Kreative Artikel zum Thema Quilten

Ausstellungstipps Mai 2019

Textil plus Beifang – Ort und Objekt

Einladungskarte

Ein Schreibschrank wird aus Papier genäht,
ein Farbnebel aus Fadenschlingen geformt,
ein Blütenteppich aus Kaffeekapseln gebildet
und die aus dem Blick geratene Kemenate
um textile Bücher erweitert.

Birgit Reinken: TEXTileAUSZÜGE, Detail
Transferdruck, Maschinenstickerei, Quilting
Foto: M.C. Möller, freundlicherweise von tx 02 zur Verfügung gestellt

Diese Ausstellung, die der Kunstverein Steinfurt e.V. ab dem  4. Mai 2019 präsentiert, überrascht mit ungewöhnlichen Objekten, Bildern und Installationen.

Mechthild Jülicher: aufgebrüht aufgeblüht, Detail
Kaffeekapseln; vernäht + bestickt
Foto: M. Jülicher, freundlicherweise von tx 02 zur Verfügung gestellt

Im historischen Huck-Beifang-Haus im malerischen Burgsteinfurt, einem Stadtteil des münsterländischen Steinfurt, stellen bis zum 2. Juni 2019 die Künstlerinnen Ingrid Fähmel, Marianne Herbrich, Mechthild Jülicher, Luise Kerstan, Susanne Klinke, Ulrike Lindner und Birgit Reinken aus. Als Gruppe nennen sie sich tx 02.

Luise Kerstan: Wie schwer sind SIE, Detail
Nessel; genäht + gefüllt
Foto: L. Kerstan, freundlicherweise von tx 02 zur Verfügung gestellt

Die Unterschiedlichkeit ihrer künstlerischen Ansätze lassen sie zu abwechslungsreichen Inszenierungen mit Ortsbezug zusammenfliessen.

Susanne Klinke: Paar 2, Detail
Vliesstoffe; geschnitten
Foto: S. Klinke, freundlicherweise von tx 02 zur Verfügung gestellt

In dieser Ausstellung umspielen ihre Objekte den Namen ‘Huck-Beifang-Haus’. Dieses entstand 1607 als Eberhard Huck nach Einheirat in die Familie Beifang den Wohntrakt durch ein Hinterhaus erweiterte und es mit einem kunstvollen Erker versehen liess.

Huck-Beifang-Haus
Foto: S. Klinke, freundlicherweise von tx 02 zur Verfügung gestellt

Der Ausstellungstitel ‘Textil plus Beifang’ bezieht sich aber nicht nur auf den Familiennamen Beifang, sondern auch auf die Fischereisprache. Als ‘Beifang’ wird das bezeichnet, was zusätzlich ins Netz geht. Einzelne Ausstellungsobjekte zeigen sich daher mit dem Wasser verbunden und lassen an Reusen …

Marianne Herbrich: Reuse
Versch. Stoffe; eigene Technik
Foto: S. Klinke, freundlicherweise von tx 02 zur Verfügung gestellt

… oder Algen, wie beispielsweise in ‘VerticalGreening’ …

Ingrid Fähmel: VerticalGreening
Leinengarne; gewickelt, geknotet
Foto: F. Heumer, freundlicherweise von tx 02 zur Verfügung gestellt

… oder Medusen denken.

Marianne Herbrich: Medusa
Versch. Stoffe; gewickelt + Draht
Foto: M.C. Möller, freundlicherweise von tx 02 zur Verfügung gestellt

Andere Objekte wirken wie Netze, wie z. B. ‘Paar 1’ von  Susanne Klinke …

Susanne Klinke: Paar 1
Vliesstoff; geschnitten
Foto: S. Klinke, freundlicherweise von tx 02 zur Verfügung gestellt

… oder hängen am Haken wie ‘Let’s Groove’ von Ulrike Lindner.

Ulrike Lindner: Let‘s groove, Detail
Drahtbügel + Jeansstoffe; genäht
Foto: Ch. Blanke, freundlicherweise von tx 02 zur Verfügung gestellt

Der Begriff ‘Haken’, englisch: hook oder altdeutsch: Huck, korrespondiert zusätzlich mit dem Doppelnamen Huck-Beifang. Als textile Technik, die den Haken im Namen trägt, wird daher auch das Häkeln aufgegriffen, z. B. in ‘Wandverkleidung’ von Ingrid Fähmel.

Ingrid Fähmel: Wandverkleidung
Leinengarne; gehäkelt + gestrickt
Foto: F. Heumer, freundlicherweise von tx 02 zur Verfügung gestellt

Trotz seines prachtvollen Erkers diente das Huck-Beifang-Haus nie als Wohnhaus, doch in dieser Ausstellung ist der Giebelraum persiflierend wohnräumlich z. B. durch einen ‘Riesen Armleuchter’ …

Mechthild Jülicher: Guck mal
Spiegel + Papier; genäht + bestickt
Foto: M. Jülicher, freundlicherweise von tx 02 zur Verfügung gestellt

… und einen schwebenden ‘Sekretär’ möbliert.

Ulrike Lindner: Sekretär
Papier; genäht + gesteckt
Foto: Ch. Blanke, freundlicherweise von tx 02 zur Verfügung gestellt

Zwei weitere Installationen im Obergeschoss …

Birgit Reinken: TEXTileAUSZÜGE, Detail
Transferdruck, Maschinenstickerei, Quilting
Foto: M.C. Möller, freundlicherweise von tx 02 zur Verfügung gestellt

… erinnern aber auch an die tatsächliche Gebäudenutzung als städtische Bücherei. So fragt Luise Kerstan: Wie schwer wiegt ein Wort?

Luise Kerstan: Wie schwer ist ES, Detail
Nessel; genäht + gefüllt
Foto: L. Kerstan, freundlicherweise von tx 02 zur Verfügung gestellt

Zur Ausstellung erscheint die Taschenspiegel-Edition TextilKunst (ø 5,5 cm, je 2 EUR).

Zu meinen Berichten über frühere, ebenfalls sehr sehenswerte Ausstellungen der Gruppe tx 02 geht es beispielsweise hier (‘st!chproben’) oder hier (‘ZEIG UNS DEN WEG’) oder hier (‘unheimlich heimelig’).

Info:

4. Mai – 2. Juni 2019

Textil plus Beifang
Objekte und Installationen der Gruppe tx 02

Huck-Beifang-Haus
Hahnenstrasse 8
48565 Steinfurt
Deutschland

www.steinfurter-kunstverein.de
www.textil-kunst.com

Öffnungszeiten:
Sa + So: jeweils 11 – 17 Uhr

Vernissage:
Sa, 4. Mai 2019, 11 Uhr
im Rahmen des ‘Leinen- und Handwerkermarkts’

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NADELWELT Karlsruhe

Auf das Grossereignis NADELWELT Karlsruhe hatte ich als Vorschau auf den Mai in meinen letzten Ausstellungstipps (hier ganz unten zu finden) bereits etwas ausführlicher hingewiesen. Es ist alles dargelegt, daher nun nur kurz. Ich mache an dieser Stelle lediglich nochmals – wie sagt man so schön? – ‘einen Knoten ins Taschentuch’ als Gedächtnisstütze.

Key Visual

Wie schon gesagt, ist diese Veranstaltung eine Empfehlung für alle Liebhaber*innen in Sachen Handarbeiten, von Kursen und von Ausstellungen textiler Werke. Wie schon gesagt, finden sich alle Informationen auf der Website des Events. Und wie schon gesagt, werde auch ich wieder vor Ort sein – sehen wir uns? Wär’ doch cool!

