Kreative Artikel zum Thema Sticken

Arbeiten mit der Sticksoftware V7 / V8– Teil 2: Digitalisierte Flächenformen verändern und korrigieren

Im letzten Post habe ich Euch gezeigt, wie ihr Flächen mit den verschiedenen Werkzeugen anlegen könnt. Heute geht es mit dem Weiterbearbeiten der Formen los.

Verändern und Korrigieren digitalisierter Flächenformen

Man kann alle Formen, die nach der Anleitung im letzten Post erstellt wurden, nachträglich verändern oder auch korrigieren. Ebenso kann man sie, wenn sie im Pfeilmodus markiert sind, kopieren und einfügen, entweder über die Funktionsleiste “bearbeiten” oder über die Kurztastenfunktionen “strg”+ “c” und “strg” und “v”.

Wie genau Eure persönliche Arbeits-Ansicht beim Arbeiten mit der Software aussieht, bestimmt ihr selbst über die hier in den roten Pfeilen eingeschlossenen Einstellungen. Da muß jeder für sich herausfinden, womit er am liebsten arbeitet. Ich arbeite in der Stickansicht und habe rechts zur Übersicht, den “Farbfilm” ausgewählt.

Hier wurde mit Rahmenanzeige, mit Raster und mit Lineal gearbeitet. Mir ist eine leere Arbeitsfläche zu diesem Zeitpunkt der Arbeitsschritte lieber.

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Fangen wir mit den groben Veränderungen der Formen an, ich erkläre dies zunächst für die Arbeit mit der linken Menueleiste, zum Teil kann man die Änderungen auch durch Kurzfunktionen ausführen, das würde aber jetzt den Rahmen sprengen.

Größenänderung und das Strecken oder Stauchen

Dazu markiert man die Form/das Objekt im Pfeil-Modus, greift mit der Maus an einem der “Eckpunkte” an und zieht in die gewünschte Größe oder verzieht die mittleren Punkte und zieht es damit  breiter oder länger.

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Hier zeigt das Programm die genauen Maße in Milliletern an. Alleine mit ziehen und stauchen kann man also eine Form schon erheblich verändern.

Links seht ihr Veränderungen in der Form, rechts in der Größe.

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Korrekturen an der Form

Sicherlich sind v.a. Elemente aus der geschlossenen Handzeichnung  oder dem geschlossen Objekt, wie wir sie im letzten Teil erstellt haben, noch nicht in der Form perfekt und bedürfen einer Nachbearbeitung. In der Grafik unten habe ich mal die Stellen and er Form mit schwarzen Pfeilen markiert, die mich stören würden.

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Um die Form im Einzelnen nachzuarbeiten, müssen wir zunächst aber das Objekt, das wir bearbeiten wollen,  mit der einfachen blauen “Pfeil”-Funktion markieren. Dann wechseln wir in den Modus “Objektkontur umformen” (Linie mit Kästchen/Referenzpunkt, unten im Bild roter Pfeil, gelb markiert, wenn aktiv).

Dieser Modus erlaubt es, alle Elemente in ihrer Form nachzubearbeiten und zu verändern. Dazu werden die Punkte (Referenzpunkte/Vektorpunkte), die die Form bestimmen, einzeln angezeigt und können dann bearbeitet werden.

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Runde Referenzpunkte (im Bild türkis) stehen für eine Kurve, eckige (Im Bild gelbe, kleine Quadrate) für eine Gerade/Ecke. Das grüne Quadrat markiert den Anfang beim Sticken,das rote Kreuz kennzeichnet das Musterende, hier endet das Aussticken dieser Fläche. Der weiße Pfeil weist auf eine lange Gerade, das ist die Stickrichtung, dazu kommen wir ein ander Mal, ich erwähne es nur, damit sich keiner fragt, was er damit machen soll.

