Kreative Artikel zum Thema Quilten

l’aiguille en fête 2016

Auch dieses Jahr fand vom 4. – 7. Februar 2016 l’aiguille en fête in Paris statt. Der Event ist innerhalb des Messegeländes an der Porte de Versailles in eine andere, grössere Halle umgezogen, am Konzept jedoch (wie schon 2014 hier oder 2015 hier beschrieben) hat sich nichts geändert: ein breites und umfangreiches Händlerangebot in Kombination mit Workshops, Demonstrationen und natürlich Ausstellungen.

Plakat l'aiguille en fête 2016

Plakat
l’aiguille en fête 2016

Deren Motto lautete diesmal ‘Schätze der Maya’. Diese Schau wurde mit weiteren Ausstellungen aus Mittel- und Südamerika ergänzt. Dem stand ein zweiter Teil mit zeitgenössischer Textilkunst gegenüber und insgesamt waren 20 Ausstellungen zu bewundern. Ich habe einen fotografischen Rundgang vorbereitet und die Highlights ausgewählt. Viel Spass mit meinen Impressionen!

Blick in die Ausstellung 'Schätze der Maya' Sammlung Marion und Sylvie Breton l'aiguille en fête 2016

Blick in die Ausstellung ‘Schätze der Maya’
Sammlung Marion und Sylvie Breton
l’aiguille en fête 2016

Marion und Sylvie Breton präsentierten Textilien von gestern und heute als die wahren Schätze einer Kultur, die nie ganz verschwunden ist: die der Maya.

Blick in die Ausstellung 'Schätze der Maya' Sammlung Marion und Sylvie Breton l'aiguille en fête 2016

Blick in die Ausstellung ‘Schätze der Maya’
Sammlung Marion und Sylvie Breton
l’aiguille en fête 2016

In präkolumbischer Vorzeit gründeten die Völker der Maya in Mittelamerika verschiedene Reiche mit unterschiedlichen Sprachen. Zu ihrer Blütezeit stellten sie eine mächtige Hochkultur mit einem hoch entwickelten Kalender, Mathematik und einer einzigartigen Schrift dar. Auch die Baukunst, Malerei und die kunsthandwerkliche Bearbeitung von Keramiken, Textilien, Stein und Holz sowie der Maisanbau zählen dazu.

Blick in die Ausstellung 'Schätze der Maya' Sammlung Marion und Sylvie Breton l'aiguille en fête 2016

Blick in die Ausstellung ‘Schätze der Maya’
Sammlung Marion und Sylvie Breton
l’aiguille en fête 2016

In Städten wie z.B. Tikal, Chichén Itzá, Lamanai, Uxmal oder Palenque gab es Stufenpyramiden, Paläste, Ballspielplätze und Observatorien, wohingegegn die Ruinen von Joya de Cerén das Leben des einfachen Volkes dokumentieren. Wie weitere Stätten aus der vorspanischen Maya-Zeit auch zählen sie heute zum Teil zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Blick in die Ausstellung 'Schätze der Maya' Sammlung Marion und Sylvie Breton l'aiguille en fête 2016

Blick in die Ausstellung ‘Schätze der Maya’
Sammlung Marion und Sylvie Breton
l’aiguille en fête 2016

Über 3000 Jahre lang gelang es den Maya, sich klimatischen Veränderungen anzupassen, den häufigen Kriegen untereinander, Seuchen und Krankheiten standzuhalten und die Massaker der Konquistadoren und Gewaltherrscher zu überleben. Mit der militärischen Eroberung durch die Spanier im 16. Jahrhundert endet die unabhängige Entwicklung der Maya-Kultur. Im Gegensatz zu vielen anderen indigenen Völkern existieren die Maya noch heute und es leben rund 6 Millionen Maya in Teilen von Mexiko (Yucatán, Chiapas, Tabasco), Belize, Guatemala, Honduras und von El Salvador.

Blick in die Ausstellung 'Schätze der Maya' Sammlung Marion und Sylvie Breton l'aiguille en fête 2016

Blick in die Ausstellung ‘Schätze der Maya’
Sammlung Marion und Sylvie Breton
l’aiguille en fête 2016

Dem Begleitheft zur Ausstellung ‘Gewebte Zeit’, die das GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig im Sommer 2015 zeigte (hier mein Bericht), verdanke ich einige interessante, die Kommentare zur Pariser Ausstellung ergänzende Kenntnisse über Maya-Textilien.

Blick in die Ausstellung 'Schätze der Maya' Sammlung Marion und Sylvie Breton l'aiguille en fête 2016

Blick in die Ausstellung ‘Schätze der Maya’
Sammlung Marion und Sylvie Breton
l’aiguille en fête 2016

Spinnen (mit Handspindeln) und Weben gelten als heilige Handlungen und sind essentiell für die Nachbildung der spirituellen Welt der Maya. Über 3000 Jahre hinweg webten vor allem die Mädchen und Frauen der Maya erstaunlich komplexe Muster mithilfe eines sog. Rückenbandwebstuhls für ihre Kleidung, aber auch für Tragetücher, Gürtel, Schärpen oder Kopfbänder.

Blick in die Ausstellung 'Schätze der Maya' Sammlung Marion und Sylvie Breton l'aiguille en fête 2016

Blick in die Ausstellung ‘Schätze der Maya’
Sammlung Marion und Sylvie Breton
l’aiguille en fête 2016

Vor dem Kontakt mit den Europäern wurden für Textilien die heimische Baumwolle in verschiedenen natürlichen Farben und die Fasern verschiedener Agaven-Pflanzen verwendet. Bereits im 16. Jahrhundert wurden Schafe eingeführt und durch den Überseehandel kamen in der Kolonialzeit neben der Wolle vor allem Seide und Flachs als Materialien hinzu.

