Kreative Artikel zum Thema Nähen

Nähtagebuch: wattierte Jacke nähen

Zurzeit sind wattierte Jacken total im Trend, höchste Zeit für mich, eine zu nähen. Ich habe schon einige Jacken genäht und trage sie auch tatsächlich. Was mir aber immer gefehlt hat, war eine Jacke, die man auch bei tiefsten Temperaturen anziehen kann. Eine richtige Winterjacke eben. Da ich mich beim Nähen gerne an ambitionierte Projekte wage und Neues ausprobiere, habe ich für mich entschieden, mal eine wattierte Jacke mit Thermoisolierung und allem drumherum auszuprobieren.

Wie ich dabei vorgegangen bin und auf welche Probleme ich gestoßen bin, könnt ihr hier im Blog nachlesen. Dieser Beitrag ist also kein klassischer „How-to-sew-a-puffer-jacket“-Artikel, sondern eher ein Erfahrungsbericht über mein größtes Nähabenteuer bisher.

Ich habe meine Community auf Instagram in meinen Stories dabei teilhaben lassen, ihr könnte gerne dort mal vorbeischauen, ich habe alles dort in meinen Highlights gespeichert.

Wattierte Jacke nähen

Planung ist Alles

Ein solches Großprojekt muss richtig geplant werden, denn es müssen nicht nur Oberstoff und Futterstoff besorgt werden, sondern eben auch die Wattierung, die Thermoeinlage, Knöpfe und aller Kleinkram der dazu gehört (könnt ihr alles weiter unten in der Materialauflistung nachlesen).

Der Oberstoff ist natürlich der wichtigste Teil und muss mit Bedacht gewählt werden, dazu sollte man sich wahrscheinlich am besten überlegen, zu welchen Gelegenheiten man eine solche Jacke tragen will. Für den Hundespaziergang im Regen oder dem Ski-Urlaub eignet sich ein wasserfester Stoff besser als der dünne gewebte Mantelstoff, den ich verwendet habe. Für meine Bedürfnisse war der Stoff allerdings optimal. Beim Futterstoff ist mir die Entscheidung recht leicht gefallen, da ich mich einfach für ein gleitfähiges Satin-Futter entschieden habe, in das ich mit all meinen Kleidern, die ich unter der Jacke tragen werde, am besten in die Jacke reinkomme.

Die interessanteren und wahrscheinlich schwierigeren Materialien sind die Thermoisolierung und die Füllwatte, um die Jacke zu wattieren. Ich habe mich im Internet etwas schlau gemacht. Ich habe herausgefunden, dass Thinsulate die besten Eigenschaften hat und sich gut verarbeiten lässt.

Für die Wattierung habe ich mich gegen Daunen entschieden, daher ist es auch eine wattierte Jacke und eben keine Daunenjacke. Bei der Füllwatte sollte man auf eine reine Baumwollfüllung wohl auch verzichten, denn das kann beim Waschen oder nach längerem Tragen zur Verklumpung führen. Aufgrund dessen habe ich mich für Füllwatte aus 100% Polyester entschieden und Dekowatte von Vlieseline verwendet. Später habe ich dann aber noch andere Hersteller gefunden, die Füllwatte genau für diesen Zweck vertreiben (verlinke ich euch auch unten), wobei ich bis heute mit meiner Watte sehr zufrieden bin.

Verwendete Produkte und Links zu den jeweiligen Produkten

Image of Reissverschlussfuss # 4.

Reissverschlussfuss # 4

Durch seine schmale Mittelzehe kommt der Reissverschlussfuss # 4 sehr nah an die Reissverschlusszähnchen heran und kann den Reissverschluss sauber annähen.

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Das Schnittmuster zur wattierten Jacke

Leider ist der Markt, was solche Schnittmuster angeht, sehr überschaubar, was eines der größten Probleme war, auf das ich bei meinem Nähabenteuer gestoßen bin.

Ich hatte die Wahl zwischen selber ableiten von einem vorhandenen Jackenschnitt und riskieren, dass es hinten und vorne nicht passt, oder das einzige Schnittmuster zu nehmen, das ich gefunden habe, das ansatzweise in Richtung einer gefütterten Jacke geht, und meine Anpassungen daran vorzunehmen.

Ihr ahnt es, ich habe mich für die letzte Möglichkeit entschieden und das Schnittmuster Nurit von Vikisews in größe XS/S verwendet.

