Kreative Artikel zum Thema Nähen

Anleitung für einen einfachen Schlitz in der Naht

Ich wurde als Kind von meinem Papa häufig Schlitzohr genannt. Ich hab schnell verstanden, dass das heißt, dass man gerissen ist und das zu Recht in die Ecke der positiv konnotierten Worte sortiert. Auch wenn etwas gerissen ist, es ja eigentlich bedeutet, dass es dann kaputt ist.
Zum Glück kann man im Bereich des Nähens mit einem Schlitz dem „kaputt-sein“ entgegenwirken. Denn ein Schlitz bedeutet gerade da Bewegungsfreiheit. Nicht grundlos gibt es immer noch das berühmte Zitat: „Da mach ich mir nen Schlitz ins Kleid und find es wunderbar.“ Ich habe in letzter Zeit viele Schlitze in Kleidungsstücke genäht und einen kleinen „Hang zum Schlitz“ entwickelt. Vielleicht gibt es ja noch andere Schlitzohren oder zumindest die, die es werden wollen.

Und so geht’s:

Schritt 1 – Nahtzugabe umbügeln

Stoff normal versäubern (entweder mit der Zickzackschere, einem Zickzackstich oder der Overlock). Bei beiden Stoffstücken die 1,5 cm Nahtzugabe  umschlagen und bügeln. Markieren, wo der Schlitz anfängt.

Schritt 2 – Nähen und Einschneiden

 

Stoffstücke rechts auf rechts aufeinanderlegen und in der Bügelfalte bis zur Markierung des Schlitzanfangs steppen und 1,5cm über dem Ende der Naht einschneiden.

Schritt 3 – Bügeln

 

Die Nahtzugabe umschlagen und erneut bügeln.

Schritt 4 – Absteppen

Rund um den Schlitz absteppen. Entweder mit einer Coverlocknaht, mit einer Zickzacknaht, mit einem Blindstich oder bei unelastischen Stoffen mit einer Steppnaht.

Schwierigkeitsgrad: Anfänger
Zeitaufwand: einen Abend
Verwendete Materialien: Garn, Stoff
Verwendete Produkte:
bernette 38
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Kommentare zu diesem Artikel

2 Responses

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  • R Bach

    Und was tust Du um einem Einreißen des Schlitzes vorzubeugen? Habe da schlechte Erfahrungen.

    • Ann-Sophie Lömker

      Moin Moin.

      Mir ist das tatsächlich noch nie passiert, wenn man bei Schritt 2 die Naht dreifach verriegelt und dann bei Schritt 4 oberhalb des Riegels absteppt, müsste das eigentlich hinhauen. 🙂

      Liebe Grüße,
      Ann-Sophie

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