Kreative Artikel zum Thema Nähen

Behelfsmasken nähen – was man wissen muss

Liebe Leserinnen, Liebe Leser

Wir wenden uns einem Thema zu, das viele von Euch im Blog vermisst haben: dem Nähen von Masken.

Gestern hat die deutsche Bundesregierung das Tragen von Masken empfohlen. Zwar wurde von einer landesweiten Maskenpflicht abgesehen, Bundeskanzlerin Angela Merkel empfiehlt der Bevölkerung aber das Tragen einer sogenannten Alltagsmaske.

Hier die Mitschrift der Pressekonferenz im Wortlaut

In gleicher Weise äussert sich das Robert-Koch-Institut:

RKI-Bulletin vom 14.04.2020, Strategie-Ergänzung zu empfohlenen Infektionsschutzmassnahmen und Zielen

Am BERNINA Hauptsitz in der Schweiz beobachten wir aufmerksam, was das schweizerische Bundesamt für Gesundheit entscheidet und empfiehlt. Bisher lautet die einfache und klare Botschaft: Abstand halten und Hände waschen! Daran hat sich auch mit der heutigen Pressekonferenz nichts geändert. Masken seien für Kranke und für das Gesundheitspersonal vorgesehen, so der Bundesrat.

Weil das Thema vielen Näherinnen und Nähern unter den Nägeln brennt und weil wir einen Beitrag zur Eindämmung der Pandemie leisten wollen – sei er auch noch so klein – haben wir entschieden, im Blog trotzdem die Kommunikation zum Thema «Behelfsmasken selber nähen» aufzunehmen. Auch aufgrund der aktuellen Entwicklungen in Deutschland, wo das Nähen von “Alltagsmasken” nun in den Fokus rückt. Nicht zu vergessen Österreich, wo in bestimmten Situationen ein Maskenobligatorium gilt.

Aus Sicht von BERNINA ist die Kommunikation zum Thema Mundschutz bzw. Behelfsmaske bisher uneindeutig und die Sachlage unübersichtlich. Gerade in Nähforen wird die Diskussion kontrovers geführt. Wir haben deshalb versucht, die aus unserer Sicht wichtigsten Informationen zusammenzufassen.

Wir möchten Euch hiermit herzlich einladen: Nutzt die Kommentarfunktion, wenn Ihr Fragen oder wichtige Inputs zum Nähen von Behelfsmasken habt. Auf diese Weise kann der vorliegende Artikel hoffentlich zu einem Ort werden, wo Näherinnen umfassend und stets aktuell informiert werden.

10 wichtige Punkte zum Thema Behelfsmaske nähen

Wer selber eine Behelfsmaske nähen möchte, sei es für den Eigenbedarf oder um sie zu verschenken, findet nachstehend eine Zusammenfassung wichtiger Informationen in (bis jetzt) zehn Punkten.

In den folgenden Tagen werden im Blog zudem Nähanleitungen sowie ergänzende Tipps und Tricks zum Masken-Nähen erscheinen. Unsere Artikel werdet Ihr unter folgendem Link in einer Übersicht finden: Übersichtsseite Behelfsmasken BERNINA Blog

Behelfsmasken nähen - das gefalzte Modell

1. Social Distancing und Hände-Hygiene nicht vernachlässigen!

«Nie die Abstandsregel, die Niesetikette und das Händewaschen vergessen!» So lautet die wohl wichtigste Regel, wenn es um das Nähen von Behelfsmasken geht. Das Robert-Koch-Institut (RKI) ist in dieser Sache sehr klar. Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung kann gemäss RKI ein zusätzlicher Baustein sein, um die Ausbreitungsgeschwindigkeit von COVID-19 in der Bevölkerung zu reduzieren – allerdings nur, wenn weiterhin Abstand (mindestens 1,5 Meter) von anderen Personen, Husten- und Niesregeln und eine gute Händehygiene eingehalten werden. In der Schweiz wird ein Mindestabstand von 2 Metern verlangt.

