwester V7 zu verstehen.

artsizer2

Die momentane Grösse beträgt 120,41 x 184,45 mm

artsizer3

und vergrössert haben wir es nun auf 229,99 x 352,22 mm

artsizer6

artsizer1

Das Ganze passierte noch vor meinem Umzug diesen Januar. Als meine Tochter vor 2 Wochen dann ihren Premierebesuch bei uns hatte, verzogen wir uns eine Weile in mein neues Arbeitszimmer und starteten die BERNINA 880 mitsamt Stickmodul, Jumbohoop, einem grossen Stück schwarzen Korkleder und besagtem Datenstick und los gings.

artsizer5

Als die Maschine dann das Arbeiten begann, hatte ich die Idee, als Zeitvertreib mal eben meine Brildor Stickgarne neu zu sortieren, da die vier Kästen nach drei Jahren gebrauch doch reichlich durcheinander geraten waren.

garn2

faden1

Ausserdem bekamen wir so einen noch besseren Überblick, mit welchen Farben wir den ersten Skull sticken wollten.

Nach und nach stickte die BERNINA 880 Ebene um Ebene und der erste Skull nahm langam Form an:

stitchting880

stichting1

stitchingon880

Die Farbwahl war relativ spontan gehalten, da es ein Kissenbezug für die Studentenbude werden sollte. Und als er dann fertig war

skull1

und ich das einfache Stickvlies auf der Rückseite entfernte, kam folgendes Bild zustande – schön gruslig nicht? 😉

skull2

Dann ging es los mit dem zweiten Skull:

stitching10

skullduo3

und nach weiteren 4 Stunden war auch er fertig:

skullduo5

skullduo1

skullstutti

Nun ging es an die Kissenrückseite, die ich aus Korkreststücken anfertigte:

kissen1

mit einem Quiltstich verband ich die einzelnen Zuschnitte

kissen3

kissen4

Dann fand noch ein Reissverschluss hinein und der Kissenbezug ist fertig:

880_skull

skullwohnzimmer

Das wird mit Sicherheit nicht das letzte grossformatige Motiv gewesen sein, dass meine 880 gestickt hat – es macht süchtig – und das Gute bei diesen grossen Motiven, die lange sticken ist, dass man in der Zwischenzeit Kurs- und Reisevorbereitungen treffen kann!

Adios!

Jutta Hellbach

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Kommentare zu diesem Artikel

9 Responses

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  • Fabienne

    Hallo Jutta

    Wow, tolle Motive. Aber mich schrecken halt die Dauer des Stickens und die unzähligen Fadenwechsel ab. Ich träume hier von: http://www.bernina.com/en-US/Products-US/BERNINA-products/Multi-needle-Embroidery/BERNINA-E-16

    Da könnte man währen dessen etwas nähen, einen Kaffee trinken, kochen, Wäsche aufhängen, Fitnessübungen machen, putzen oder andere nützliche Dinge machen. Wahrlich, DAS wäre meine Eier legende Wollmilchsau, seufz…
    Mit Grüssen, Fabienne

    • Gabriela Arnold

      Hallo Fabienne
      Bei mir sieht mein Nähzimmer/Atelier immer aus wie im Chaos. Während eine Maschine stickt, bin ich an der anderen am Nähen oder Overlocken. Ich bin also permanent an 3-?? Arbeiten dran. Wenn mal nichts dringendes ist, surfe ich auf dem PC im Internet und suche nach neuen Projekten oder bin im Blog und schaue mir die vielen Beiträge mal etwas genauer an. Den Kaffee vergesse ich dabei auch nicht oder im Sommer geniesse ich die Sonne auf der Terrasse. Fitnessübungen sind auch bei mir im Tagesablauf wichtig. Habe gerade mein Kreuzband operiert und bin auf dem Weg der Besserung, daher die Uebungen, aber auch sonst vergesse ich die Uebungen nicht. Sticken/Nähen ist schon etwas statisches und da sind Bewegungsübungen dringend notwendig. Wir möchten ja alle Fit bleiben trotz unserem Hobby. Dir wird also sicher etwas einfallen, wie du die Stickzeit überbrücken kannst.
      Liebe Grüsse Gabriela

  • Gabriela Arnold

    Hallo Jutta
    Ja diese Totenköpfe haben es auch mir angetan. Ich habe sie auf meiner 830 auch rahmenfüllend gestickt. Auf ein schwarzes Herrenhemd, das ich selber trage. Dazu habe ich den Totenkopf nach “Ed Hardy”-Style mit Strass-Steinen verziehrt. Ich werde das Hemd in der Community aufschalten.
    Liebe Grüsse Gabriela

