Kreative Artikel zum Thema Quilten

Ausstellungstipps Mai 2020 – Teil 2

Masterworks: Abstract & Geometric

Nach siebenwöchiger, coronabedingter Schliessung des Museums freut sich Dr. Kristine Scherer, Kuratorin der Textilsammlung Max Berk, dass die aktuelle Sonderausstellung ‘Masterworks: Abstract and Geometric’ wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden kann. Darüber hinaus konnte sie eine Verlängerung bis 12. Juli 2020 bewirken.

Frau Dr. Scherer vor Fumiko Nakayama: Annular Eclipse, Detail
Ausstellung ‘Masterworks: Abstract and Geometric’
Foto: Gudrun und Wolfgang Heinz, mit freundlicher Erlaubnis des Museums

Bereits im Februar 2020 hatte ich diese grossartige, von SAQA Inc. (Studio Art Quilt Associates) organisierte Ausstellung hier im BERNINA blog angekündigt und mit vom Museum zur Verfügung gestellten Fotos versucht, die Quiltfreund*innen unter uns nach Heidelberg in die Ausstellung zu locken.

Judith Mundwiler: Am Ende (li), Sara Impey: Das Blaue vom Himmel versprechen (re)
Ausstellung ‘Masterworks: Abstract and Geometric’
Foto: Gudrun und Wolfgang Heinz, mit freundlicher Erlaubnis des Museums

Ich selbst konnte jedenfalls der Versuchung nicht widerstehen und habe die stimmungsvolle Vernissage Anfang Februar besucht.

Sara Impey: Das Blaue vom Himmel versprechen, Detail
Ausstellung ‘Masterworks: Abstract and Geometric’
Foto: Gudrun und Wolfgang Heinz, mit freundlicher Erlaubnis des Museums

Natürlich begleitete mich mein Göttergatte, zugleich mein ‘Haus- und Hoffotograf’ und auch ich hatte meine Kamera dabei.

Harue Konishi: SYO #32 (li), Willy Doreleijers: Holländische Farben (re)
Ausstellung ‘Masterworks: Abstract and Geometric’
Foto: Gudrun und Wolfgang Heinz, mit freundlicher Erlaubnis des Museums

Noch ohne die inzwischen üblich gewordenen Massnahmen und Einschränkungen, die es in Zeiten von Corona zu beachten und einzuhalten gilt, konnten wir die Veranstaltung an einem Sonntag Vormittag geniessen und mit Erlaubnis von Frau Dr. Scherer auf die Auslöser drücken.

Deidre Adams: Komposition IX
Ausstellung ‘Masterworks: Abstract and Geometric’
Foto: Gudrun und Wolfgang Heinz, mit freundlicher Erlaubnis des Museums

Einige der Schnappschüsse stelle ich hier vor, für weitere Bilder möchte ich auf die schon erwähnte Ankündigung verweisen. Oder noch besser ist ein Besuch vor Ort – denn das beste Foto kann das Original meist nicht ersetzen.

Aina Muze: Die Sprache des Frosts
Ausstellung ‘Masterworks: Abstract and Geometric’
Foto: Gudrun und Wolfgang Heinz, mit freundlicher Erlaubnis des Museums

Die Textilsammlung Max Berk in Heidelberg hat regelmässig Quiltausstellungen in ihren Räumen, einer ehemaligen Kirche im Stadtteil Ziegelhausen. Man denke nur an die von diesem Haus seit Mitte der 1980er Jahre organisierten Quilt-Biennalen, jetzt Triennalen, Veranstaltungen von höchstem Renommée.

Ausstellung ‘Masterworks: Abstract and Geometric’
Foto: Gudrun und Wolfgang Heinz, mit freundlicher Erlaubnis des Museums

Mit ‘Masterworks: Abstract and Geometric’ wird der Blickwinkel in Richtung Übersee und Ostasien erweitert.

Fumiko Nakayama: Annular Eclipse
Ausstellung ‘Masterworks: Abstract and Geometric’
Foto: Gudrun und Wolfgang Heinz, mit freundlicher Erlaubnis des Museums

29 Künstler*innen aus Australien, Canada, Europa, Japan und den USA folgten der Einladung von SAQA, mit einem Art Quilt zum breiten stilistischen Spektrum abstrakter Kunst beizutragen.

Els van Baarle: Briefe eines Freundes 2
Ausstellung ‘Masterworks: Abstract and Geometric’
Foto: Gudrun und Wolfgang Heinz, mit freundlicher Erlaubnis des Museums

Ein Teil der amerikanischen Arbeiten kommt, was die Farbigkeit betrifft, ungewohnt ‘unamerikanisch’ daher, beschränkt sich z.B. auf den Grundton Weiss und nähert sich damit der japanischen Ästhetik an.

Ausstellung ‘Masterworks: Abstract and Geometric’
Foto: Gudrun und Wolfgang Heinz, mit freundlicher Erlaubnis des Museums

Dem stehen überraschenderweise sehr farbenfrohe japanische Quilts gegenüber – ein Rollentausch? Die Farbpalette der europäischen Künstler*innen ist hingegen traditionell dezent.

Yael David-Cohen: Whirlpool
Ausstellung ‘Masterworks: Abstract and Geometric’
Foto: Gudrun und Wolfgang Heinz, mit freundlicher Erlaubnis des Museums

Unterschiede kann man auch hinsichtlich des Abstraktionsbegriffs feststellen: Manche, speziell amerikanische Quilts weisen ganz offensichtliche gegenständliche Motive und Kompositionen auf.

Ausstellung ‘Masterworks: Abstract and Geometric’
Foto: Gudrun und Wolfgang Heinz, mit freundlicher Erlaubnis des Museums

Hier legten die Juroren den Begriff Abstraktion schon sehr weit aus, eigentlich zu weit.

Jim Hay: Hochzeit bei Wind, Detail
Ausstellung ‘Masterworks: Abstract and Geometric’
Foto: Gudrun und Wolfgang Heinz, mit freundlicher Erlaubnis des Museums

Nimmt man den Ausstellungstitel ernst, gehören solche Interpretationen nicht hierher, auch wenn sie technisch oder farblich hervorragend gemacht sind.

Paula Kovarik: Immer rundherum, Detail
Ausstellung ‘Masterworks: Abstract and Geometric’
Foto: Gudrun und Wolfgang Heinz, mit freundlicher Erlaubnis des Museums

Dies kommt bei den europäischen Arbeiten nicht vor oder ist durch starke Abstraktion nicht mehr erkennbar.

Susie Koren: Stillhalten, Detail
Ausstellung ‘Masterworks: Abstract and Geometric’
Foto: Gudrun und Wolfgang Heinz, mit freundlicher Erlaubnis des Museums

Eine Ursache hierfür mag sein, dass in den USA die Tradition des Quiltens kontinuierlich über die Jahrhunderte Bestand hatte, während sie in Europa eine Zäsur erlitt und erst in den 1970er Jahren eine Wiedergeburt erfuhr. Dadurch konnten und können die europäischen Quilter*innen freier mit dem Medium umgehen.

Ausstellung ‘Masterworks: Abstract and Geometric’
Foto: Gudrun und Wolfgang Heinz, mit freundlicher Erlaubnis des Museums

Themen aus der Natur stehen im Vordergrund, gefolgt von spirituellen Ansätzen, persönlichen Erfahrungen und kulturgeschichtlichen Aspekten.

Judy Hooworth: Bach-Zeichnung Nr. 9 (li), Peggy Brown: Momente (re)
Ausstellung ‘Masterworks: Abstract and Geometric’
Foto: Gudrun und Wolfgang Heinz, mit freundlicher Erlaubnis des Museums

Rund ein Siebtel der Exponate spielt ausschliesslich mit Farben und Formen und verzichtet auf inhaltliche Aussagen.

Elly van Steenbeek: Wir (li), Kent Williams: Sinuskurven aufwärts (re)
Ausstellung ‘Masterworks: Abstract and Geometric’
Foto: Gudrun und Wolfgang Heinz, mit freundlicher Erlaubnis des Museums

Dass es sozialkritische Statements kaum gibt, mag auch daran liegen, dass ‘Masterworks: Abstract and Geometric’ eine Wanderausstellung ist, die schon seit mehreren Jahren reist. Zuerst in den USA, später in Japan, schliesslich als letzte Station nach Europa.

Kathy Weaver: Generierte Topologie
Ausstellung ‘Masterworks: Abstract and Geometric’
Foto: Gudrun und Wolfgang Heinz, mit freundlicher Erlaubnis des Museums

Aber es war vor sechs, sieben, acht Jahren noch nicht gängige Praxis, in Quilts Position zu beziehen. Als ich die Ausstellungsbesucher*innen 2012 mit dem von mir initiierten und organisierten Invitational ‘Zeichen der Zeit – Engagement und Kunst’ – ich möchte fast sagen – ‘konfrontierte’, waren viele überrascht und staunten wegen der Themenwahl. Themen, die aufrüttelten, Signale setzten, Tabus brachen und Emotionen hervorriefen. Aber dies ist ein Schlaglicht auf eine Entwicklung der Szene und es bleibt dahingestellt, wie sich eine Ausstellung mit dem Titel ‘Masterworks: Abstract and Geometric’ heutzutage präsentieren würde.

