Kreative Artikel zum Thema Nähen

Schnelle Abschmink-Pads selber nähen

Kennt Ihr den tollen Film “Mo better blues” von 1990? Mit dem noch sehr jungen Denzel Washington? Seufz…
Da gibt es einen Song (er heisst L.O.V.E.). Denzel Washington erzählt auf der Bühne stehend, wie er durch die USA gereist ist, und sich die Musik all der kleinen lokalen Radiosender angehört hat. Und worum ging es in all diesen Liedern? Natürlich, um die Liebe – LOVE! Und dann sagt/singt er: “What the world needs now…. is not another lovesong”. Daran musste ich irgendwie denken, als ich überlegt habe, diesen Beitrag zu machen. Braucht Ihr/die Welt wirklich noch eine Anleitung für Abschmink-Pads?

Na klar!

Ich versuche seit längerem meinen Haushalt/mein Leben plastikfreier bzw. nachhaltiger zu gestalten. Natürlich gehören da auch waschbare Abschmink-Pads dazu. Jetzt habe ich natürlich auch bereits das komplette Internet nach schlauen und schönen Vorlagen und Ideen durchforstet. Mehr sogar, ich habe mich an die Bernina gesetzt und ein paar genäht. Aber ganz ehrlich? Zwei winzige Kreise oder Quadrate zuschneiden, zusammennähen, wenden und nochmals absteppen? Uff… das ist ganz schön viel Arbeit! Vor allem, wenn man gerne ca. 30 Stück haben möchte… Und dann muss ich auch noch gestehen, dass ich bei so kleinen Dingern die Wendeöffnung nicht wirklich schön geschlossen kriege.
Beim letzten Nähkurs auf jeden Fall, kam mir die Idee, als ich mit einer Anfängerin eine Kissenhülle mit Hotelverschluss genäht habe. Mensch klar! Ich mach die Dinger einfach genau so.

Anleitung für schnelle Abschmink-Pads

Zugegeben, am Anfang steht auch viel Schnippel-Arbeit. Aber der Bio-Baumwoll-Fleece lässt sich ziemlich einfach zuschneiden und fusselt auch nach dem Waschen nicht aus.

Mit 20 cm bekommt Ihr schon eine ganze Menge Pads. Das passende Garn finde ich immer in der großen Auswahl von Mettler.

Also, wie hab ich es gemacht? Ich habe 20 komplette Kreise zugeschnitten und außerdem nochmal 40 Kreise, die irgendwo zwischen halb- und voll sind.

Wenn diese Arbeit erledigt ist, ist auch schon das Schlimmste geschafft. Dann müsst Ihr die Teile nämlich nur noch aufeinander legen und drum herum nähen. Schneidet dann die Nahtzugabe zurück, wendet die Dinger – fertig!

Ich bin ganz glücklich damit, und einen kleinen Schritt weiter in Sachen Umweltschutz. 

P.S.: Auf dem Foto oben seht Ihr ausnahmsweise mal noch ein bisschen (unbezahlte und unbeauftragte) Werbung. Dieses Deo benutze ich jetzt seit fast einem Jahr. Ich war skeptisch, ob ich mich jemals ohne das umstrittene Aluminium-Gedöns unter den Armen vor die Tür trauen könnte/würde…. Aber es ist wirklich super! Kein Alu, keine Tierversuche, keine Chemie und die Verpackung ist auch noch aus FSC-zertifiziertem Papier! Und der Lavendel-Duft ist angenehm und nicht zu intensiv.

Und wer sie partout doch mit einem Webstoff verstürzen möchte, findet hier wunderschöne Exemplare. Zum Nachnähen, oder kaufen 🙂
(Werbung bzw. Verlinkung ebenfalls unbezahlt und unbeauftragt)

 

Kostenlose Nähanleitung: Wiederverwendbare Abschminkpads nähen

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Kommentare zu diesem Artikel

19 Responses

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  • ille wisch

    leider stehen die Pads dann doch in einem Plastikbehälter….das finde ich dann doch etwas kurz gedacht;)

     

    • Christiane Colsman

      da hast Du recht. Den Behälter habe ich mir vor ein paar Jahren gekauft, als ich mir darüber noch nicht so viel Gedanken gemacht habe. Soll ich ihn jetzt wegwerfen? Ich fahre auch ein Auto, und obwohl ich seit 27 Jahren kein Fleisch mehr esse, trage ich Lederschuhe….und und und.

      Warum wird eigentlich immer erwartet, dass man alles 1000%ig macht?

      Nix für ungut, aber lebst DU völlig plastikfrei? Ich wette nicht. Die Pads sollen ein kleiner Beitrag sein. Irgendwo muss man doch anfangen, oder? Seit ein paar Wochen benutze ich nur noch Zahnpasta-Tabletten, aber mein Shampoo ist noch in der Plastikflasche und die Zahnbürste ist auch aus Kunststoff. Ich stelle meinen Konsum Schritt für Schritt um. Mehr hab ich nie behauptet.

