Kreative Artikel zum Thema Nähen

Auf Entdeckungsreise mit der neuen BERNINA 570 QE – Teil 3 – Quilten

Im Februar gab es in der Familie und im Bekanntenkreis gleich zweimal Nachwuchs.  Traditionellerweise verschenken wir dann gerne Babydecken in 90 x 90 cm Größe. Diese kommen immer sehr gut an und sind allesamt gerne in Gebrauch. So näht man dann auch gerne solche kleinen Decken. Im Verhältnis zu einem großen Quilt sind Babydecken super schnell genäht.

Das Layout und die Stoffwahl

Schnell ist natürlich immer relativ, aber wenn man sich auf Quadrate in der Größe von 15x 15cm konzentriert und mit nur 6 Stoffen arbeitet, dann geht das tatsächlich schnell. Das Puzzlen des richtigen Layouts dauert bei mir meist am Längsten, auch wenn es hier gar kein richtig oder falsch gibt, aber die Stoffe sollen doch bitte gleichmäßig über den Quilt verteilt sein.

Bei der Motivwahl greife ich gerne auf die Wünsche der Eltern zurück. Bei beiden Decken war relativ schnell klar: “Maritim soll es sein” und “Am Liebsten was mit Fischen”. Maritim war noch relativ einfach, nachdem ich bei uns im Kurzwarengeschäft ein FAT-Quarter Paket von Makower UK gefunden habe. Der Wunsch nach fischigen Motiven hat etwas mehr Recherchezeit gekostet. Schlussendlich hab ich einen Print von Charley Harper entdeckt (die kleinen weißen Fische auf blau) und ein dazu harmonierendes Design mit Haien entdeckt. Dazu fanden sich dann mehr oder weniger schnell kombinationsfreudige Partner in meinem Fundus. (Witzigerweise finde ich jetzt, beim Schreiben dieses Blogposts, noch viel mehr Stoffe mit Fischen – vielleicht habe ich einfach zu früh gesucht…)

Das Quilten

In der Vergangenheit habe ich meist mit einem Geradstich gequiltet und dabei die Stichlänge auf 3,5 erhöht. Jetzt aber, mit der der neuen BERNINA 570 QE, habe ich mich an einen Quiltstich gewagt. Die langgezogene Welle (Stich Nummer 1318  – ihr findet ihn in den Quiltstichen) passte einfach zu gut zu beiden Decken. Dazu habe ich den Nähfuß 1D und den Dual-Transport genutzt.

In der Vergangenheit habe ich alle drei Lagen mit Sprühkleber vor dem Quilten verbunden. Aber…. weil der Sprühkleber gerade nicht zur Hand war und ich keinen neuen erwerben konnte, musste ich wohl oder übel ins kalte Wasser springen und habe alle drei Lagen mit ganz vielen Stecknadeln verbunden und dann ohne Sprühkleber gequiltet. Bevor ich darauf noch genauer eingehe, noch ein paar Worte zu den drei Lagen. Die Rückseite der fischigen Babydecke ist ein Baumwollfleece und hat ein Batting aus Cotton 277. Das gleiche Vlies befindet sich auch in der maritimen Babydecke, hier ist jedoch die Rückseite aus einem kuscheligen Baumwollsweat. Das Vlies ist schön leicht und ist nicht zu dick, da hat aber jeder seine eigenen Vorlieben und auch hier gibt es kein richtig oder falsch.

Wie war denn jetzt das Quilten mit dem Dual-Transport und ohne Sprühkleber?  Der Dual-Transport ist eine prima Hilfe – auf den möchte ich nicht mehr verzichten. Es hat sich keine einzige Lage verschoben und das Quilting ist super geworden. (Die Beule im Sweat auf dem Bild oben ist keine Falte in der Naht oder unter dem Binding, sondern nach dem Waschen der Decke entstanden). Bei dieser Deckengröße habe ich den Sprühkleber an keiner Stelle vermisst. Ob ich ihn auch bei größeren Decken weglassen würde, weiß ich allerdings noch nicht.

Den Wellenstich mag ich sehr gern, den werde ich sicherlich noch häufiger verwenden. Bei dem Stich fällt es auch nicht so sehr auf, wenn man mal nicht ganz mittig über der Naht näht – dann war die See einfach mal etwas stürmischer als üblich.

Meine nächster Quilt liegt bereits parat und nach den jetzt noch verbleibenden letzen 20 Nähten am Top werde ich auch diesen Quilt quilten und ausprobieren, ob ich lieber mit dem Obertransportfuß oder dem Dual-Transport quilten mag. Da werde ich allerdings auf den Geradstich zurückgreifen, da mir ein Quilting im Kreis vorschwebt. Ich werde euch berichten – aber erst nachdem ich euch vom Stoffhunger erzählt habe. 