Karen Rips: Die Erkenntnis
Ausstellung ‘Masterworks: Abstract and Geometric’
Foto: Gudrun und Wolfgang Heinz, mit freundlicher Erlaubnis des Museums

Eine von Martha Sielman verfasste und in der Ausstellung erhältliche Publikation befasst sich ausführlich mit den Biografien und künstlerischen Konzepten, ergänzt von einer Galerie weiterer, nicht in der Ausstellung gezeigter internationaler Art Quilts. Eine Empfehlung! Ebenso wie ein Ausstellungsbesuch.

Info:

9. Februar – 21. Juni 2020

verlängert bis 12. Juli 2020

Masterworks: Abstract & Geometric

Textilsammlung Max Berk
Brahmsstrasse 8
69118 Heidelberg-Ziegelhausen
Deutschland

www.museum-heidelberg.de

Öffnungszeiten:
Mi, Sa, So: 13 – 18 Uhr

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Patchworktage der Patchwork Gilde Deutschland e.V. – online –

Viel Arbeit und Herzblut hatte die Patchwork Gilde Deutschland e.V. wie immer in die Vorbereitung der Patchworktage gesteckt – dem Ereignis, das jedes Jahr neu organisiert wird und bei dem die Mitglieder nicht nur eine Versammlung abhalten. Vielmehr haben sich die Patchworktage über die Jahre zu einem in der Szene beliebten Treffpunkt von Quilt-Begeisterten entwickelt, bieten sie doch einen ganzen Reigen unterschiedlichster Ausstellungen, Workshops und die Gelegenheit, sich mit neuen Stöffchen und Utensilien bei den Händlerständen einzudecken sowie viele Gleichgesinnte zu treffen. Wer einen Eindruck gewinnen möchte, dem seien meine Artikel über die in den vergangenen Jahren stattgefundenen Patchworktage empfohlen.

Eigentlich hätte erstmals Meiningen vom 22. – 24. Mai 2020 das Ziel sein sollen, eigentlich. Doch dann kam das Virus. Und dann die Antwort der Gilde:

‘Die Corona-Pandemie mag uns einen Strich durch die Rechnung gemacht haben – aber so leicht geben wir nicht auf! Die Patchworktage 2020 finden zum ursprünglich geplanten Termin am 23. und 24. Mai 2020 online statt!

Freuen Sie sich auf ein Programm mit Ausstellungen, Workshops und gemeinsamen Treffen! Und natürlich sind die Fachgeschäfte wieder dabei! Die Teilnahme ist kostenlos!

Key Visual
Screenshot von der Website der Patchwork Gilde Deutschland e.V.

Was müssen Sie tun, um teilnehmen zu können? Schicken Sie eine E-Mail an: pwt2020online(at)patchworkgilde.de – bitte (at) durch @ ersetzen –

Sie erhalten dann einen Link mit den Zugangsdaten. Achtung: es kann bis zu 24 Stunden dauern, bis Sie diese E-Mail bekommen. Mit den Zugangsdaten können Sie sich vom PC oder Handy aus in die Veranstaltung einwählen. Je nach Gerät kann es sein, dass Sie eine kleine App herunterladen müssen, aber das sagt Ihnen Ihr Gerät.’

Das zweitägige vielfältige Programm stellt einen Rundgang durch all das dar, was die Gilde ihren Mitgliedern bietet: jurierte Ausschreibungen, Ausstellungen, Kurse, Weiterbildung, Nachwuchsarbeit und mehr.

Bei den Ausstellungen kann man sich freuen auf

  • die für die Mitglieder organisierten Ausstellungen ‘Faltenreich’ und ‘Masken’
  • die Abschlussarbeiten der Zertifikantinnen der Kursleiterausbildung
  • ‘Interchange -Threads Connect’ und ‘Recycled Textiles’
    vorgestellt von der Internationalen Repräsentantin Uta Lenk
  • und ausserdem auf die Eröffnung der ‘Tradition – Moderne XII’.
    Die zwölfte jurierte Excellenzschau der Mitglieder der Patchwork Gilde Deutschland feiert online Premiere!
    Was soll ich sagen? Da hier auch eine Arbeit von mir mit dabei ist, bin ich natürlich sehr gespannt!

Alle Einzelheiten sind hier zu finden.

Bitte den Termin vormerken: 23. und 24. Mai 2020, jeweils ab 10 Uhr

Info:

www.patchworktage.de

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25 Jahre Queenbee-Quilter

Alles war geplant und vorbereitet: Ursprünglich sollte die Ausstellung der Queenbee Quilter, mit der sie ihr 25-järiges Jubiläum feiern wollten und auf die sie so lange hingearbeitet hatten, vom 15. März – 19. April 2020 in der Galerie im Aschingerhaus in Oberderdingen stattfinden. In den Ausstellungstipps März 2020 schrieb ich wunschgemäss eine Ankündigung und …

Ausstellung ’25 Jahre Queenbee-Quilter’
Dorothea Auch: Weites Land
Foto freundlicherweise von Angelika Herdtweck zur Verfügung gestellt

… freute mich zusammen mit den 12 Damen der Gruppe auf die Vernissage, bei der ich die Einführungsrede halten sollte. Jedoch: Zu früh gefreut! Die Corona-Pandemie breitete sich immer weiter aus und brachte immer mehr Einschränkungen mit sich.

Ausstellung ’25 Jahre Queenbee-Quilter’
Foto freundlicherweise von Angelika Herdtweck zur Verfügung gestellt

In der Woche vor dem Eröffnungssonntag durften die Exponate zwar noch gehängt werden, aber die Vernissage wurde von Seiten der Gemeinde schon mal abgesagt. Zu viele Leute wurden erwartet.

Ausstellung ’25 Jahre Queenbee-Quilter’
Foto freundlicherweise von Angelika Herdtweck zur Verfügung gestellt

Ab dem 14. März durften die Räume nicht mehr betreten werden, so dass die Damen der Gruppe ihre Ausstellung nicht mehr vervollständigen konnten. ‘An dem Tag vor der Eröffnung (14. März) wollten wir uns alle gemeinsam vor Ort treffen und die letzten Teile gemeinsam aufhängen und die Räume dekorieren’, schreibt mir Angelika Herdtweck – aber daraus wurde nichts.

Ausstellung ’25 Jahre Queenbee-Quilter’
Foto freundlicherweise von Angelika Herdtweck zur Verfügung gestellt

Einige Wochen blieb es so: Wunderschöne Quilts hingen – bis auf die letzten Handgriffe – in wunderschönen Ausstellungsräumen und keiner konnte sie sehen.

Ausstellung ’25 Jahre Queenbee-Quilter’
Foto freundlicherweise von Angelika Herdtweck zur Verfügung gestellt

In der ersten Mai-Woche kam dann Bewegung in die Sache. Das Land Baden-Württemberg erlaubte den Museen im Land wieder ihre Pforten zu öffnen.

Ausstellung ’25 Jahre Queenbee-Quilter’
Foto freundlicherweise von Angelika Herdtweck zur Verfügung gestellt

So hiess es dann von der Gemeindeverwaltung Oberderdingen, die Ausstellung dürfe gezeigt, aber nichts mehr ergänzt und aufgehängt werden.

Ausstellung ’25 Jahre Queenbee-Quilter’
Foto freundlicherweise von Angelika Herdtweck zur Verfügung gestellt

Die Queenbee-Quilter empfanden das alles als etwas chaotisch und hatten den Eindruck: ‚Keiner weiss so recht Bescheid’.

Ausstellung ’25 Jahre Queenbee-Quilter’
Foto freundlicherweise von Angelika Herdtweck zur Verfügung gestellt

Jedenfalls steht jetzt eine neue Dauer der Ausstellung fest: Vom 10. Mai – 11. Juni 2020 können Besucher*innen kommen.

Ausstellung ’25 Jahre Queenbee-Quilter’
Foto freundlicherweise von Angelika Herdtweck zur Verfügung gestellt

Aber: Die Queenbee-Quilter dürfen sich dort nicht wie gewohnt aufhalten, es gibt keine Gespräche mit den Besucher*innen, die Stimmung fehlt. ‚Es gibt keine kleinen selbstgenähten Kosmetiktäschchen und ähnliches zum Verkauf und keine Deko,’ schreibt Angelika.

Ausstellung ’25 Jahre Queenbee-Quilter’
Foto freundlicherweise von Angelika Herdtweck zur Verfügung gestellt

Maximal 25 Personen dürfen zur gleichen Zeit nach Händedesinfektion und mit eigenem Mund-Nasen-Schutz und nachdem man seinen Namen, Adresse sowie Telefonnummer eintragen hat, die Galerie besuchen und werden im Einbahnstrassen-System hindurchgeleitet.

Ausstellung ’25 Jahre Queenbee-Quilter’
Foto freundlicherweise von Angelika Herdtweck zur Verfügung gestellt

Die Gruppe möchte auch wieder einen Gemeinschaftsquilt verlosen, um mit dem Erlös aus dem Verkauf der Lose das örtliche Schwimmbad zu unterstützen. Da hatte man für die Kinder, die eine neue Rutsche auf dem Wunschzettel haben, eigentlich auf eine schöne Summe gehofft, die man stiften wird.