2. Schutzmasken sind rar!

Zertifizierte Schutzmasken sind ein sehr rares Gut! Dazu zu zählen sind Hygienemasken sowie geprüfte Atemschutzmasken der Klassen FFP1, FFP2 und FFP3. Masken dieses Typs sind knapp. Wir sollten sie denen überlassen, die sie dringend brauchen, hauptsächlich den medizinischen Profis. Die selbstgenähte Maske kann diese Masken nicht ersetzen, weil sie nicht zertifiziert ist und von Klinikpersonal nicht getragen werden darf.

Jede selbstgenähte Behelfsmaske ist aber eine Schutzmaske, die nicht gekauft wurde. Mit selbstgenähten Masken können wir hoffentlich für ein klein wenig Entspannung in einem extrem belasteten Markt sorgen.

3. Nicht in falscher Sicherheit wiegen!

Die Behelfsmaske soll die Verbreitung von Tröpfchen durch den Träger reduzieren. Wenn wir sprechen, husten oder niesen, setzen wir Tröpfchen frei. Den Strom dieser Tröpfchen kann eine Behelfsmaske als mechanische Barriere bremsen. Wenn Ihr eine Maske tragt, schützt diese also nicht Euch, sondern andere Menschen vor Euch. Für an Covid-19 erkrankte Personen kann das Tragen einer Maske sinnvoll sein, um andere Personen vor Ansteckung zu schützen.

Zur Schutzwirkung beachtet allerdings Punkt 9 und die folgende Kategorisierung des deutschen Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte:

https://www.bfarm.de/SharedDocs/Risikoinformationen/Medizinprodukte/DE/schutzmasken.html

Die Behelfsmaske wird hier als «Community-Maske» geführt. Eine Schutzwirkung sei “in der Regel nicht nachgewiesen”. Die Maske könne aber den Tröpfchenauswurf reduzieren und den “gesundheitsbezogenen achtsamen Umgang mit sich und anderen unterstützen”.

4. Vor der ersten Benutzung waschen!

Wenn Ihr eine Behelfsmaske genäht habt, muss diese unbedingt gewaschen werden. Erst recht, wenn Ihr die Masken verschenkt. Bedenkt, dass Ihr selber schon erkrankt sein könntet, ohne es zu wissen! Die Viren könnten dann auf den Stoff übergegangen und die Maske zum eigentlichen Gefahrenherd geworden sein, weil sie mit dem Gesicht in Kontakt kommt.

Daher gilt: Heiss waschen! Am besten bei 90°C, mindestens aber bei 60°C, in der Waschmaschine gewaschen oder auf dem Herd in einem Wasserbad auskochen. Danach trocknen. Berührt sie nur noch «mit spitzen Fingern» (und gewaschenen Händen!) an der Aussenseite, idealerweise nur an den Bändern.

5. So wird die Maske angezogen

Beim Anziehen einer Maske müsst Ihr darauf achten, dass die Innenseite nicht kontaminiert wird. Wascht die Hände gründlich mit Seife. Die Maske muss über Mund und Nase platziert werden und soll an den Rändern möglichst eng anliegen. Testet bei der ersten Verwendung, ob die Maske genügend Luft durchlässt. Eine Maske, die Euch beim Atmen behindert, stellt ein Gesundheitsrisiko dar.

6. Diese Tragehinweise sind zu beachten

Wenn die Maske angezogen wurde und korrekt sitzt, verzichtet darauf, an ihr herumzuzupfen! Eine gebrauchte Maske ist potenziell erregerhaltig. Berührt sie möglichst wenig. Nach Benutzung ist die Behelfsmaske vorsichtig auszuziehen. Idealerweise berührt Ihr dabei wieder nur die Bänder. Nach dem Ausziehen die Hände gründlich waschen.

Eine durchfeuchtete Maske sollte umgehend abgenommen und ggf. ausgetauscht werden. Bevor Ihr sie wieder tragt, solltet Ihr sie auskochen oder in der Waschmaschine waschen, am besten bei 90°C, mindestens aber bei 60°C, und anschliessend wieder vollständig trocknen.