Blick in die Ausstellung 'Schätze der Maya' Sammlung Marion und Sylvie Breton l'aiguille en fête 2016

Blick in die Ausstellung ‘Schätze der Maya’
Sammlung Marion und Sylvie Breton
l’aiguille en fête 2016

Zum Färben verwendete man ursprünglich natürliche Färbemittel, wobei vor allem die Indigo-Pflanze, Cochenille – eine auf dem Feigenkaktus lebende Schildlausart – und die Purpurschnecke von besonderer Bedeutung waren. Ersteres liefert einen blauen, die beiden letzteren rote Farbstoffe, die neben dem Weiss der Baumwolle die Grundfarben bildeten. Die Farbpalette erweiterte sich wesentlich, als ab dem Ende des 19. Jahrhunderts synthetische Farben zur Verfügung standen.

Blick in die Ausstellung 'Schätze der Maya' Sammlung Marion und Sylvie Breton l'aiguille en fête 2016

Blick in die Ausstellung ‘Schätze der Maya’
Sammlung Marion und Sylvie Breton
l’aiguille en fête 2016

Seit den 1930er Jahren wird nicht mehr mit der Handspindel gesponnen und auch nur noch sehr eingeschränkt mit natürlichen Farbstoffen gefärbt. Vorgefertigte und bereits gefärbte Garne erhalten den Vorzug, was unter dem Aspekt verständlich ist, dass das Spinnen und Färben teilweise mehr Zeit benötigte als das Weben der Textilien selbst. Dies führte auch zu Veränderungen in der Kleidung.

Blick in die Ausstellung 'Schätze der Maya' Sammlung Marion und Sylvie Breton l'aiguille en fête 2016

Blick in die Ausstellung ‘Schätze der Maya’
Sammlung Marion und Sylvie Breton
l’aiguille en fête 2016

Das wichtigste, bereits in vorspanischer Zeit genutzte Arbeitsgerät zum Weben der Kleidung ist der, vor allem von Frauen verwendete sog. Rückenbandwebstuhl, der relativ einfach herzustellen und leicht zu transportieren ist und zudem fast überall benutzt werden kann.

Blick in die Ausstellung 'Schätze der Maya' Sammlung Marion und Sylvie Breton l'aiguille en fête 2016

Blick in die Ausstellung ‘Schätze der Maya’
Sammlung Marion und Sylvie Breton
l’aiguille en fête 2016

Als Kette dient ein vorbereiteter fortlaufender Faden, der zwischen zwei parallel gelegte Stäbe, den Kett- und den Warenbaum, gespannt und durch eingelegte Querhölzer geordnet wird. Das eine Ende dieser Vorrichtung befestigt man an einem Pfosten oder Baum, während das andere mit einem Gurt um die Taille der Weberin gebunden wird. Durch ihr Körpergewicht spannt die Weberin die Kette und lockert sie durch bestimmte Bewegungen wieder für den Schusseintrag.

Blick in die Ausstellung 'Schätze der Maya' Sammlung Marion und Sylvie Breton l'aiguille en fête 2016

Blick in die Ausstellung ‘Schätze der Maya’
Sammlung Marion und Sylvie Breton
l’aiguille en fête 2016

Zusätzlich zum Schussfaden werden weitere farbige Garne in die Kette eingetragen, um die Musterung zu erzielen. Die Enden der Musterfäden bleiben lose auf der Innenseite des Gewebes hängen, was auch einer besseren Wärmeisolierung des späteren Kleidungsstücks dienen soll. Da die Breite der so hergestellten Stoffe begrenzt ist, werden seit alters her grössere Textilien aus mehreren Webbahnen zusammengesetzt, die an den Längskanten zusammengenäht werden.

Blick in die Ausstellung 'Schätze der Maya' Sammlung Marion und Sylvie Breton l'aiguille en fête 2016

Blick in die Ausstellung ‘Schätze der Maya’
Sammlung Marion und Sylvie Breton
l’aiguille en fête 2016

Die Bedeutung des Rückenbandwebstuhls reicht von einer rein funktionalen bis zu einer magisch-symbolischen. Einzelteile des Webstuhls werden manchmal nach menschlichen Körperteilen benannt und der Webvorgang selbst als Schöpfungs- und Geburtsvorgang beschrieben.

Blick in die Ausstellung 'Schätze der Maya' Sammlung Marion und Sylvie Breton l'aiguille en fête 2016

Blick in die Ausstellung ‘Schätze der Maya’
Sammlung Marion und Sylvie Breton
l’aiguille en fête 2016

In den Mustern finden sich auf alten, aber auch auf neuen Textilien die traditionellen Symbole: Sonne, Mond, Sterne, Blitze, Fabeltiere bis hin zu den Kalenderzyklen.

Blick in die Ausstellung 'Schätze der Maya' Sammlung Marion und Sylvie Breton l'aiguille en fête 2016

Blick in die Ausstellung ‘Schätze der Maya’
Sammlung Marion und Sylvie Breton
l’aiguille en fête 2016

Auf manchen, vor allem herrschaftlichen Kleidungsstücken sind Motive dargestellt, die sich wie ein Text lesen lassen und Auskunft geben über die Herkunft, das Alter und die soziale Position der Trägerin, die Mythen nicht zu vergessen.

Blick in die Ausstellung 'Schätze der Maya' Sammlung Marion und Sylvie Breton l'aiguille en fête 2016

Blick in die Ausstellung ‘Schätze der Maya’
Sammlung Marion und Sylvie Breton
l’aiguille en fête 2016

Seit der Kolonialzeit werden die Textilien auch in vielfältiger Weise bestickt. Vor allem mit Einführung der Maschinenstickerei wurde die Musterung üppiger und verdrängte gleichzeitig die Handstickerei.

