Kreative Artikel zum Thema Sticken

Arbeiten mit der Sticksoftware V7 / V8 – Teil 3: Digitalisierte Flächenformen spiegeln und verzerren

Es geht weiter.

Wir sind nun fast durch mit den Einheiten zum Erstellen der Flächen. Heute stelle ich Euch noch die letzten praktischen Funktionen vor, mit denen wir Flächenformen bearbeiten und verändern können. Dann geht es im nächsten Beitrag um das “Füllen” der Flächen. Das wird dann richtig umfangreich, das werde ich in mehrere Beiträge teilen müssen. Und dann wartet in der Serie hier ja noch das Erstellen von Linienobjekten auf Euch, es gibt also noch viel zu lernen. Alles, was man noch so machen könnte und kann (das ist ja bei der V7 sehr, sehr umfangreich), werde ich in der Serie nicht unterbringen, ich habe mich ja festgelegt, Euch erst mal die “Basics” und “Grundfunktionen” zu erklären.

Drehen von Objekten:

Wir arbeiten heute mit einer einfachen Füllfläche weiter. Zum “Drehen” von Objekten gibt es oben in der Arbeitsleiste eine Kurzfunktion, diese ist per Pfeil im Bild markiert.

Man kann in 45 Grad-Schritten mit oder gegen den Uhrzeigersinn drehen, dazu wie immer Objekt mit der Pfeilfunktion “Objekt auswählen” markieren und dann per Kurztaste drehen. In helltürkis seht ihr das Original, in hellpink das gedrehte Objekt, je einmal in und einmal gegen den Uhrzeiersinn gedreht um 45 Grad.

drehungg45x

links in pink seht ihr die Drehung um 1 x 45 Grad im Uhrzeigersinn, rechts um 45 Grad gegen den Uhrzeigersinn.

Die V7 bietet auch die Möglichkeit, in frei gewählten Winkeln zu drehen, dafür gibt es das Zahlenfeld, in das man die gewünschten Winkelzahlen eingeben kann. Hier wird ausschließlich gegen den Uhrzeigersinn gedreht, wie man auch am Pfeil sehen kann. Hier habe ich um 90 Grad gedreht per manueller Eingabe.

drehungg90x

Drehung um 90 Grad per manueller Eingabe

Verzerren von Objekten:

Die Funktionsfläche zum “Verzerren” findet ihr genauso in der oberen Menueleiste. Mit der “Objekt-auswählen”-Funktion markierten Objekte können in jedem gewünschten Winkel verzogen/verzerrt werden.

Wie der Effekt dann aussieht, muß man einfach mal ein bißchen testen, dann bekommt man ein Gefühl dafür. Die Höhe des Objektes verändert sich nicht, es wird nur seitlich verzerrt.

Das Verzerren ist an einem Rechteck oder Quadrat natürlich am einfachsten zu erproben, weil einfach die äußeren Seiten im eingegebenen Winkel verzerrt werden, also die senkrechten Seiten von senkrecht auf das eingegebene Winkelmass gekippt werden.

Hier wird nach rechts gekippt/verzerrt. Möchte man nach links kippen/verzerren, setzt man vor die Winkelzahl ein “-“. Bestätigt wird mit der “enter” Taste, dann seht ihr das Erebnis.

verzerreneckigx

Oben in pink Rechteck verzerrt um 30 Grad, unten in pink Quadrat verzerrt um -30 Grad, hier sieht man gut, dass sich die Höhe des Objektes nicht verändert.

Das Verzerren funktioniert allerdins nur bis zu einer Winkelzahl von ca. 80 Grad, höhere Werte sind nicht umsetzbar bzw. werden immer nur als 80Grad-Verzerrung dargestellt. (Warum das so ist, wird klar, wenn man sich vorstellt, die Seite des Rechteckes um 90 Grad zu kippen, dann hätte das Objekt keine Höhe mehr, ein Rechteck ist also dann als Fläche nicht mehr darstellbar.)

Verzerrung um 80 Grad, die Höhe des Objektes verändert sich nicht.

Verzerrung um 80 Grad, die Höhe des Objektes verändert sich nicht.

Man kann mit der Funktion ganz interessante Flächenvarianten kreieren. Auch das ist wieder eine Funktion, mit der man schön “spielen” kann, um kreative Ergebnisse zu schaffen.

verzerren30x

Oben in pink verzerrt um 30 Grad, unten in pink verzerrt um -30 Grad

Und damit sind wir schon fertig mit den Varianten, wie man die Flächenformen verändern und bearbeiten kann!

Schön üben, dann können wir mit den Füllungen weitermachen und ihr seid schon so weit, dass ihr Flächenmotive erstellen und dann auch sticken könnt. Und wie immer die Erinnerung: Speichert ALLES im .art70 Format, dann kann man damit immer weiterarbeiten.

Alle unter Euch, die die V7 schon haben, erinnere ich mal hiermit an das Update. Ihr könnt alles Wichtige dazu auf der BERNINA-Seite nachlesen!

Bis zum nächsten Mal,

Schön, dass ihr dabei seid!

 

Nette

EDIT: Alle meine Beiträge zur V7 sind auch für die V8 anwendbar.

 

 

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Kommentare zu diesem Artikel

5 Responses

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  • granny

    Seit einiger Zeit alle V7-Infos sammelnd, und mittlerweile auch probierend, was mal besser klappt, mal weniger gut, bin ich froh über Ihre Beiträge.

    Das mit V7 kein Ausdruck des Benutzerhandbuch geliefert wird finde ich als Lernende sehr frustrierend. In Infos zu blättern ist für mich deutlich einfacher, als während des Lernens in einem Hilfe-Programm rumclicken zu müssen.
    Ich danke Ihnen und den anderen bloggerinnen daher sehr für die Mühe, die Sie alle sich geben, Freude am Umgang mit V7 zu wecken. Herzlichen Dank!

    • Nette

      Man kann das Handbuch in jedem Copyshop ausdrucken lassen, (dafür braucht der shop das pdf nur auf einem memorystick) ,wenn man das nicht selbst zu Hause am Drucker machen möchte. Dort wird es sogar als Buch gebunden, wenn man das möchte.

      • granny

        Hallo Nette,
        das Handbuch ausdrucken zu lassen ist im Prinzip eine gute Idee, wie von Ihnen bereits im Teil 2 der V7-Beiträge vorgeschlagen.
        Ich habe mich erkundigt, ab € 100 werde ich dafür im copyshop los. Investiere ich daheim Tinte und Papier und ginge für meine Zeit vom Mindestlohn € 8,50 aus, dann erscheinen mir beide Varianten des Eigendruck recht happig.
        Da es durch den Dongle auch nicht möglich ist V7 gleichzeitig auf 2 Computern zu nutzen, zum Arbeiten und Nachgucken, nochmals meinen herzlichen Dank für alle Infos aller Blog-Schreiberinnen!

      • granny

        Oh, super! Danke für den Tip! Über Internet nach einer Druckerei zu suchen darauf bin ich nicht gekommen.
        Ich habe auch überlegt,dass ich, sobald Handbuch auf stick, doch diesen in einen laptop schieben könnte, den ich neben meinem Computer stelle? Dann ist ein Dongle nicht mehr nötig. Werde ich ausprobieren.
        Aber ausgedrucktes Handbuch finde ich auf jeden Fall besser……und mit diesem Tip auch preislich akzeptabel.
        Nochmals “Danke!”.

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