Anpassungen des Schnittmusters

Das Schnittmuster ist, wie ihr sehen könnt, als Mantel konzipiert und hat einen mit Druckknöpfen aufgesetzten Kragen. Ich habe also die folgenden Veränderungen am Schnitt vorgenommen:

Verschmälerung des Kragens und Einnähen in die Kragennaht.

Insgesamt habe ich den Kragen in der Höhe um 8 cm verschmälert. Ich habe an mehreren Punkten senkrecht zur eigentlichen Nahtlinie 8 cm nach unten gemessen und die Punkte dann miteinander verbunden, sodass die ursprüngliche Form erhalten geblieben ist.

Verkürzung der Gesamtlänge

Da ich eine Kurzjacke haben wollte und keinen riesigen Mantel, habe ich das Schnittmuster in der Länge eingekürzt.

Dazu habe ich mir eine gekaufte Jacke als Vorbild genommen und von der Kragennaht, die am Halsansatz beginnt, nach unten gemessen. Dabei habe ich mich auf 55 cm festgelegt. Anhand dieser Höhe, habe ich alle Schnittmusterteile nacheinander auf die Länge gebracht. Zusätzlich habe ich dann noch 4 cm Saumzugabe eingezeichnet, die ich später für den Bund genutzt habe. Beim Futter habe ich keine Saumzugabe verwendet. 

Verlegung der Eingriffstaschen.

Dadurch, dass ich das ganze Schnittmuster vom Mantel zur Kurzjacke umgebaut habe, habe ich die Eingriffstaschen erhöhen müssen, da diese sonst nicht mehr in der Jacke gewesen wären.

Das war tatsächlich recht einfach. Ich habe die angesetzten Blenden abgeschnitten und 12 cm nach oben verschoben. Die Blenden werden später nach innen geklappt, sodass das Innenfutter (wird später an die Blenden genäht) nicht von außen zu sehen ist. Ich habe darauf geachtet, dass der Taschenbeutel, der später dort angebracht wird, in seiner gesamten Länge nicht aus dem unteren Rand der Jacke rausschaut.

Veränderung der Absteppung.

Durch das Einkürzen der Jacke, konnte ich die ursprünglich im Schnittmuster eingezeichneten Linien zum Absteppen der Kammern, die später gefüllt werden, nicht mehr einhalten und habe mich daher für neue Abstände entschieden. Dazu habe ich ein bisschen mit dem Lineal und dem Bleistift rumgespielt und letztendlich 13 cm Abstand festgelegt. Von der untersten Kante beginnend, habe ich dann immer im Abstand von 13 cm Linien auf meinen Schnitt gezeichnet. 

Thinsulate statt normaler Vlieseinlage.

Im Schnittmuster sollte eigentlich der Außenstoff mit einer dünnen, nicht bügelbaren Vlieseinlage abgesteppt und dann mit Watte gefüllt werden. Das Innenfutter sollte dann separat mit Thermoisolierung (also Thinsulate) abgesteppt werden und ungefüllt bleiben. Ich habe mich dazu entschieden, direkt Thinsulate auf meinen Oberstoff zu nähen, dort die Kammern zu füllen und das Innenfutter nicht zusätzlich abzusteppen und zu unterlegen.

Zuschnitt

Nachdem ich alle meine Materialien zusammengeshoppt hatte und alle meine Schnittmusteranpassungen soweit festgelegt hatte, habe ich mit dem Zuschnitt begonnen. Den Zuschnitt habe ich wie in der Anleitung beschrieben ausgeführt. Dabei habe ich beim Thinsulate mit einem Zentimeter zusätzliche Nahtzugabe zugeschnitten. Das hat sich beim Absteppen dann auch bewährt, kann ich euch also nur empfehlen.

Vorbereitungen der wattierten Jacke

Noch bevor ich überhaupt mit dem Nähen starten konnte, habe ich alle eingezeichneten Linien auf die jeweiligen Teile übertragen müssen. Dazu habe ich einen auslöschbaren Stift verwendet. Sicherlich wäre auch Schneiderkreide gegangen, aber da die Jacke ja nicht gewaschen wird vor dem ersten Tragen, habe ich mich dagegen entschieden, um eventuell sichtbare Striche mit dem Bügeleisen gänzlich entfernen zu können.