Blick in die Ausstellung 'Schätze der Maya' Sammlung Marion und Sylvie Breton l'aiguille en fête 2016

Blick in die Ausstellung ‘Schätze der Maya’
Sammlung Marion und Sylvie Breton
l’aiguille en fête 2016

Die Bildelemente können sowohl christliche als auch indigene Glaubensinhalte darstellen: Der Jaguar gilt beispielsweise als ein vorspanisches Symbol göttlicher Kräfte, wohingegen üppiger Blumenschmuck an die Verzierung spanischer Kleidung angelehnt ist und als Ausdruck weiblicher Fruchtbarkeit gedeutet werden kann.

Blick in die Ausstellung 'Schätze der Maya' Sammlung Marion und Sylvie Breton l'aiguille en fête 2016

Blick in die Ausstellung ‘Schätze der Maya’
Sammlung Marion und Sylvie Breton
l’aiguille en fête 2016

Daneben ist vor allem der aus Europa eingeführte Trittbrettwebstuhl verbreitet, der meist in professionellen Werkstätten von Männern zur Herstellung von grossflächigen Stoffen, wie sie beispielsweise für Röcke benötigt werden, bis heute verwendet wird.

Blick in die Ausstellung 'Schätze der Maya' Sammlung Marion und Sylvie Breton l'aiguille en fête 2016

Blick in die Ausstellung ‘Schätze der Maya’
Sammlung Marion und Sylvie Breton
l’aiguille en fête 2016

Vor allem die Frauentracht lässt sich anhand archäologischer Zeugnisse wie Codices, Malereien und Arbeiten in Stein bis in die Klassische Periode der Maya-Kultur (ca. 150 bis 900 n. Chr.) zurückverfolgen, was insbesondere für den Wickelrock und einer darüber getragenen ponchoartigen Bluse gilt, deren Form durch die Webtechnik bestimmt wird.

Blick in die Ausstellung 'Schätze der Maya' Sammlung Marion und Sylvie Breton l'aiguille en fête 2016

Blick in die Ausstellung ‘Schätze der Maya’
Sammlung Marion und Sylvie Breton
l’aiguille en fête 2016

Diese als ‘huipil’ bezeichnete Bluse wird z.B. in Guatemala und in Teilen Mexikos bis heute vor allem in ländlichen Bereichen im Alltag und zu zeremoniellen Anlässen zusammen mit einem Rock, der durch ein Gürtelband oder eine Schärpe gehalten wird, übergezogen, obwohl seit der Kolonialzeit europäische Kleidung eingeführt und nach und nach vorneweg von den Männern übernommen wurde.

Blick in die Ausstellung 'Schätze der Maya' Sammlung Marion und Sylvie Breton l'aiguille en fête 2016

Blick in die Ausstellung ‘Schätze der Maya’
Sammlung Marion und Sylvie Breton
l’aiguille en fête 2016

Ebenso gibt es verschiedene Kopfbedeckungen, die in vergangenen Zeiten und heute getragen wurden bzw. werden, ein Beispiel ist das scheibenartig um den Kopf gewundene Band.

Blick in die Ausstellung 'Schätze der Maya' Sammlung Marion und Sylvie Breton l'aiguille en fête 2016

Blick in die Ausstellung ‘Schätze der Maya’
Sammlung Marion und Sylvie Breton
l’aiguille en fête 2016

Die Bluse, meist aus Baumwolle oder Wolle, hat eine rechteckige Form und besteht aus bis zu drei zusammengenähten rechteckigen Webbahnen. Sie wird nicht zugeschnitten, sondern es werden die Öffnungen für die Arme einfach offen gelassen und lediglich die Öffnung für den Halsausschnitt tatsächlich eingeschnitten.

Blick in die Ausstellung 'Schätze der Maya' Sammlung Marion und Sylvie Breton l'aiguille en fête 2016

Blick in die Ausstellung ‘Schätze der Maya’
Sammlung Marion und Sylvie Breton
l’aiguille en fête 2016

Abhängig davon, wie viel Zeit der Weberin neben ihrer sonstigen Arbeit für das Weben zur Verfügung stand und wie komplex die eingewebten und aufgestickten Muster sind, konnte zur Herstellung eines ‘huipils’ ein halbes Jahr vergehen, weshalb man seit den 1920er Jahren vermehrt auf vorgefertigte Stoffe mit breiter Farbpalette zurückgreift. In der Ausstellung waren verschiedene wunderbare, auch handgewebte und bestickte Beispiele zu bewundern.

Blick in die Ausstellung 'Schätze der Maya' Sammlung Marion und Sylvie Breton l'aiguille en fête 2016

Blick in die Ausstellung ‘Schätze der Maya’
Sammlung Marion und Sylvie Breton
l’aiguille en fête 2016

Die heutige textile Produktion wird von auf Export ausgerichteter Vermarktung bestimmt, ist also weniger traditionell und berücksichtigt den modischen Geschmack eines internationalen Publikums, z.B. den der Touristen.