Ausstellung ’25 Jahre Queenbee-Quilter’
Foto freundlicherweise von Angelika Herdtweck zur Verfügung gestellt

‘Am 11. Juni wird der Gewinner des Verlosungsquilts ermittelt. Lose werden von den Aufsichtsdamen der Galerie verkauft, wir dürfen das nicht!’ – so hatten es sich die Queenbee Quilter eigentlich nicht vorgestellt, aber man muss es jetzt nehmen wie es ist und das Beste draus machen.

Ausstellung ’25 Jahre Queenbee-Quilter’
Foto freundlicherweise von Angelika Herdtweck zur Verfügung gestellt

Denn dass es trotz aller fehlenden Atmosphäre eine sehenswerte Ausstellung geworden ist, beweisen die Fotos, die Angelikas Mann dankenswerterweise aufgenommen und mir zugeschickt hat.

Ausstellung ’25 Jahre Queenbee-Quilter’
Foto freundlicherweise von Angelika Herdtweck zur Verfügung gestellt

Wer sich zu Öffnungszeiten in der Gegend zwischen Bruchsal, Karlsruhe und Pforzheim befindet, sollte die Ausstellung in Oberderdingen nicht verpassen. Allen Umständen zum Trotz: Bitte vorbeikommen!

Info:

10. Mai – 11. Juni 2020

25 Jahre Queenbee-Quilter

Galerie-Museum im Aschingerhaus
Aschingerstrasse 3
Eingang: Flehinger Strasse / Krummer Weg
75038 Oberderdingen
Deutschland

www.oberderdingen.de

Flyer

Öffnungszeiten:
Mi – So: 14 – 17 Uhr

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Arabische Weber – Christliche Könige
Mittelalterliche Textilien aus Spanien

Die neue Sonderausstellung der Abegg-Stiftung in Riggisberg beleuchtet anhand kostbarer Textilien die wechselvolle Geschichte Spaniens im Mittelalter. Präsentiert werden vor allem Seidenstoffe des 12. bis 15. Jahrhunderts, die von muslimischen Webern hergestellt wurden, sich aber in einem christlichen Kontext erhalten haben. Vom 8. Jahrhundert bis 1492 herrschten muslimische Dynastien über weite Teile Spaniens. Die christlichen Könige im Norden standen mit ihnen in dauerndem Konflikt, bedienten sich aber zugleich gerne dieser prächtigen Stoffe. Die ausgestellten Textilien sind bedeutende historische Quellen und Zeugnisse eines regen kulturellen Austauschs.

Streifenstoff mit arabischer Inschrift
Granada, 14. Jahrhundert. Abegg-Stiftung, Inv. Nr. 5838
Auf diesem bunten Seidenstoff zieht der Streifen mit der weissen Inschrift auf leuchtend rotem Grund die Blicke auf sich. Es handelt sich um Verse aus einem poetischen Lobes- und Liebesgedicht, die in einer schwungvollen arabischen Kursivschrift geschrieben sind.
© Abegg-Stiftung, CH-3132 Riggisberg
Foto: Christoph von Viràg, freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Mit der arabischen und maurischen Kultur kam auch die Seidenweberei auf die iberische Halbinsel. Die muslimischen Weber waren Meister ihres Fachs. Sie stellten die prächtigsten Stoffe her. Ihre Seidengewebe waren begehrte Luxusprodukte, die weit über die Landesgrenzen hinaus Furore machten. Als Kriegsbeute, diplomatisches Geschenk oder teure Handelsware gelangten sie auch in den Besitz der christlichen Könige und geistlichen Würdenträger im Norden Spaniens. Diese liessen daraus Gewänder schneidern oder stifteten die Gewebe der Kirche. Vor allem dank der kirchlichen Nutzung haben sich viele dieser Stoffe bis auf den heutigen Tag erhalten – sei es als Reliquienhülle, als liturgisches Gewand oder als Schmuck für den Altar. Diese Stoffe aus al-Andalus, wie der muslimische Süden genannt wurde, prägten bis in das späte Mittelalter die Repräsentationskultur sowohl des islamischen als auch des christlichen Spanien. Die künstlerischen Zentren des Nordens hingegen, Städte wie Burgos oder Barcelona zum Beispiel, waren vor allem für kostbare Stickereien mit christlichen Bildthemen bekannt. Erst im Verlauf des 15. Jahrhunderts entstanden in Spanien Seidengewebe, die stilistisch und in ihren Motiven kaum mehr bzw. gar keine Anklänge an die arabische Kultur zeigten.

‘Arabische Weber – Christliche Könige’ präsentiert eine faszinierende Auswahl solch erlesener Seidenstoffe aus vier Jahrhunderten. Besonders spannend sind die ältesten Stoffe in der Ausstellung, Gewebe aus dem 12. Jahrhundert. Die Muster bestehen aus runden Bildfeldern mit reich verzierten Rahmungen, in denen sich Adler, Löwen oder Fabelwesen präsentieren. Im christlichen Teil Spaniens war niemand in der Lage, solche prächtige Seidenstoffe mit derart komplizierten Mustern herzustellen. Es erstaunt daher nicht, dass diese Gewebe über Grenzen und Religionen hinweg gehandelt, geschenkt oder geraubt wurden.

Adlerstoff
Almería, 1. Hälfte 12. Jahrhundert
Abegg-Stiftung, Inv. Nr. 2655 a–e/2659
Der ungefähr 900 Jahre alte Seidenstoff zeigt einen majestätischen Adler mit ausgebreiteten Flügeln in einem runden Bildfeld. Unter den Krallen des Vogels erscheinen Tafeln mit dem arabischen Wort ‘baraka’ (Segen). Der Stoff entstand im südspanischen Almería unter der muslimischen Dynastie der Almoraviden, diente aber als kostbare Hülle für die Reliquien der hl. Librada, einer frühchristlichen Märtyrerin.
© Abegg-Stiftung, CH-3132 Riggisberg
Foto: Christoph von Viràg, freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Auf Stoffen aus dem 13. Jahrhundert finden sich Wappen von spanischen Adligen, beispielsweise dasjenige des Königreichs Kastilien-León. Besonders eindrücklich ist ein kleines Fragment, das vom Grabmantel König Fernandos III. (1199-1252) stammt, einer überaus feinen Seidenwirkerei.

Fragment vom Grabmantel König Fernandos III.
Spanien, 1. Hälfte 13. Jahrhundert. Seidenwirkerei
Abegg-Stiftung, Inv. Nr. 3967
Das Fragment zeigt das Wappen von Kastilien-León: einen roten Löwen auf weissem Hintergrund (León) und ein goldenes Kastell mit drei Türmen auf rotem Hintergrund (Kastilien). Der Mantel des Königs bestand aus lauter solchen, schachbrettartig angeordneten Feldern. Hergestellt haben diesen überaus fein gewirkten Stoff vermutlich muslimische Weber, die im Dienste christlicher Könige standen.
© Abegg-Stiftung, CH-3132 Riggisberg
Foto: Christoph von Viràg, freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Einige Stoffe des 14. und 15. Jahrhunderts weisen traditionell islamische Dekore auf: Sie kombinieren arabische Inschriften mit raffinierten geometrischen Flächenornamenten, die an die Wandgestaltung der Alhambra in Granada erinnern. Neben ornamentalen Stuckdekorationen, bunten Wandfliesen und komplexen Schnitzarbeiten fanden sich in den Räumen muslimischer Eliten auch farbenfrohe Seidenbehänge: Poetische Textpassagen – Wünsche wie ‘Glück und Wohlstand’ oder ‘Glückseligkeit’ sind in arabischer Schrift eingewebt – verbinden sich mit raffinierten geometrischen Flächendekoren, die zu den kompliziertesten Mustern überhaupt gehören. Die komplexen Stern-, Rosetten- oder Gittermotive und die kalligraphischen Inschriften sind charakteristisch für die islamische Kunst. In Anlehnung an den Nasridenpalast in Granada heissen sie auch ‘Alhambra- Stoffe’. Die Umsetzung dieser Muster am Webstuhl war allerdings weitaus schwieriger und aufwendiger als in den Materialien Stuck, Keramik oder Holz.

Stoff mit geometrischen Mustern und arabischer Schrift
Granada, 14.–15. Jahrhundert. Seidengewebe (Lampas)
Abegg-Stiftung, Inv. Nr. 211
Dieser Stoff kombiniert raffinierte geometrische Muster mit arabischen Glückwunschformeln, die in einer ornamental stilisierten Schrift erscheinen. Solche Dekore kennt man auch von den Wandgestaltungen der Alhambra in Granada.
© Abegg-Stiftung, CH-3132 Riggisberg
Foto: Christoph von Viràg, freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Daneben präsentiert die Ausstellung auch einige Beispiele mit floralen Motiven, kombiniert mit Wappen. Es handelt sich um farbenfrohe Stoffe, oft rotgrundig, mit stilisierten Nelken oder sich windenden Lotusranken und kleinen Vögeln oder Löwen.