Info:

3. – 5. Mai 2019

NADELWELT Karlsruhe

Messe Karlsruhe
Messeallee 1
76287 Rheinstetten
Deutschland

www.nadel-welt.de

Öffnungszeiten:
Fr + Sa: 10 – 18 Uhr
So: 10 – 17 Uhr

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TAFch stellt aus
Grietje van der Veen, Bea Bernasconi, Ursula Suter und Christine Läubli

Viele werden den inspirierenden Blog von TAFch kennen, der nicht nur über Ausstellungen, sondern auch über eigene Aktivitäten berichtet. Jetzt ist es bald wieder soweit: Vom 23. – 26. Mai 2019 stellt TAFch in der Altstadthalle Zug aus.

Grietje van der Veen: Babylon
Foto freundlicherweise von Christine Läubli zur Verfügung gestellt

Christine Läubli schreibt:

Hinter TAFch (Textile Art Forum Schweiz) stehen vier Textilkünstlerinnen, die sich zum Ziel gesetzt haben, textiles Schaffen als Kunstform zu fördern und einem breiten Schweizer Publikum bekannt zu machen.

Ursula Suter: Fairy Tale
Foto freundlicherweise von Christine Läubli zur Verfügung gestellt

Nachdem TAFch 2014 und 2017 in den beiden grossen jurierten Ausstellungen TEXIMUS 1 und 2 mit den jurierten Arbeiten von rund 50 Schweizer Textilkünstlerinnen auf sich aufmerksam gemacht hat, zeigt die Gruppe diesmal die eigenen Werke.

Bea Bernasconi: incontri, graffitti series
Foto freundlicherweise von Christine Läubli zur Verfügung gestellt

Grietje van der Veen, Bea Bernasconi, Ursula Suter und Christine Läubli arbeiten vorwiegend im textilen Bereich. Daraus erwuchs ihnen ein ‘textiler Blick’, der auch dann ersichtlich ist, wenn sie sich mit anderen Techniken und Materialien beschäftigen und Grenzen sprengen.

Christine Läubli: Beziehung
Foto freundlicherweise von Christine Läubli zur Verfügung gestellt

Jede der vier Künstlerinnen drückt ihre Erfahrungen und Sicht auf die Welt in einer eigenen gestalterischen Sprache aus – vier unterschiedliche Arten, die sich in der Altstadthallt Zug auf hohem Niveau und spannungsvoller Weise zusammenfinden.

Info:

23. – 26. Mai 2019

TAFch stellt aus
Grietje van der Veen, Bea Bernasconi, Ursula Suter und Christine Läubli

Altstadthalle Zug
Unteraltstadt 14
6300 Zug
Schweiz

www.tafch.ch

Öffnungszeiten:
Do: 14 – 21 Uhr
Fr, Sa: 10 – 19 Uhr
So: 10 – 16 Uhr

Vernissage:
Do, 23. Mai, 18 – 21 Uhr

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CAMP: Notes on Fashion

Jedes Jahr stellt The Met seine prestigeträchtige Frühlingsausstellung des Costume Institutes unter ein Motto, diesmal lautet es ‘CAMP’.

Key Visual

Will uns diese Ausstellung von Haute-Couture-Kreationen (Damen- und Herrenbekleidung) sowie Skulpturen, Gemälden und Zeichnungen etwa in ein Lager oder auf einen Campingplatz transportieren? Und das mit über 250 Exponaten vom 17. Jahrhundert bis in die Gegenwart? Kaum vorstellbar.

Ensemble, Jeremy Scott (USA, *1975) für House of Moschino (Italien, gegr. 1983), Frühling/Sommer 2018
Courtesy of Moschino
Bild: courtesy of The Metropolitan Museum of Art
Foto: © Johnny Dufort, 2019, freundlicherweise vom The Met zur Verfügung gestellt

Doch das Museum selbst schafft Klarheit, mit einem ‘Erklärvideo’ auf seiner Website. Man verweist auf historische Wurzeln dieses Begriffs aus der Ära Ludwig XIV. und damit auf eine gewisse Theatralik, Pathetik und Maskerade. Eine unnatürliche, übertriebene, gespreizte Feierlichkeit kann man auch mit Dandys verbinden. Und dann der mit dem Ästhetizismus in Verbindung stehende Oscar Wilde, der wegen seiner Homosexualität im viktorianischen England in Schwierigkeiten geriet. Ihm widmete die Kulturkritikerin Susan Sontag 1964 ihren Essay ‘Notes on Camp’.

Ensemble, Bertrand Guyon (Frankreich, *1965) und Kopfschmuck von Stephen Jones (GB, *1957) für House of Schiaparelli (Frankreich, gegr. 1927), Herbst/Winter 2018–19 Haute Couture
Courtesy of Schiaparelli
Bild: courtesy of The Metropolitan Museum of Art
Foto: © Johnny Dufort, 2019, freundlicherweise vom The Met zur Verfügung gestellt

Sontag definierte ‘Camp’ als ‘einen Ernst, der versagt’, als ‘Geschmack für das Androgyne’, als ‘die Liebe des Unnatürlichen’ und ‘des Übertriebenen’, als etwas, das mit Grösse und Ambitionen zu tun hat, die am Ende zu weit gehen. Kaum hatte sie sich darüber geäussert, wurde Camp ein Thema des Mainstreams, wurde …

Dress, Jeremy Scott (USA, *1975) für House of Moschino (Italien, gegr. 1983), Frühling/Sommer 2017
Courtesy of Moschino
Bild: courtesy of The Metropolitan Museum of Art
Foto © Johnny Dufort, 2019, freundlicherweise vom The Met zur Verfügung gestellt

… neu definiert: Zum Beispiel: Camp ist das Zischen ohne das Steak. Camp ist eine Frau, die in einem Kleid aus drei Millionen Federn herumläuft. Camp ist ein Feiertag für Erwachsene. Camp ist big business. Und, und, und.

Ensemble, Alessandro Michele (Italien, *1972) für Gucci (Italien, gegr. 1921), Herbst/Winter 2016–17
Courtesy of Gucci, Historisches Archiv
Bild: courtesy of The Metropolitan Museum of Art
Foto: © Johnny Dufort, 2018, freundlicherweise vom The Met zur Verfügung gestellt

Das Video endet mit der Aufforderung: Komm in die Ausstellung und definiere es selbst!

Ensemble, Virgil Abloh (USA, *1980) für Off-White c/o Virgil Abloh (Italien, gegr. 2013), Herbst 2018; The Metropolitan Museum of Art, Geschenk von Virgil Abloh c/o Off-White™, 2018 (2018.585a–e)
Bild: courtesy of The Metropolitan Museum of Art
Foto © Johnny Dufort, 2018, freundlicherweise vom The Met zur Verfügung gestellt

Diese Art der Wahrnehmung enthält Elemente wie Ästhetik, Ironie, Humor, Parodie, Nachahmung, Kunstfertigkeit, Theatralik, Künstlichkeit und Übertreibung, aber auch Affektiertheit und Kitsch. Man darf gespannt sein, wie dies in der Mode der internationalen Designer mit Rang und Namen zum Ausdruck kommt, die in der Ausstellung zu sehen ist.