7. Welcher Stoff soll verwendet werden?

Wenn Ihr eine Behelfsmaske näht, verwendet vorzugsweise kochfesten Baumwollstoff. Das Robert-Koch-Institut schreibt von “handelsüblichen, unterschiedlich eng gewebten Baumwollstoffen”, die meist verwendet würden. Weitere Informationen und Verarbeitungstipps werdet Ihr in zukünftigen Blog-Artikeln finden.

8. Welche Anleitung ist die beste?

Im Internet findet Ihr zahlreiche Anleitungen für Behelfsmasken verschiedener Art. Am häufigsten zu sehen sind Anleitungen für gefaltete Masken. Stellvertretend für viele hier zwei Anleitungen:

https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/anleitungmundschutz100.pdf

https://www.sueddeutsche.de/kultur/coronavirus-maske-naehen-video-tutorial-diy-1.4868194

Daneben finden sich auch ergonomisch geformte Masken, wie hier zu sehen:

Behelfsmasken nähen - die ergonomische Form

Wiederum gilt: Mehr Infos, Anleitungen und Tipps folgen hier im Blog. Schaut regelmässig vorbei und beachtet unsere Übersichtsseite, wo wir alle Beiträge zusammenfassen!

9. Verzichtet auf die Bezeichnung «Schutzmaske»!

Wenn Ihr selbstgenähte Masken verschenkt/spendet oder gar verkauft, achtet unbedingt darauf, dass nicht der Eindruck erweckt wird, es handle sich um ein Medizinprodukt oder Schutzausrüstung. Wir verweisen an dieser Stelle wiederum auf das deutsche Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, welches verlangt, dass ausdrücklich darauf hingewiesen wird, dass es sich weder um ein Medizinalprodukt noch um persönliche Schutzausrüstung handelt. Ähnlich äussert sich der Mediensprecher des Schweizerischen Heilmittelinstituts Swissmedic in der Schweizer Tageszeitung “Tages-Anzeiger” von heute: Selbstgenähte Masken seien kein Medizinprodukt, sondern ein Kleidungsstück.

Vermeidet daher für die von Euch genähten Masken die Verwendung des Begriffs «Schutz». Bezeichnet Eure Maske stattdessen als «Behelfsmaske», «Alltagsmaske», «Community-Maske» oder allenfalls als “Mund-Nasen-Bedeckung”.


Wir weisen hiermit ausdrücklich darauf hin, dass alle Masken, die nach Anleitungen im BERNINA Blog genäht werden, als Behelfsmasken zu betrachten sind. Es handelt sich nicht um Medizinalprodukte und nicht um Schutzausrüstung.


10. Andere Länder, andere Regeln

Ein uralter Schweizer Witz geht so: Wo die Babys herkämen, will Fritzli auf dem Pausenplatz von Hansli wissen. Ob es mit den Bienen zu tun habe oder mit dem Storch? Hansli meint, diese Frage könne er nicht mit Sicherheit beantworten, aber eines sei klar: “Es ist von Kanton zu Kanton verschieden.” So ähnlich ist es auch mit den Regeln zum Tragen von Masken. In der Schweiz empfiehlt das BAG Masken für Kranke und Gesundheitsfachpersonen. In Deutschland wird das Tragen von Alltagsmasken bundesweit empfohlen, es gibt aber Städte, die ein Maskenobligatorium eingeführt haben oder prüfen. In Österreich müssen Kundinnen und Kunden von Supermärkten eine “mechanische Schutzvorrichtung” tragen. Mit anderen Worten: Die Regeln variieren von Ort zu Ort. Macht Euch kundig, welche Bestimmungen an Eurem Wohn- oder Arbeitsort gelten! 

An dieser Stelle wiederhole ich gerne den Aufruf aus der Einleitung: Habt Ihr Fragen oder wichtige Inputs zum Nähen von Masken? Kennt Ihr vielleicht eine aufmunternde Geschichte, die Ihr mit anderen Leserinnen und Lesern teilen wollt? Nutzt dann bitte die Kommentarfunktion und helft auf diese Weise mit, diese Seite zu einem kleinen Kompendium für alle jene zu machen, die nach Informationen zum Nähen von Behelfsmasken suchen. 

