Kreative Artikel zum Thema Sticken

Zoey, die Kellerassel (mein erster eigener Stickereientwurf)

Ich habe es lange vor mich hergeschoben, aber letztendlich habe ich mich doch einmal an die Bernina Embroidery Software 7 rangetraut und meine erste eigene Stickerei entworfen. Welches Motiv diese haben sollte, wusste ich aber schon seit Langem. Meine Theatergruppe trägt den inoffiziellen Beinamen “Die Kellerasseln”. Einen Logovorschlag dafür wollte ich schon lange visualisiert haben 🙂 Also habe ich meinen Plan umgesetzt.

Die Software musste erst einmal installiert werden. Hier musste ich in meiner Motivation endlich anzufangen dann doch etwas Geduld mitbringen, denn in 5 Minuten ist das nicht erledigt 😉 Der beigefügte rote USB-Stick (Dongle) wirkt zunächst als nettes Give-away um seine Entwürfe abspeichern zu können. Tatsächlich ist er jedoch sehr wichtig, da man ohne ihn die Software erst garnicht nutzen kann.

Die Sticksoftware selbst bietet eine unglaubliche Vielzahl von fertigen Stickmustern. Man sollte sich die Zeit nehmen, diese durchzuklicken. Es sind wirklich tolle Projekte, die die Kreativität anregen. Mein Ziel war aber ein eigenes Stickmuster zu kreieren. Mit der Software selbst, wird das Designprogramm Corel Draw Essentials X6 installiert. Ich habe selbst noch nie mit Corel gearbeitet, verwende aber seit Jahren Adobe Illustrator. So war es für mich sehr leicht, das Programm zu verstehen.

Entwurf Nr. 1:

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Die Kellerassel sieht schon recht stickfertig aus. Der Verlauf von vorne nach hinten sieht gleichmäßig aus. Ich habe die Datei exportiert und im Stickprogramm geöffnet und…

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…finde sie verbesserungswürdig. Die Farben sind ungleichmäßig verteilt. Aus grau wird lila und grün. Die Fühler und Füße haben zwei Farben statt einer. Es gibt sicherlich viele Dinge die ich hierfür noch lernen muss. Was ich in den ersten Schritten in diesem Programm gleich erkennen konnte war, dass ich die einzelnen Schuppen, Fühler und Beine als geschlossene Form zeichnen und einzeln extra einfärben muss.

Entwurf Nr. 2:

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Nach dem Export, gefällt mir das Ganze schon viel besser:

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Die verfälschten Farben finde ich garnichtmal so schlecht. Das Grau ist vielleicht doch etwas trist. Also habe ich beschlossen die Farbschattierung für den Entwurf Nummer 2 zu übernehmen. Etwas angeglichener sollten sie aber doch sein. Außerdem müssen es auch Farben sein, die ich als Garn vorrätig habe.

Ich habe die Garnrollen ausgesucht:

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Das Anpassen habe ich mit der Pipette rechts oben, vorgenommen.

Entwurf Nr. 3:

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Nun wird die Stickerei per USB-Stick an die Maschine übertragen. Sie muss hierfür als exp. Datei abgespeichert werden. Dann wird das Stickmodul angeschlossen, die üblichen Einstellungen mit Skalierung etc. vorgenommen, der Stoff mit Stickvlies verstärkt, in den Rahmen eingespannt und das Abenteuer kann beginnen. Mein Abenteuer hat ganze 1,5 gedauert. Es hat auch nicht alles gleich von Anfang an geklappt. Die Maschine zwischendrin mal ausschalten und neu starten hilft doch meistens 😉

Ich hätte die ganze Zeit davorsitzen können um zuzuschauen wie diese geniale Maschine meinen Entwurf umsetzt. Ich finde es einfach faszinierend.

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Mit Sicherheit habe ich hier einiges noch nicht beachtet oder sogar falsch gemacht. Ich habe für diesen Erstversuch einfach mal die meisten Einstellungen, die das Programm und die Maschine vorgegeben haben übernommen. Fürs nächste Mal traue ich mich dann vielleicht etwas mehr zu spielen 🙂

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Zwar habe ich die Stickerei erstmal als Musterstück ausprobiert. Wenn sie nun schon so gut geworden ist, kann man sie auch gut weiterverarbeiten. Also habe ich ein Kissen mit einem Paspelrand draus gemacht.