Hochzeits-Ensemble, Alejandro Gómez Palomo (Spanien, *1992) für Palomo Spain (Spanien, gegr. 2015), Frühling/Sommer 2018
Courtesy of Palomo Spain
Bild: courtesy of The Metropolitan Museum of Art
Foto © Johnny Dufort, 2019, freundlicherweise vom The Met zur Verfügung gestellt

Gespannt aber auch darauf, wie dieses Motto die Couturiers beeinflusst haben wird, die …

Ensemble, Jun Takahashi (Japan, *1969) für Undercover (Japan, gegr. 1990), Herbst/Winter 2017-18
The Metropolitan Museum of Art, Ankauf, Friends of The Costume Institute Gifts, 2017 (2017.399a–d)
Bild: courtesy of The Metropolitan Museum of Art
Foto © Johnny Dufort, 2019, freundlicherweise vom The Met zur Verfügung gestellt

… die Reichen und Schönen ausgestattet haben, die anlässlich der Met Gala vor die Linsen der Weltpresse treten. Mit dieser Gala wird ‘CAMP: Notes on Fashion’ am 6. Mai 2019 feierlich eröffnet.

Info:

9. Mai – 8. September 2019

CAMP: Notes on Fashion

The Metropolitan Museum of Art
1000 Fifth Avenue
Gallery 999
New York
NY 10028
USA

www.metmuseum.org

6. Mai 2019: The Met Gala

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Patchworktage 2019 der Patchwork Gilde Deutschland e.V.

Vom 31. Mai – 2. Juni 2019 finden die Patchworkage wieder in Dinkelsbühl statt, wobei die Ausstellungen wie schon 2015 über die Stadt verteilt an verschiedenen Orten gezeigt werden. Dies gibt Gelegenheit, die malerische Altstadt mit ihren Fachwerkhäusern zu durchstreifen. Vor Ort gibt es Hinweise, wo was zu finden ist.

Key Visual

Neben der Mitgliederversammlung werden eine Reihe von Kursen und Workshops angeboten und es gibt die Gelegenheit, sich bei den Fachgeschäften mit Produkten rund ums Quilten einzudecken (die in der ‘Schranne’ zu finden sind).

Ausserdem locken interessante und vielfältige Ausstellungen, wie z.B. eine Soloausstellung von Elke Klein (wiedererkennbar im Key Visual), verschiedene Gruppenausstellungen (wie beispielsweise ‘Traditionell und Modern: Rot-Weiß’ der Nibelungen-Quilter Worms, ‘Venus macht Party 2.0’ von den Freischerlern oder die Gröbenzeller Quiltgruppe mit ‘#erzählt #gefärbt #genäht, Märchen – Erinnerungen’ und von einigen regionalen Gruppen – um nur ein paar zu nennen. Ausserdem gibt es auch Internationales, wie z.B. die 27 deutschen Quilts bei der World Quilt Challenge 2018, 30 Jahre patCHquilt, Quilts aus Polen, Südafrika und Korea. Und natürlich die Ergebnisse einiger Wettbewerbe (COWandMORE, SAQA) und die der Ausschreibungen der Gilde sowie die Patch-Kids. Und vieles mehr!

Wer alles genau wissen will: Die näheren Einzelheiten findet man auf der Website der Gilde. Spannend! Und unbedingt einen Besuch wert!

Info:

31. Mai – 2. Juni 2019

Patchworktage 2019 der Patchwork Gilde Deutschland e.V.

91550 Dinkelsbühl
Deutschland

www.patchworkgilde.de

Eröffnung:
Do, 30. Mai 2019, 19 Uhr

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Das Japan-Jahr München 2019

Im Jahr 2019 steht Japan im Zentrum des kulturellen Lebens in München. Verschiedene Kunst- und Kulturinstitutionen, wie die Kunsthalle München, das Museum Fünf Kontinente, die Deutsch-Japanische Gesellschaft in Bayern und das Japanische Generalkonsulat haben sich zusammengetan, um im Laufe des Jahres die Kultur Japans durch Ausstellungen und Veranstaltungen, wie Vorträge und Konzerte, erlebbar zu machen. Zwei bereits laufende Ausstellungen möchte ich vorstellen: ‘SAMURAI – Pracht des japanischen Rittertums. Die Sammlung Ann und Gabriel Barbier-Mueller’, die die Kunsthalle präsentiert und ‘Schatten. Licht. Struktur. Papierinstallationen von Koji Shibazaki’ – dieser Kunst widmet sich das Museum Fünf Kontinente.

Info:

www.japan-muc.de

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SAMURAI
Pracht des japanischen Rittertums
Die Sammlung Ann und Gabriel Barbier-Mueller

Die Kunsthalle München zeigt noch bis zum 30. Juni 2019 die Ausstellung ‘Samurai. Pracht des japanischen Rittertums. Die Sammlung Ann & Gabriel Barbier-Mueller’. Anhand von mehr als 100 prächtigster Exponate lässt die Ausstellung die spannungsvolle Geschichte des japanischen Rittertums lebendig werden. Das Ehepaar Ann und Gabriel Barbier-Mueller hat in knapp 30 Jahren eine hochkarätige Sammlung von Samurai-Rüstungen sowie Helme und Masken, Pferdeausrüstung und Waffen aus dem 13. bis 19. Jahrhundert zusammengetragen, die nun erstmals in Deutschland präsentiert wird. Die Sammlung ist sonst in der ‘Samurai Collection’, einem Museum im US-amerikanischen Dallas, zu sehen.

Ausstellungsansicht
RÜSTUNG (NUINOBEDŌ TŌSEI GUSOKU) UND MILITÄRISCHE AUSSTATTUNG
Späte Momoyama- bis Edo-Zeit: um 1600 (Brustpanzer, Helmschale, Schulterschutz)
Mitte des 18. Jh. neu montiert
Eisen, Lack, Gold, Bronze, Silber, Leder, Holz, Pferdehaar, Hanf, Brokat, Stahl
© Kunsthalle München
Foto freundlicherweise von der Kunsthalle München zur Verfügung gestellt

Über Jahrhunderte prägten die Samurai die Geschichte Japans – nicht nur als Krieger, sondern auch als politische Elite. Ihr Mythos erzählt von Tapferkeit und Disziplin, von Loyalität und nobler Selbstaufopferung – aber auch von Verrat, Intrigen und erbarmungsloser Gewalt. Ihre mit höchster Handwerkskunst aus edlen Metallen und kostbaren Stoffen hergestellten Rüstungen waren nicht nur wirkungsvolle Schutzpanzer, sondern auch imposante Statussymbole.

Rüstung (Yokohagidō tōsei gusoku), Detail
Nanboku-chō-Zeit und mittlere Edo-Zeit: 1333-1392 (Helm), 18. Jh. (Rüstung)
Eisen, shakudō, Lack aus Gold und Silber, Schnürung, Leder, Bronze, Holz, Seide, Brokat, Bärenfell
© The Ann & Gabriel Barbier-Mueller Museum, Dallas
Foto: Brad Flowers
Foto freundlicherweise von der Kunsthalle München zur Verfügung gestellt

Was macht einen Mann zum Krieger? Der Samurai besass Waffen, beherrschte Kampftechniken und lebte nach hohen ethischen Wertmassstäben. Kennzeichnend für sein Erscheinungsbild war jedoch vor allem eins: seine Rüstung. Die Qualität einer Rüstung entschied über Leben und Tod – sie musste nicht nur Schutz bieten, sondern auch Bewegungsfreiheit und Identifizierbarkeit im Schlachtgetümmel. Bis heute veranschaulicht sie auf faszinierende Weise, mit welchen Mitteln sich der Samurai im Wechselspiel von Angriff und Verteidigung im Kampf behauptete: Meisterhaft verarbeitete Metalle, Leder, Holz, Lack und Stoffe gewährten materiellen Schutz. Als Schutzsymbole und zur Abschreckung des Feindes dienten Verzierungen verschiedenster Formen und Motive, wie Dämonen, Drachen oder andere mythologische Wesen, gefährliche Tiere, buddhistische Schutzgötter und Sternenkonstellationen, siegverheissende Pflanzen oder Symbole, die für Glück, Mut und ein langes Leben stehen. Dass extravagante Rüstungen und Masken sowie Helme mit aufwendigem Schmuck jedoch auch gerade in Friedenszeiten verbreitet waren, zeugt von ihrer ebenso bedeutsamen repräsentativen Funktion: Rüstungen wurden in deren weitgehend friedlichen Edo-Zeit (1603–1868) zunehmend zu Statussymbolen der Eliten.

