Kreative Artikel zum Thema Nähen

Zu Besuch bei den Emanzipationskatalysatoren

Liebe Leserinnen und Leser

Seid Ihr im Vorweihnachtsstress? Zum Glück kommen bald ruhigere Tage! Vielleicht habt Ihr dann Lust und Gelegenheit, einen kleinen Ausflug zu unternehmen? wenn ja. haben wir einen Tipp für Euch: Besucht das Nähmaschinenmuseum in Dürnten! Weiter unten findet Ihr zusätzlich einen Geschenktipp für Näh-Fans.

Das Nähmaschinen-Museum am Pilgersteg im schweizerischen Dürnten ist der Ort, wo die Geschichte der mechanischen Nähmaschine erlebbar wird.

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Werkzeug, Prestigeobjekt, Statussymbol, Designobjekt, Industrie-Ankurbler und Emanzipationskatalysator … das alles war die Nähmaschinen und ist es teilweise heute noch.

Ausserdem ist sie in den Augen von Tino Jaun und Roni Schmied ein technisches Wunderwerk. 

Die beiden Nähmaschinen- und Technikfans haben in Dürnten mit viel Liebe zum Detail einen Raum geschaffen, in dem die Nähmaschine mit all ihren Facetten im Kontext der historischen und technischen Entwicklung präsentiert wird. Den Grundstock der Sammlung, die inzwischen mehrere hundert Exponate umfasst, hat Roni Schmied bereits im Alter von 11 Jahren gelegt, als er eine alte Nähmaschine im Müll fand und nach Hause schleppte. Die Passion dauert bis heute an.

Im alten Remisen-Gebäude der denkmalgeschützten Fabrikanlage „Pilgersteg“ – auch einem Zeitzeugen aus der Industrialisierung –hat die Sammlung seit 2013 ein passendes Zuhause.

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Das Museum zeigt Exponate vom Ende des 18. Jahrhunderts bis zur Neuzeit und gibt einen Überblick über die verschiedensten Einsatzbereiche: Vom einfachen Haushaltsmodell bis zur hochkomplexen Spezialmaschine, vom Werkzeug zum Statussymbol, von der Industriemaschine bis zum Spielzeug. Besucher können die “Princess of Wales” und die “BERNINA Grossmutter” kennenlernen, sie dürfen etwas Unanständiges ansehen und erfahren, warum in Dürnten das älteste Opel-Modell steht.

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Die Nähmaschine war das erste technische Massenprodukt in der Industriegeschichte. Ihre Entwicklung und Herstellung hat neue Massstäbe gesetzt und hat grundlegende Impulse gegeben – nicht nur in Bezug auf das Nähen, sondern auf Mechanik, Metallverarbeitung, Mode und Gesellschaft insgesamt. Sie hat aus dem Näh-Gewerbe eine Industrie gemacht. Auch die Ordnung der Geschlechterrollen hat sie gründlich umgekrempelt, indem sie den Frauen ermöglichte, neben der Arbeit im Haushalt einer bezahlten Arbeit nachzugehen.

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Geschenktipp: Museums-Kalender 2020

Ein tolles Geschenk für den Näh-Fan oder ein schönes Erinnerungsstück an den Museums-Besuch ist der Museumskalender: Er kann direkt im Nähmaschinen-Museum oder über den Museums-Online-Shop bezogen werden:

http://www.naehmaschinen-museum.ch/museums-shop/

Vielleicht wäre das etwas für Euer Atelier oder für einen lieben, nähbegeisterten Menschen, den Ihr kennt? Besondere Freude bereitet das Juni-Blatt :-):

Der Erlös aus dem Kalender-Verkauf fliesst vollumfänglich in den Betrieb und Unterhalt des Museums.

Ab nach Dürnten! Hier findet Ihr das Museum:

Kontakt 

Nähmaschinen-Museum
Walderstrasse 202
8635 Dürnten

Im Grundtal, zwischen den Orten Rüti und Wald

Tel. ++41 (0)55 241 26 34
info@naehmaschinen-museum.ch
www.naehmaschinen-museum.ch

Öffnungszeiten:

Samstag, 9:30-16:00 Uhr
oder nach telefonischer Vereinbarung

Liebe Grüsse,
Matthias 

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Kommentare zu diesem Artikel

One Response

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  • Barbara Strüver

    Das  ist  ein  toller  Beitrag. Am  liebsten würde  ich  sofort  losfahren.  Schade,  dass  ich  so  weit  weg  wohne.  Ein  Abstecher  im  nächsten  Urlaub  ist  schon  sicher  eingeplant. Bis  dahin  werde  ich  mich  mit  dem  Kalender  trösten.  Wie  gut,  dass  es  Internet  gibt….

    B.M.S.

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