Blick in die Ausstellung 'Schätze der Maya' Sammlung Marion und Sylvie Breton l'aiguille en fête 2016

Blick in die Ausstellung ‘Schätze der Maya’
Sammlung Marion und Sylvie Breton
l’aiguille en fête 2016

Dass es auch anders geht, beweist der non-profit-Zusammenschluss ‘El Camino de Los Altos‘:

Blick in die Ausstellung 'El Camino - Maya Textilien von heute' Zusammenarbeit französischer Designer mit Weberinnen aus Chiapas, Mexiko l'aiguille en fête 2016

Blick in die Ausstellung ‘El Camino – Maya Textilien von heute’
Zusammenarbeit französischer Designer mit Weberinnen aus Chiapas, Mexiko
l’aiguille en fête 2016

Um ihre Lebensbedingungen zu verbessern, nutzen seit 1996 rund 150 mexikanische Weberinnen aus Chiapas das Wissen und die Technik ihrer Vorfahren und weben mithilfe des Rückenbandwebstuhls aus hochwertiger Baumwolle Decken, Kissenbezüge und andere Artikel vorwiegend aus dem Bereich Wohntextilien mit zeitgemässem Design, das französische Designer beisteuern.

Blick in die Ausstellung 'El Camino - Maya Textilien von heute' Zusammenarbeit französischer Designer mit Weberinnen aus Chiapas, Mexiko l'aiguille en fête 2016

Blick in die Ausstellung ‘El Camino – Maya Textilien von heute’
Zusammenarbeit französischer Designer mit Weberinnen aus Chiapas, Mexiko
l’aiguille en fête 2016

Auf diese Weise wird das Erbe der Maya bewahrt und die traditionellen Motive mit einem frischen Look für einen anspruchsvollen Kundenkreis kombiniert.

Blick in die Ausstellung 'El Camino - Maya Textilien von heute' Zusammenarbeit französischer Designer mit Weberinnen aus Chiapas, Mexiko l'aiguille en fête 2016

Blick in die Ausstellung ‘El Camino – Maya Textilien von heute’
Zusammenarbeit französischer Designer mit Weberinnen aus Chiapas, Mexiko
l’aiguille en fête 2016

Weitere Ausstellungen von mexikanischen Stickereien oder Collagen aus Wollfäden, ‘Tenango’ bzw. ‘Huichol’ genannt oder den Mola-Arbeiten, die die Frauen der Kuna (Panama) anfertigten, rahmten das Ganze ein.

Blick in die Ausstellung 'Tenango' Zusammenstellung aus den Sammlungen von J.-C. Percheron und A. u. S. Breton l'aiguille en fête 2016

Blick in die Ausstellung ‘Tenango’
Zusammenstellung aus den Sammlungen von J.-C. Percheron und A. u. S. Breton
l’aiguille en fête 2016

Die farbenfrohen, jeweils einzigartigen Tenango-Stickereien der Otomi (Mexiko) erzählen mystische Geschichten in Verbindung mit bestimmten Vorstellungen von Kosmos und Natur. Die Konturen der Motive werden von Zeichnern vorgezeichnet. Stickerinnen und Sticker arbeiten traditionell mit Baumwollfäden und, abhängig von seiner Grösse, auch gleichzeitig an einem Stück.

Blick in die Ausstellung 'Tenango', Detail Zusammenstellung aus den Sammlungen von J.-C. Percheron und A. u. S. Breton l'aiguille en fête 2016

Blick in die Ausstellung ‘Tenango’, Detail
Zusammenstellung aus den Sammlungen von J.-C. Percheron und A. u. S. Breton
l’aiguille en fête 2016

Die mexikanische Textilkünstlerin Gimena Romero hat die Illustrationen zu ihrem Buch ‘Camino a Tenango’ (Weg nach Tenango) auf der Basis dieser traditionellen Volkskunststickerei entwickelt und auf Leinen gestickt.

Blick in die Ausstellung 'Weg nach Tenango' handgestickte Illustrationen des Buches 'Camino a Tenango', Detail Gimena Romero (Mexiko) l'aiguille en fête 2016

Blick in die Ausstellung ‘Weg nach Tenango’
handgestickte Illustrationen des Buches ‘Camino a Tenango’, Detail
Gimena Romero (Mexiko)
l’aiguille en fête 2016

Die Ausstellung zeigte die originalen Stickereien.

Blick in die Ausstellung 'Weg nach Tenango' handgestickte Illustrationen des Buches 'Camino a Tenango' Gimena Romero (Mexiko) l'aiguille en fête 2016

Blick in die Ausstellung ‘Weg nach Tenango’
handgestickte Illustrationen des Buches ‘Camino a Tenango’
Gimena Romero (Mexiko)
l’aiguille en fête 2016

Angehörige der zahlenmässig kleinen mexikanischen indigenen Ethnie der Huichol fertigen traditionell farbenprächtige Fadenbilder aus Wollfäden an, die sie mit Wachs auf Holzplatten kleben.

Blick in die Ausstellung 'Huichol' Wollfäden auf Sperrholz, Collage, Mexiko Sammlungen von J.-C. Percheron und A. u. S. Breton l'aiguille en fête 2016

Blick in die Ausstellung ‘Huichol’
Wollfäden auf Sperrholz, Collage, Mexiko
Sammlungen von J.-C. Percheron und A. u. S. Breton
l’aiguille en fête 2016

Sie zeichnen naive Formen, die jedoch einem genauen Vokabular folgen und auf halluzinatorischen Visionen und Träumen nach der Aufnahme von berauschenden Substanzen des Peyotl-Kaktus, einem Stammesritual, beruhen.