So unterschiedlich die Meinungen zum Thema sein mögen, in dieser ausserordentlichen Lage haben wir alle das gleiche Ziel: Wir wollen gemeinsam die Verbreitung des Virus eindämmen. 

In diesem Sinne: Bleibt gesund, bleibt vorerst zuhause (wenn möglich) und bleibt uns gewogen!

Liebe Grüsse aus dem Homeoffice 

Matthias

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Kommentare zu diesem Artikel

40 Antworten

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  • Laura Battistiol

    Was geschrieben ist wirklich empfohlen, gute Darstellung, in Italien ist es verpflichtet.

    Viele Grüsse

    Laura Battistiol

  • Tina M.

    Sehr gut dargestellt und erklärt.
    Für alle die Masken länger tragen, haben wir einen Ohrenschoner produzieren lassen, der das Tragen der Masken deutlich angenehmer macht. Auch Größen können so ausgeglichen werden, damit keine Spannung hinter den Ohren ist.

  • Petra Anna

    Ein herzliches Hallo in die Schweiz aus Norddeutschland! Ich nähe bereits seit ca. 4 Wochen Masken aus Baumwolle/Leinen aus dem vorhandenen Repertoire (Baumwoll- und Leinenstoff in Form von Bettlaken und Gardinen) für einzelne Nachbarn, die Verkäuferinnen einer kleinen Bäckerei, einen Imbissbetreiber, einen Anästhesisten  (die brauchen die auch im Krankenhaus, um damit die hochwirksamen Mundschutze gezielter einsetzen zu können) und eine Apotheke, die sie als Spende von mir zu Gunsten einer Kindertafel verkauft. Nachdem nun auch hier ab Montag teilweise Maskenpflicht besteht, geht mir a peu das gesamte Material aus. Ich verkaufe meine Masken nicht, ich schenke sie dahin, wo sie Sinn machen. Dabei werde ich auch bleiben.

    Ich habe mittlerweile ein sehr einfach und fix zu nähendes doppellagiges Muster entwickelt, das gut anpassbar und bei Bedarf  mit einer zusätzlichen Filtereinlage zu versehen ist.

    Man braucht nicht zwingend Gummiband, was aber komfortabler wäre. Pro Maske reichen ca. 35 cm, der Rest besteht aus “Bändchen”.

    Die Dinger werden nicht ausschließlich über die Ohren geklemmt (was den Ohren gut tut), Sie passen sich dadurch individuell besser – was den seitlichen Schutz angeht – an den jeweiligen Kopf an.

    Sollte ich zu den Gewinnerinnen gehören, würde mich nicht ausschließlich Gummiband erfreuen (brauch ich aber auch).

    Nötiger brauche ich Baumwollgarn für die Maschine und “fertig” gewebte Durchzugsbändchen aus Baumwolle.

    Mit herzlichen Grüßen

    Petra Anna

  • Deniz Ayhan

    Super erklärt wie ich die Masken nähen kann, habs auch gleich ausprobierte hat wunderbar geklappt.

    Für eine die sonst nicht mal die Nähmaschine  ansieht. Sie hat such jetzt ihren dienst zu erfüllen fehlt nur noch die Gummibänder dann könnte ich Famile und Freunden auch weiterhelfen und ihnen eine freude machen .

    Bleiben sie gesund liebe Grüße

    Deniz

     

  • Ursula Zehnder Horvath Zehnder Horvath

    Super, dieses Behelfsmasken-Muster. Habe ebenfalls Behelfsmasken hergestellt, diese finden grossen Anklang, kann dank Ihrem Muster jetzt noch eine zweite anbieten……nur eben, langsam ab aber sicher gehen mir die  Gummibänder aus, deshalb wären Sie “Retter in der Not”. Vielen Dank für den tollen Beitrage und liebe Grüsse, Ursula

  • Hedwig Schlesiger-Domin

    Danke für die Zusammenfassung!

    ist es möglich einen Text zur korrekten Anwendung daraus zusammen zu fassen und zum Ausdruck zur Verfügung zu stellen? Den könnten wir dann mit aushändigen wenn selbst genähte Masken weiter gegeben werden. Oder darf ich Textpassagen hieraus verwenden um selber etwas zusammen zu stellen.

