Kreative Artikel zum Thema Nähen

Nähmaschinen für Tansania

Liebe Leserinnen, liebe Leser

Im Sommer des letzten Jahres erreichte uns die Anfrage eines ehemaligen BERNINA Kollegen: Ob wir ein Projekt der Organisation Nakupenda Afrika unterstützen könnten. Es wurden robuste Nähmaschinen für ein Nähatelier in Tansania gesucht. Unsere Schweizer Vertriebsgesellschaft, die BERNINA Schweiz AG (BSAG) mit Sitz in Oerlikon, hatte im Frühling des gleichen Jahres die Aktion Change4Good zur Unterstützung eines Hilfsprojekts in Kambodscha ins Leben gerufen. Die Kollegen in Oerlikon entschlossen sich spontan, auch Nakupenda zu unterstützen. Aus der Change4Good-Eintauschaktion standen ältere Nähmaschinenmodelle zur Verfügung, die vom Team der BSAG auf Vordermann gebracht worden waren.

Diese Woche erreichte uns nun der Projektbericht von Nakupenda – mit Fotos, die zeigen, wie gut diese Nähmaschinen heute in Tansania gebraucht werden können:

Hinter Nakupenda stehen junge Leute aus dem Thurgau; das ist der Schweizer Kanton, in dem sich der Hauptsitz von BERNINA befindet. Die Gruppe um Präsidentin Leonie Fahrion hat sich zusammengeschlossen, um sich für nachhaltige Kleinprojekte in Tansania einzusetzen und unter dem Motto “we care. we change. we act” einen Beitrag für ein besseres Morgen zu leisten.

Bei BERNINA freuen wir uns sehr, dass wir dieses Engagement unterstützen durften.

Vielleicht wollt Ihr selber etwas beitragen? Nakupenda freut sich über jede Spende! Hier könnt Ihr mitmachen: https://www.nakupenda-afrika.com/

Das Community Center in Ilboru, Tansania

Im Juli 2021 hat Nakupenda das “Kissiri Community Center” in Ilboru eröffnet. Bilder, die uns Leonie Fahrion heute zur Verfügung gestellt hat, zeigen die Bauphase:

Inzwischen haben die von der BERNINA Schweiz gespendeten Nähmaschinen ihren Platz im Community Center gefunden. Im März 2021 sind sie in einem Container nach Tansania gereist. Augenscheinlich haben sie den langen Weg unversehrt überstanden:

Im Community Center betreibt Nakupenda ein Nähatelier, welches den Frauen von Ilboru zur Verfügung steht. Dort können diese kostenlos die Nähstationen nutzen, um ihre eigenen Produkte herzustellen. Begleitet werden sie dabei von Mama Eva Erasmo, einer professionellen Schneiderin, die den Frauen ihr Wissen weitergibt und sie bei den Projekten unterstützt. Auf diese Weise lernen die Frauen neue handwerkliche Fertigkeiten und bessern gleichzeitig ihre Haushaltskasse auf. 

Im Projektbericht heisst es:

“Bereits am Eröffnungtag zeigte sich, dass das Angebot auf grosses Interesse stösst und die drei Nähstationen nicht ausreichen würden, um der Nachfrage gerecht zu werden. Also haben wir spontan drei weitere Nähmaschinen angeschafft. Diese sind nicht an das Stromnetz angeschlossen und können so auch bei einem Stromausfall weiter genutzt werden. Nebst den BERNINA Nähmaschinen stehen jetzt für simplere Projekte auch noch drei Retro-Modelle im Atelier.”

Aktuell nutzen 32 regelmässige Näherinnen das Zentrum. Täglich werden pro Maschine zwei Zeitslots à 3 Stunden vergeben. Die Frauen tragen sich in die Liste ein und reservieren sich so ihr Zeitfenster. “Sollte der Andrang bis Ende Jahr nicht abnehmen, werden wir das Projekt noch ausweiten”, schreibt uns Leonie Fahrion und schliesst mit “Asante sana”, also einem herzlichen Dank.

Liebes Nakupenda-Team, wir haben zu danken! Danke für den spannenden Bericht und die schönen Bilder – vor allem aber für das Engagement in Tansania!

Nakupenda bietet Hilfe vor Ort in verschiedenen Bereichen, u.a. auch über Schulprojekte und Bildungspatenschaften. Wer mithelfen möchte, findet hier alle nötigen Informationen: Website Nakupenda Afrika.

Liebe Grüsse
Matthias

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Kommentare zu diesem Artikel

5 Antworten

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  • Moni Pfeiffer

    Hallo!Ein tolles Projekt!Hätte hier auch noch Nähmaschinen stehen, mit und ohne Stromanschluss. Kann sie aber nicht transportieren. Sind nicht von bernina. Würde sie gerne an jemanden weitergeben, der sie brauchen kann.Lg Moni

    • Matthias Fluri

      Hallo Moni

      Vielen Dank für den Kommentar. Es gibt einige wohltätige Organisationen, welche möglicherweise an Deinen Maschinen interessiert sind (abhängig natürlich von Zustand, Erreichbarkeit/Lieferung etc.). Wir haben eine Liste solcher Organisationen; es handelt sich aber um Schweizer Organisationen. Deiner Mailadresse entnehme ich, dass Du in Deutschland wohnst. Da Du Deine Maschinen nicht transportieren kannst, wird Dir unsere Liste leider nicht weiterhelfen. Ich erlaube mir deshalb, Deine Mailadresse an eine Kollegin bei unserer deutschen Vertriebsgesellschaft weiterzuleiten. Evtl. hat diese einen guten Tipp. Wenn ja, wird sie sich direkt bei Dir melden.

      Lieber Gruss
      Matthias

    • Claudia Kuhla

      Hallo Moni Pfeiffer,

      habe grad deinen Kommentar gelesen. Meine Nähmaschine die fast 30 Jahre alt war hat jetzt aufgegeben und geht nimmer. Leider hab ich durch einen längeren Krankenhausaufenthalt zu spät erfahren das aus meiner Umgebung jemand eine Nähmaschine hergegeben hat. Mich würde interessieren aus welcher Gegend Sie kommen und ob Sie noch eine haben?(Mir ist es etwas peinlich so was zu fragen aber aus finanzieller Sicht gehts nicht anders). LG,Claudi

      • Nicole Paßmann

        Ganz ehrlich, ich finde, das muss einem nicht peinlich sein. Es gibt so viele Gründe, warum es momentan oder leider auch dauerhaft finanziell klemmen kann. Und die müssen beileibe nicht hausgemacht sein! Ich wünsche dir für die Zukunft alles Gute! LG Nicole

  • Simone Reiher

    Eine tolle Idee: ich glaube das diese Frauen sehr viel Spaß am nähen haben  das freut mich sehr : Ich würde diesen Frauen wen die zu meinem Kurs kommen auch zeigen wie genäht wird  und auch zu schneiden und auch kopieren aus dem Burda Heft..Liebe Grüße Simone…

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