Kreative Artikel zum Thema Nähen

Blusenschnittmuster für den Sommer #1

Liebe BERNINA-Blogleser,

vielleicht erinnert sich ja der ein oder andere noch an meine Reihe aus dem letzten Sommer, damals habe ich nach der perfekten und möglichst schnell genähten Sommerhose gesucht (die Beiträge dazu findet man hier, hier und hier). Aber was ist eine schöne Leinenhose, eine luftige Sommerhose oder eine gemütliche Haremshose ohne das passende Oberteil? Eben! Und deswegen habe ich mir also gedacht, schau ich mich dieses Jahr mal im Bereich der Sommerblusen um und stelle Euch hier meine Schnittfavoriten vor. Es wird insgesamt drei Posts zu diesem Thema geben, gestaffelt nach Aufwand bzw. Schwierigkeitsgrad des Schnittmusters.

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Eigentlich bin ich gar kein Blusenträger – dachte ich jedenfalls von mir. Aber Geschmäcker dürfen sich ja bekanntlich ändern und irgendwie hatte ich wohl auch nie die rechten Modelle zur Auswahl, denn mittlerweile befinde ich mich im Blusen-Nähfieber. Neun Stück habe ich mir bisher genäht, die zehnte liegt angefangen auf dem Tisch. Neben dem Stoffstapel für noch weitere Modelle… Ich muss gestehen: ich habe Gefallen an Blusen gefunden. Kuriert hat mich dabei die Auswahl an Schnitten, so dass ich einfach etwas Nähen kann, was perfekt zu meinem Körperbefinden passt, sowie die Vielfalt an wunderschönen Stoffen, die hier zur Verfügung stehen.

Meine Sommergarderobe ist wirklich unterbesetzt im Kleiderschrank und eigentlich war der Plan, mir endlich mal ein paar einfache, luftige Shirts zu nähen. Da ich aber wirklich gern gewebte Stoffe verarbeite und Abwechslung aus dem Jerseybereich brauchte, machte ich mich auf die Suche und stellte dabei freudig und überrascht fest, wieviel in diesem Sektor auf dem Schnittmustermarkt angeboten wird. Meine Auswahl ist wirklich nur ein kleiner Bruchteil und beschränkt sich ausschließlich auf den deutschen Markt. Alle Schnitte haben mich in Passform und Qualität überzeugt und sind deswegen hier in meine Auswahl gekommen.

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Den Anfang mache ich mich schnell genähten “Überwerf-Teilen”, die ruckzuck genäht und wirklich auch anfängertauglich sind. Fündig bin ich hier beim deutschen Label schnittreif geworden. Gleich drei Modelle werden hier angeboten, die in die genannte Kategorie fallen: Frau Aiko, Frau Nina und Frau Mia. Alle drei sitzen leger (was ich gerade im Sommer wirklich angenehm finde!), haben eine sehr übersichtliche Anzahl an Schnittteilen (heißt: es druckt und klebt sich schnell ;-)) und sind in relativ kurzer Zeit genäht. Es gibt keine Knöpfe oder andere Verschlüssen und insgesamt nicht viele Nähte pro Kleidungsstück – also genau das Richtige, wenn man noch nicht viel Erfahrung hat.

Natürlich ist auch bei Blusen die Wahl des richtigen Materials entscheidend. Die japanisch angehauchte Bluse Frau Aiko habe ich im ersten Versuch aus einer ganz leichten Webware genäht (ähnlich wie Batist, würde ich sagen – auf dem Bild das mittlere Modell). Wenn man die angesetzten Ärmel einfach weglässt, bekommt man eine Bluse mit überschnittenen Schultern, wie man sie schneller kaum nähen könnte: vier Nähte, ringsherum säumen, fertig! Ich muss jedoch sagen, dass mir gerade dieser Schnitt aus anderen Stoffen besser gefällt: Double Gauze, Chambray, eher in diese Richtung scheint mir etwas geeigneter, weil der Schnitt dadurch leichter und weniger kastig fällt. Für die weite, luftige Raglanbluse, die ich hier auf den Fotos trage (Frau Mia), sind solche luftigen Stoffe wiederum genau richtig. Das gezeigte Modell ist aus ganz leichtem, weichem Sommerdenim genäht und fällt perfekt. Das dritte Modell (Frau Nina) zeigt im Vorderteil kleine eingenähte Falten, die das gewisse Extra geben. Diese Bluse habe ich ebenfalls aus japanischer Double Gauze genäht. Dieser Schnitt ist durchaus aus für etwas dichter gewebte Stoffe geeignet, da die Falten vorn das Volumen etwas einhalten.