Rüstungsmantel (Jinbaori)
Mittlere Edo-Zeit, 18. Jh.
Wolle, Seide, Brokat
© The Ann & Gabriel Barbier-Mueller Museum, Dallas
Foto: Brad Flowers
Foto freundlicherweise von der Kunsthalle München zur Verfügung gestellt

Ein vielseitiges Begleitprogramm beleuchtet den Mythos Samurai aus verschiedenen Blickwinkeln: Neben Führungen von Experten und den Kuratoren, Vorträgen, Partys und einer Filmreihe finden auch Kinderführungen und -workshops statt. Mehr Informationen und Fotos findet man auf der Website der Kunsthalle. Auch auf den Ausstellungstrailer und einen Bericht des ZDF heute journals sei hingewiesen.

Zur Ausstellung ist ein umfangreicher Katalog erhältlich.

Info:

1. Februar – 30. Juni 2019

SAMURAI
Pracht des japanischen Rittertums
Die Sammlung Ann und Gabriel Barbier-Mueller

Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung
Theatinerstrasse 8
(in den Fünf Höfen)
80333 München
Deutschland

www.kunsthalle-muc.de

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Schatten. Licht. Struktur.
Papierinstallationen von Koji Shibazaki

Es ist fein und mit der Hand geschöpft. Wenn Licht hindurch scheint, ergeben sich staunenswerte Effekte und Stimmungen. ‘Washi’ ist der Name dieses japanischen Papiers. Koji Shibazaki heisst der Künstler, der es mit seinen eigenen Händen virtuos herzustellen weiss und es dann mit den Zutaten Licht und Schatten zu einzigartigen Installationen formt. Jedes dieser Kunstobjekte wirkt belebt, seine Strukturen fliessen und strahlen einmal absolute Ruhe, ein anderes Mal harmonische Bewegung bis hin zu statischer Rhythmik aus.

Flyer

Koji Shibazaki wurde 1964 in Kyôto geboren und ist heute Professor an der Aichi-Universität der Schönen Künste in Nagakute. Seinen ‘Bachelor of Fine Arts’ hat er 1988 dort erworben. Zwischenzeitlich war er als Innenarchitekt und Mediendesigner tätig, nebenbei besitzt er einen Abschluss als ‘Master of Business Administration’. Eine solche Mehrdimensionalität scheint einen ultra-vielseitigen Charakter zu fordern, Eigenschaften, die seinem Lieblings-Werkmaterial, dem ‘Washi’, ganz ähnlich sind: Es ist besonders reiss- und knickfest, dabei sehr weich und alterungsbeständig. Seit langem wird es deshalb in den künstlerischen Bereichen der Kalligrafie und Malerei eingesetzt. Doch auch die traditionelle japanische Buchherstellung ist ohne Washi undenkbar. Wenn Koji Shibazaki vom Basismaterial seiner Schöpfungen spricht, scheint es beinahe, als ginge es um einen alten Freund. ‘Man muss damit lange Erfahrung haben, nur so kennt man es richtig’. Seit 12 Jahren stellt er gemeinsam mit seinen Studenten ‘Washi’ her – so lernen sie es am besten, durch eigene Praxis. Auch die Papier-Werkstatt an der Aichi-Universität ist das Resultat jahrelanger Erfahrung, denn Shibazaki reiste zu Washi-Produktionsstätten in ganz Japan und forschte intensiv über alle Teilbereiche japanischer Kultur, die in Verbindung zu traditionell-japanischem Papier stehen.

Ausstellung ‘Schatten. Licht. Struktur. Papierinstallationen von Koji Shibazaki’
Ohne Titel
© MFK, Nicolai Kästner
Foto freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Auf 17 Ausstellungen in Japan und den USA blickt Shibazaki bereits zurück, darunter eine, in der seine Installationen zusammen mit Paradestücken von René Lalique gezeigt wurden, des wohl bedeutendsten Schmuck- und Glaskünstlers des Art Déco, dem französischen Pendant zum Jugendstil.

Ausstellung ‘Schatten. Licht. Struktur. Papierinstallationen von Koji Shibazaki’
Ohne Titel
© MFK, Nicolai Kästner
Foto freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

‘Schatten. Licht. Struktur.’ im Museum Fünf Kontinente in München ist die bislang grösste Schau von Shibazakis Installationen in Europa. Hier kombiniert er ‘Washi’ mit Licht. In abgedunkelter Umgebung erzeugen Lichtquellen, die in die Papierobjekte eingebaut sind oder sie von aussen illuminieren, zusammen mit einer jeweils exakt definierten Anordnung übereinandergelegter Papierschichten aussergewöhnliche optische Effekte. Tageslicht wird dabei vermieden, die Dunkelheit des Ausstellungsraums schafft eine dichte und geheimnisvolle Atmosphäre. Sie erinnert an die Beleuchtung tradtioneller japanischer Wohnräume, die früher von einer einzigen Lichtquelle ausging: einer Lampe mit einem Papierschirm. In der Ausstellung rufen die subtilen Reflexionen von Gold- und Silberfolien und Glimmerpulver auf den Papierkreationen von Koji Shibazaki ganz besondere Stimmungen hervor, die aus dem Zusammenwirken von Licht, Struktur und Schatten entstehen und deren Strahlen schlichtweg bezaubernd wirkt. Diese Effekte ergeben sich gerade im Zusammenspiel mit den Kreationen einer Schülerin Shibazakis, Mikako Suzuki. Sie überarbeitet die Papieroberflächen mit hauchfeinen Glanzfolien, die sie mit Siebdruck-Technik und viel Fingerspitzengefühl aufbringt.

Info:

5. April – 22. September 2019

Schatten. Licht. Struktur.
Papierinstallationen von Koji Shibazaki

Museum Fünf Kontinente
Staatliche Museen in Bayern
Maximilianstrasse 42
80538 München
Deutschland

www.museum-fuenf-kontinente.de

Website des Künstlers

Flyer

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Wunderwelten
Mixed Media Wandreliefs auf Leinwand und moderne Quilts von Anke Pradel-Schönknecht

Anke Pradel-Schönknecht zeigt ab dem 10. Mai 2019 eine Auswahl ihrer textilen Arbeiten in der Klosterkirche Thalbürgel.

Anke Pradel-Schönknecht: Aufwärts
Foto von der Künstlerin freundlicherweise zur Verfügung gestellt

Alles, was ihr in die Hände gelangt, verwandelt sie in Anmut und in stille Betrachtung. Den Schwerpunkt setzt sie auf Komposition und Kombination von textilen Materialien und Papieren. Es entstehen bezaubernde strukturierte Oberflächen in Mixed Media Technik auf Leinwand.

Anke Pradel-Schönknecht: Ice Structures, Detail
Foto von der Künstlerin freundlicherweise zur Verfügung gestellt

Die Leuchtkraft ihrer Farben zeichnet ebenso ihre Acrylmalerei aus.

Anke Pradel-Schönknecht: Goldene Strukturen, Detail
Foto von der Künstlerin freundlicherweise zur Verfügung gestellt

Dazu werden auch Art Quilts in den unterschiedlichsten Techniken gezeigt.