Absteppen der einzelnen Kammern

Bei einer wattierten Jacke müssen Kammern auf jedes einzelne Schnittteil genäht werden, sodass diese im Anschluss mit Watte gefüllt werden können. Daher habe ich die zuvor eingezeichneten Linien abgesteppt und so die Thinsulate-Schicht mit dem Oberstoff verbunden. Dann wird einmal um die Schnittteile außen herum genäht und die Kammer an einer Seite offen gelassen, sodass sie noch befüllt werden kann.

Befüllen der Kammern mit Füllwatte

Beim Nähen einer wattierten Jacke, scheint eines ganz wichtig zu sein: NICHT zu viel Watte verwenden.

In meinem 34-stündigen Nähprozess hätte ich mir so viel Zeit ersparen können, wenn ich diese „Regel“ beherzigt hätte, denn beim ersten Versuch habe ich meine Kammern viel zu stark gefüllt, obwohl ich zu der Zeit in dem Glauben war, nicht zu viel Watte verwendet zu haben.

Man täuscht sich da ganz leicht. Ich habe später gemerkt, dass man am besten die Watte aus der Verpackung holt und mal eine Zeit lang liegen lässt und mit den Fingern auflockert. Erst danach sollte man sie verwenden und auch dann immer noch sehr sparsam verwenden. Vor allem die Kammern der Ärmel sollten noch sparsamer gefüllt werden als der Rest, denn dort staucht sich durch den Ringschluss der Ärmel die Watte später noch mehr.

Befüllen der wattierten Jacke

Wattierte Jacke nähen: Verbinden der Einzelteile

Bei manchen Schnittteilen hat es Sinn gemacht, diese vor dem Befüllen zu verbinden. Einige Schnittteile musste man allerdings direkt füllen und vernähen.

Das Nähen war wider meine Erwartungen kein Problem (solange man sich an die „Nicht zu viel Watte verwenden“-Regel hällt). Man kann bei Bedarf den Reißverschlussfuß verwenden, funktioniert aber auch ganz gut ohne. Dann sollte man allerdings die Nadelposition ganz links versetzen, so wird es noch einfacher.

Nachdem ich nun die seitlichen Rücken- bzw. Vorderteile miteinander verbunden, die Nahttaschen gemäß der Anleitung eingenäht, Schulternähte und Ärmel eingenäht hatte, wurden die Seitennähte verschlossen und ich konnte das erste Mal die Jacke anprobieren und den Sitz kontrollieren.

Erste Anprobe und Fehleranalyse

Die erste Anprobe hat mich leicht aus meiner Euphorie geholt, bald meine perfekte wattierte Jacke in Händen halten zu können, denn einige Dinge waren noch nicht optimal und mussten angepasst werden.

Wie oben schon angedeutet, war die Füllung der Jacke zu massiv. Die Jacke war schwer und insgesamt steif wie ein Panzer. Die Arme konnte ich durch die Masse der Füllung kaum bewegen. Außerdem war der Rücken sehr breit und die Ärmel waren riesig und sehr breit.

Die Jacke war am Leib insgesamt sehr gerade geschnitten und wirkte daher kastig, was wahrscheinlich nicht durch das Gummiband am Saum komplett hätte reguliert werden können.

Änderungen nach der ersten Anprobe

Wie oben schon angedeuetet, musste ich meine Jacke nochmal komplett auftrennen und jede einzelne Kammer um mindestens die Hälfte der Watte erleichtern. Teilweise hatte ich Kammern schon abgehakt und habe am Ende noch einmal was herausgenommen, weil immer noch zu viel Watte vorhanden war.

Vor allem in den schmalen Kammern um die Armkugel herum konnte ich durch die Reduktion der Wattierung die Optik des breiten Rückens verändern.

Da die Ärmel doch sehr breit waren, habe ich sie vom Armloch auslaufend nach unten um 2 cm auf beiden Seiten verjüngt, sodass sich am Saum der Umfang um insgesamt 4 cm verringert hat.

Am Rücken, der aus zwei seitlichen Rückenteilen und einem mittleren Rückenteil besteht, habe ich am mittleren Rückenteil ebenfalls nach unten auslaufend insgesamt 4 cm auf beiden Seiten weggenommen, sodass am Saum insgesamt 8 cm weggefallen sind.

Durch die Verjüngung des mittleren Rückenteils zum Saum hin ist eine schräge Linie entstanden, die an die gerade Linie des seitlichen Rückenteils angenäht werden musste. Wäre das Material und die Fütterung komplett unelastisch gewesen, hätte das nicht funktioniert, denn die Schräge des mittleren Rückenteils ist (gemäß Satzes des Pythagoras) länger als die Gerade des seitlichen Rückenteils und somit hätte es einen Versatz gegeben. Allerdings konnte man das durch die minimale Elastizität und die entstandenen Kammern ganz gut verhindern bzw. verstecken.