Schwierigkeitsgrad: Fortgeschritten
Zeitaufwand: ein Wochenende
Verwendete Materialien: Baumwollvlies, Fleece, Garn, Webware
Verwendete Produkte:
BERNINA 570 QE (NEW)
BERNINA 570 QE (NEW)
Rücktransportfuss # 1
Rücktransportfuss # 1

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Kommentare zu diesem Artikel

5 Responses

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  • Costurera

    Hallo Sabine, kleben oder nicht kleben… Eine Glaubensfrage…. Und Einspruch Euer Ehren… Ich hab schon zig Quilts gemacht und nehme NUR Sprühkleber, um alle drei Lagen zusammenzubringen. Dann quilte ich immer – und ich glaube das ist der Trick – von der Mitte nach aussen…. einmal von der Mitte nach unten dann nach oben, dann nach links und dann nach rechts. Das muss man alles langsam machen, mit einer Maschine mit grossem Durchlass und immer alles sehr gerade und streichen.
    Unter mein Parkett lege ich alte Bettlaken, da sich der feine Sprühnebel nicht genau an die Kante vom Quilt hält.. :-))

    Da klebt auch keine Nadel dran. Kommt vielleicht auf die Qualität des Klebers an. Auf dem Boden liegen und heften mit der Hand hab ich einmal gemacht, nie wieder.
    Allerdings arbeite ich beim Kleben von sehr grossen Quilts mit meinem Mann zusammen. Sehr lustiges Bild, darf kein Nachbar ins Wohnzimmer schaun, ich knie auf dem quilt, er hält die obere Lage also das Top fest, ich sprühe das Flies ein unten liegt die Unterseite und dann lässt er die obere Topseite langsam ab und ich streiche alles an…. Echtes Teamwork….

    Wenn man in einem Studio einen sehr grossen Tisch hat, oder zwei bieragrnituren tische zusammenstellt kann man es auch in normaler Höhe rückenfreundlicher kleben.

    Vermutlich gibt es aich hier kein richtig oder falsch, sondern ist “Glaubensfrage” … Und wie gut man mit welcher Methode zurecht kommt. Aber … Es klebt keine Nadel oder wird spackig. Was sich eher immer in die Maschinen zieht, sind Fussel von Billigfliessen oder wenn man bei den Rückseiten am Stoff spart ind Fliesdecken nimmt.
    Das sind die Fussel, die die Maschinen nicht lieben. Und auch hier, wie beim Auto, ab und zu innen reinigen, dankt jede Maschine.

    • Dominique

      Eure Methode klingt sehr witzig und ich teile deine Ansicht zum Reinigen der Maschine. Es ist halt immer noch eine Maschine, die von Zeit zu Zeit Aufmerksamkeit in Form von Wartung und Pflege verlangt. Ich bin auch großer Fan des Sprühklebers und nutze zusätzlich zahlreiche Sicherheitsnadeln, gerade bei großen Quilts. Wie so häufig, gibt es hier kein richtig und kein falsch und jeder muss seinen eigenen Weg gehen.
      Liebe Grüße Dominique

  • sabinemoertz

    Liebe Dominique! Ich bin erstaunt, daß Du so auf den Sprühkleber eingestellt bist. Mir sind alle baxigen und klebrigen Nähhilfen unangenehm, bei meinen Versuchen klebte es an der Nadel, gelangt es dann vielleicht auch unten in die Maschine? Einfach eine unangenehme Vorstellung. Ich spanne die untere Lage auf den Boden, dann die anderen Lagen darauf und stecke sehr viele Stecknadeln in Reihen, nehme einen Heftstich in der Maschine und los geht es. Die Nadeln halten die 3 Lagen am Punkt aufeinander, ein Sprühkleber läßt den Vlies immer noch in sich beweglich sein.
    So weit meine Gedanken dazu.
    Lieben Gruß! Sabine

    • Dominique

      Liebe Sabine, ich hab mit dem richtigen Kleber bislang keine schlechten Erfahrungen gemacht und es hat auch noch nie die Nadel verklebt oder so. Ich lasse den Quilt etwas trocknen, bevor ich ihn quilte. Es ist aber definitiv eine Glaubensfrage und ich nutze bei großen Quilts zusätzlich zahlreiche Sicherheitsnadeln. Hier muss aber jeder seinen eigenen Weg finden und es gibt, wie so häufig, kein richtig und kein falsch. Bei Stickvliesen zum Kleben nutze ich zB Antigluenadeln, vielleicht wäre das auch eine Lösung für Sprühkleber.
      Liebe Grüße Dominique

      • Sabine Gerlach

        Liebe Dominique, ich habe auch immer Sprühkleber benutzt bis ich mir eine Anschiesspistole gekauft habe…. und nach dem ersten mal (weiße Fäden – ewig gesucht zum Entfernen) nehm ich meist schwarze Plastikfäden… keine Klebeschweinerei, keine Sicherheitsnadeln im Weg beim Nähen…. bei Babyquilts allerdings nehm ich auch meist Kleber, weil es schneller geht 😉
        Liebe Grüße Sabine

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