Dafür habe ich nochmals ein Stoffquadrat ausgeschnitten und die Ecken der beiden Teile abgerundet.

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Für die Paspel habe ich aus einem petrolfarbenen Stoff ein Schrägband zugeschnitten.

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Das Schrägband habe ich längs halbiert und am Stoffrand aufgesteckt. Die beiden Enden habe ich miteinander vernäht, so dass das Schrägband geschlossen ist.

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Dann habe ich es mit einem Steppstich fixiert.

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Nun wird das Ganze mit dem zweiten Stoffstück verbunden und verstürzt. Die Kanten werden sauber ausgebügelt.

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Das Kissen wird mit Watte gefüllt und mit Handstichen geschlossen. Und Fertig!

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Verwendete Produkte:
BERNINA 580
BERNINA 580
BERNINA Sticksoftware 7
BERNINA Sticksoftware 7

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Kommentare zu diesem Artikel

10 Antworten

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  • udis2005

    Hallo
    Sehr schön geworden
    Ich habe eine Frage zu den Garnen
    Das sind doch ganz normale Nähgarne ????????

    • empha

      Hallo Udis, vielen Dank für das Kompliment 🙂 Ja ich habe hier normales Nähgarn verwendet. An der Oberfadenspannung habe ich selbst nichts verändert. Ich habe nur auf die richtige Dicke der Nadel und die Spannung der Spule geachtet. Alles andere hat die Maschine von selbst geregelt 🙂 Wie das bei der Kombination von Stick und Nähgarnen ist, kann ich leider mangels Erfahrung nicht sagen. Lg. eva

  • udis2005

    Sehr sehr schön geworden ich habe eine Frage zu dienen Garnen
    Das sind doch ganz normale Nähgarne?????
    Ich habe nämlich auch schon ab und an mal geschummelt wenn iTunes besondere Nuance benötigtigte .
    Also kann man das machen???? Verstellst du vorher die Oberfadenspannung weil das Garn etwas dicker ist????

  • Monika

    Hallo Eva,
    prima und vielen Dank für die Tipps… so langsam bekomme
    ich den Druchblick. Ich bin quasi bereit und werde sicher in den
    kommenden Tagen loslegen.
    Viele Grüsse, Monika

  • Monika

    Was ich lese, macht mir nun doch Mut in die Bernina V7 SW einzusteigen. Mit dem Designprogramm Corel Draw Essentials X6 kann ich mich sooo gar nicht anfreunden. AI ist mir wesentlich angenehmer zu bedienen.

    Meine Frage:
    – die Datei wird in AI exportiert, welches Format ?
    – danach die Datei in V7 dann importieren ?

    Ist da so gedacht?

    Vielen Dank für einen kurzen Hinweis.
    Beste Grüsse, Monika

    • empha

      Hallo Monika, es lohnt sich auf jeden Fall sich in das Programm einzuarbeiten. Mir hat es gleich sehr viel Spass gemacht 🙂 Die Grafik kann selbstverständlich auch in Adobe Illustrator gezeichnet werden. Dort kann sich dann z.B. als eps-Datei im Stickprogramm unter “Bild einfügen” geöffnet werden. Über “Automatisch Digitalisieren” wird die Datei dann für die Konvertierung vorbereitet. Mit der Stickansicht bekommt man dann die Vorschau, wie es gestickt ausschauen wird. Susanne Menne hat hierfür auch einen Artikel verfasst, der sich mit den Dateiformaten befasst: https://blog.bernina.com/de/2014/03/v-7-%E2%80%93-vektorgrafiken-und-bitmaps/
      Ich hoffe ich konnte die Frage zufriedenstellend beantworten 🙂
      Liebe Grüße,
      eva

      • Monika

        Hallo Eva,
        prima und vielen Dank für die Tipps… so langsam bekomme
        ich den Durchblick. Ich bin quasi bereit und werde sicher in den
        kommenden Tagen loslegen.
        Viele Grüsse, Monika

    • empha

      Hallo und vielen Dank! Es freut mich sehr, dass ich es einigermaßen verständlich darstellen konnte 🙂
      Liebe Grüße, eva

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