    Meine Erfahrung ist leider dass vielen nicht ausreichend bewusst wie die Behelfsmaske „behandelt“ werden sollte ( z.B. ausziehen und in die Jackentasche habe ich gesehen)
    Auch das anschließende Waschen bei hohen Temperaturen ist nicht immer bekannt.
    Danke für eine Rückmeldung!

    • Matthias Fluri

      Hallo Hedwig

      Du kannst sehr gerne Textpassagen aus dem Artikel oben verwenden.

      Wenn Du diesen Artikel ausdrucken möchtest, drücke bitte einfach CTRL+P (bzw. STRG+P bzw. Apfel+P, je nach Tastatur und Betriebssystem). Du kannst den Text auch komplett in ein Word-Dokument kopieren, um ihn vor dem Ausdrucken weiter zu bearbeiten.

      Ja, Du hast recht: Viele Personen vernachlässigen die wichtigen Pflege- und Tragehinweise. Super, wenn Du dafür sorgst, dass die diesbezüglichen Informationen weiter verbreitet werden!

      Liebe Grüsse
      Matthias

  • Kathrin Heck

    Zurzeit ist es ist doch eine sehr gute Alternative Behelfsmasken zu nähen, so kann ich die Zeit sinnvoll nutzen. Außerdem steigt die Ordnung in der Restekiste rasant…

    Abgesehen von Masken für Familie und Freunde engagiere ich mich fürs DRK und nähe auch dort Behelfsmasken.

    • Matthias Fluri

      Hallo Kathrin

      Danke für den Kommentar und fürs Engagment zugunsten des DRKs. Ja, mit dem Nähen von Behelfsmasken kann man dem Maskenmangel entgegenwirken, welcher derzeit herrscht, ausserdem kann das Nähen auch eine sehr entspannende Tätigkeit sein und den Kopf frei machen. Es ist in diesen Zeiten also sicher eine sinnvolle Beschäftigung!

      Liebe Grüsse
      Matthias

  • Gerlinde Liepelt

    Hallo, ich nähe schon seit dem 23.03.20 mit Pausen solche Masken. Inzwischen sind es 170 Stück, ca 50 für ein Pflegeheim und die anderen für Verwandte, Freunde und Bekannte. Langsam geht mir wieder mal der Gummi aus.
    Zu Beginn wusste ich noch nicht, dass wir sie jetzt alle brauchen.

    • Matthias Fluri

      Hallo Gerlinde

      Vielen Dank für Deinen Kommentar. Wer hätte gedacht, dass Gummiband einmal ein so rares Gut sein würde, nicht wahr? Es gibt aber zum Glück Alternativen, siehe meinen Kommentar etwas weiter unten (Antwort auf Jessicas Kommentar).

      Liebe Grüsse
      Matthias

    • Andrea Leutenegger

      Hallo Gerlinde

      ich habe erst vorgestern mit Masken nähen begonnen, zum mal ausprobieren, noch haben wir keine maskenplicht, kommt aber villeicht nocht dan hab ich schon ein paar. jetzt habe ich zwar gummiband zu hause, das ist aber meiner meinung nach recht breit für so was, habs dan ausprobiert und das war total unangenem, so habe ich es mit Jerseynudeln versucht, nicht zum binden sonder auch so ohrschlaufen. ich finde das ganz super sehr angenehm da die schön weich sind, elastisch und auch schnell gemacht. einfach einen stoffstreifen aus jersey, ca 2-3 cm quer zum fadenlauf zuschneiden, dann in die länge ziehen und schon rollt dich das ganze ein. ich habe für meine masken ca 15 cm lange nudeln genommen, so das dan die schlaufe 12 cm ist , hab das einfach ausprobiert wie lang es sein soll das es 1. hält und 2. auch angenehm tum tragen ist.

      ich hoffe ich konnte ein paar von euch inspirieren es zu versuchen, denke jerseyreste haben ja doch einige. ach und ich bin eher anfängerin im nähen..

      an der verlosung möchte ich nicht teilnehmen, nur hier den tipp geben, das gummiband soll auch jemand gewinnen der es braucht!

