Kreative Artikel zum Thema Nähen

Kissenbezug aus Leinen mit Rollsaumpaspeln und Lederschlaufen nähen

Kissenbezug aus Leinen nähen

Leinen ist im Sommer eines meiner Lieblingsmaterialien. Nicht nur für Kleidung, sondern auch fürs Zuhause. Besonders eignet sich Leinen für edle, kühlende Kissenbezüge. In dezenten Tönen genäht, passen sie perfekt in mein schlichtes Wohnambiente. Genauso gut können sie natürlich auch aus leuchten Farben genäht werden. Fürs gewisse Etwas habe ich ihnen Overlock-Paspeln und ein Leder-Detail verpasst.

In meiner Anleitung zeige ich euch, wie ihr einen Kissenbezug aus Leinen mit dekorativen Rollsaumpaspeln und einer Lederschlaufe nähen könnt. Mit meiner BERNINA L 850 gelingen mir die Rollsäume so gut, weshalb ich mir immer wieder neue Anwendungen überlege.

Bild von BERNINA L 850.

BERNINA L 850

Die L 850 ist die Overlock-Spezialistin, mit der sich die Greiferfäden dank One-Step BERNINA Air Threader noch bequemer und schneller einfädeln lassen. Fussanlasser drücken und los gehts!

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Material für den Kissenbezug – das braucht ihr:

  • Leinen
  • Lederreste
  • Reißverschluss, Meterware, mit Zipper
  • passendes Nähgarn, ich habe Seralon von Mettler verwendet
  • dekoratives Garn für die Rollsäume, ich habe Silk Finish Cotton No. 40, Farbe 0342 für das beigefarbene Kissen und Silk Finish Cotton multicolor No. 50, Farbe 9861 für das graue Kissen verwendet (alle Garne von Mettler)
  • ggf. Sprühstärke
  • doppelseitiges Klebeband (z. B. Wondertape von Snaply)

Zuschnitt und Vorbereitung

Ich zeige euch am Beispiel des beigefarbenen Kissenbezuges, wie ich vorgegangen bin. Der graue Bezug ist nach dem gleichen Prinzip gearbeitet.

Für einen 50 cm x 50 cm großen Kissenbezug schneidet ihr ein 52 cm x 58,5 cm und ein 52 cm x 52 cm großes Stück zu. Das große Stück wird die Vorderseite, das kleine die Rückseite.

Das größere Stück wird nun in Falten gebügelt. Entlang der Falten näht ihr später je einen Rollsaum. Damit die Falten schön exakt werden und sich das Leinen nicht verzieht, habe ich es mit Sprühstärke eingesprüht. Zum Bügeln der Falten empfiehlt sich ein Bügellineal.

Oben an der längeren Seite beginnen, 5 cm umschlagen, bügeln, dann wieder 5 cm umschlagen und bügeln, bis neun Falten gebügelt sind.

Jetzt könnt ihr die “Ziehharmonika” aufklappen und die Falten bei Bedarf nochmals nachbügeln. Je exakter und schärfer sie gebügelt sind, umso besser lassen sich die Rollsäume nähen.

Overlock vorbereiten

Entfernt die linke Nadel eurer Overlock und stellt sie auf den 3-Faden-Rollsaum ein:

Spannung: – 4;4;5,5, Schnittbreite 5,5 , Stichbreite Rollsaum und Rollsaumhebel umlegen

In die Greifer habe ich für das beigefarbene Kissen Silk Finish Cotton eingefädelt, in die Nadel passendes Overlockgarn in Grau. Ihr könnt auch Bauschgarn oder andere dekorative Garne verwenden. Probiert einfach aus, was euch am besten gefällt.

Rollsäume nähen

Jetzt könnt ihr die Rollsäume nacheinander entlang der gebügelten Falten nähen. Achtet darauf, dass ihr die Lagen immer gut zur Seite klappt, damit ihr nicht versehentlich drübernäht. 

Wenn ihr fertig seid werdet ihr sehen, dass alles noch sehr zusammengezogen ist. Um alles zu glätten, bügelt ihr von der Rückseite einmal drüber.

Anschließend werden beide Teile mit der Overlock versäubert. Dabei schneidet ihr die noch überstehenden Fadenraupen der Rollsäume mit ab.

Reißverschluss einnähen

Schneidet ein 40 cm langes Stück Reißverschluss zu und fädelt den Zipper auf. Steckt nun die Seiten, die parallel zu den Rollsäumen liegen, 9 cm links und rechts vom Rand entfernt rechts auf rechts aufeinander und schließt diese Abschnitte mit 1 cm Nahtzugabe. Die Nahtzugabe nun schön ausseinanderbügeln, auch zwischen den Nähten.

Nun bringt ihr an der Außenkante des Reißverschlusses doppelseitiges Klebeband (ich verwende hierfür immer das Wondertape von Snaply) an. An der Außenkante deshalb, damit ihr beim Einnähen des Reißverschlusses nicht über das Klebeband näht und so eure Nadel ggf. verklebt.

Jetzt könnt ihr den Reißverschluss so einlegen, dass die Raupe zur rechten Stoffseite zeigt. Klebt ihn so fest, dass die Stoffkanten eng an der Raupe liegen. Somit ist der Reißverschluss gut fixiert.

Mit dem Reissverschlussfuss #4 näht ihr den Reißverschluss nun knappkantig ein. Über die Zipperenden näht ihr langsam und vorsichtig, ich verwende hierfür meist das Handrad.

Bild von Reissverschlussfuss # 4.

Reissverschlussfuss # 4

Durch seine schmale Mittelzehe kommt der Reissverschlussfuss # 4 sehr nah an die Reissverschlusszähnchen heran und kann den Reissverschluss sauber annähen.

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Kissenbezug zusammennähen und Lederschlaufe anbringen

Jetzt müssen beide Teile nur noch zusammengenäht werden. Steckt sie rechts auf rechts aufeinander und öffnet den Reißverschluss.

Für die Lederschlaufe habe ich ein 2 cm x 8 cm großes Stück Leder zugeschnitten. Legt es der Länge aufeinander, schiebt es mit der geschlossenen Seite nach innen in den Bezug und fixiert das Ende mit einer Klammer. Ich habe es ca. 7 cm von der oberen Naht entfernt angebracht. 

Nun näht ihr mit einer Nahtzugabe von 1 cm rundherum. Über das Leder ganz langsam oder mit dem Handrad nähen. Anschließend durch den geöffneten Reißverschluss wenden, die Ecken schön ausformen und alles gut bügeln. Fertig ist euer schicker Kissenbezug aus edlem Leinen!

Ihr könnt mit den verschiedensten Farben und Materialien und mit der Anordnung der Rollsäume experimentieren und euch eure ganz individuellen Kissen nähen. Sie eignen sich übrigens auch perfekt als Geschenk.

Gratis Nähanleitung: Kissenbezug aus Leinen mit Rollsaumpaspeln

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