    • Gabriela Arnold

      Hallo Jutta

      Da mein Hemd aus Baumwolle und Stretch war, habe ich für dieses Hemd die falsche Unterlage gewählt. Beim genauen hingucken sehe ich alle Fehler. Klar beim Tragen ist man/frau immer in Bewegung und dann fallen die Fehler nicht auf. Ich würde beim nächsten Mal den Rat von Andrea von Lepel berücksichtigen
      1 Schicht Heavyweight (Schneidbares Vlies)
      1 Schicht Ultra Clean & Tear (Wegreissbares Vlies), diese ist gleichzeitig die unterste Schicht, liegt also gleich auf der Haut.
      Damit wird die Stickerei stabiler und durch das Wegreissbare beim Tragen auch angenehmer.
      Ich hab für meine Stickerei das Polymesh genommen, das war aber zuwenig stabil und durch den Stretchanteil hat sich die Stickerei verschoben oder besser gesagt zusammen gezogen und die Umrandungen sind nicht sehr schön passgenau geworden. Aber man/frau lernt ja bekanntlich auch im Alter noch dazu.
      Beim nächsten Hemd werde ich darauf achten, dass es aus reiner Baumwolle oder Leinen besteht. Lässt sich halt einfacher besticken.
      Ich hoffe, dass ich an dieser Stelle vielen Stickfans die Wahl des Vlieses etwas erleichtert habe. Eine generelle Lösung “so muss es sein” gibt’s einfach nicht. Ausprobieren und Mut zum Experimentieren gehört beim Sticken einfach dazu. Aus Probelappen werden bei mir immer Einkaufstaschen genäht und meistens gefüllt verschenkt. Anstelle eines Blumenstrausses.
      Viel Spass beim Sticken. Liebe Grüsse Gabriela

      • Jutta Hellbach

        Hallo Gabriela,
        vielen, vielen Dank für diese so ausführliche Antwort. Das hilft mir bestimmt weiter.
        Schöne Grüße!
        Jutta

  • Regina Langbein

    Hallo Jutta, dieses Motiv könnte glatt einem jungen Menschen in meinem Umkreis gefallen, toll sieht es aus. Ich habe beim Nähmaschinenhändler meines Vertrauens die Maschine sehen, anfassen und testen können und war begeistert, was die alles so perfekt kann. Aber- eines kann sie nicht, noch nicht- Kaffee kochen. Den sollte man zwischen dem Fadenwechsel ja mal trinken. Jetzt weiß ich warum frau sich so eine Maschine erträumt. Ich spare ja schon heftig, ich habe bereits 43,24 Euro zusammen!!! Ein entspanntes Wochenende wünscht dir Regina L.

    • Jutta Hellbach

      Hallo Regina,
      ja, nicht die EierlegendeWollmilchsau, sondern die KaffeekochendeEmailfunktionsinnehabendemit Schminkspiegelversehene Nähmaschine.
      Man muss ja noch Träume haben, von allem, was nichts mit perfekten Nähfunktionen zu tun hat :-).
      Ich finds klasse, dass du die 880ger mal probegenäht hast und auch dieses Feeling verspürtest. Ich drücke dir die Daumen, dass die “Groschensau” schnell gefüllt ist und du bestellen kannst.
      Momentan jage ich 50 Paar Taschengriffe für alle kommenden Kurse durch die 880, mit 1200 Stichen Vollgas pro Minute geht das flott. Da ist das Nähen nur noch ein Bruchteil vom vorherigen Kleben und auf Mass schneiden….
      Schönes Wochenende dir auch – hier ists frühlingshaft 🙂
      Jutta

  • Renate K.

    Liebe Jutta
    Wie muss ich mir das vorstellen: stickt die Maschine vier Stunden lang ganz allein oder musst Du ihr alle zehn Minuten bei einem Farbwechsel assistieren?
    Ich grüsse Dich freundlich, Renate.

    • Jutta Hellbach

      Liebe Renate,
      die Maschine stickt nicht ohne Hilfe Motive, egal in welcher Grösse diese sind und unabhängig der Stickdauer. Das Stickmotiv ist auf mehrere Ebenen aufgeteilt, die nach und nach gestickt werden. Diese beiden Skulls bestehen jeweils aus 22-24 Ebenen, die nach Gestaltungsaufwand (das Aussticken) mal 3 Minute, oder auch einmal 45 Minuten am Stück benötigen.
      Ich ändere nach Geschmack die Stickfadenfarbe, fädle ein, was die 880 absolut zuverlässig vollautomatisch erledigt, und lasse die Maschine in der nächsten Ebene weiterarbeiten. Das Stickprogramm zeigt am Touchscreen jeweils genau an, in welchem Arbeitsschritt man sich befindet und rückt nach abgeschlossener Ebene gleich zur nächsten auf.
      Um es mal deutlich zu sagen, für Leute wie mich, die selten sticken ist das absolut idiotensicher 😉 ( für diejenigen, die nun wieder meinen ich würde mich selbst gleich einweisen, oder andere damit diffamieren wollen, seien informiert, dass dies meine Form von Humor ist, die entweder akzeptiert, oder bei Unverständnis ganz einfach überlesen werden kann).
      Liebe Renate, also geht es recht gut, nebenher anderes zu tun wenn die Maschine arbeitet, man muss halt nur zwischendrin immer mal wieder das Stickgarn wechseln, neu einfädeln und den Startknopf drücken. Luxus, wirklich:-).
      Dir ein sehr schönes und erholsames Wochenende,
      Jutta

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