Kreative Artikel zum Thema Nähen

Sportbustier nähen mit einer Prise Glitzer

Hallo ihr Lieben

Das fünfte Türchen hält ein hübsches Nähprojekt für den Sport bereit. Natürlich auch mit einer Prise Glanz und Gloria, wie es das Kalenderthema “Time to shine” vorsieht, schließlich darf auch beim Sport die Weihnachtsstimmung nicht fehlen. Das ausgewählte Projekt ist ein Sportbustier mit einem hübschen, glitzernden Gummiband. 

Time to shine!

Genäht habe ich das Sportbustier mit der bernette 48, einer Kombimaschine mit Overlocker- und Coverfunktion, was sich hervorragend für sportliche Nähprojekte eignet. Ihr könnt aber auch alles mit einer ganz normalen Haushaltsnähmaschine verarbeiten.

Image of bernette 48.

bernette 48

Die b48 als Top-Modell der FUNLOCK-Serie ist eine Kombination aus einer Overlock- und einer Coverstich-Maschine. Sie hat insgesamt 23 Stiche zu bieten: 15 Overlock-, 3 Cover- und 4 Combostiche, ausserdem 1 Kettenstich. Overlockstiche näht sie mit einer Stichbreite bis 7 mm, Coverstiche mit Stichbreiten von 2.8 bzw. 5.6 mm, Combostiche mit einer Stichbreite von bis zu 10 mm.

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Glitzerndes Sportbustier nähen

Das Schnittmuster

Das Schnittmuster des Bustiers ist das Sportbustier Miami, welches ihr vom 05.12.21 bis zum 10.12.21  mit dem Code BERNINA20 um 20% reduziert bekommt. Erhältlich ist der Schnitt zum Selbst-Ausdrucken in den Größen 34-46 in deutscher Sprache.

Das Material

Für das Sportbustier sollte ein Stoff verwendet werden, der sich vertikal und horizontal um mindestens 75% dehnen lässt. Hier sind Sportstoffe meist die richtige Wahl. Ich habe für den glamourösen Look den Sportstoff “Laikipia” verwendet. Er ist samtig weich und hat ein aufgeprägtes Leopardenmuster.

Außerdem könnt ihr optional mit Mesh arbeiten, das macht auch immer etwas her. Für diejenigen, die etwas mehr Halt benötigen, ist es außerdem hilfreich, mit Powernet zu verstärken.

Um das Bustier nun mit einem Hauch Glitzer zu versehen, habe ich statt des Tunnels, durch den das Gummiband eingezogen wird, direkt ein dekoratives Gummiband angenäht. Auch hier sind eurer Kreativität keine Grenzen gesetzt, es gibt inzwischen allerhand tolle Gummibänder.

Neben den “Hauptzutaten” benötigt ihr:

  • passendes Nähgarn
  • Stoffklammern
  • Schneiderkreide
  • Lineal/Handmaß

Solltet ihr mit einer Haushaltsnähmaschine arbeiten, denkt an Stretch-Nadeln und verwendet am besten elastisches Nähgarn (Seraflex) oder verwendet einen elastischen Stich.

Es kann losgehen

Schritt 1: Zuschnitt

Schneidet alle Teile wie im Schnittmuster beschrieben zu. Alternativ könnt ihr wie ich bei diesem Beispiel das Rückenteil noch aufteilen und Mesh hinzufügen. Dazu geht ihr wie folgt vor. Zieht mit einem Lineal die Linie am Rückenteil von der Schulternaht aus weiter, bis ihr am Bruch angekommen seid. Hier schneidet ihr den Schnitt in zwei Teile. Denkt auch hier daran, dass an dieser Stelle jetzt, wie beim gesamten Schnittmuster, eine Nahtzugabe zugefügt werden muss.

Schritt 2: Abnäher nähen

Dieses Sportbustier erhält für die bessere Passform Abnäher. Diese werden als erstes genäht. Zeichnet die Abnäher sorgfältig an und näht sie mit der Nähmaschine und einem Geradstich fest. Ich lasse dabei das Ende des Abnähers immer leicht gekrümmt auslaufen, sodass später keine Spitze an dieser Stelle absteht. Außerdem habe ich die Nahtzugabe der Abnäher nach dem Annähen leicht zurückgeschnitten, damit der Stoff an dieser Stelle beim Tragen nicht unschön aufträgt.

Habt ihr ebenfalls eine Teilung am Rückenteil zugefügt, könnt ihr nun auch an dieser Stelle mit der Nähmaschine beide Teile zusammenfügen. Lasst die Nadel am Ende des Vs stecken, dreht den Stoff und näht weiter. So ergibt sich später eine schöne Spitze.

Schritt 3: Kanten einfassen

Hier weiche ich ein wenig von der Anleitung im E-Book ab. Das dient dazu, dass die Maschine möglichst wenig umgebaut werden muss zwischen Overlock und Cover.