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Alle drei Modelle werden übrigens mit einem Halsbeleg genäht. Etwas, womit ich mich trotz mehrfachen Versuchs etwas schwer tue. Nicht wegen des Nähens, das ist im Gegenteil ja recht einfach. Irgendwie kann ich mich noch nicht so recht mit so viel innen liegendem Stoff im Halsbereich anfreunden. Aber vielleicht wird das noch ;-). Denn einen schönen Abschluss ergibt so ein Beleg allemal. Aber am liebsten mag ich doch immer noch die eingefasste Variante.

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Zum Schluss noch ein kleines Aber zu den Schnitten: in der Anleitung wird empfohlen, alle Blusen mit der Overlock-Maschine zu nähen, was mich doch etwas irritierte. Auch, wenn ich alle Schnittteile damit versäubert habe, näht es sich gerade für so eine Bluse mit einer Nähmaschine wesentlich exakter. Auch, wenn die Kanten lang und der Schnitt weit und einfach gehalten ist. Aber da man das ja einfach selbst entscheiden kann, ist das Aber wirklich klein ;-).

Schneller hat man seinen Kleiderschrank an Sommer-Oberteilen jedenfalls kaum aufgefüllt, inkl. Zuschneiden hat man so eine Bluse durchaus in einer halben Stunde genäht!

Nächste Woche steigere ich dann das Nähniveau etwas, die Schnitte werden etwas raffinierter und detailreicher.

Bis dahin,

Carolin

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Kommentare zu diesem Artikel

5 Responses

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  • mmecki

    Drei sehr schöne Blusen sind das. Am besten gefällt mir aber die mit dem Beleg.
    Ich mag das, mache ich sogar manchmal bei T-Shirts.

    Wow, in einer halbe Stunde fertig, sogar mit zuschneiden, Respekt. Das würde ich nicht schaffen, will ich auch nicht. Bin ja bei meinem Hobby und nicht auf der Flucht. Hihi

  • Britta L.

    Was für wunderschöne Blusen du doch genäht hast!! Klasse!!
    Darf ich nach der Quelle für diese tollen Stoffe fragen?
    LG, Britta

    • Carolin Schubert

      Liebe Britta,

      vielen Dank! Also, den Kokka-Stoff mit den Dreiecken und die Blümchen von Adlico habe ich über mira rostock (auch mit Onlineshop – beides ist aber schon etwas her, ich weiß nicht, ob sie den noch führt), der dünne Stoff mit dem grafischen Muster (die Bluse mit den überschnittenen Schultern) ist von Stoff & Stil und wie gesagt: den Jeans weiß ich nicht mehr, aber den gibt es sicherlich in diversen Stoffläden.

      Liebe Grüße!

  • Christiane Colsman

    Ha! Ich dachte schon ich wäre alleine mit meiner Beleg-Aversion!
    Einach und schnell ja, aber dann schlabbert der immer da so rum. Und beim Anziehen muss man den auch immer zurecht friemeln….Aber wenn man die Kante nicht einfassen will/kann gehts wohl nicht anders.
    Schöne Sachen hast Du Dir da genäht!

    • Carolin Schubert

      Haha, ja, genau deswegen! Wobei ich sagen muss, bei der Raglanbluse ist ein guter Tipp dabei, wie man ihn im Nahtschatten der Raglannähte befestigen kann. Das hilft schon mal ungemein.

      Vielen Dank!

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