Seidengewebe mit Blumen, Vögeln und Wappen
Spanien, 2. Hälfte 15. Jahrhundert. Abegg-Stiftung, Inv. Nr. 151
In versetzten Reihen bilden grosse Nelken mit kleinen, blauen Vögeln einen belebten Garten. Zwischen den Blumen stehen Wappenschilde mit einem Schriftband, in dem das arabische Wort ‘baraka’ (Segen) zu lesen ist. Trotz der arabischen Inschrift wurde der prächtige Stoff zu einem kirchlichen Gewand verarbeitet.
© Abegg-Stiftung, CH-3132 Riggisberg
Foto: Christoph von Viràg; freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Die Begeisterung christlicher Würdenträger für die Stoffe muslimischer Weber liess wohl erst nach, als erste italienische Seidengewebe ihren Weg nach Spanien fanden. Spätestens aber, als der letzte Emir von Granada, Muhammad XII., 1492 nach militärischen Niederlagen die Alhambra räumen musste. Kurz darauf zog das Königspaar Ferdinand II. von Aragón und Isabella I. von Kastilien feierlich in die Stadt ein. Der erfolgreichen Eroberung setzten sie mit kirchlichen Stiftungen prächtige Denkmale. Auch im übrigen Spanien fanden reiche textile Schenkungen Eingang in Kathedralen, Kloster- und Pfarrkirchen, bei denen keine Einflüsse der arabischen Kultur mehr ausfindig zu machen sind. Damit stehen diese Objekte für das Ende einer langen, keineswegs konfliktfreien, aber kulturell überaus fruchtbaren Ära.

Dalmatik
Spanien, 1480–1490. Abegg-Stiftung, Inv. Nr. 269
Bei diesem prächtigen kirchlichen Gewand, das gegen Ende des 15. Jahrhunderts entstand, ist kein arabischer Einfluss mehr sichtbar. Aus einem grünen spanischen Samt gefertigt und mit Abschnitten eines rot-goldenen italienischen Samtes ergänzt, entsteht eine attraktive Kombination starker Kontrastfarben.
© Abegg-Stiftung, CH-3132 Riggisberg
Foto: Christoph von Viràg, freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Info:

11. Mai – 8. November 2020

Arabische Weber – Christliche Könige
Mittelalterliche Textilien aus Spanien

Abegg-Stiftung
Werner Abeggstrasse 67
3132 Riggisberg
Schweiz

www.abegg-stiftung.ch

Öffnungszeiten:
täglich 14 – 17.30 Uhr

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Amish Quilts meet Modern Art

Ordnung und Chaos, Gemeinschaft und Individualität, Innen und Aussen – das sind nur einige der Themen von grosser Aktualität, die das tim in seiner neuen Sonderausstellung ‘Amish Quilts meet Modern Art’ behandelt. Auf einer Fläche von mehr als 1.000 Quadratmetern erwartet die Besucher*innen vom 19. Mai – 25. Oktober 2020 ein spannender Dialog originaler Amish-Quilts aus der Zeit zwischen 1890 und 1950 und hochklassigen Arbeiten zeitgenössischer Kunst.

Bars | ca. 1925
Amish, Lancaster County, Pennsylvenia
aus Sammlung Wurzer, München
Foto: Andreas Brücklmair, freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt
Die Amish nennen sich selbst ‘Die einfachen Leute’. Sie bevorzugen ein bescheidenes Leben, das vom Verzicht geprägt ist. Dieser Einstellung entsprechen viele ihrer Quilts, bei denen eine einfache geometrische Form auf eine zurückgenommene Farbigkeit trifft.

tim-Museumsdirektor Dr. Karl Borromäus Murr verspricht überraschende und aufschlussreiche Einblicke in die Gründe wie Abgründe gegenwärtigen Lebens. ‘Im spannenden Wechselspiel suchen die Objekte aus den unterschiedlichen Epochen nach tragfähigen Antworten auf grundlegende Fragen unserer menschlichen Existenz. Gerade angesichts der aktuellen Corona-Entwicklungen sind Museen wichtige Orte kultureller Sinnstiftung und dienen in Zeiten der Krise mehr noch als sonst als wertvolle Ideengeber, wie wir künftig als Gesellschaft miteinander leben wollen.’

Jan Kuck: Black Gold | 2015/2020
Nespressokapseln
Bernheimer Contemporary, Berlin
Foto freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt
Dementgegen zeigt sich die moderne Konsumgesellschaft von der Tendenz geprägt, auf nichts mehr verzichten zu können. Zunehmend werden Wegwerfgüter zu Statusobjekten erhoben, rasch konsumiert und ebenso rasch entsorgt sowie durch neue Produkte ersetzt.
Jan Kucks Arbeiten führen diese Flüchtigkeit ironisierend vor Augen. So besteht ‘Black Gold’ aus goldglänzenden Nespresso-Kapseln, die zu Lasten der Umwelt Berge von Müll produzieren. Die Arbeit führt die Widersprüche zwischen der Langlebigkeit des Aluminiums und dessen kurzatmiger Verschwendung vor Augen und stellt die luxuriöse Anmutung der Kapseln spannungsvoll ihrer materiellen Wertlosigkeit gegenüber.

In ihrer Einführung gehen Dr. Karl Borromäus Murr und Dr. Tanja Kreutzer zunächst auf die Entdeckung von historischen Amish Quilts in den 1960er Jahren ein, die damals erstmals unter ästhetischen Gesichtspunkten betrachtet wurden und durch geometrische Musterungen und expressive Farbigkeit bestechen. Seither parallelisierten namhafte Kunstausstellungen die abstrakt bemusterten Steppdecken vor allem unter formalen Gesichtspunkten mit moderner Kunst, etwa von Piet Mondrian, Josef Albers, Frank Stella oder James Turrell.

Center Diamond / Diamond in the Square | ca. 1900
Amish, Lancaster County, Pennsylvenia
aus Sammlung Wurzer, München
Foto: Andreas Brücklmair, freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt
Sämtliche Amish Quilts weisen zwei verschiedene Bildebenen auf. Den offensichtlichen geometrischen Mustern, die im Bildvordergrund zuerst in den Blick fallen, stehen die feinen Steppstiche im Bildhintergrund gegenüber. So offenbaren die Quilts eine strikte Trennung von Vordergründigem und Hintergründigem, von Offenkundigem und Verborgenem. Ihre Muster, die sich der konkreten Darstellung entheben, entsprechen einem strikten Bilderverbot, indem sie lediglich geometrische Farbflächen aneinander setzen. Nur im Verborgenen – in den Stepparbeiten und auf der Quiltrückseite – geben sie gegenständliche Formen zu erkennen.

Die Sonderausstellung ‘Amish Quilts Meet Modern Art’ lässt fünfzig hochklassige Amish Quilts aus den Jahren zwischen 1878 und 1950, die aus der Privatsammlung der Familie Wurzer stammen, mit zeitgenössischer Kunst, die von 1960 bis in die Gegenwart hinein reicht, in einen lebendigen Dialog treten. Der kuratorische Ansatz folgt jedoch nicht zuallererst formalen Gesichtspunkten, sondern zeigt sich vielmehr von einer philosophischen Anthropologie angeregt. Er begreift die in Rede stehenden Quilts vornehmlich als Träger und Ausdruck von Grundhaltungen der Amish People, deren Lebensanschauungen bewusst oder unbewusst in die Herstellung, Musterung und Tradierung der Quilts eingeflossen sind.

Rose Stach: Resistance | 2013
Videoinstallation auf Orientteppich
Rose Stach, Gräfelfing
Foto: Gisbert Stach, freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt
Die Abweichung von Vordergrund und Hintergrund verhandeln auch die beiden künstlerischen Arbeiten von Rose Stach. Ihre Videoinstallation ‘Resistance’ projiziert Sequenzen des Widerstandes gegen die Kastortransporte von Gorleben und Stuttgart 21 sowie von den Ausschreitungen im Gezi-Park in Istanbul auf einen Orientteppich. Die Bilder verschmelzen teils mit der gemusterten Oberfläche des Teppichs und stehen teils in starkem Kontrast zu ihr. Dadurch entsteht ein beunruhigendes Bild, in dem es schwer fällt, inhaltlich wie formal zwischen Vordergründigem und Hintergründigem zu unterscheiden.

Vor diesem anthropologischen Hintergrund unternimmt es die Ausstellung, Quilts und zeitgenössische Kunst auf verschiedenen Ebenen zu den Grundthematiken menschlicher Existenz sowie künstlerischer Ausdrucksformen zu befragen. In vierzehn verschiedenen Themenbereichen fordern sich Kunstwerke und Amish Quilts über Gattungs-, Raum- und Zeitgrenzen hinweg wechselseitig heraus. Der jeweiligen amischen Position, die gleichermassen schlicht wie komplex erscheint, stehen spannungsreiche, selbstreflexive und häufig mehrdeutige Aussagen der zeitgenössischen Kunst gegenüber. Zu ihr zählen Arbeiten unter anderem von Andrea Büttner, Winfred Gaul, Wade Guyton, Mike Kelley, Urs Lüthi, Beate Passow, Arne Quinze und Hans Peter Reuter.

Quiltmacherin Anna Yoder: Tumbling Block Stars / Columbia Stars | 1945
Amish, Holmes County, Ohio
aus Sammlung Wurzer, München
Foto: Andreas Brücklmair, freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt
Die Muster der Amish Quilts bestehen aus geometrischen Gewebestücken, die symmetrisch aneinander gesetzt sind. Gleichwohl bilden diese mitunter erkennbare Formen wie den Stern aus, denen im christlichen Zusammenhang ein hoher Symbolgehalt zukommt. Vermitteln die sternförmigen Quiltmuster also eine christliche Botschaft? Oder bleiben sie am Ende doch nur aneinandergefügte Gewebestücke in rhythmischer Abfolge?