  • Ursula Noll

    Nicht nur Erwachsene brauchen Masken sondern auch die Kinder in der Schule. Diese Masken müssen kleiner sein als die für Erwachsene.

    Dszu habe ich den Schnitt ronfum um 2 cm gekürzt. Das passt dann besser für die Kinder. eine Abfrsge an unsere Grundschule läuft und zu Schulbeginn wollen wir dann slle Kinder mit Masken ausstatten. Dazu benötigen wir viele Meter Gummiband. Wir würden uns freuen wenn wir etwas Kostenloses erhalten könnten.

    • Matthias Fluri

      Hallo Ursula

      Das stimmt, vielen Dank für den Hinweis! Ich hoffe, dass wir hier bald eine Anleitung für Kindermasken publizieren können. Zum Gummiband siehe bitte meinen Kommentar weiter unten (Antwort auf Jessicas Kommentar).

      Liebe Grüsse
      Matthias

  • Jessica Wolf

    Hallo

    Da es bei uns in der Pflege zu wenig Masken gibt, habe ich auch angefangen zu nähen. Nur muss ich leider derzeit passieren, da nirgendwo Gummibänder bei zu bekommen sind.

  • Christa Antonini-Haller

    Vielen lieben Dank für die Infos leider weiss ich nicht wie es geht um Gummibänder gewinnen kann aber ich schaue immer wo ich kaufen kann aber immer ausverkauft möchte so gerne Nähe für meine Kinder und Enkelkinder. Wird schon noch klappen bis die Schule los geht wünsche dir einen wunderschönen Tag

     

  • Gabi Medam

    Hallo,

    für Brillenträger ist es sinnvoll einen Steg, Draht, Biegestreifen in den oberen Rand der Maske einzunähen. Ich habe dazu schon Pfeifenputzer, Gemüsebindedraht, lange Gefriertüten- zubinde- Drähte benutzt. Hat jemand weitere Tipps dazu?

  • Barbara Hamann

    Hallo Matthias, vielen Dank für die hilfreichen Tipps! Als Hobbynäherin habe ich schon ca 100 Masken für Kollegen, Nachbarn, die Familie  und Freunde genäht. Unterdessen sind die Abläufe und Techniken optimiert. Ich habe bisher nur mit Gummi, der hinter den Ohren sitzt, genäht. Da ich Hörgeräte trage scheuert es bei mir nicht hinter den Ohren. An Daniela deshalb herzlichen Dank für den Tipp mit den t-Shirt-Bändern!

    Liebe Grüße, Barbara

    • Matthias Fluri

      Hallo Barbara,

      wow, 100 Masken! Vermutlich könntest Du die Handgriffe inzwischen fast mit verbundenen Augen ausführen. Lieben Dank für Deinen Kommentar und vor allem für Deinen Einsatz an der Nähmaschine!

      Liebe Grüsse
      Matthias

  • Sigarda Gaibler

    Hallo gute Seite ich habe in meine Masken aussen Baumwollstoff genommen und innen Microfaser Tücher Micro Clean von Velada die tragen sich sehr angenehm und sind saugfähig .

     

     

    • Matthias Fluri

      Hallo Sigarda

      Danke fürs Kompliment. Wir freuen uns, dass Du die Informationen hier schätzt. Herzlichen Dank auch für den Tipp, Microfaser-Tücher für die Innenseiten zu verwenden. Wir nehmen an, Du verwendest recht feine Tücher, damit die Atmung weiterhin gut möglich ist?

      Liebe Grüsse
      Matthias

  • A. H.

