Kreative Artikel zum Thema Nähen

125 Jahre im Dienste Eurer Kreativität

Liebe Leserinnen, liebe Leser

Ich hoffe, Ihr seid alle gut ins Jahr 2018 rübergerutscht? Nachträglich noch einmal die allerbesten Wünsche fürs neue Jahr. Bleibt gesund, zufrieden und kreativ!

125 Years – Celebrating your Creativity

Für BERNINA hat mit dem ersten Januar ein ganz besonderes Jahr begonnen: 2018 feiern wir das 125-jährige Bestehen unserer Firma. Vor allem aber wollen wir bei dieser Gelegenheit unsere Kundinnen und Kunden feiern. Daher das Motto unserer Jubiläumskampagne: Celebrating your Creativity.

Im Jubiläumsjahr werden wir Euch eine Reihe glänzender Überraschungen präsentieren. Wir werden Nähmaschinen mit goldenen Spezialdesigns lancieren, es wird vergoldete Nähfüsse geben, und wir werden in unseren Social-Media-Kanälen zahlreiche Tutorials für goldene Nähprojekte publizieren – nicht zuletzt hier im Blog. In der Jahresplanung unserer Blog-Autorinnen sind jetzt schon 20 Artikel mit Anleitungen vorgesehen, vom goldenen Kissen über einen Märchenquilt und Stickdesigns bis zu einem Göttinnenkleid. Hinzu kommen ausführliche Anleitungen zu den Projekten, welche unsere 125-Jahre-Kampagne begleiten.

Einen ersten Eindruck von der Kampagne erhaltet Ihr in diesem Video, das wir gestern auf Youtube hochgeladen haben:

Hier  einige Bilder der Näh-, Stick- und Quiltprojekte, die im Zusammenhang mit der Kampagne entstanden sind:

Download Paisley-Stickmuster

Die goldene Paisley-Stickerei, die auf dem schwarzen Partykleid zu sehen ist, wurde exklusiv für das Jubiläum kreiert. Ihr könnt die Designs jetzt schon herunterladen. Den Download findet Ihr auf unserer Jubiläumsseite:

www.bernina.com/125years

Die Anleitung und das Schnittmuster zum Partykleid erhaltet Ihr in unserem Kundenmagazin “inspiration”, Ausgabe Nr. 70. Das Heft ist seit dem 4. Januar im BERNINA Fachhandel und online erhältlich:

www.bernina.com/inspiration

Ab Februar werden wir Anleitung und Schnitt hier im Blog zur Verfügung stellen. Auch zu den weiteren Projekten wird es Anleitungen und Downloads geben.

125 Jahre im Dienste Eurer Kreativität

Was genau ist vor 125 Jahren geschehen und was ist in der Zwischenzeit passiert? An dieser Stelle ein kurzer historischer Exkurs.

Vater unseres Firmengründers war Johann Georg Gegauf, ein radikalliberaler deutscher Landarzt, der sich im Zuge der badischen Revolution 1849 für die Republik ausgesprochen hatte, nach der Niederschlagung des demokratischen Aufstandes steckbrieflich gesucht wurde und in die Schweiz floh.

Auch sein technisch begabter Sohn verschrieb sich der Erneuerung. Karl Friedrich Gegauf wollte aber nicht die politische Ordnung verbessern – dazu gab es in der Schweiz weniger Anlass als im süddeutschen Herzogtum –, sondern neue Wege in der Textilindustrie erschliessen. Ihm war zu Ohren gekommen, wie mühsam das Nähen von Hohlsäumen sei. Dies geschah immer noch von Hand. Monatelang experimentierte er herum, arbeitete tagsüber in der Fabrik an Monogramm-Stickapparaten, und tüftelte abends an der neuen Maschine. 1893 gelang es ihm tatsächlich, eine Maschine zu bauen, welche die industrielle Produktion der damals so beliebten dekorativen Bordüren ermöglichte:

Mit der Hohlsaumnähmaschine landete er einen kommerziellen Hit. Die Maschine ermöglichte ihm ein komfortables Leben und aufwändige Hobbys. So kaufte er sich ein Hochrad, über das sich die Steckborner lustig machten. Seine fortschrittliche Gesinnung beweist auch das folgende Bild.

Unser Firmengründer besass das erste Auto im Kanton Thurgau. Ächzend und stöhnend fuhr dieses mit bis zu dreissig Stundenkilometern durch den kleinen Ort und jagte den Leuten einen Schrecken ein. Manchmal streikte es auch, vor allem dann, wenn die ganze Familie darin Platz nahm, um einen Sonntagsausflug zu unternehmen.

Nach Karl Friedrichs Tod übernahm sein Sohn Fritz Gegauf die Firma. In den schwierigen Jahren, die mit dem Niedergang der Schweizer Textilindustrie und der Weltwirtschaftskrise einhergingen, richtete er das Unternehmen neu aus und entwickelte 1932 die erste Haushaltnähmaschine der Firma, der er den Modellnamen BERNINA Klasse 105 verlieh. Das Modell war so erfolgreich, dass die Firma Gegauf landläufig bald BERNINA genannt wurde.

Der namensgebende Piz Bernina ist auf der BERNINA 105 als Bergsilhouette auf dem Emblem unterhalb der Schweizer Armbrust zu sehen:

In dritter Generation übernahm Odette Gegauf-Ueltschi 1965 die Unternehmensführung. Dies notabene sechs Jahre vor der Einführung des Frauenstimmrechts in der Schweiz. Unter ihrer Leitung lancierte das Unternehmen so legendäre Modelle wie die BERNINA 730 und 830 record. Auch die Lancierung des patentierten knieaktivierten Nähfusshebers – heute noch ein beliebtes Komfortmerkmal von BERNINA Maschinen – fiel in die Zeit von Odette. Ebenso das erste Nähmaschinenmodell mit elektrischer Fusssteuerung.

Hanspeter Ueltschi, der Urenkel des Gründers, bleibt dem erfinderischen Geist seiner Vorfahren treu – und hält gleichzeitig an Bewährtem fest, etwa am kompromisslosen Qualitätsbekenntnis und am Fertigungsstandort Steckborn. Im Schweizer Stammhaus ist die komplette Entwicklungs- und Testabteilung von BERNINA angesiedelt, ausserdem eine Teilefertigung und eine moderne Montage, in der das Unternehmen seine Top-of-the-Line-Produkte sowie Langarm-Quiltmaschinen herstellt. Die Maschinen des tieferen und mittleren Preissegmentes stellen wir in unserem modernen Produktionswerk in Thailand her, das 1990 etabliert und seither stetig weiterentwickelt wurde.

BERNINA ist bis heute ein Familienbetrieb und soll dies auch in Zukunft bleiben. Mit Hanspeter Ueltschis Kindern Katharina und Philipp ist die fünfte Generation ins Unternehmen eingetreten. Während Philipp Ueltschi in den USA eine neue Marke für junge Näherinnen aufbaut, hat Katharina Ueltschi kürzlich den Vertrieb von BERNINA Produkten in Singapur übernommen. Die familieninterne Nachfolge ist damit eingefädelt.

Goldenes Jahr 2018

Zu allen Neuigkeiten im Zusammenhang mit unserem Jubiläumsjahr werden wir sukzessive hier im Blog berichten. Bleibt also dran und schaut regelmässig vorbei! Ihr dürft immer wieder mit goldenen Einsprengseln rechnen.

Liebe Grüsse

Matthias

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