Anke Pradel-Schönknecht: Silberne Strukturen
Foto von der Künstlerin freundlicherweise zur Verfügung gestellt

Die Ausstellung ist mit freundlicher Unterstützung durch das Landratsamt Saale-Holzland-Kreis entstanden.

Info:

10. Mai – 31. Oktober 2019

Wunderwelten
Mixed Media Wandreliefs auf Leinwand und moderne Quilts von Anke Pradel-Schönknecht

Klosterkirche Thalbürgel
Klosterstrasse 23
07616 Bürgel
Deutschland

www.klosterkirche-thalbuergel.de
www.arcanum.info

Vernissage:
Fr, 10. Mai 2019, 18 Uhr

Flyer 1
Flyer 2

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Fashion Material – Modewelten von Stephan Hann

Plakat

Mode und Kunst – die Grenzen verschwimmen in den Kleidern des Berliner Künstlers Stephan Hann. Alltägliche Materialien, Konsumgüter und Flohmarktfunde werden zu Kunstwerken, die wie Kreationen der Haute Couture tragbar wären. Die Ausstellung ‘Fashion Material. Modewelten von Stephan Hann’ blickt aus einer neuen Perspektive auf Materialität, Formsprache und Ästhetik.

Stephan Hann: Silver Bird II, 2015
Medikamentenblister
Foto: Maik Kern
Foto freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Die Kunstwerke kommentieren den unstillbaren Hunger unserer Gesellschaft nach Konsum. Die Modewelt handelt nach diesem Diktat: Kleiderschränke sollen nicht voll sein, sondern sich immer wieder füllen. Dafür bedarf es ständig neuer Trends und Kreationen. Von der Vogue bis zur Bravo, vom Fernsehspot bis zu Influencern auf Instagram – die Anregungen zu kontinuierlichem Konsum sind vielseitig. Aber kann Mode überhaupt ‘neu’ sein?

Stephan Hann: Golden Punk, 2017
Gold- u. Silberspitze 18. und 19. Jahrhundert
Foto: Maik Kern
Foto freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Stephan Hann unterstreicht mit der Wahl der Materialien die Kurzlebigkeit der Kleidungsstücke, während die gewählten Schnitte und Formen zeitlos sind. Seine Werke fragen: Wie viel ‘Neues’ benötigt der Konsum(ent)? Die Kreationen erzählen ihre eigenen Geschichten, sie schwelgen in Erinnerungen, spiegeln Schutz und entlarven den Luxus.

Stephan Hann: Mauerfall, 2016
Berlin-Fotos der Jahre 1989/90, Samt, Samtband
Foto: Maik Kern
Foto freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Kommentiert werden Hanns Werke mit Entwürfen von Studierenden des Studiengangs Modedesign der Hochschule Hannover. Upcycling, Recycling und Zero Waste sind Bausteine ihres Forschungsprojekts ‘use less: Designstrategien gegen Verschwendung und hässliche Kleidung’. Sie handeln getreu dem Motto der Designerin Vivienne Westwood ‘Buy less, choose well, make it last.’

Stephan Hann: Fly Me to the Moon, 2012
Tetra Pak
Foto: Maik Kern
Foto freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Zu sehen ist die Schau im TextilWerk Bocholt – Spinnerei – ab dem 25. Mai 2019. Über bereits vergangene Ausstellungen des Künstlers habe ich beispielsweise hier oder hier berichtet. Die Faszination bleibt.

Info:

25. Mai – 6. Oktober 2019

Fashion Material – Modewelten von Stephan Hann

TextilWerk Bocholt
Spinnerei
Industriestrasse 5
46395 Bocholt
Deutschland

www.lwl.org

Ausstellungseröffnung:
Sa, 25. Mai 2019, 18 Uhr

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Asia – Europe IV
Zeitgenössische Textilkunst

Wieder einmal zeigt das Deutsche Textilmuseum Krefeld vom 12. Mai 2019 an zeitgenössische Textilkunst unter dem besonderen Blickwinkel ‘Asia – Europe’. Marika Szàraz führt das Konzept von Erny Piret fort und hat auch in diesem Jahr wieder 36 Mitglieder der Fiber Art-Gruppe dazu angeregt, ihre aktuellen Kunstwerke zu einer gemeinsamen Ausstellung nach Deutschland zu schicken.

Da den Künstler*innen kein Thema vorgegeben ist und sie frei arbeiten, ist das Spektrum der Arbeiten vielfältig. Verbindende Elemente bleiben aber die Verwendung von textilen Materialien und Techniken sowie eine experimentelle Herangehensweise.

Plakat

Kaum eine der traditionellen Künste hat sich in den letzten Jahrzehnten so stark verändert und neu ausgerichtet wie das gesamte Feld der sogenannten Textilkunst, die im Englischen inzwischen unter dem Begriff ‘Fiber Art’ zusammengefasst wird. Aus dem Blickwinkel des Betrachters ist es spannend festzustellen, wie sehr neue Techniken die Dimensionen Zeit und Raum auf ungewohnte Weise konturieren und sogar neu bestimmen.

Die meisten Künstler bewegen sich mit ihren Werken im Bereich der Objektkunst, andere hingegen gestalten und beherrschen ganze Räume durch ihre Installationen. In den unterschiedlichen Arbeiten spiegeln sich nicht nur die verschiedenen Herangehensweisen an bestimmte Themen oder den Umgang mit dem Material, sondern auch die stark voneinander abweichenden Lebensumstände und Erfahrungen jedes einzelnen Künstlers. Dies herauszustellen war ein wesentliches Ziel der Kuratorin dieser Ausstellung.

Grösse, Material, Farbe oder Thema der Arbeiten unterlagen ganz bewusst keinen Beschränkungen. Und so sind vor allem die verwendeten, unterschiedlichsten Materialien – fest, hart, weich, glänzend oder transparent – nicht beliebig, sondern vielmehr wohlüberlegt – gewählt worden.

Info:

17. Mai – 18. August 2019

Asia – Europe IV
Zeitgenössische Textilkunst

Deutsches Textilmuseum Krefeld
Andreasmarkt 8
47809 Krefeld
Deutschland

www.krefeld.de

Ausstellungseröffnung:
Do, 16. Mai 2019, 18 Uhr

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Das Blaue Wunder – von Hand gewebt

‘Das blaue Wunder – von Hand gewebt’ präsentiert eine grosse Vielfalt handgewebter Textilien und spiegelt in einer professionellen Präsentation das Schaffen einer agilen Handweberszene aus Deutschland und anderen europäischen Ländern.

Papiergarn, Detail
Ausstellung ‘Das blaue Wunder – von Hand gewebt’
Foto freundlicherweise vom Veranstalter zur Verfügung gestellt

Die ca. 130 Exponate zeigen vielfältige Gestaltungsideen in unterschiedlichen Materialien, Strukturen und Bindungen, alle in Variationen der Farbe Blau.

Kissen
Ausstellung ‘Das blaue Wunder – von Hand gewebt’
Foto freundlicherweise vom Veranstalter zur Verfügung gestellt

Der Beliebigkeit billiger textiler Massenproduktion wird der Wert des Unverwechselbaren, die besondere Qualität handwerklicher Fertigung entgegengesetzt.

Ausstellung ‘Das blaue Wunder – von Hand gewebt’
Foto freundlicherweise vom Veranstalter zur Verfügung gestellt

Es entsteht eine eigene Textilkultur, geprägt von Langlebigkeit und Wertschätzung der Materialien und von selbstbestimmter Arbeit und einer immer neuen Ästhetik.