All diese “Referenzpunkte” können wir nun zum Verbessern oder Verändern der Form löschen, hinzufügen und verschieben. Zum Löschen einfach auf den Punkt (der Punkt wird dann blau markiert) klicken und “entf” drücken. Zum Hinzufügen einfach auf die sichtbare Objekt-Linie klicken (immer linke Maustaste), wo man einen zusätzlichen Punkt haben möchte (linke Maus für Eckpunkt, rechte Maus für Kurvenpunkt). Zum Verschieben der Punkte kann man diese einfach mit der Maus (linke Taste) greifen und auf der Arbeitsfläche verschieben. Das Programm zeigt sofort an, was dann mit der Form passiert (das sehr ihr in der unteren Grafik anhand der schwarzen Vorschaulinie).

Für alle Elemente sollte die Regel gelten: Nur so viele Refernzpunkte setzen / stehenlassen, wie zur Definition der Fläche wirklich nötig sind. Unnötige Referenzpunkte können Kurven unschön werden lassen oder können beim Aussticken unsaubere Stellen verursachen. Genau schauen, dass Kurven und Geraden schöne Übergänge bekommen. All dies sieht man später am ausgestickten Stickbild.

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Ein Element ist dann fertig, wenn Kurven wirlich glatt laufen… alle Unebenheiten in den Kurven sieht man später im Stickbild, hier rate ich zu sehr viel Sorgfalt, es zahlt sich aus. Auch bei eckigen Elementen die Anzahl der Punkte auf das notwendigste reduzieren. Hier könnt ihr auch einem eckigen Objekt Kurvenpunkte hinzufügen und dann mit der Form “spielen”. Die Möglichkeiten sind unbegrenzt. Ich habe hier die Form leicht verändert, Eckpunkte komplett gelöscht und Anfangs- und Endpunkt nach innen versetzt. Das Objekt wäre jetzt fertig und wir können damit weiterarbeiten.

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Und wer noch Lust hat, kann noch etwas “spielen”. Dann gehen wir zum

Spiegeln und Verbinden

Wählt man in der linken Leiste unter dem Reiter “Bearbeiten” die Funktion “Spiegeln und Verbinden” aus, öffnet sich ein Fenster mit tollen kreativen Möglichkeiten. Probiert da ein bißchen herum. Ich habe hier erst mal senkrecht gespiegelt. dazu das Objekt markieren und Funktionstaste (hier senkrecht spiegeln) anklicken, dann kann man die Positionierung des zweiten, ggespiegelten Objektes auswählen. Klick und fertig.

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Mann kann aber auch waagerecht,im Kreuz und diese wieder miteinander kombinieren. Das gibt unendliche Variationen. Nehmt Euch zeit und probiert das aus, dadurch lernt man am Meisten.

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Ganz ausgefallen ist die Funktion “Kranz” , hier erreicht man schnell und unkompliziert sehr kreative Ergebnisse.

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Dazu einfach das Einzel-Objekt im Pfeilmodus markieren, auf “Kranz” klicken und ganz oben links (oberer roter Pfeil) die Anzahl der gewünschten Elemente angeben. Da dürft ihr jetzt mal experimentieren….die schwarzen Vorschau-Linien zeigen Euch immer an, was geht… durch klicken mit der linken Maustaste wird wieder bestätigt.

Und das Wichtigste wieder zum Schluß: IMMER als (+.ART70) Format speichern. Nur dann kann man damit auch weiter arbeiten.

Zum nächsten Mal könntet ihr üben, ein Herz, eine Blüte und ein Blatt zu digitalisieren und fertig zu bearbeiten. Dann widmen wir uns dem Verändern der Flächen mit den Werzeugen, die wir heute noch nicht genutzt haben.  Übung macht den Meister, also schön dranbleiben.

Ergänzend möchte ich denen, die die software bereits haben, raten, auch mal das “Benutzerhandbuch” anzuschauen. Wer lieber mit Papier arbeitet, kann sich dieses auch in einem copyshop ausdrucken lassen. Es ist ein pdf und kann auf einen USB-Stick gezogen werden. Jeder Copyshop oder eine Druckerei kann das ausdrucken. Näheres zur “Hilfe” und dem “BenutzerHandbuch” hat Tatjana Hobrlant in einem älteren Post zusammengefasst.