Blick in die Ausstellung 'Huichol' Wollfäden auf Sperrholz, Collage, Mexiko Sammlungen von J.-C. Percheron und A. u. S. Breton l'aiguille en fête 2016

Blick in die Ausstellung ‘Huichol’
Wollfäden auf Sperrholz, Collage, Mexiko
Sammlungen von J.-C. Percheron und A. u. S. Breton
l’aiguille en fête 2016

Aus verschiedenen Sammlungen stammen die Mola-Arbeiten …

Blick in die Ausstellung von Mola-Arbeiten Kuna-Indianer (San Blas, Panama) Zusammenstellung aus den Sammlungen von JL. Baconnier, R. Aknin, M. Simmons, M. De Leon l'aiguille en fête 2016

Blick in die Ausstellung von Mola-Arbeiten
Kuna-Indianer (San Blas, Panama)
Zusammenstellung aus den Sammlungen von JL. Baconnier, R. Aknin, M. Simmons, M. De Leon
l’aiguille en fête 2016

… ein reizvoller Querschnitt durch die Bilder der Kuna-Frauen, die diese in mehrschichtigen Applikationen traditionell für ihre Blusen nähen. Mein ausführlicher Beitrag zu diesem Thema ist hier zu finden.

Blick in die Ausstellung von Mola-Arbeiten, Detail Kuna-Indianer (San Blas, Panama) Zusammenstellung aus den Sammlungen von JL. Baconnier, R. Aknin, M. Simmons, M. De Leon l'aiguille en fête 2016

Blick in die Ausstellung von Mola-Arbeiten, Detail
Kuna-Indianer (San Blas, Panama)
Zusammenstellung aus den Sammlungen von JL. Baconnier, R. Aknin, M. Simmons, M. De Leon
l’aiguille en fête 2016

Kommen wir zu kunsthandwerklichen Erzeugnissen aus Brasilien.

Blick in die Ausstellung 'Regard sur le Brésil', Detail Kuratiert von Chica Boyriven (Brasilien/Frankreich) l'aiguille en fête 2016

Blick in die Ausstellung ‘Regard sur le Brésil’, Detail
Kuratiert von Chica Boyriven (Brasilien/Frankreich)
l’aiguille en fête 2016

Chica Boyriven brachte delikate …

Blick in die Ausstellung 'Regard sur le Brésil' Kuratiert von Chica Boyriven (Brasilien/Frankreich) l'aiguille en fête 2016

Blick in die Ausstellung ‘Regard sur le Brésil’
Kuratiert von Chica Boyriven (Brasilien/Frankreich)
l’aiguille en fête 2016

… zum Teil geklöppelte Spitzen und …

Blick in die Ausstellung 'Regard sur le Brésil' Klöppelspitze aus BW-Garn Kuratiert von Chica Boyriven (Brasilien/Frankreich) l'aiguille en fête 2016

Blick in die Ausstellung ‘Regard sur le Brésil’
Klöppelspitze aus BW-Garn
Kuratiert von Chica Boyriven (Brasilien/Frankreich)
l’aiguille en fête 2016

… Beispiele für Filetarbeiten …

Blick in die Ausstellung 'Regard sur le Brésil', Detail Filetspitze, hier aus BW Kuratiert von Chica Boyriven (Brasilien/Frankreich) l'aiguille en fête 2016

Blick in die Ausstellung ‘Regard sur le Brésil’, Detail
Filetspitze, hier aus BW
Kuratiert von Chica Boyriven (Brasilien/Frankreich)
l’aiguille en fête 2016

… von verschiedenen Kunsthandwerkern teilweise aus pflanzlichen Fasern wie z.B. Sisal angefertigt …

Blick in die Ausstellung 'Regard sur le Brésil' Detail aus einem (Platz-) Deckchen aus sog. Dentelle Irlandaise aus Sisalfasern (Agave) Kuratiert von Chica Boyriven (Brasilien/Frankreich) l'aiguille en fête 2016

Blick in die Ausstellung ‘Regard sur le Brésil’
Detail aus einem (Platz-) Deckchen aus sog. Dentelle Irlandaise aus Sisalfasern (Agave)
Kuratiert von Chica Boyriven (Brasilien/Frankreich)
l’aiguille en fête 2016

… aus dem Nordosten des Landes mit. Irische Spitze (sog. Dentelle Irlandaise) oder die Filet-Technik wurde von den Portugiesen in Brasilien eingeführt und …

Blick in die Ausstellung 'Regard sur le Brésil' Kuratiert von Chica Boyriven (Brasilien/Frankreich) l'aiguille en fête 2016

Blick in die Ausstellung ‘Regard sur le Brésil’
Kuratiert von Chica Boyriven (Brasilien/Frankreich)
l’aiguille en fête 2016

… war Angehörigen der Oberschicht vorbehalten oder wurde auch als Schmuck in Kirchen verwendet.

Blick in die Ausstellung 'Regard sur le Brésil' Kuratiert von Chica Boyriven (Brasilien/Frankreich) l'aiguille en fête 2016

Blick in die Ausstellung ‘Regard sur le Brésil’
Kuratiert von Chica Boyriven (Brasilien/Frankreich)
l’aiguille en fête 2016

Welch einen Gegensatz dazu stellen geflochtene Taschen …

Blick in die Ausstellung 'Regard sur le Brésil' Kuratiert von Chica Boyriven (Brasilien/Frankreich) l'aiguille en fête 2016

Blick in die Ausstellung ‘Regard sur le Brésil’
Kuratiert von Chica Boyriven (Brasilien/Frankreich)
l’aiguille en fête 2016

… Körbe, Kleidung …

Blick in die Ausstellung 'Regard sur le Brésil' Bluse und Rock, aus Fasern der Tucum-Palme gehäkelt, verziert mit getrockneten Früchten der Açaí-Palme Kuratiert von Chica Boyriven (Brasilien/Frankreich) l'aiguille en fête 2016

Blick in die Ausstellung ‘Regard sur le Brésil’
Bluse und Rock, aus Fasern der Tucum-Palme gehäkelt, verziert mit getrockneten Früchten der Açaí-Palme
Kuratiert von Chica Boyriven (Brasilien/Frankreich)
l’aiguille en fête 2016

… oder Malerei auf dem Rindenbaststoff ‘Tapa’ dar. Mein ausführlicher Beitrag über Tapa ist übrigens hier zu finden.

