Kreative Artikel zum Thema Nähen

Die schnelle Schürze!

Vor wenigen Tagen sind Stoffe der Serie Merry Matryoshka von Riley Blake bei uns im Laden in München eingetroffen. Darunter auch diese wirklich zuckersüß bedruckten Panele – erhältlich in drei verschiedenen Farben. Hier meine aktuelle Lieblingsfarbe:

Panel

Unten links befindet sich auf dem Panel eine Nähanleitung in Englisch, wobei ich mich für eine etwas andere – und gleichzeitig auch aufwändigere – Art der Verarbeitung entscheide. Diese möchte ich Euch im Folgenden zeigen. Vielleicht findet ihr ein so tolles Panel auch im Stoffgeschäft bei Euch um die Ecke. Natürlich könnt Ihr auch eine vergleichbare Schürze aus jedem anderen Stoff arbeiten.

Neben dem soeben erwähnten Panel benötige ich noch 80 cm farblich passende Zackenborte sowie zwei farblich passende Baumwollstoffstücke mit den Maßen 19 x 17 cm für die Taschen.

Aus dem Panel schneide ich zunächst die drei Teile für die Bänder sowie das Schürzenteil an der Markierung aus. Die beiden Teile für die Tasche schneide ich identisch wie das Futter zu – also etwas kleiner als auf dem Panel aufgedruckt (19 x 17 cm).

Nun werden die gerade Oberkante am Ausschnitt der Schürze sowie die geraden Seitenkanten doppelt 1 cm umgebügelt und gesäumt. Sehr gut geht das mit dem Schalkantfuß #10.

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Dann die gerade Unterkante der Schürze doppelt 3 cm umbügeln und ebenfalls schmalkantig säumen.

Nun schneide ich den Stoff an der Rundung beidseitig jeweils 3 cm zurück. Da wir hier die Rundung gleich mit einem Streifen einfassen werden können wir die überschüssige Nahtzugabe zurückschneiden.

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Die drei Streifen für die Schürzenbänder nähe ich zu einem Endlosstreifen zusammen. Hierfür lege ich die Enden im rechten Winkel rechts auf rechts übereinander und fixiere sie mit einer diagonalen Naht. Die überschüssigen Nahtzugaben werden zurückgeschnitten und dann auseinandergebügelt. Ich nähe die drei einzelnen Streifen zu einem langen Stück zusammen.

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Jetzt das Band in zwei gleich große Teile teilen und jeweils an den langen Seiten 1 cm Saum einbügeln.

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Nun stecke ich das Band im geöffneten Zustand an die zuvor zurückgeschnittene Rundung des Schürzenoberteils. An der späteren Rückseite sollten ca. 60 cm Bindeband überstehen, den Rest lasst Ihr einfach oben für das Bindeband im Nacken überstehen. Achtet darauf, dass die Naht vom Zusammensetzen der Streifen zur Rückseite (also zum Bindeband für den Rücken) zeigt.

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Anschließend das Band in der Bügelfalte auf die Schürzenrundung steppen.

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Nun das Band nach hinten umklappen, sodass es ganz knapp die soeben gefertigte Naht verdeckt. Obwohl das Band im geraden Fadenlauf geschnitten wurde, legt es sich für diese kleine Rundung recht gut “um die Kurve”.

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Am Anfang und Ende der Bänder falte ich den Stoff zunächst zu einer Spitze.

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Diese klappe ich dann nach innen.

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Zum Schluss den Streifen zuklappen.

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Nun werden Bindeband…

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… und der runde Ausschnitt, dann wieder das Bindeband in einem Arbeitsgang festgesteppt. Am besten gelingt das mit dem Schmalkantfuß #10c!

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Die Zackenborte steppe ich jeweils an beliebiger Stelle auf ein Taschenteil (Oberstoff). Anschließend lege ich Oberstoff und Futter rechts auf rechts und nähe es rundherum zusammen. An der unteren geraden Kante lasse ich eine ca. 5-7 cm große Wendeöffnung. Mit den verbliebenen beiden Teilen ebenso verfahren.

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Nun die Nahtzugabe an den Ecken zurückschneiden und die beiden Taschenteile wenden. Anschließend stecke ich sie auf die Markierung der Schürze auf.

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Jetzt die Tasche schmalkantig mit dem Fuß #10c auf die Schürze steppen. Die Oberkante bleibt natürlich offen!

10

Fertig ist die Schürze! Wenn die große Hitze jetzt vielleicht langsam aber sicher dem Ende zu geht, können wir vielleicht schon über die Weihnachtsbäckerei nachdenken und somit hoffentlich ganz bald unsere neue Schürze einweihen!

Schürze_Matroschka_multi

Liebe Grüße und bis bald!

Eure Claudia

 

 

 

 

 

 

 

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Kommentare zu diesem Artikel

5 Antworten

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  • Heike Rosenbaum

    Hallo, also ich nehme für runde Kanten immer (!) Schrägband. Das fügt sich besser an und sieht auch dementsprechend aus.

  • Claudia Geiser

    Hallo zusammen,
    vielen Dank für Eure Kommentare zu diesem Beitrag.
    @Renate: Es ist genauso, wie Kerstin es perfekt beschrieben hat. Werden die Nahtzugaben schräg gesetzt, tragen Sie nicht so auf.
    @ Hannelore: Diese Art ist auch eine sehr gängige und elegante Version der Verarbeitung. Ich persönlich hänge die Schürzen gerne am Verschlussband auf. Selbiges rutscht dann gerne aus dem Tunnel, sofern die Enden nicht in irgend einer Art und Weise fixiert wurden. Außerdem finde ich die Schleife ein sehr hübsches Detail an der Schürze. Aber so hat eben jeder seine Vorlieben!
    Liebe Grüße und weiterhin viel Spaß und Freue beim Schürzen Nähen!
    Claudia

  • Hannelore

    Hallo Renate, ich möchte Claudia G. nicht vorgreifen, auf jeden Fall verteit sich die Nahtzugabe beim schrägen zusammensetzen besser, heißt: es wird an der Naht nicht so dick.
    Viele Grüße
    Hannelore

    • Kerlui Luiker

      um Knoten oder Schleife im Nacken zu vermeiden (stört mich) und eine bequemere variable Länge zu haben, versäubere ich die seitlichen Rundungen mit Schrägband zu einem Tunnel, durch den ich das Verschlussband in voller Länge durchziehe.
      Kerstin

  • Renate K.

    Liebe Claudia
    Du nähst die langen Streifen im rechten Winkel und dafür diagonal zusammen. Ich hätte sie deckungsgleich aufeinandergelegt und gerade genäht. Scheint Dir Deine Variante hübscher oder siehst Du noch einen weiteren Vorteil?
    Ich grüsse Dich freundlich
    Renate

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