Viel Spaß beim Ausprobieren und Experimentieren wünscht Euch

NETTE

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Kommentare zu diesem Artikel

12 Responses

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  • helen

    Hallo Nett, ich danke noch nein Jahr später. Teil 2 hat mir sehr gut gefallen. Gute Wünsche, Helen

  • sonnenstern

    Hallo Nette

    Ich würde auch sehr gerne mit der Sticksoftware V7 arbeiten. Deine Erklärungen finde ich einfach super.

    Im Moment habe ich jedoch noch die Sticksoftware V4 Vollversion. Dazu habe ich mir das Update V7 gekauft, da die V4 noch unter Windows XP läuft. Das alles ist auf einem alten Rechner.

    Nun habe ich mir eine Bernina 790 gekauft und die stickt mit EXP. ART liest sie nicht, wenn ich es mit dem Stick übertrage.
    Ich möchte mir jetzt ein Laptop mit Windows 7 kaufen. Dann könnte ich die Muster vom Laptop an die Maschine schicken, ohne sie vorher in EXP umwandeln zu müssen. In 11 Jahren haben sich viele ART-Muster angesammelt.
    Da kann ich aber die V4 nicht mehr benutzen. Die läuft unter Windows 7 nicht.

    Meine Frage: Ich habe das Software 7 Update. Das könnte ich doch weiterhin verwenden, oder?

    Was muß ich aber vorher darunter installieren, damit ich das Update 7 installieren kann?
    Wenn du es nicht weißt, vielleicht kann mir jemand anderes Auskunft geben.

    Schon mal voraus vielen Dank und liebe Grüße

    • Matthias Fluri

      Hallo sonnenstern

      Ich erlaube mir, in dieser etwas Angelegenheit anstelle von Nette zu antworten:

      1. Wir empfehlen, dass Sie anstelle eines Windows 7-Laptops einen hochwertigen Windows 10 Laptop kaufen, da Windows 7 seit dem 13. Januar 2015 nicht mehr voll supported wird, vgl. Sie dazu http://windows.microsoft.com/de-de/windows/lifecycle. Bitte beachten Sie vor dem Kauf auch die Mindestsystemanforderungen auf der V7-Verpackung. Der Bildschirm sollte mindestens eine Diagonale von 15 Zoll haben, damit Sie eine gute Übersicht haben.

      2. Als nächstes sollten Sie alle Ihre persönlichen Daten vom XP-Rechner auf einer externen Festplatte speichern und auf den neuen Laptop transferieren. Verwenden Sie die Festplatte nachher als Backup.

      3. Sie können das V7-Update gleich auf Ihrem neuen Laptop installieren. Bitte befolgen Sie dazu unbedingt den Installationsanweisungen aus dem Benutzerhandbuch. Ich habe Ihnen die entsprechenden Seiten hier als PDF auf unseren Blog-Server hochgeladen:

      https://blog.bernina.com/de/wp-content/uploads/sites/2/2016/06/Updates.pdf

      Schieben Sie die DVD in Ihr DVD-Laufwerk und starten Sie die Installation. Folgen Sie den Anweisungen und stecken Sie den alten und neuen Dongle erst ein, wenn Sie dazu aufgefordert werden. Während dieses Vorgangs wird die Lizenz des alten V4-Dongles auf den neuen V7-Dongle übertragen. Der alte V4-Dongle wird gelöscht und kann nachher nicht mehr verwendet werden. Bitte installieren Sie nach der Installation auch gleich das neuste Update: Gehen Sie dazu auf Hilfe > Nach Updates suchen…

      4. V7 kann alte Stickmusterformate lesen. Bestehende ART-Stickmuster müssen unbedingt behalten werden, da sie alle Information des Stickmusters enthalten. EXP enthält nur Stich- und Farbdaten und ist für Maschine bestimmt. B 790 liest nur EXP.

      ich hoffe, dass ich Ihnen damit weiterhelfen konnte. Bei weiteren Fragen steht Ihnen Ihr Fachhändler sehr gerne zur Verfügung.