Die ausgestellten Werke erstrecken sich über verschiedene Gattungen: von der Videokunst über textile und kinetische Arbeiten sowie Plastiken bis hin zum klassischen Gemälde und zur Grafik. Sämtliche Dialogstationen zwischen Quilts und Kunst bleiben am Ende ergebnisoffen. Sie laden die Besucher*innen dazu ein, ihre je eigene Haltung hinsichtlich der angesprochenen Themen zu reflektieren.

Wade Guyton: Untitled | 2007
Epson Chrom Inkjet auf Leinwand
Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Pinakothek der Moderne, Sammlung Moderne Kunst, München
Foto freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt
Nachdem die Bildende Kunst über viele Jahrhunderte hinweg dazu angetan war, mehr oder weniger konkrete Inhalte darzustellen, emanzipierte sie sich im Zeichen der Moderne von dieser Abbildungsfunktion. Die Kunst, die fortan ihre darstellerischen Mittel reflektierte, sollte nun auf nichts ausserhalb ihrer selbst verweisen.
Die zeitgenössische Arbeit Wade Guytons greift diese Frage nach dem Aussagewert von Kunst auf, indem sie ihre Zeichenhaftigkeit hinterfragt. Wade Guytons Arbeit ‘Untitled’ zeigt den Digitaldruck eines verzerrten ‘X’ auf Leinwand. Steht ‘X’ einerseits für einen Bedeutung heischenden Buchstaben, kann das ‘X’, wenn es als Durchstreichung verstanden wird, zugleich die Löschung von Bedeutung meinen. Damit stellt Guyton die Bedeutungsfunktion von Zeichen an sich infrage.

Eine sehr interessante Ergänzung sind dazu die Video-Podcasts, in denen Dr. Murr unter dem Titel ‘Kultur macht Sinn’ auf dem Hintergrund dieser Ausstellung seine Sicht der Dinge darlegt.

Katalog erhältlich.

Info:

19. Mai – 25. Oktober 2020

Amish Quilts meet Modern Art

tim | Staatliches Textil- und Industriemuseum Augsburg
Provinostrasse 46
86153 Augsburg
Deutschland

www.timbayern.de

Öffnungszeiten:
Di – So: 9 – 18 Uhr
Mo geschlossen

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16th International Triennial of Tapestry

Bereits im vergangenen Jahr fand im polnischen Lodz zum 16. Mal The International Triennial of Tapestry, also die Internationale Tapisserie-Triennale statt. Der Veranstalter, das Zentrale Textilmuseum der Stadt Lodz, zeigt die Ausstellung aber noch immer, hat sie bis 27. Juli 2020 verlängert. Allerdings ist das Haus coronabedingt derzeit leider geschlossen. Jedoch findet man auf der Website eine grosse Anzahl von Fotos, von denen ich hier einige zeigen möchte.

16th International Triennial of Tapestry – Ausstellungsansicht
Minako Watanabe: AQUA – Tone Color of Water (links)
Agata Ciechomska: Distinct Connection (rechts)
Foto freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Es handelt sich bei der Internationalen Tapisserie-Triennale um eine der ältesten und renommiertesten Ausstellungen auf textilkünstlerischem Gebiet weltweit, der immer ein internationaler Wettbewerb vorausgeht.

16th International Triennial of Tapestry – Ausstellungsansicht
Lucy Brown: Bit of Skirt (links)
Joanna Zemanek: Branding (rechts)
Foto freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Die formalen Anforderungen sahen vor, dass die Arbeiten aus Fasermaterialien ausgeführt und mit textilen Techniken gearbeitet werden musste. Auch ein Verweis darauf galt. Die Grösse von 3 x 3 x 3 m und das Gewicht von 100 kg durfte nicht überschritten werden. Dank dieser Möglichkeiten konnte die Internationale Triennale der Tapisserie aktuelle Tendenzen bei künstlerischen Textilien aus aller Welt umfassend aufzeigen.

16th International Triennial of Tapestry
Dobrosława Kowalewska: Letter to Helena
Foto freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Das Thema lautete ‘Breaching Borders’ (‘Grenzüberschreitungen’). Dieses Thema umfasst viele Fragestellungen der modernen Welt, die die Bedeutung der Identität unserer Zivilisation, ethnischer Gruppen, sozialer Gruppen oder jedes Einzelnen von uns neu definieren – besass also einen weiten Interpretationsspielraum.

16th International Triennial of Tapestry
Alex Younger: Solidarity
Foto freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Die sechsköpfige Jury war international besetzt und vergab nicht nur eine, sondern zwei Goldmedaillen (an Dobrosława Kowalewska, Polen, für ‘Letter to Helena’ und an Alex Younger, USA, für ‘Solidarity’ ), eine Silber- sowie eine Bronzemedaille und Ehrungen.

16th International Triennial of Tapestry
Aurélia Jaubert: 3eme Âge (le retour d’Ulysse)
Foto freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Die Silbermedaille ging an Aurélia Jaubert, Frankreich, für ‘3eme Âge (le retour d’Ulysse)’, die Bronzemedaille an Ieva Augaityté, Litauen, für ‘The Touch. Echoes of Silence’.

16th International Triennial of Tapestry – Ausstellungsansicht
Konrad Juściński: Organisms, Images, Sounds (vorn)
Ieva Augaityté: The Touch. Echoes of Silence (hinten)
Foto freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Zur Eröffnung reisten zahlreiche Besucher*innen an und die meisten Gewinner*innen konnten ihre Auszeichnungen persönlich entgegennehmen.

16th International Triennial of Tapestry – Ausstellungsansicht
Hanne G: Splinter Group (hinten links)
Chikako Imaizumi: Between Borders (vorn rechts)
Foto freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Zum ersten Mal in ihrer Geschichte wurde die Triennale kuratorisch betreut. Marta Kowalewska, die diese Aufgabe übernahm, ist nicht nur Chef-Kuratorin des Museums, sondern hat auch eine Reihe wichtiger Ausstellungen rund um die Kunst der Textilien vorbereitet und verfügt über viel Erfahrung.

16th International Triennial of Tapestry – Ausstellungsansicht
Paweł Kiełpiński: Autonomous Object X (links)
Konrad Zych: Beginning of the End (rechts)
Foto freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Ergänzt wurde die Ausstellung durch Präsentationen mehrerer Künstler*innen, die von der Kuratorin als Ehrengäste der Triennale eingeladen wurden. Es ist ausserdem eine Tradition der Triennale, dass neben der Hauptpräsentation die Nationalausstellung des polnischen Wandteppichs und die Nationalausstellung der polnischen Miniaturtextilien stattfanden.

Ein Katalog ist erhältlich.

Info:

5. Oktober 2019 – 15. März 2020

verlängert bis 27. Juli 2020

16th International Triennial of Tapestry

Central Museum of Textiles in Łódź
ul. Piotrkowska 282
93-034 Łódź
Polen

www.cmwl.pl

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Mythos Neue Frau
Mode zwischen Kaiserreich, Weltkrieg und Republik

Seit dem 5. Mai 2020 hat der Landschaftsverband Westfahlen-Lippe die Türen seiner Museen wieder geöffnet. Ab sofort sind Gäste zu den gewohnten Öffnungszeiten im Textilwerk Bocholt herzlich willkommen – natürlich mit Einschränkungen, damit Hygiene- und Abstandsregelungen eingehalten werden können.

Bubikopf und Charlestonkleid gelten als Sinnbild für die moderne Frau der 1920er Jahre.
Foto: LVR/Hoffmann, freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Bis zum 25. Oktober 2020 geht das LWL-Industriemuseum in einer neuen Ausstellung dem ‘Mythos Neue Frau’ nach. Die Schau im Textilwerk Bocholt zeigt, wie Mode und Kleidung in den ersten drei Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts auf die rasanten gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Veränderungen reagierten. Über 130 Originalkostüme und viele weitere historische Exponate, Objekte aus dem Alltag sowie zahlreiche Fotografien und zeitgenössisches Filmmaterial lassen die Zeit zwischen 1900 und 1930 lebendig werden.

Die Ausstellung zeigt die Entwicklung der Mode vom Kaiserreich bis zur Weimarer Republik.
Foto: LWL/Betz, freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Klassiker wie der sogenannte ‘Stresemann’ und Charlestonkleider sind ebenso vertreten wie die Reformkleider der 1910er Jahre, Sportbekleidung für Frauen und ein ausgefallener Autofahrerinnen-Mantel. ‘In dieser wirklich fulminanten Ausstellung mit ihren aussergewöhnlichen Objekten werden der Wechsel hin zum heute noch gültigen Bekleidungsschema und die dafür verantwortlichen Bedingungen deutlich,’ erklärt Martin Schmidt vom LWL-Industriemuseum.

Das formende Korsett wurde bereits vor dem Ersten Weltkrieg von einem lockeren Mieder abgelöst.
Foto: LWL/Betz, freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Schon vor dem Ersten Weltkrieg hielt eine nie gekannte Modernisierung aller Lebensbereiche die Gesellschaft in Atem. Strassenbahnen, Automobile und Fahrräder versprachen eine neue Form der Mobilität. Auch die Arbeitswelt war in den Strudel der rasanten Veränderungen einbezogen. Immer mehr Frauen arbeiteten nicht nur in den Fabriken, sondern auch in den Telefonzentralen, Kaufhäusern oder Büros, als Lehrerin oder Laborantin.