      Also: bitte sieh es positiv und verzeih mir, dass ich keine Heilige bin 🙂

  • Marina Sacher

    Tolle Idee – für mich als Anfänger vielleicht eher in rechteckig, ich fürchte, ich komm nicht so elegant um die Kurven 😉

    Ich hab noch ausrangierte Biberbettwäsche – kann man die auch verwenden?

    Das Genöle wegen dem Waschen kann ich nicht mehr hören, kommt aber in fast jedem Beitrag über wiederverwertbare Pads – als ob man die separat waschen würder *kopfschüttel

    • Christiane Colsman

      Liebe Marina,

      sooo schwer sind die Kreise gar nicht. Vielleicht ist das ja DER Anlass zum Üben? Natürlich kannst Du auch alte Biber-Bettwäsche nehmen. Die ist allerdings nicht so dick wie der Baumwoll-Fleece.

      Zum “Genöle”: alles, was neu oder anders ist, stößt erstmal auf Widerstand/Ablehnung, daran bin ich schon gewöhnt. Kann ich gut aushalten :). Manchmal ist es ja auch konstruktive Kritik!

      Viel Spaß beim Nähen,

      Christiane

  • lucygbischoff

    Hallo Christiane,

    danke für den Denkanstoß! Heute morgen habe ich mein letztes Reinigungstuch aus der Verpackung geholt und beschlossen, sie nicht mehr zu kaufen (obwohl sie wirklich toll sind und das Abschminken sehr erleichtern). Auf die Idee, Abschminkpads selbst herzustellen, bin ich über “Otherwise” gekommen, die Stirnbänder aus Biobaumwolle näht und aus den Stoffresten diese Pads näht und verkauft. Toll, dass du dir dazu auch Gedanken gemacht und die Idee gleich umgesetzt hast!  Und was den Umweltgedanken betrifft: Diese kleinen Pads passen zu jeder Handtuchwäsche dazu. Ich wasche Handtücher grundsätzlich bei 95 Grad aus hygienischen Gründen; außerdem habe ich einen Hund und da will ich wirklich sicher gehen. Ich kann nicht warten, bis ich eine Waschmaschine mit Hundetüchern voll habe. Zum Deo kann ich einen noch umweltschonenderen Tipp geben: Ich gebe eine Prise Natron mit Wasser in ein kleines, verschließbares Behältnis und schüttele es gut durch. Damit benetze ich meine Achseln – that’s it. Ich hatte nie ein wirksameres Mittel. Es reicht eine wirklich kleine Menge Natron.

    Viele liebe Grüße und … Weiter so :-))

    • Christiane Colsman

      Hallo Lucy,

      vielen Dank für Dein Feedback. Schön zu hören, dass immer mehr Menschen solch kleine Dinge umsetzen. Das freut mich sehr! Mit dem Natron hast Du bestimmt recht. Der Stick ist eine “feste Creme” und man merkt, dass dort auch Natronpulver drin ist. Vielleicht wird das meine nächste Stufe werden. Noch brauche ich einen Duft, damit ich ein Frischgefühl habe 🙂
      Liebe Grüße,

      Christiane

  • Irmtraud Sauerwein-Heil

    Hallo Cristiane,

    die Idee mit den Pads ist gut die Herstellung geht noch einfacher,warum erst Kreise ausschneiden  und dann die Nahtzugabe zurück schneiden?

    Stoff in der von dir beschriebenen Weise (1x volle Breite 2x 2/3) auf einander stecken oder klammern einen Kreis drauf zeichnen z.B. mit einer Tasse. Rundherum  nähen ausschneiden wenden umd freuen.

    Wenn man eine CD als Grösse nimmt kann man sehr schöne Waschlappen für Kinder nähen .

    vieleicht eine Anregung für eine deiner nächsten Anleitungen.

    Liebe Grüße Irmtraud

    • Christiane Colsman

      Hallo Irmtraud,

      stimmt, so geht es ohne viel Schnippelei noch schneller 🙂
      Danke für den Tipp!

      Christiane

  • Sil F

    ..und wem es nicht passt, der kann ja die Seite wieder schliessen! Tolle Idee und Danke für’s Bereitstellen – die Mühe ist es für den wert, den es interessiert.

  • Gabriele Zimmermann

    Ich möchte hier keine Diskussion lostreten. Aber ist es nicht viel wichtiger, dass man sich endlich mal drum kümmert, dass der Regenwald nicht abgeholzt wird. Oder Verbot gegen die Netze in Ägypten , die die Singvögel fängt, weil die eine Delikatesse sind. Wieviel Vögel und Insekten werden mit den Windrädern geschreddert? Das empfinde ich als viel wichtiger, als die paar Tütchen, die ich bestimmt nicht ins Meer werfen werde. Warum werden Abfälle immer noch in Plastiktüten gesammelt, ach es gibt 1000 wichtigere Sachen.