      Liebe Grüsse,
      Matthias

      • sonnenstern

        Hallo Matthias
        Vielen Dank für die schnelle Rückmeldung.
        Aber irgendwie stehe ich auf der Leitung.
        Wenn ich mir einen Laptop mit Windows 10 kaufe, kann ich doch die V4 Vollversion als Grundlage für das Update 7 nicht aufspielen. V4 wird nicht angenommen. 2005 gab es ja noch kein Windows 7 oder 10.
        Also muß ich doch eine neuere Version als Grundlage erst auf den Rechner spielen, bevor ich dann das 7er Update draufpacke.
        Oder geht das so gar nicht.
        Mache ich einen Denkfehler?
        Es gibt so viel verschiedene Software-Pakete. Da weiß ich wirklich nicht, was ich brauche.

        Liebe Grüße
        Hannelore

      • Matthias Fluri

        Hallo Hannelore

        Es ist nicht nötig, erst die V4 auf Ihrem neuen Rechner zu installieren. Absolvieren Sie bitte einfach die oben erläuterten Schritte, installieren Sie direkt das V7-Update und stecken Sie die beiden Dongles (V4 und V7) ein, wenn Sie dazu aufgefordert werden.

        Liebe Grüsse,
        Matthias

      • sonnenstern

        Guten Morgen Matthias
        Ganz herzlichen Dank für Ihre Mühe. Sie haben mir sehr geholfen.

        Liebe Grüße
        Hannelore

      • Nette

        Matthias ist da der Ansprechpartner mit entsprechendem Hintergrundwissen, daher habe ich es ihm überlassen, zu antworten. Da wäre ich schlicht überfrat gewesen. herzliche Grüße

      • sonnenstern

        Hallo Nette
        Danke das ich meine Fragen in deinm Beitrag stellen darf. Ich wüßte nicht, wo ich sonst meine Fragen gesondert loswerde.
        Ich habe alles so gemacht, wie Matthias es geschrieben hat. Leider funktioniert es nicht. Es kommt immer die Fehlermeldung: Debugger detected E0030.
        Ich vermute mal, es fehlt ein Treiber. Aber welcher?
        Liebe Grüße
        Hannelore

      • Matthias Fluri

        Hallo sonnenstern

        Bitte senden Sie mir doch einen Printscreen der Fehlermeldung an matthias.fluri@bernina.com. Ich werde Ihre Anfrage dann an unseren Support weiterleiten und mich bei Ihnen melden, sobald ich den Lösungsweg kenne.

        Bitte beachten Sie, dass für Support-Fragen eigentlich Ihr Fachhändler der richtige Ansprechpartner ist.

        Unsere Blog-Autorinnen sind begeisterte und höchst kompetente Anwenderinnen unserer Produkte, sie arbeiten aber nicht bei BERNINA. Entsprechend verfügen sie nicht über die Hintergrundinformationen, die nötig wären, um technischen Support anzubieten.

        Der Blog ist primär als Kreativplattform anzusehen.

        Liebe Grüsse,
        Matthias

  • kasia hanack

    Hallo Nette

    Vielen Dank für den tollen Beitrag! Ich lerne hier gerne mit. Obwohl ich schon ziemlich gut mit der Software umgehen kann, habe ich gerade das eine oder andere gelernt. Ich bin auf weitere Tutorials sehr gespannt.

    Ganz liebe Grüsse
    Kasia

  • Bernadette Burnett

    Liebe Nette,
    vielen Dank für die Mühe die du dir für uns machst <3
    Deine Tutorials sind echt richtig super für Anfänger!
    Liebe Grüße,
    Bernadette

  • roesmart

    Hallo Nette,
    herzlichen Dank für die ausführliche Anleitung.
    Mit freundlichen grüßen
    roesmart

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