Borte, Detail
Ausstellung ‘Das blaue Wunder – von Hand gewebt’
Foto freundlicherweise vom Veranstalter zur Verfügung gestellt

Die Ausstellungskonzeption wurde von den jungen Designerinnen Sarah Becker und Irene Kriechbaum erarbeitet. Sie gliedert die Präsentation in vier Bereiche:

– AM KÖRPER umhüllen, wärmen
– AN WAND, FENSTER UND BODEN schmücken, verhüllen
– AUF BETT UND SOFA bedecken, schützen
– ZU TISCH aufdecken, abdecken

Schals
Ausstellung ‘Das blaue Wunder – von Hand gewebt’
Foto freundlicherweise vom Veranstalter zur Verfügung gestellt

Alle Exponate sind in einem begleitenden Ausstellungsbuch beschrieben.

Tuch, Detail
Ausstellung ‘Das blaue Wunder – von Hand gewebt’
Foto freundlicherweise vom Veranstalter zur Verfügung gestellt

Die Ausstellung wurde 2018 an verschiedenen Orten in Deutschland und Österreich gezeigt, von wo auch die Ausstellungsansichten stammen.

Info:

19. Mai – 23. Juni 2019

Das Blaue Wunder – von Hand gewebt

Kulturort Garnlager
Gewerbestrasse 9
3421 Lyssach
Schweiz

www.kulturortgarnlager.org

Einladungskarte

Öffnungszeiten:
Mo – Fr: 10 – 11.30 und 13.30 – 17 Uhr
Sa – So: 13.30 – 17 Uhr

Vernissage:
So, 19. Mai 2019, 14 Uhr

***

Gegen die Unsichtbarkeit
Designerinnen der Deutschen Werkstätten Hellerau 1898 bis 1938

Über 50 Frauen, die Designgeschichte schrieben und bisher in Vergessenheit geraten waren, machte diese Ausstellung des Kunstgewerbemuseums Dresden, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, wieder sichtbar (hier gehts zu meinem ausführlichen damaligen Bericht). ‘Gegen die Unsichtbarkeit – Designerinnen der Deutschen Werkstätten Hellerau 1898 bis 1938’ wird ab dem 17. Mai 2019 im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MKG) zu sehen sein.

Schülerinnenklasse von Prof. Margarete Junge an der Kunstgewerbeschule Dresden, 1911
© Archiv der Hochschule für Bildende Künste Dresden, Bestand Bildarchiv, Sign. 08.01/00015
Foto freundlicherweise vom MKG zur Verfügung gestellt

Mit der Gründung der Deutschen Werkstätten Hellerau im Jahr 1898 wurde Dresden neben München zu einem Zentrum der internationalen Reformbewegung, vor allem in Hinblick auf innovative Gestaltung. So weit bekannt, aber nahezu unbekannt war die Öffnung der Deutschen Werkstätten für Frauen als künstlerische Mitarbeiterinnen zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Es ist vor allem Karl Schmidts (1873–1948) Engagement zur Zeit der Reformbewegung zu verdanken, dass unmittelbar nach der Gründung seines Unternehmens eine ganze Reihe von Frauen als Gestalterinnen beauftragt und ihre Produkte unter ihren Namen vertrieben wurden.

Else Wenz-Viëtor (1882–1973): Deckelvase, 1911
Privatbesitz, Hersteller: Porzellanfabrik Weiden Gebr. Bauscher für Deutsche Werkstätten Hellerau
© SKD, Foto: Robert Vanis
Foto freundlicherweise vom MKG zur Verfügung gestellt

‘Gegen die Unsichtbarkeit. Designerinnen der Deutschen Werkstätten Hellerau 1898 bis 1938’ stellt 18 Designerinnen und eine Produktfotografin vor, die im frühen 20. Jahrhundert im Kontext der Deutschen Werkstätten arbeiteten. Die Ausstellung wirft ein Schlaglicht auf Gestalterinnen, die trotz reger Entwurfs- und Lehrtätigkeit, zahlreichen Ausstellungen und erfolgreichen Wettbewerbsteilnahmen im Laufe der Zeit in Vergessenheit gerieten: Frauen, die …

Gertrud Kleinhempel (1875–1948): Toilettentisch
Entwurf: um 1910, Hersteller: Werkstätten für deutschen Hausrat Theophil Müller, Dresden
© SKD, Foto: Robert Vanis
Foto freundlicherweise vom MKG zur Verfügung gestellt

… als Möbeldesignerinnen auftraten, obwohl sie – generell zu dieser Zeit ohne Studienberechtigung – oft nur als Zeichenlehrerinnen ausgebildet waren. Frauen, die tradierte gesellschaftliche Muster durchbrachen und mit der Ausübung eines zuvor Männern vorbehaltenen Tätigkeitsbereiches mehr Autonomie und Selbstbestimmung im beruflichen und gesellschaftlichen Alltag erlangten. Frauen, die nicht nur massgeblich zum Erfolg der noch jungen Werkstätten beitrugen, sondern auch die Reformbewegung in Deutschland entscheidend vorantrieben.

Unbekannt: Porträt Margaret Leischner, 1927-1928
Acetatfilm, Repronegativ, 6 x 9 cm
© unbekannt, Foto: Bauhaus-Archiv Berlin
Foto freundlicherweise vom MKG zur Verfügung gestellt

Ihre Werke fanden sich früh vor allem in jenen öffentlichen Museums- oder Mustersammlungen, die sich explizit aktuellen Tendenzen in Design und Kunsthandwerk zuwandten. Auch das MKG sammelte von Beginn an Zeitgenössisches wie angewandte Grafik und Plakatkunst und erwarb Werbegrafiken von Gertrud Kleinhempel (1875–1948), Änne Koken (1885–1919), Clara Möller-Coburg (1869–1918) und anderen Gestalterinnen. Das MKG wird die Ausstellung daher um einige Positionen erweitern, die eng an das Haus geknüpft sind.

Katalog erhältlich.

Info:

17. Mai – 18. August 2019

Gegen die Unsichtbarkeit
Designerinnen der Deutschen Werkstätten Hellerau 1898 bis 1938

Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg
Steintorplatz
20099 Hamburg
Deutschland

www.mkg-hamburg.de

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Was guckst Du!?
Kommunikation mit T-Shirts

T-Shirts sind die wohl am häufigsten getragenen Kleidungsstücke der Welt. Ihre schlichte Form eignet sich perfekt, um durch Aufdruck, Stickerei oder Applikationen von Bildern und Texten Botschaften aller Art zu transportieren.

Plakat

Die Ausstellung ‘Was guckst Du!?’ im Tuchmacher Museum Bramsche fragt nach den Absichten und Strategien der Kommunikation über T-Shirts, die sich im Kontext des gesellschaftlichen Wandels der vergangenen 70 Jahren stetig erweitert haben.

Ausstellung ‘Was guckst Du!?’
Foto freundlicherweise vom TMB zur Verfügung gestellt

Die grosse Bandbreite reicht dabei von der Produktwerbung, über witzige, selbstironische oder politische Statements bis hin zu tragbaren Kunstwerken – eine hautnahe und immer populärere Form nonverbaler Kommunikation.