    Hallo, seit geraumer Zeit nähe ich ehrenamtlich Mund Nase Masken. Am Donnerstag wurde ich aber von diesem Verein verabschiedet. Habe wohl schon zuviele genäht. Man bekam auch einen Euro pro Maske. Mein Arbeitgeber hat mir das Nähen ehrenamtlich erlaubt. Laut AV darf ich keinen Nebenjob annehmen. Nun muss ja jeder in Sachsen Masken tragen. Auch bei mir kommen Anfragen. Toll und nun??

    • Matthias Fluri

      Liebe(r) A. H.

      Stimmt, Sachsen hat als erstes Bundesland eine Maskenpflicht beim Benutzen Öffentlicher Verkehrsmittel und beim Einkaufen beschlossen. Danke für den Hinweis! Unseres Wissens gilt diese Regel ab Montag. Vielleicht wächst aufgrund dieses Entscheides beim Verein, für den Du bisher tätig warst, der Bedarf an Masken? Vielleicht gibt es andere Vereine oder Institute, die helfende Hände beim ehrenamtlichen Masken-Nähen brauchen? Sicher lohnt es sich nachzufragen.

      Liebe Grüsse
      Matthias

  • Karen Osmers

    Hallo Mattias,

    eine wunderbare Idee Deine Webseite.Die beste Nähanleitung ist die von Anne Burda. Es gibt zwei Varianten. Als Krankenschwester bin ich das tragen einer Maske gewohnt und finde diese zweite Variante perfekt im Sitz. (die mit den Falten)Du kannst dort auch eine Öffnung lassen um ggf. Noch Filtermaterial/ reinzulegen.Die Maske verrutscht auch nicht was ein ständiges korrigieren mit den Fingern überflüssig werden lässt.Wenn man die Länge der Gummibänder nicht individuell anpassen kann, kann man auch einen Verschluss zum enger ziehen einbauen. Oder Gummis länger lassen dann kann sich der zukünftige Träger mit wenig Stichen Abnäher einarbeiten.Ich hoffe Du verstehst was ich meine.

    Herzliche Grüße aus Norddeutschland von Karen

    • Matthias Fluri

      Hallo Karen

      Vielen Dank fürs positive Feedback. Es freut mich wirklich sehr, dass wir hier von kompetenter Seite Lob und ergänzende Tipps erhalten.

      Für diejenigen, welche nach der burdastyle-Anleitung nähen wollen, hier der Link:

      https://www.burdastyle.de/mundschutz_tutorial

      Liebe Grüsse vom Bodensee (bzw. vom Untersee, wie er hier heisst)
      Matthias

      • M. Z.

        Hallo!

        Vielen Dank, dass ihr die Sicherheitshinweise zu Behelfsmasken so fundiert, detailreich und “unübersehbar” schreibt! Ich wünschte, andere DIY-Anleitungen würden das auch so machen. Und danke für die links zu Anleitungen, Mund-Nasen-Schutz müssen wir wohl bald draußen alle aufsetzen, ganz gleich, was wir davon halten und ob wir es richtig benutzen…
        Eine Frage hätte ich zu der burdastyle Anleitung Variante 2 (Faltenmodell): Hat jemand Erfahrung, ob die Größe auch für Schulkinder passt, bevor ich sinnlos Stoff verschneide? Vielen Dank schonmal für einen Tipp!

        Beste Grüße
        Meike

      • Matthias Fluri

        Hallo Meike

        Danke fürs Lob. Aus unserer Sicht sind diese Sicherheitshinweise das A und O beim Masken-Nähen und -Tragen.

        Ich hoffe, dass wir hier bald auch einen Artikel zum Nähen von Kindermasken publizieren können, will aber noch nicht zuviel versprechen.

        Liebe Leserinnen, weiss jemand, ob sich das Faltenmodell von burdastyle für Kinder eignet und welche Anpassungen man allenfalls machen muss? Danke für Eure Hinweise, die Ihr gerne hier als Kommentar posten könnt.