Viel nackte Haut wurde erstmals öffentlich Anfang des 20. Jahrhunderts in Bademode gezeigt.
Foto: LWL/Betz, freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Ob am Arbeitsplatz, beim Einstieg in die Strassenbahn oder auf der Rolltreppe im Warenhaus – die Frauen waren für die neuen Lebensumstände noch völlig unpassend angezogen. Die grossen und einengenden Roben des Kaiserreichs passten nicht mehr in die modernisierte Welt, Kleidung musste funktionaler werden. Frauen legten Korsett und mehrere Lagen Unterröcke ab, die Röcke wurden kürzer, die Stoffe leichter. Die Kleidung wurde zweckmässiger, sachlicher und liess ihren Trägerinnen mehr Bewegungsfreiheit.

Matrosenkleider und Wandervögel – auch die Kinder- und Jugendmode wandelt sich in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts.
Foto: LWL/Betz, freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Der Erste Weltkrieg erschütterte die Gesellschaft, er stellte die politischen Verhältnisse auf den Kopf und hatte ebenso seinen Anteil an den grossen Veränderungen des Bekleidungsmusters. Er führte einerseits zum erzwungenen Konsumverzicht, andererseits zu einem neuen, puristischen Modestil. Auch nach dem Krieg blieb es bei dem sparsamen Einsatz von Stoff in der Modebranche und so avancierte das kleine, kurze Charlestonkleid zu einem modischen ‘must-have’.

Das ‘Fräulein vom Amt’ prägt das Bild der arbeitenden Frau in den 1920er Jahren.
Foto: LWL/Betz, freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Bekleidung – Originale aus allen Gesellschaftsschichten – sind aus den Sammlungen der beiden Industriemuseen in NRW zusammengetragen worden. ‘Eben diese Vielfalt an Objekten und nicht allein das Couturekleid erlaubt es, den Wandel des Frauenbildes zu verdeutlichen und gleichzeitig das mittlerweile zum Topos mutierte Bild der ‘Neuen Frau’ kritisch zu hinterfragen’, sagt Christa Frins, die für das Textilwerk Bocholt als Projektleiterin die Ausstellung kuratierte.

Arbeit, Kinder, Haushalt – diese Mehrfachbelastung war für die meisten Frauen seit den 1920er Jahren Realität.
Foto: LWL/Betz, freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Es geht in ‘Mythos Neue Frau’ nicht einfach darum, den modischen Wechsel vom eng geschnürten Ballkleid zum freizügigen Charlestonmodell zu illustrieren, sondern die gesellschaftlichen Veränderungen aufzuzeigen. ‘Aber natürlich kommt der Glamour-Faktor nicht zu kurz’, freut sich Frins.

Das Radfahren revolutionierte um 1900 nicht nur die Mobilität, sondern auch die Damenmode.
Foto: LWL/Betz, freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

‘Mythos Neue Frau’ ist eine Ausstellung des LVR-Industriemuseums Textilfabrik Cromford – hier geht es zu meinem damaligen Bericht – in Kooperation mit dem LWL-Industriemuseum und mit Unterstützung des Ruhr Museums Essen und Teil des Verbundprojektes ‘Bauhaus 100 im Westen’.

Mehr fotografische Einblicke in die Ausstellung finden sich auf der Website.

Info:

5. Mai – 25. Oktober 2020

Mythos Neue Frau
Mode zwischen Kaiserreich, Weltkrieg und Republik

LWL-Industriemuseum TextilWerk Bocholt  | Spinnerei
Industriestrasse 5
46395 Bocholt
Deutschland

www.lwl.org

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Vision Frühling Sommer 2021

Stoffgewordene Visionen präsentiert das Textilmuseum St. Gallen ab 21. Mai 2020, eine Auswahl exquisiter Kreationen aus den Frühling-Sommer-Kollektionen 2021 der Schweizer Textilproduzenten.

Vision Frühling Sommer 2021
© Textilmuseum St. Gallen
Foto freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Bei allen Unterschieden in Hinblick auf Design, Material und Funktion ist für sämtliche Muster vor allem eines zu vermerken: Der unverkennbare Anspruch auf höchste Qualität äussert sich in exquisiten Dessins, technischer Raffinesse und hochwertigen Materialien.

Vision Frühling Sommer 2021
© Textilmuseum St. Gallen
Foto freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Ausgestellt sind die neuen Trends in der Lounge im Erdgeschoss des Textilmuseums.

Vision Frühling Sommer 2021
© Textilmuseum St. Gallen
Foto freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Ergänzend wird eine Präsentation zu den aktuellen Entwicklungen im Bereich der medizintechnischen Textilien, die u.a. die momentan so wichtigen Gesundheitsmasken betreffen, gezeigt.

Info:

ab 21. Mai 2020

Vision Frühling Sommer 2021

Textilmuseum St. Gallen
Vadianstrasse 2
9000 St. Gallen
Schweiz

www.textilmuseum.ch

Öffnungszeiten:
täglich 10 – 17 Uhr

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Nordic Design
Die Antwort aufs Bauhaus

Auch die LÜBECKER MUSEEN haben ihre Tore wieder geöffnet und präsentieren bis zum 23. August 2020 eine neue Ausstellung im St. Annen-Museum: ‘Nordic Design. Die Antwort aufs Bauhaus’. Sie ist eine der wesentlichen Säulen des diesjährigen Mottos der LÜBECKER MUSEEN ‘Nachbarn im Norden’, mit dem sich mehrere Häuser des Museumsverbundes aus verschiedenen Blickwinkeln dem Thema Norden in all seinen Facetten annähern.

Verner Panton: Panton-Chair, 1960er
© Verner Panton Design AG
Foto: modernity-stockholm, freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Diese ursprünglich durch das Bröhan-Museum, Berlin, konzipierte Ausstellung, über die ich hier schon berichtete, knüpft an die hauseigene Möbelsammlung des St. Annen-Museums an und zeigt den skandinavischen Weg in die Moderne. Besonders die grosse Präsenz der wasser- und waldreichen Natur, das besondere Licht und die ganz eigenen Lebensbedingungen haben die Formensprache des Möbeldesigns im Norden geprägt. Anders als in Deutschland steht nicht die künstlerische Form im Vordergrund, sondern die massgeschneiderte Lösung für eine Aufgabe.

Josef Frank: Kabinettschrank Modell Nr. 522
Entwurf 1943, aktuelle Ausführung
© Svenskt Tenn
Foto freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Diese Reaktion der nordischen Länder auf das Bauhaus und auf andere deutsche Kunstschulen und Vereinigungen wird in der Ausstellung mit Werken aus Schweden, Finnland, Dänemark und Norwegen veranschaulicht. ‘Sie zeigen, wie sensibel Handwerk und Industrie erstmals miteinander verbunden wurden und zu qualitätsvollen Lösungen führten. Besonders spannend ist, wie diese Erkenntnisse aus Kunst, Architektur und Design auch von der Politik verstanden und gefördert wurden’, so Museumsleiterin Dagmar Täube. Neben den landesspezifischen Entwicklungen werden auch übergreifende Themen wie Kindheit, demokratisches Design und Hygge anhand von Wohnaccessoires, Sitz- und Kleinmöbeln präsentiert. Der schwedische Funktionalismus mit Sven Markelius, Alvar Aalto und die international gefeierten dänischen Designer Hans J. Wegner und Arne Jacobsen sind genauso vertreten wie der Spielzeugdesigner Kay Bojesen oder Peter Opsvik, dessen Kinderstuhl ‘Tripp Trapp’ sich millionenfach verkauft hat und bis heute vertrieben wird.

Peter Opsvik: Hochstuhl ‘Tripp-Trapp’, Entwurf 1972
© Peter Opsvik
Foto: Martin Adam, Berlin, freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

In Schweden löst 1930 die grosse Stockholmer Ausstellung des Schwedischen Kunstgewerbeverbands eine heftige Debatte zwischen Funktionalisten (Funkis) und Traditionalisten (Tradis) aus und trägt auf diese Weise wie kein anderes Ereignis zum Durchbruch der Moderne, auch in den anderen nordischen Ländern, bei. Die ab 1932 regierenden Sozialdemokraten benutzen den Funktionalismus als Strategie für den Aufbau des angestrebten Wohlfahrtsstaates und ‘Schönheit für alle’ wird nach den Schriften der Sozialreformerin Ellen Key zur Grundlage des schwedischen Designs. Dieses Erbe beansprucht ab den 1960er Jahren Ikea für seine Zwecke und macht die funktionellen Konzepte zum Exportschlager.

Poul Henningsen: Deckenleuchte ‘PH Louvre’, 1958
© Poul Henningsen
Foto: modernity, freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Die singulären Lebensbedingungen zwischen Mittsommer- und Polarnächten, aber auch die Schroffheit der Natur inspirieren finnische Gestaltungskonzepte wie die des Designers und Architekten Alvar Aalto. Seine funktionalistischen und organischen Gestaltungslösungen werden zur Grundlage des Wegs der Moderne in Finnland. Auch das finnische Design erobert nach dem zweiten Weltkrieg den internationalen Markt. Alvar Aalto baut in den 1950er Jahren auch in Berlin und Tapio Wirkkala designt für Murano und Rosenthal.