    • Christiane Colsman

      Jetzt hast Du aber eine Diskussion losgetreten ?.

      Ich verstehe, was Du meinst. Und all diese Themen sind natürlich auch wichtig. Aber das eine schliesst ja das andere nicht aus, oder? Wen meinst Du denn mit “man”? DAS hier ist MEIN Beitrag zu etwas weniger Müll. Ein Großteil der Wattepads wird aus Zellstoff gemacht. Und der kommt woher? Aus Holz, ergo Bäumen. Wenn ich also die Wattepads nicht kaufe, muss dafür kein Baum abgeholzt werden. Und die Plastiktüten, die ICH nicht kaufe, kann auch sonst niemand ins Meer kippen.

      Ich bin gerne bereit, mich eines Besseren belehren zu lassen, sollte dieser kleine  Versuch sinnlos sein. Aber sich nur hinzustellen und zu sagen, dass es keinen Sinn macht, und es wichtigeres gibt, sorry, das ist mir zu wenig. Lösungen werden nicht gefunden, indem wir warten bis “man” was tut. Wir müssen schon bei uns selbst anfangen.

      • Jutta Born

        Abgesehen davon, das meine Pads mit der Stickmaschine gemacht wurden, habe ich mir ein BH Waschnetz zu meinen Pads gestellt Dort kommen die benützten Pads rein und wenn ich wieder mal Handtücher wasche, dann geb ichs dazu. Fällt beim Waschebn nicht ins Gewicht, Maschine muß nicht extra angeworfen werden und ich tue doch was für die Umwelt.

  • Gabriele Zimmermann

    Für mich ist das eine Milchmädchenrechnung. Die Pads müssen gewaschen werden und zwar nach jedem Benutzen! Ansonsten sind sie eine Keimschleuder. Denkt ihr, dass die vielen Waschgänge nicht umweltschädlich sind? Ich kann das bald nicht mehr hören.

    • Christiane Colsman

      Hallo Gabriele,

      natürlich müssen die Pads gewaschen werden. Und erst einmal wird auch hier die Umwelt belastet, denn der Baumwollfleece muss erstmal hergestellt werden. Und dass der Baumwollanbau viel Wasser benötigt ist mittlerweile wohl jedem bekannt. Erst heute haben ich gelesen, dass sich der Jutebeutel erst nach 131 Benutzungen gegenüber der Plastiktüte besser stellt. Das ist erstmal ernüchternd, aber doch besser als nichts, oder?

      Jetzt rechne ich mal: 365 x 2 Wattepads im Jahr sind 730 Stück. Die genähten Pads verwende ich hoffentlich viele Jahre. Gehen wir mal von 5 Jahren aus, wären das 3.650 Stück. Eine ganze Menge. Es sind ca. 26 Packungen. Und worin sind die eingepackt? Genau, wieder inPlastik.

      Die genähten Pads werfe ich zusammen mit den Handtüchern in die Waschmaschine. Ich denke nicht, dass sich der Wasser- oder Waschmittelverbrauch deshalb signifikant erhöhen wird.

      Mit den wiederverwendbaren Pads werde ich bestimmt nicht die Welt retten, aber ich bin davon überzeugt, dass jeder kleine Beitrag hilft.

      Was ist denn Dein Vorschlag?

      • Beo Pe

        Um den Umweltgedanken noch ein bisschen weiterzuführen, muss man ja nicht unbedingt extra Stoff dafür kaufen. Ich benutze zum Beispiel ausrangierte Schlafanzüge oder T-shirts dafür, Der Stoff ist schön weich gewaschen und wird damit wiederverwendet. Die Idee mit dem Hotelverschluss ist super!

      • Christiane Colsman

        Das ist auch eine gute Idee! In die Jahre gekommene Handtücher gehen auch. Dummerweise habe ich letztes Jahr vor unserem Umzug gnadenlos ausgemistet und so hatte ich nix altes mehr ?

  • Birgit Berndt

    Hallo Christiane,

    ich finde es super, dass immer mehr Dinge entstehen, die der Plastikflut etwas entgegensetzen. Gut erklärt und damit sicher leicht nachzumachen.

    Viele Grüße

    Birgit

    • Christiane Colsman

      Hallo Birgit,

      vielen Dank. Ich denke auch, wenns leicht ist, ist die Hemmschwelle, etwas zu ändern am geringsten ?.

       

      Christiane

      • Sil F

        ..und wem es nicht passt, der kann ja die Seite wieder schliessen! Tolle Idee und Danke für’s Bereitstellen – die Mühe ist es für den wert, den es interessiert.

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