Info:

19. Mai – 23. Juni 2019

Was guckst Du!?
Kommunikation mit T-Shirts

Tuchmacher Museum Bramsche
Mühlenort 6
49565 Bramsche
Deutschland

www.tuchmachermuseum.de

Einladungskarte

Ausstellungseröffnung am Internationalen Museumstag:
So, 19. Mai 2019, 11 Uhr
Im Anschluss können T-Shirts mit unterschiedlichen Techniken selbst gestaltet werden. Kostenbeitrag: 5 EUR

Finissage am Internationalen T-Shirt-Tag:
Fr, 21. Juni 2019, 17 Uhr
Versteigerung, Gespräche und Musik von Cliff Barnes and the Fear of Winning, Eintritt frei(willig)

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7. Europäische Quilt-Triennale
zu Gast im Textilen Zentrum Haslach

Die Europäische Quilt-Triennale ist eine internationale Wanderausstellung, die hochkarätige Textilkunst aus mehreren Ländern präsentiert. Sie wurde 2019/20 zum 7. Mal von der Textilsammlung Max Berk in Heidelberg unter der Leitung von Dr. Kristine Scherer organisiert und macht heuer erstmals Station in Österreich, wo sie von 11. Mai – 30. Oktober 2019 im Sonderausstellungsraum des Textilen Zentrums Haslach zu sehen sein wird.

Plakat
freundlicherweise vom Veranstalter zur Verfügung gestellt
Abb.: Jutta Kohlbeck: Topogravity, Detail (Foto: Künstlerin)

Wie bereits hier und hier berichtet, dokumentieren die 41 von einer Fachjury aus 161 Einreichungen ausgewählten Arbeiten ein breites Spektrum an Techniken und Ausdrucksformen und gewähren einen umfassenden Einblick in die zeitgenössische Quiltszene.

Barbara T Kämpfer: Orgelmelodie
Foto: Künstlerin, freundlicherweise vom Veranstalter zur Verfügung gestellt

Man darf gespannt sein, wie sich nicht nur die drei preisgekrönten Arbeiten von Malou Cecille van Draanen Glismann (Preis für Nachwuchsquilter), Urte Hanke (Preis für Innovation im grossen Format) und Judith Mundwiler (Doris Winter-Gedächtnispreis) im Sonderausstellungsraum des Textilen Zentrums Haslach ausnehmen werden.

Elsbeth Nusser-Lampe: Standortsuche
Foto: Volker Lampe, freundlicherweise vom Veranstalter zur Verfügung gestellt

Die Eröffnung dieser Ausstellung ist der Startschuss eines umfangreichen Textilsommers: Neben dem Sommersymposium TEXTILE KULTUR HASLACH findet von 27. – 31. Juli 2019 hier auch die Konferenz des EUROPÄISCHEN TEXTILNETZWERKS (ETN) statt und wird Textilbegeisterte aus der ganzen Welt nach Haslach führen: Es werden zahlreiche spannende Vorträge, internationale Kurse und ein umfangreiches Ausstellungsprogramm, das sich über die ganze Region erstecken wird, geboten.

Susie Koren: Volets du Luberon
Foto: Künstlerin, freundlicherweise vom Veranstalter zur Verfügung gestellt

Dieser Bericht ergänzt meine Vorschau, die hier zu finden ist, wenn man ganz nach unten scrollt.

Info:

11. Mai – 30. Oktober 2019

7. Europäische Quilt-Triennale

Textiles Zentrum Haslach
Stahlmühle 4
4170 Haslach
Österreich

www.textile-kultur-haslach.at
www.gardenofeden2019.org

Eröffnung der Ausstellung:
Fr, 10. Mai 2019, 18 Uhr im Rahmen des Freunde und Fördererabend des Textilen Zentrums Haslach

Führungen:
Sa, 11. Mai 2019, 11.30 und 15 Uhr

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den Faden aufnehmen – Danijela Pivašević-Tenner
Installationen aus Ton und Textilem

Als Forum für Textilkunst hat sich das Museum Tuch + Technik in Neumünster etabliert – eine Kunst mit vielen Facetten: Die Ausstellung mit Werken von Danijela Pivašević-Tenner, ‘den Faden aufnehmen – Installationen aus Ton und Textilem’, zeigt Arbeiten, die durch die Kombination zweier völlig verschiedener Materialien, fliessendem Stoff und harter Keramik, Spannung erzeugen. Die Ausstellung ist noch bis zum 29. September 2019 zu sehen.

Ausstellung ‘den Faden aufnehmen – Danijela Pivašević-Tenner’
Foto: Jens Sauerbrey, freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Danijela Pivašević-Tenner hat ihre künstlerische Ausbildung 1995 mit einem Textildesign-Studium begonnen. Später widmete sie sich der Freien Keramik und Bildhauerei und studierte in Belgrad und Berlin. Ihre Arbeiten entstanden in den vergangenen Jahren u.a. in Israel, Argentinien, Indonesien, Slowenien oder Indien. In ihrem neuen Projekt hat sie auf diese Wurzeln zurückgegriffen und faszinierende Installationen geschaffen, die zum ersten Mal öffentlich zu sehen sind.

Die Besucher*innen durchschreiten mehrere Installationen und werden selbst Teil davon. Dem öffentlichen Aufruf der Künstlerin, alte Garderobe abzugeben, folgten viele Neumünsteraner. Daraus ist zum Beispiel eine raumgreifende Installation entstanden, die Porzellan und Textiles vereint. Hier werden nicht nur Fragen zum Zeitgeist einer globalen Warengesellschaft gestellt, sondern Kunst wird erneut erlebbar.

Ausstellung ‘den Faden aufnehmen – Danijela Pivašević-Tenner’
Foto: Jens Sauerbrey, freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Pivašević-Tenner bezieht die Kunstbetrachtenden stets ein und entwickelt ihre Arbeiten in direkter Korrespondenz zum Ausstellungsort. Sie nimmt dabei ‘den Faden auf’ und setzt bewusst bei unseren gesellschaftlich geprägten Bedeutungen und Gewohnheiten an. So ist die Auseinandersetzung mit Alltagsobjekten wie Geschirr, Dekoren, Möbeln oder Verpackungen oft Inspiration ihrer Kunst.

Portrait Danijela Pivašević-Tenner’
Foto freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Danijela Pivašević-Tenner blickt in diesem Jahr auf zehn Jahre Arbeit im Künstlerhaus Stadttöpferei Neumünster zurück. In dieser Zeit hat sie ein neues Konzept für diese renommierte Neumünsteraner Institution entwickelt. Seit 2013 erhalten junge Künstler*innen aus aller Welt im Rahmen eines einmonatigen Stipendiums Gelegenheit, ihre künstlerische Ausdrucksform als Ceramic Artist in Residence weiterzuentwickeln und zu präsentieren.

Info:

27. April – 29. September 2019

den Faden aufnehmen – Danijela Pivašević-Tenner
Installationen aus Ton und Textilem

Museum Tuch + Technik
Kleinflecken 1
24534 Neumünster
Deutschland

www.tuchundtechnik.de

Flyer

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Vier “Bauhausmädels”

Als zentralen Beitrag der Landeshauptstadt anlässlich des Bauhaus-Jubiläums präsentiert derzeit das Angermuseum Erfurt die Ausstellung ‘Vier “Bauhausmädels”‘. Die vier aussergewöhnlichen Frauen Gertrud Arndt, Marianne Brandt, Margarete Heymann und Margaretha Reichardt stehen im Mittelpunkt dieser Schau.

Für seine Schülerinnen repräsentierte das Staatliche Bauhaus eine entscheidende biografische Weichenstellung. Ungeachtet der schwierigen Stellung von Frauen am Bauhaus ging für sie der Eintritt in die in ihrer Zeit modernste künstlerische Ausbildungsstätte mit einem Bruch zahlreicher gesellschaftlicher Konventionen einher und war ein markantes Zeichen weiblicher Emanzipation. In dem Artikel ‘Mädchen wollen etwas lernen’ der Zeitschrift ‘Die Woche’ (1930) wurde der selbstbewusste Typus des ‘Bauhausmädels’ attraktiv in Szene gesetzt.