Tapio Wirkkala: Kaffeeservice ‘Finlandia’, 1957
© Sami Wirkkala / Maaria Wirkkala / Philip Rosenthal AG
Foto: Martin Adam, Berlin, freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Die dänische Variante des Funktionalismus baute vor allem auf den Qualitäten des edlen Handwerks auf und war weniger ‘funktionenbasiert’. Kaare Klint, der Vater des dänischen Designs, stellt den Menschen in den Mittelpunkt. Mit warmen Holztönen, Lederbezügen und weichen Formen kommen Design und Hygge einander näher.

Finn Juhl: Häuptlingsstuhl, 1949
© Finn Juhl
Foto freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Der Designer und Architekt Arne Jacobsen griff früh den internationalen Stil auf, benutzte aber Backstein und Holz zum Bauen, da man in Dänemark wenig Erfahrung mit Beton und Stahl hatte. Das SAS-Hotel, das er mit komplettem Inventar entwarf, ist in seiner äusseren Form eine Interpretation des Lever-House in New York. Das dänische Design orientierte sich nach der Lehre Kaare Klints häufig an Ideen anderer Länder, passte diese aber anschliessend an die eigenen Bedingungen an.

Dank der Entwicklung von Kunst- und Schaumstoffen taten sich ab den 1960er Jahren ganz neue Gestaltungsmöglichkeiten auf. Die poppigen Entwürfe von Verner Panton und Eero Aarnio stehen schliesslich für den endgültigen Bruch mit dem Funktionalismus.

Eero Aarnio: Stuhl ‘Pony’
Entwurf 1972, aktuelle Ausführung
© Eero Aarnio Originals
Foto freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Der ausgeprägte Alltagsbezug des nordischen Designs wird auch anhand von Spielzeug und mitwachsenden Möbeln sichtbar. Die Bedürfnisse von Kindern wurden parallel zur Entwicklung reformpädagogischer Ansätze im 20. Jahrhundert zu bestimmenden Faktoren für das Design. Spielzeug sollte hochwertig, schön und einfach sein. Die Holzfiguren von Kay Bojesen spiegeln diese Forderung wieder: Sie sind robust, beweglich und bunt. Der bekannte ‘Tripp Trapp’ des Norwegers Peter Opsvik ermöglicht Kindern das problemlose Sitzen am Tisch und integriert sie so in den familiären Alltag. Anhand von besonderen Sitzmöbeln wird in der Ausstellung ausserdem die Gestaltung moderner Arbeitswelten nach ergonomischen Gesichtspunkten präsentiert.

Katalog zur Ausstellung erhältlich.

Info:

12. Mai – 23. August 2020

Nordic Design
Die Antwort aufs Bauhaus

St. Annen-Museum
St. Annen-Strasse 15
23552 Lübeck
Deutschland

www.die-luebecker-museen.de

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Internationaler Museumstag 2020

Am Sonntag, 17. Mai 2020, ist Internationaler Museumstag! Museen mit Freude entdecken – dieser Einladung kann man digital folgen, vielerorts öffnen Museen und Galerien nach wochenlanger Schliessung auch ihre Türen. Eine nach Bundesländern sortierte Übersicht bietet die Website, so dass man je nach Standort suchen und finden kann.

Info:

www.museumstag.de

Mit einem vielfältigen digitalen Programm bieten zahlreiche Museen auch ein besonderes Angebot am heimischen Rechner. Hier ein paar Beispiele:

Das Grassi Museum für Angewandte Kunst in Leipzig zeigt derzeit die hochinteressante Ausstellung ‘History in Fashion – 1500 Jahre Stickerei in Mode’,  über die ich schon hier berichtet habe.

Key Visual

Die Ausstellung wurde erfreulicherweise bis 20. September 2020 verlängert. Das Museum ist zwar wieder geöffnet, aber es dürfen bis auf Weiteres keine Veranstaltungen im Museum stattfinden. Daher gibt es weiterhin jeden Mittwoch die digitale Stick-Werkstatt.

Info:

21. November 2019 – 29. März 2020

verlängert bis 20. September 2020

History in Fashion
1500 Jahre Stickerei in Mode

Grassi Museum für Angewandte Kunst
Johannisplatz 5 – 11
04103 Leipzig
Deutschland

www.grassimak.de

***

Das Kreismuseum Zons zeigt u.a. die Ausstellung ‘Gute Wünsche in Seide. Kinderkimonos der Sammlung Nakano’, die bis zum 21. Juni 2020 verlängert wurde. Das Museum hat am Internationalen Museumstag von 11 – 18 Uhr regulär geöffnet und bietet den Besuchern freien Eintritt! Auf der Website gibt es zudem einen virtuellen Rundgang durch die Ausstellung.

Info:

2. Februar – 26. April 2020

verlängert bis 21. Juni 2020

Gute Wünsche in Seide. Kinderkimonos der Sammlung Nakano

Kreismuseum Zons
Kulturzentrum des Rhein-Kreises Neuss
Schlossstrasse 1
41541 Dormagen
Deutschland

www.rhein-kreis-neuss.de

***

Das Kunstmuseum Bern zeigt in Kooperation mit dem Haus der Kunst München eine grossangelegte Ausstellung des ghanaischen Künstlers El Anatsui. Er ist wohl Afrikas prominentester Künstler der Gegenwart und bekannt für seine grossen Skulpturen aus rezyklierten Schraubverschlüssen, die wie prächtige Teppiche ganze Wände zieren. Über die Ausstellung ‘El Anatsui Triumphant Scale’ in München gibt es hier einen Bericht, jedoch mussten aus urheberrechtlichen Gründen die Fotos nach Ende der Schau wieder gelöscht werden. Auf seiner Website stellte das Kunstmuseum Bern jedoch mehr als ein Dutzend Videos online, die es sich anzuschauen lohnt.

Info:

13. März – 21. Juni 2020

verlängert bis Herbst 2020

El Anatsui Triumphant Scale

Kunstmuseum Bern
Hodlerstrasse 8 – 12
3011 Bern
Schweiz

www.kunstmuseumbern.ch

***

Das Museum August Macke Haus in Bonn widmet seine derzeitige Ausstellung ‘Mit Stich und Faden – Expressionistische und zeitgenössische Kunst im Gegenüber’, die bis zum 1. November 2020 verlängert wurde, dem Phänomen des Stickens. Innerhalb der Kunst der Expressionismus geschieht dies beispielsweise anhand zahlreicher Stickarbeiten, die Elisabeth Macke, ihre Mutter Sophie Gerhardt und ihre Grossmutter Katharina Koehler nach Entwürfen von August Macke ausführten. Diesen werden zeitgenössische Positionen, z.B. von Claudia Kallscheuer oder Walter Bruno Brix gegenübergestellt. Zu entdecken gibt es auf der Website zahlreiche Fotos und den WDR-Beitrag zur Ausstellung!

Info:

6. März – 7. Juni 2020

verlängert bis 1. November 2020

Mit Stich und Faden
Expressionistische und zeitgenössische Kunst im Gegenüber

Museum August Macke Haus
Hochstadenring 36
53119 Bonn
Deutschland

www.august-macke-haus.de

voraussichtlich geschlossen bis 1. Juni 2020

***

Die Städtische Galerie Böblingen zeigt gegenwärtig die grosse Überblicksausstellung ‘Netzwerkerinnen der Moderne’ zum 100-Jahr-Jubiläum der Zulassung von Frauen an deutschen Kunstakademien, über die hier mein Bericht entstanden ist. Ein persönlicher Besuch begeisterte mich ausserdem!

Key Visual

Alle Veranstaltungen im Begleitprogramm mussten aufgrund der temporären Schliessung der Galerie bedauerlicherweise abgesagt werden. Dies gilt auch für das Gesprächsforum ‘The State of the Female Art’ zur Finissage in Kooperation mit der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Zur Überbrückung und als Alternative gibt ein Video einige Einblicke in Form von fotografisch-filmischen Impressionen dieser sehenswerten, sich insgesamt über dreieinhalb Stockwerke des Museumsensembles Zehntscheuer erstreckenden Präsentation. Zu finden auf der Website.

Info:

1. Dezember 2019 – 19. April 2020

verlängert bis 20. September 2020

Netzwerkerinnen der Moderne
100 Jahre Frauenkunststudium

Städtische Galerie Böblingen
(Museum Zehntscheuer)
Pfarrgasse 2
71032 Böblingen
Deutschland

www.staedtischegalerie.boeblingen.de

***

abgesagt + verschoben:

DIE FRAUEN DER WIENER WERKSTÄTTE

COVID-19: AUSSTELLUNG WIRD AUF 2021 VERSCHOBEN

Bisher wurde den Künstlerinnen der Wiener Werkstätte (1903–1932) viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Mit dieser Ausstellung ändert sich das nun: Gudrun Baudisch, Vally Wieselthier, Mathilde Flögl, Paula Lustig oder Mizzi Vogl sind nur ein Bruchteil der knapp 180 Frauen, die einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung des Wiener Kunsthandwerks leisteten – besonders mit ihrem Ideenreichtum in den Bereichen Gebrauchsgrafik, Textildesign, Modeentwurf, Spielzeug, Wandschmuck und Keramik.