        Liebe Grüsse
        Matthias

  • Daniela Bechtold

    Liebe Näher/innnen,

    als Hobbynäherin und Profimaskemträgerin im OP möchte ich anmerken, dass die Ohrschlaufen – meist in den Anleitungen empfohlen – für dauerhaftes Tragen regelrecht zum “Zupfen” anregen, weil sie hinter den Ohren. schäuern. Ist so nicht gewünscht. Bindebänder sind für Amateure (sorry für den Begriff) fummelig, feinmotorisch oft nicht umzusetzen. Nähte vorne bei “anatomischen Masken” sind “Löcher”, sprich Stichkanäle sind Keimautobahnen, denkt doch mal “Leder” oder “Wachstuch” in bezug auf Wasser. Für mich – und meine Familie habe ich 3 -lagig in Falten gelegt genäht. Aussen BW, innen 2 Lagen Jersey. Unterschiedliche Webstrukturen erhöhen die Dichtigkeit. Keine Gummis an den Ohren, sondern EIN an den Rändern im Tunnel durchgezogener Jersey/T-Shirt – Streifen. Zu Binden im Nacken, gespannt über den Hinterkopf oberhalb der Ohren. Ein Maß für alle, das Band regelt den Sitz. Nur einmal Binden, kein Schäuern. Ich glaube, Näherfahrene verstehen die Anleitung.

     

    • Matthias Fluri

      Hallo Daniela

      Herzlichen Dank für den Tipp! Die Idee mit dem flexiblen Jersey-Streifen ist gut. Vielleicht hast Du sogar ein Foto davon? Dieses könntest Du mit einem Kommentar  hier hochladen.

      Liebe Grüsse
      Matthias

  • Eva Weber Weber

    Hallo Matthias,

    wenn ich eines bislang nicht bei Bernina vermisste, so waren es Informationen über Behelfsmasken!

    Es gibt mittlerweile so viele Anleitungen, dass es unübersichtlich ist und jeder die Maske fertigen kann, die innerhalb seiner Fertigkeiten liegen.

    Was ich allerdings mit Erschrecken sehe ist der oft  unreflektierte Einsatz. Da werden die Masken beim Einkauf herunter gezogen, weil man an Obst und Gemüse schnuppern will, es werden Bändel gelöst und die Maske hängt locker am Hals…

    Dazu noch Einmalhandschuhe und ich komme aus dem Grausen nicht mehr raus!

    Was ist so schwer zu verstehen an “wascht die Hände”?

    Ich bin Krankenschwester, unsere FFP-Schutzmasken wurden gestohlen – leider nicht nur bei uns geschehen, auch in anderen Krankenhäusern. Das finde ich asozial und regt mich auf!

    Deine o.a. Punkte sind klar und einfach zu befolgen, finde ich.

    Bleibt gesund!

    Eva Maria Weber

    • Matthias Fluri

      Hallo Eva Maria

      herzlichen Dank für Deinen Kommentar. Wir sind ganz Deiner Meinung: Vom richtigen Gebrauch hängt es ab, ob eine selbstgenähte Maske überhaupt eine Wirkung entfalten kann.

      Auch aus diesem Grund haben wir im Artikel oben so eindringlich darauf hingewiesen, dass die Hauptregeln weiterhin gelten. Also: Hände waschen, Niesetikette einhalten, Abstand halten. Man kann es nicht oft genug sagen …

      Die Publikation im Blog erfolgt vor dem Hintergrund des Entscheides der deutschen Bundesregierung. Wir wurden von vielen Näherinnen und Nähern gebeten, Informationen zum Nähen von Masken bereitzustellen. Dies wird im Blog auf möglichst verantwortungsvolle Weise geschehen. Es ist richtig, dass es bereits sehr viele Anleitungen gibt. Wir hoffen aber, dass wir den einen oder anderen Tipp beisteuern oder auf Informationen verweisen können, die noch nicht allen bekannt sind.

      Besonderen Dank für Deinen Einsatz als Krankenschwester! Dass bei Euch und anderswo FFP-Schutzmasken gestohlen wurden, ist einfach nur traurig. Bleibe gesund und verliere trotz solcher Vorfälle nicht den Glauben an das Gute und die Gemeinschaft, die jetzt ganz besonders von Personen wie Dir abhängt.

      Liebe Grüsse
      Matthias

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