Zum Einfassen der Kanten legt ihr einen Einfassstreifen aus Stoff bereit, welcher 3 cm breit ist. Näht diesen rechts auf rechts an die untere Kante des oberen Vorderteils, die obere Kante des unteren Vorderteils und die gewölbte untere Kante des Rückenteils, wie in der Anleitung beschrieben.

Nach dem Annähen mit der Overlock könnt ihr auch direkt die Nahtzugabe um die Overlocknaht herumklappen. Steppt ihr später auch mit der Cover ab, dann könnt ihr auch nur den Streifen über die Overlocknaht klappen. So ist diese Stelle später nicht so dick.

Angenäht werden die festgesteckten Streifen aber erst später. Näht ihr mit einer separaten Coverstich-Maschine oder gar mit der Nähmaschine, so könnt ihr das auch direkt machen, da ihr nicht umbauen müsst.

Schritt 4: Schulternähte und Halsausschnitt

In diesem Schritt werden zuerst die Schulternähte geschlossen. Legt dafür das obere Vorderteil rechts auf rechts auf das Rückenteil und steckt die Teile an den Schulternähten fest. Schließt diese Nähte mit der Overlock.

Messt nun einmal den Umfang eures Halsausschnittes aus und berechnet den Einfassstreifen, wie in der Anleitung beschrieben. Schließt den Einfassstreifen zu einem Ring und näht ihn mit der Overlock an. Auch hier könnt ihr den Einfassstreifen danach direkt feststecken für das spätere Absteppen.

Schritt 5: Ein Trick für entnehmbare Polster

Manche statten ihren Sport-BH gerne mit dünnen Polstern aus, damit sich die Brust nicht zu sehr abzeichnet. Diese fertigen Cups bekommt ihr in vielen Nähshops oder könnt sie von alten Sport-BHs oder Bikinis recyceln. Schneidet für die Option mit Polstern einfach an den Seiten der Futterteile eine Rundung aus und versäubert diese.

Schritt 6: Seitennähte schließen

Jetzt könnt ihr die Seitennähte schließen. Fasst auch das Futter an den oberen Ecken mit ein, falls ihr dieses für die Cup-Öffnung ausgeschnitten habt.

Schritt 7: Covern der Einfassstreifen

Nun baut ihr eure Maschine um, sodass ihr damit Covern könnt. Da die Einfassstreifen recht schmal sind, habe ich an dieser Stelle die schmale 3-Faden-Covernaht ausgewählt. Näht damit alle eure umgeklappten Einfassstreifen fest. 

Schritt 8: Vorderteil schließen und Armausschnitte einfassen

Im Anschluss schließt ihr das Vorderteil, indem ihr das obere Vorderteil an das untere Vorderteil näht, wie es in der Anleitung beschrieben ist. Dazu verwende ich meist die normale Nähmaschine, um möglichst exakt auf der Naht vom Absteppen zu nähen. So ist später die Verbindungsnaht nicht als solche zu erkennen.

Danach muss die Maschine nochmals kurz auf die Funktion Overlock umgebaut werden. Bei den Armausschnitten bin ich in diesem Fall ebenso vorgegangen wie beim Halsausschnitt. Diese Variante ist von der Verarbeitung etwas sauberer als die in der Anleitung beschriebene, allerdings bedarf es hier des Nachmessens und Ausrechnens, was nicht immer für alle die bevorzugte Version ist.

Sind die Armausschnitte angenäht, wird auch hier wieder der übrige Einfassstreifen um die Overlocknaht herumgeklappt und festgesteckt.

Schritt 9: Gummiband annähen

Bevor es nun wieder an das Covern der Armausschnitte geht, wird die Overlock noch genutzt, um das das Gummiband anzunähen. Bestimmt die Länge des Gummibands wie im E-Book beschrieben. Jedes Gummiband hat unterschiedliche Dehnungseigenschaften, weshalb hier kein expliziter Wert für die Länge genannt wird. Da das von mir verwendete Glitzergummiband recht dick ist, habe ich mich dazu entschlossen, die Enden Stoß an Stoß mit einem breiten Zickzackstich mit geringer Stichlänge zusammenzunähen. Hier sollte gut verriegelt werden und die Naht sollte recht dicht sein, damit alles auch hält.

Anschließend könnt ihr das Gummiband am Bustier feststecken und annähen. Beim Annähen mit der Overlock sollte das Messer weggeklappt werden, um das Gummiband nicht zu beschädigen. 

Schritt 10: Fertigstellung

Ein letztes Mal wird die Maschine umgebaut, um die Armausschnitte zu covern. Diese sind bereits festgesteckt und müssen nur noch vernäht werden. Dann ist euer Sportbustier mit einer Portion Glitzer auch schon fertig. Wer mag, kann noch ein hübsches funkelndes Label annähen.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachnähen!

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