Ausstellung ‘DIE FRAUEN DER WIENER WERKSTÄTTE’
Arbeit von Mathilde Flögl
Foto freundlicherweise vom Museum zur Verfügung gestellt

Wer kennt die Künstlerinnen der Wiener Werkstätte?

DAS MAK IST AUF DER SUCHE NACH IHREN GESCHICHTEN!

Für die Ausstellung ‘DIE FRAUEN DER WIENER WERKSTÄTTE’ werden weitere Informationen gesucht: biografische Daten, Lebensereignisse, persönliche Geschichten, Bild- und Textmaterial oder noch unbekannte Werke. Wenn Ihnen zu den folgenden oder anderen Künstlerinnen der Wiener Werkstätte etwas einfällt, melden Sie sich bitte unter frauenderww(at)MAK.at – bitte (at) durch @ ersetzen –

Viele ausdrucksstarke Fotos sind auf der Website zu finden!

Info:

27. Mai – 20. September 2020

wird verschoben auf 21. April – 3. Oktober 2021

DIE FRAUEN DER WIENER WERKSTÄTTE
Wer kennt die Künstlerinnen der Wiener Werkstätte?

MAK – Museum für angewandte Kunst
Stubenring 5
1010 Wien
Österreich

www.mak.at

***

Gisela Hafer – StoffGeschichten

Gisela Hafer, aus Zittau stammend, lebt heute in Frankfurt a. M. und ist mit der Heimatregion stark verbunden. Am 24. Mai 2020 sollte im Schloss Königshain anlässlich ihres 70.Geburtstages ihre Personalausstellung ‘Gisela Hafer – StoffGeschichten’ eröffnet werden.

Aus dem Flyer zur Ausstellung ‘Gisela Hafer – StoffGeschichten’

Vor Kurzem schrieb sie mir: ‘Schweren Herzens haben wir letzte Woche entschieden, sie doch ins nächste Jahr zu verschieben.’

Wie schade!

Info:

24. Mai – 6. September 2020

abgesagt und auf 2021 verschoben

Gisela Hafer – StoffGeschichten

Schloss Königshain
Dorfstrasse 29
02829 Königshain
Deutschland

www.giselahafer.de
www.kulturwegweiser-ol.de

Flyer

***

Regula Verdet-Fierz

Die Unterlagen zur Sommerausstellung bei ‘art textil sent’ hatte mir die Veranstalterin Beatrice Lanter schon längst geschickt. Nun schreibt sie mir: ‘Wir haben aber nun aus aktuellem Anlass entschieden, die Ausstellung von Regula Verdet-Fierz auf nächsten Sommer (4. – 19. Juni 2021) zu verschieben.’

Regula Verdet-Fierz: Weberei
Foto freundlicherweise vom Vernastalter zur Verfügung gestellt

Was sein muss, muss halt sein. Jedoch besteht die Hoffnung, dass die Herbstausstellung mit Gudrun Müller-Mollenhauer planmässig ab Ende August (29. August – 13. September 2020) durchgeführt werden kann. Daumen halten!

Info:

6. – 21. Juni 2020

abgesagt und verschoben auf 4. – 19. Juni 2021

Regula Verdet-Fierz

Textilkunstgalerie ‘art textil sent’
Stron 277
7554 Sent
Schweiz

www.beatrice-lanter.ch

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Sekundenschlaf – gestickte Blitzgeschichten
von Ursula Waldburger

Ursula Waldburger, Textildesignerin und passionierte Stickerin, malt Blitz-Geschichten mit der Maschine. Ihre Stiche sind Rhythmus, Raster und Farbe, ihre Stiche sind Pinselstriche.

Plakat

Leider wurde ihre für die Zeit vom 3. April – 29. Mai 2020 geplante Ausstellung ‘Sekundenschlaf – gestickte Blitzgeschichten’ in der Galerie TextilAltro abgesagt und auf den Herbst (30. Oktober – 18. Dezember 2020) verschoben.

Info:

3. April – 29. Mai 2020:

verschoben auf 30. Oktober – 18. Dezember 2020

Sekundenschlaf – gestickte Blitzgeschichten
von Ursula Waldburger

Galerie TextilAltro
HSR Hochschule für Technik Rapperswil
Bibliothek
Oberseestrasse 10
8640 Rapperswil
Schweiz

www.textilaltro.hsr.ch

***

Hier geht’s zu den Ausstellungstipps Mai 2020 Teil 1:

https://blog.bernina.com/de/2020/05/ausstellungstipps-mai-2020/

***

Bitte informieren Sie sich vor einem Ausstellungsbesuch auf der jeweiligen Website besonders über die genauen Öffnungszeiten – es kann sich immer etwas ändern.

Weitere Ausstellungen finden Sie auf meiner Website in der Rubrik AUSSTELLUNGSKALENDER.

Den verschiedenen Beteiligten herzlichen Dank für das Zur-Verfügung-Stellen von Informationen und Bildmaterial!

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Kommentare zu diesem Artikel

8 Antworten

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  • ERIKA BORNEMANN

    Liebe Gudrun,

    wenn auch die leeren Stühle in Corona-Zeiten etwas befremdlich erscheinen, machen doch die Informationen zu den Ausstellungen alles wieder wett. Was wir jetzt brauchen , sind vor allem Farben und schöne Bilder. Die Bilder der muslimischen Seidenwebteppiche  transportieren den Kopf wieder nach Granada, was mich unglaublich fasziniert hat.

    Herzlichen Dank für den Überblick ,den du mal wieder wunderbar präsentierst.

    Liebe Grüße Erika

    • Gudrun Heinz

      halli hallo erika,

      ganz lieben dank für deine lobenden worte, über die ich mich sehr freue! die leeren stühle – ja, wir waren etwas vor beginn der vernissage da. denn wenn die besucher*innen sich erst vor den exponaten befinden, sieht man wieder nicht viel von den quilts und ich kann auch nicht ungefragt personen fotografieren und dann noch ins internet stellen. ganz nebenbei werde ich auch öfter von besucher*innen ermahnt – es sei doch fotografierverbot – alles nicht so einfach 🙂

      daher freut es mich um so mehr, dass du eine reise nach granada angetreten hast – wenn auch nur in der imagination. die stoffe müssen ganz erlesen sein, schade, ich komme aber voraussichtlich auch nicht hin – weder nach riggisberg noch nach granada, leider. wird aber schon wieder werden 🙂

      beste grüsse

      gudrun

  • Gabi Mett

    Liebe Gudrun,

    ja, auch ich hatte Deine Berichterstattung über Ausstellungen vermisst. Es ist doch immer ein toller Überblick in jede künstlerische Richtung, den Du bietest. Vielen Dank dafür. Ich werde am Donnerstag in meinem Blog gerne wieder auf Deine Berichte hinweisen.

    herzliche Grüße     Gabi

    • Gudrun Heinz

      halli hallo liebe gabi,

      wie schön von dir zu hören! lieben dank zurück, auch für deine verlinkungen in umgekehrter richtung. à-pro-pos blog: anregende lektüre rund um textilkunst, spannende fotos, kreative ideen, tolle tipps und das einzigartige ‘stickwort der woche’ – inspiration pur. zu finden auf gabis website :

      http://gabi-mett.de/

      wer’s noch nicht kennen sollte, schau doch mal rein!

      mach’s gut, liebe gabi, besonders in dieser für künstler*innen nicht so einfachen zeit.

      beste grüsse

      gudrun

  • Birgit Berndt

    Hallo Gudrun,

    Quilts, Mode, nordisches Design und…, vielfältig wie immer. Danke für diese interessanten Einblicke. Deine Berichte sind ein echtes Highlight, ganz besonders in diesen Zeiten.

    Liebe Grüße und gesund bleiben

    Birgit

     

    • Gudrun Heinz

      halli hallo birgit,

      wenn das kein lob ist! 1000 dank, freut mich sehr. und ich muss selbst gestehen, dass mir diese auswahl, die sich zum vorstellen ergeben hat, ganz besonders gut gefällt. und das, nachdem fünf angeschriebene andere museen nicht geantwortet haben, noch nicht vielleicht. es ist halt einiges durcheinander geraten und muss sich wohl erst wieder sortieren. wir werden sehen …

      mach’s du auch gut und

      beste grüsse

      gudrun

  • Angelika Herdtweck

    Liebe Gudrun, vielen Dank für die schöne und gelungene Aufbereitung und Auswahl der Bilder für unsere Ausstellung. Ich war etwas in Sorge wegen des Blickwinkels der Bilder, da die Männer vielleicht doch ein “anderes Auge” für  Details  haben  für unsere Werke . Jetzt hoffen wir auf viele Besucher damit es doch noch eine schöne und erfolgreiche Ausstellung für die Queenbee Quilter wird.

    • Gudrun Heinz

      liebe angelika,

      ganz herzlichen dank für dein freundliches feedback. sorgen wegen der fotos brauchtest du dir wirklich nicht zu machen – da hätte ich mich schon längst vorher bei dir nochmal gemeldet 🙂 das hat deine ‘bessere hälfte’ doch ganz prima gemacht und mir dadurch auch noch eine fahrt erspart, die ich in einer zeitlich engen woche sonst noch hätte irgendwie unterbringen müssen. ich komme aber noch! und hoffentlich noch viele weitere besucher!

      liebe grüsse an alle

      gudrun

       

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