Blick in die Ausstellung 'Regard sur le Brésil' Malerei der Ticuna mit pflanzlichen Farben auf Tapa Kuratiert von Chica Boyriven (Brasilien/Frankreich) l'aiguille en fête 2016

Blick in die Ausstellung ‘Regard sur le Brésil’
Malerei der Ticuna mit pflanzlichen Farben auf Tapa
Kuratiert von Chica Boyriven (Brasilien/Frankreich)
l’aiguille en fête 2016

Die mannshohen Totems aus bunten Federn von Chica Boyriven

Blick in die Ausstellung 'Arbres à plumes', Detail Chica Boyriven (Brasilien/Frankreich) l'aiguille en fête 2016

Blick in die Ausstellung ‘Arbres à plumes’, Detail
Chica Boyriven (Brasilien/Frankreich)
l’aiguille en fête 2016

… mahnen ein Umdenken der menschlichen und ökologischen Situation im Amazonas-Gebiet an.

Blick in die Ausstellung 'Arbres à plumes', Detail Chica Boyriven (Brasilien/Frankreich) l'aiguille en fête 2016

Blick in die Ausstellung ‘Arbres à plumes’, Detail
Chica Boyriven (Brasilien/Frankreich)
l’aiguille en fête 2016

Gleich daneben die Flechtarbeiten des französischen Künstlers Odon.

Blick in die Ausstellung 'L'aventurier du tessage' Odon (Frankreich) l'aiguille en fête 2016

Blick in die Ausstellung ‘L’aventurier du tressage’
Odon (Frankreich)
l’aiguille en fête 2016

Aus bemalten, nur wenige Millimeter breiten Papierstreifen …

Blick in die Ausstellung 'L'aventurier du tessage', Detail Odon (Frankreich) l'aiguille en fête 2016

Blick in die Ausstellung ‘L’aventurier du tressage’, Detail
Odon (Frankreich)
l’aiguille en fête 2016

… flicht er komplexe Objekte mit mehr als drei Metern Durchmesser.

Blick in die Ausstellung 'L'aventurier du tessage' Odon (Frankreich) l'aiguille en fête 2016

Blick in die Ausstellung ‘L’aventurier du tressage’
Odon (Frankreich)
l’aiguille en fête 2016

Wie kompliziert dies ist, zeigt ein Blick auf seine Entwürfe …

Blick in die Ausstellung 'L'aventurier du tessage' Entwürfe Odon (Frankreich) l'aiguille en fête 2016

Blick in die Ausstellung ‘L’aventurier du tressage’
Entwürfe
Odon (Frankreich)
l’aiguille en fête 2016

… die, weil hinter Glas, leider die Beleuchtung reflektieren.

Blick in die Ausstellung 'L'aventurier du tessage' Entwurf, Detail Odon (Frankreich) l'aiguille en fête 2016

Blick in die Ausstellung ‘L’aventurier du tressage’
Entwurf, Detail
Odon (Frankreich)
l’aiguille en fête 2016

‘Imbroglios Textiles’ nennt Christine Fayon (Frankreich), die in der elterlichen Werkstatt zur Herstellung von Lederwaren aufwuchs, ihre Ausstellung.

Blick in die Ausstellung 'Imbroglios Textiles' Christine Fayon (Frankreich) l'aiguille en fête 2016

Blick in die Ausstellung ‘Imbroglios Textiles’
Christine Fayon (Frankreich)
l’aiguille en fête 2016

‘Textiler Wirrwarr’ sagt das Wörterbuch. Kleinste Restchen und …

Blick in die Ausstellung 'Imbroglios Textiles', Detail Christine Fayon (Frankreich) l'aiguille en fête 2016

Blick in die Ausstellung ‘Imbroglios Textiles’, Detail
Christine Fayon (Frankreich)
l’aiguille en fête 2016

… Fundstücke von überall her ordnet sie …

Blick in die Ausstellung 'Imbroglios Textiles', Detail Christine Fayon (Frankreich) l'aiguille en fête 2016

Blick in die Ausstellung ‘Imbroglios Textiles’, Detail
Christine Fayon (Frankreich)
l’aiguille en fête 2016

… und setzt sie zu farbenfrohen, rätselhaften und poetischen Geschichten zusammen.

Blick in die Ausstellung 'Imbroglios Textiles' Christine Fayon (Frankreich) l'aiguille en fête 2016

Blick in die Ausstellung ‘Imbroglios Textiles’
Christine Fayon (Frankreich)
l’aiguille en fête 2016

Sophie Tourets zauberhafte, zerbrechlich wirkende kleine Werke voller Poesie …

Blick in die Ausstellung 'Inside' Sophie Touret (Frankreich) l'aiguille en fête 2016

Blick in die Ausstellung ‘Inside’
Sophie Touret (Frankreich)
l’aiguille en fête 2016

… spielen mit Leichtigkeit und Schwere …

Blick in die Ausstellung 'Inside' Sophie Touret (Frankreich) l'aiguille en fête 2016

Blick in die Ausstellung ‘Inside’
Sophie Touret (Frankreich)
l’aiguille en fête 2016

… alles scheint auch eine Frage der Balance zu sein.

Blick in die Ausstellung 'Inside' Sophie Touret (Frankreich) l'aiguille en fête 2016

Blick in die Ausstellung ‘Inside’
Sophie Touret (Frankreich)
l’aiguille en fête 2016

Sind sie einer Traumwelt entsprungen? Darauf lässt der Ausstellungstitel ‘Inside’ schliessen.