Blick in die Ausstellung ‘Vier “Bauhausmädels”‘
Foto von der Stadtverwaltung Erfurt freundlicherweise zur Verfügung gestellt

Das Projekt im Angermuseum thematisiert das Bauhaus als Möglichkeitsraum für die künstlerische und persönliche Entfaltung der weiblichen Jugend. Doch verfolgten die ‘Bauhausmädels’ nach ihrem Ausscheiden aus dem Bauhaus recht unterschiedliche Karrierewege: Wege der Selbstbehauptung in der freiberuflichen Ausübung ihrer gestalterischen Tätigkeiten, aber auch solche, die nicht oder nur zum Teil an die im Bauhaus erlernten und eingeübten Konzepte selbstbestimmter, moderner, international vernetzter Kreativität anschlossen und genauso wenig automatisch von Erfolg gekrönt waren.

Blick in die Ausstellung ‘Vier “Bauhausmädels”‘
Foto von der Stadtverwaltung Erfurt freundlicherweise zur Verfügung gestellt

Die Ausstellung befragt die damalige Euphorie aus der sicheren Entfernung einiger Jahrzehnte und mit dem Wissen um die späteren Schicksale nicht nur der weiblichen Bauhausangehörigen. Exemplarisch nimmt sie die Lebenswege von Gertrud Arndt, Marianne Brandt, Margarete Heymann und Margaretha Reichardt in den Blick. Die Werke dieser Künstlerinnen repräsentieren zugleich die am Bauhaus wichtigen Gewerke Fotografie, Metall, Keramik und Textil und jede ist in einer wichtigen Phase ihrer Biografie mit Thüringen verbunden.

Blick in die Ausstellung ‘Vier “Bauhausmädels”‘
Foto von der Stadtverwaltung Erfurt freundlicherweise zur Verfügung gestellt

Die Absolventinnen des Bauhauses nahmen unterschiedliche Karrierewege. In der Ausstellung wird deutlich, wie die vier ausgewählten Frauen am Bauhaus in Weimar und Dessau partizipierten und später das dort vermittelte Konzept der Verbindung von Handwerk, Kunst und Technik in ihre jeweils eigene ‘Sprache’ als Gestalterinnen übersetzten. Die Biografien wurden getragen von der Vision, einen kreativen Beruf auszuüben, sich unabhängig und selbstständig zu machen. Nicht in jedem Fall wurde das Wirklichkeit.

Blick in die Ausstellung ‘Vier “Bauhausmädels”‘
Foto von der Stadtverwaltung Erfurt freundlicherweise zur Verfügung gestellt

Die sehr sehenswerte Ausstellung im Erfurter Angermuseum präsentiert über 335 Objekte aus zahlreichen privaten und öffentlichen Sammlungen und Archiven und vermittelt anschaulich die künstlerischen Wege der ausgewählten Gestalterinnen aus der Zeit am Bauhaus und danach.

Zur Ausstellung ist ein umfangreicher Katalog erschienen.

Informationen zum Begleitprogramm sowie weitere Fotos findet man auf der Website.

Info:

23. März – 16. Juni 2019

Vier “Bauhausmädels”

Angermuseum Erfurt
Anger 18
99084 Erfurt
Deutschland

www.kunstmuseen.erfurt.de

***

Bitte informieren Sie sich vor einem Ausstellungsbesuch auf der jeweiligen Website besonders über die genauen Öffnungszeiten – es kann sich immer etwas ändern.

Weitere Ausstellungen finden Sie auf meiner Website in der Rubrik AUSSTELLUNGSKALENDER.

Den verschiedenen Beteiligten herzlichen Dank für das Zur-Verfügung-Stellen von Informationen und Bildmaterial!

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Kommentare zu diesem Artikel

6 Responses

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  • Luitgard Möschle

    Hallo Gudrun,

    da sind ja einige Sahnehäubchen dabei, die ich gerne sehen würde!

    Danke für’s Zusammentragen und veröffentlichen !

     

    LG Luitgard

    • Gudrun Heinz

      halli hallo luitgard,

      vielen lieben dank für deinen kommentar. sag’ ich ja, geht mir genauso 🙂

      beste grüsse

      gudrun

  • Birgit Berndt

    Hallo Gudrun,

    hochinteressant und informativ ist dein Überblick der Kunstszene wieder. So viele interessante Ausstellungen, die ich mir gerne anschauen würde. Nur gut, dass ich hier auf dem Blog so viel erfahre und nachlesen kann. Besonders toll finde ich die japanischen Kunstwerke, die mich in ihrer spannenden Schlichtheit immer wieder sehr ansprechen. Aber auch die vier Bauhausmädels finde ich klasse. Und dann noch…ach, einfach Alles in deinem Bericht hat was.

    Viele Grüße

    Birgit

    • Gudrun Heinz

      halli hallo birgit,

      vielen herzlichen dank zurück für deine lobenden worte. einen solchen kommentar lese ich natürlich immer wieder gerne 🙂

      die ‘Vier “Bauhausmädels”‘ sind in der tat einen besuch wert. über ostern waren wir zwei tage in sachen familienfest in thüringen und das ergab die möglichkeit, einen vormittag für erfurt abzuzweigen, nachdem für das neue bauhaus-museum in weimar keine eintrittskarten mehr erhältlich waren. die ‘vier mädels’ haben meinen mann und mich begeistert, ich habe auch viele fotos, die noch mehr aussagen würden, jedoch stockt der kontakt zum museum. alles nicht so einfach mit diesem derzeitigen bauhaus-hype!

      in der kunsthalle erfurt läuft übrigens im moment ausserdem noch ‘Bauhaus Frauen’, eine ausstellung derzeitiger werke von lehrerinnen und absolventinnen der bauhaus-universität weimar sowie ‘bauhauskater fritzie’, über ein kunst-kinder-bilderbuch speziell für die kleinen bauhaus-interessenten.

      damit geht es mir wie dir: man kann halt leider nicht alles selbst besuchen …

      beste grüsse

      gudrun

  • Susanne Klinke

    Liebe Gudrun,

    hab allerbesten Dank für den ausführlichen Hinweis auf unsere Ausstellung in Burgsteinfurt!

    Total gespannt bin ich auf die Brühler Ausstellung von Joana Vasconcelos, denn zwei Freundinnen hatten voneinander unabhängig im letzten Sommer die Ausstellung in Bilbao gesehen und begeistert davon berichtet. Daher muss ich unbedingt nach Brühl! … Bezüglich der Fahrstrecke bietet sich für mich da die Kombination mit der Krefelder Ausstellung “Fiber Art” ganz super an. … Ich möchte am liebsten direkt losfahren!

    Hab also nochmals vielen Dank für deine “Vorschau auf kommende Attraktionen”!

    Susanne

    • Gudrun Heinz

      halli hallo susanne,

      1000 dank für dein anerkennendes feedback! freut mich sehr zu lesen.

      ich muss natürlich sagen, dass die qualität der einzelnen ankündigungen/berichte immer auch davon abhängt, was mir die aussteller/museen/veranstalter zur verfügung stellen – und da hat tx 02 geliefert 🙂 und wenn es mich dann noch dazu so begeistert, ist es ja für mich keine frage mehr.

      die letzte auflage von ‘asia – europe’ habe ich persönlich in krefeld gesehen – und war hin und weg. leider ist das museum mit bildern diesmal nicht so grosszügig, daher empfehle ich unbedingt einen besuch.

      auf jeden fall aber ganz viel erfolg mit eurer eigenen ausstellung ‘Textil plus Beifang’ – so schade, dass ich diesmal dort nicht hinkommen kann …

      beste grüsse

      gudrun

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