Blick in die Ausstellung 'Inside' Sophie Touret (Frankreich) l'aiguille en fête 2016

Blick in die Ausstellung ‘Inside’
Sophie Touret (Frankreich)
l’aiguille en fête 2016

Hinter dem Pseudonym Mona Luison steht eine junge französische Künstlerin, die nur aus verschiedensten Recyclingmaterialien Objekte entstehen lässt, die das Zeitgeschehen kommentieren oder …

Blick in die Ausstellung von Mona Luison (Frankreich) l'aiguille en fête 2016

Blick in die Ausstellung von Mona Luison (Frankreich)
l’aiguille en fête 2016

… die Geschichten erzählen und meist zum Tragen/Anziehen gedacht sind wie das Collier ‘Le Cycle’ aus der Serie ‘My Diary’.

Blick in die Ausstellung von Mona Luison (Frankreich) Le Cycle, aus der Serie 'My Diary' l'aiguille en fête 2016

Blick in die Ausstellung von Mona Luison (Frankreich)
Le Cycle, aus der Serie ‘My Diary’
l’aiguille en fête 2016

Sie fertigt aber auch Skulpturen, die sie tatsächlich wie ein Kleidungsstück trägt.

Blick in die Ausstellung von Mona Luison (Frankreich) l'aiguille en fête 2016

Blick in die Ausstellung von Mona Luison (Frankreich)
l’aiguille en fête 2016

Gegenüber die Ausstellung von RRose Sélavy – Ateliers d’arts.

Blick in die Ausstellung 'La galerie' RRose Sélavy l'aiguille en fête 2016

Blick in die Ausstellung ‘La galerie’
RRose Sélavy
l’aiguille en fête 2016

Man präsentierte eine gemeinsame Galerie textiler und anderer Arbeiten von mehreren Künstlerinnen und Künstlern, alles akzentuiert …

Blick in die Ausstellung 'La galerie' RRose Sélavy l'aiguille en fête 2016

Blick in die Ausstellung ‘La galerie’
RRose Sélavy
l’aiguille en fête 2016

… und zusammengehalten durch einen ‘Roten Faden’.

Blick in die Ausstellung 'La galerie' RRose Sélavy l'aiguille en fête 2016

Blick in die Ausstellung ‘La galerie’
RRose Sélavy
l’aiguille en fête 2016

Daran beteiligt waren: Anne-Céline Jubault, Olivia Lopez, Laurence Lehel,Alice Lothon, Karine Anglade, Kami Kaouane, Zak A Dit und …

Blick in die Ausstellung 'La galerie' RRose Sélavy l'aiguille en fête 2016

Blick in die Ausstellung ‘La galerie’
RRose Sélavy
l’aiguille en fête 2016

Mozart Guerra, der 1962 in Brasilien geboren wurde. Nach seinem Architekturstudium arbeitete er als Ausstatter für Theater, Film und Fernsehen und entwickelte parallel dazu sein künstlerisches Schaffen. Seit 1992 lebt und arbeitet er in Paris und nimmt an internationalen Ausstellungen teil.

L'animal fantastique Mozart Guerra (Brasilien/Frankreich) l'aiguille en fête 2016

L’animal fantastique
Mozart Guerra (Brasilien/Frankreich)
l’aiguille en fête 2016

Projet Patch’: Wander- und Gemeinschaftsausstellung einer Vielzahl von eingesandten 20 x 20 cm grossen Arbeiten, präsentiert von Marion & Sylvie Breton.

Blick in die Ausstellung 'Projet Patch'' l'aiguille en fête 2016

Blick in die Ausstellung ‘Projet Patch”
l’aiguille en fête 2016

Wie ein Maler seine Farbtuben, so benutzt Jeanne Chausson (Frankreich) eine ganze Palette verschiedener Textilien und technischer Möglichkeiten.

Blick in die Ausstellung 'Palettes Textiles' Jeanne Chausson (Frankreich) l'aiguille en fête 2016

Blick in die Ausstellung ‘Palettes Textiles’
Jeanne Chausson (Frankreich)
l’aiguille en fête 2016

Sie färbt ihre Stoffe selbst und zwar passend zu ihren alten Stoffen, die sie …

Blick in die Ausstellung 'Palettes Textiles' Jeanne Chausson (Frankreich) l'aiguille en fête 2016

Blick in die Ausstellung ‘Palettes Textiles’
Jeanne Chausson (Frankreich)
l’aiguille en fête 2016

… – etwa durch einen besonderen Farbton, eine Form oder einen Zusammenklang – inspirieren.

Blick in die Ausstellung 'Palettes Textiles' Jeanne Chausson (Frankreich) l'aiguille en fête 2016

Blick in die Ausstellung ‘Palettes Textiles’
Jeanne Chausson (Frankreich)
l’aiguille en fête 2016

Mit eigenen, dazu entworfenen und angefertigten Holzschnitten wird nun gedruckt, was zusätzlich eine reizvolle Wiederholung der Motive erlaubt.

Blick in die Ausstellung 'Palettes Textiles' Jeanne Chausson (Frankreich) l'aiguille en fête 2016

Blick in die Ausstellung ‘Palettes Textiles’
Jeanne Chausson (Frankreich)
l’aiguille en fête 2016

Es entstehen rhythmische Patchworks, die, zusammengenäht und gequiltet, zu erzählen beginnen.

Blick in die Ausstellung 'Palettes Textiles' Jeanne Chausson (Frankreich) l'aiguille en fête 2016

Blick in die Ausstellung ‘Palettes Textiles’
Jeanne Chausson (Frankreich)
l’aiguille en fête 2016

Alles in allem war es einmal mehr eine umfangreiche ungewöhnliche und ausgefallene Präsentation mit faszinierendem Zauber. Quasi die Fortsetzung dieser Ausstellungen erlebten wir bei einem nachfolgenden Besuch des Pariser Museums für Völkerkunde, dem modernen und faszinierenden Musée du Quay Branly, keine 500 Meter weit vom Eiffelturm entfernt und eine wirkliche Empfehlung für alle Interessierten, die die französische Hauptstadt besuchen. Auch dieses Museum und natürlich Paris sind eben immer eine Reise wert!

Blick aus dem Musée du Quay Branly

Blick aus dem Musée du Quay Branly

Vom 2. – 5. Februar 2017 findet l’aiguille en fête wieder statt.

www.aiguille-en-fete.com

Alle Fotos: © 2016 Dr. Wolfgang und Gudrun Heinz mit freundlicher Erlaubnis des Veranstalters

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Kommentare zu diesem Artikel

13 Responses

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    • Gudrun Heinz

      danke sehr zurück – der hase ist sehr gern für dich vorbeigehoppelt 🙂

  • Birgit Berndt

    Liebe Gudrun,
    das sind wirklich Schätze der Maya, aber auch die anderen Tipps. Einfach toll, deine Informationen. Vielen Dank dafür, besonders im Hinblick auf die technischen Schwierigkeiten, wie ich im Kommentar unten lese. Technik ist einfach prima, wenn sie funktioniert…
    Viele Grüße
    Birgit

    • Gudrun Heinz

      halli hallo birgit,
      vielen dank auch dir für deine lieben zeilen. freut mich sehr zu lesen.
      ich weiss nicht, ob es nur mir so geht, aber genau dann, wenn ich viel zu tun habe und die zeit knapp ist, macht mir die technik auch noch einen strich durch die rechnung. der crash hat mich u.a. meine aufzeichnungen für die kommenden ausstellungen im jahr 2016 gekostet. ausgerechnet.
      beste grüsse
      gudrun

      • Birgit Berndt

        Liebe Gudrun,
        das ist ja wirklich ein Schlag ins Kontor. Ich weiß, wieviel Arbeit Texte machen. Bei den deinen spürt man das Herzblut. Aufzeichnungen sind wirklich nahezu unersetzbar, weil sie meistens im Augenblick des Erlebens oder kurz drauf entstehen. Ein kleiner ‘Trost’…ich arbeite an einem neuen Buch, habe schon Einiges geschrieben und kam plötzlich nicht mehr in mein Schreibprogramm. Da wurde mir auch heiß und kalt. Also, ich fühle mit dir.
        Herzlich
        Birgit

      • Gudrun Heinz

        danke dir sehr für dein mitgefühl, liebe birgit.
        aber was weg ist, ist weg. bist du denn wieder in dein schreibprogramm reingekommen und konntest weitermachen? ich hoffe es jedenfalls für dich, denn so einen mist wünsche ich keinem.
        beste grüsse
        gudrun

      • Birgit Berndt

        Danke der Nachfrage, liebe Gudrun, da hatte ich ja wirklich noch Glück. Nachdem ich den Computer einmal runtergefahren habe, war alles wieder da. Dennoch, eine kleine Unsicherheit bleibt und zeigt mal wieder…Papier hat auch noch seine Berechtigung. Ganz weg ist natürlich echt schlimm, das kann ich nachfühlen.
        Viele Grüße
        Birgit

  • lydia

    Liebe Frau Heinz,
    wiedermal eine tolle Ausstellungsbesprechung. Herzlichen Dank für die ausführliche Beschreibung;) Lydia

    • Gudrun Heinz

      halli hallo lydia,
      herzlichen dank zurück!

      frau tut, was sie kann – inclusive nachtschichten und pc-crash …

      beste grüsse
      gudrun

    • Gudrun Heinz

      halli hallo olga,
      es ist war und ist mir ein vergnügen – vielen dank für das lob!
      beste grüsse
      gudrun

  • Jutta Hellbach

    Liebe Gudrun,
    vielen herzlichen Dank für diesen wunderbaren Überblick der diesjährigen Aiguille in Paris. Ob historische oder neue, moderne Webware, mit ihren herrlichen Farben begeistert sie. Und neben all den exquisiten Arbeiten, die du mit soviel Hintergrundwissen vorstellst, fällt mir wieder einmal die gute Arbeit des Veranstalters auf. Die bespannten Ausstellungswände in den warmen passenden Farben geben ein ganz besonderes Flair. Da hat jemand ein echtes Händchen für Präsentationen und denkt nicht nur in schwarz-weiss – vor allem in weiss, weil es so einfach ist.
    Liebe Grüße!
    Jutta

    • Gudrun Heinz

      halli hallo jutta,
      freue mich sehr über deine worte, herzlichen dank dafür.
      das thema ‘ausstellungspräsentation’ liegt mir auch schon lange auf der seele und es wurde hier im blog unter einschlägigen artikeln auch schon mehrfach diskutiert. gut so! viele veranstalter gehen den einfachsten weg, wohl auch eine frage der kosten. aber weisse oder graue stellwände mit verbindungselementen, die als durchgehende streifen in regelmässigen kurzen abständen auftauchen und dadurch das ‘bild’ stören, sind nun mal kein attraktiver hintergrund für eine ausstellungspräsentation, die etwas hermachen will. solange die ausstellenden künstlerinnen und künstler dies unkommentiert akzeptieren, wird sich daran auch nichts ändern. daher berichte ich gerne über events, wo dies anders gesehen wird, um zu zeigen, welche wirkung dies hat. danke, dass du es angesprochen hast!
      liebe grüsse
      gudrun

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