Da ich die Futterteile schon zugeschnitten hatte, habe ich diese Änderungen auch an den Futterärmeln vorgenommen.

Am Rückenteil, habe ich das jedoch nicht gemacht, denn dort wollte ich etwas Mehrweite im Futter beibehalten und später in eine Falte legen.

Nachdem alle diese Änderungen gemacht wurden, war ich mehr als zufrieden und konnte zu dem ursprünglichen Plan zurückkehren.

Anfertigung des Kragens der wattierten Jacke

Den Kragen musste ich ebenfalls mit Füllwatte befüllen.

Dadurch, dass der Kragen aber aus zwei Teilen besteht, habe ich hier besonders darauf geachtet, wenig Watte in beiden Kragenteilen benutzen.

Im Schnittmuster sollte der Kragen eigentlich separat angefertigt und dann mit Druckknöpfen angebracht werden. Ich wollte allerdings einen klassischen Kragen, der in die Naht am Halsausschnitt mit eingefasst wird. Das Schnittteil für den Kragen ist dadurch etwas zu lang. Dazu habe ich das äußere Kragenteil einfach von der hinteren Mitte ausgehend rechts auf rechts an den Halsausschnitt angepinnt und festgenäht. Dann habe ich die überstehenden Enden in einer imaginären verlängerten Linie mit der vorderen Kante abgeschnitten. Später dann, wenn die Futterjacke mit der Oberjacke verbunden wird, kommen die beiden Kragenteile rechts auf rechts aufeinander und dann werden auch an dem inneren Kragen die überstehenden Enden eingekürzt.

Fütterung der wattierten Jacke

Futterjacke nähen

Da ich meine wattierte Jacke gefüttert genäht habe, musste eine komplette Futterjacke hergestellt werden.

Die Futterjacke besteht dabei aus Futterärmel, die an die Veränderungen der Oberjacke angepasst wurden, zwei Vorderteilen mit Belegen aus Oberstoff und einem Rückenteil mit einem Beleg aus Oberstoff am Halsausschnitt und dem inneren Kragenteil. Zwischen dem Beleg am Rückenteil und dem inneren Kragenteil, sollte man noch eine Aufhängung befestigen. Die Vorderteile des Innenfutters und der Beleg habe ich nicht bis ganz unten festgenäht, sondern ca 2 cm Platz gelassen. Dann wurde es später einfacher mit dem Saum.

Oberjacke und Futterjacke „verheiraten“

Zum guten Schluss mussten die beiden Jacken, Oberjacke und Futterjacke, miteinander verbunden werden, sodass eine Jacke daraus wurde.

Im Normalfall lässt man eine Wendeöffnung in der Ärmelnaht des Futters und wendet die Jacke durch dieses Loch. Allerdings ist diese wattierte Jacke zu massiv gewesen, um durch eine kleine Öffnung gewendet zu werden, also habe ich keine Wendeöffnung gelassen, sondern entschieden, die Jacke am unteren Saum offen zu lassen und dann dort durch zu wenden und später das Futter von Hand festzunähen.

Damit man nun die beiden Jacken miteinander verheiraten kann, werden die beiden Jacken rechts auf rechts aufeinander gelegt und die Kanten aneinander gepinnt. Anschließend wurde entlang der vorderen Kanten, also entlang des Beleges und der vorderen Kante des mittleren Vorderteils, genäht und über die beiden Krägen quer zur anderen vorderen Kante hin. Die Nahtzugaben, die an den Ecken an den Krägen innen entstehen, wurden quer eingekürzt. Dann konnte die Jacke auch schon gewendet werden.

An einigen Stellen, sollte man jetzt das Futter von innen an der Oberjacke fixieren, z.B. sollten die beiden Kragenteile am Halsausschnitt von innen an der Nahtzugabe verbunden werden.

Gummiband in den Saum einnähen und Einschlagen der Druckknöpfe

Im Endspurt wollte ich in den unteren Bund ein Gummi einnähen. Damit ich die Breite im Saum der Jacke regulieren kann.

Dadurch, dass mein Oberstoff 4cm Saumzugabe hatte und mein Futterstoff nicht, habe ich dort einen Versatz zwischen Futter- und Oberjacke gehabt. Um diesen auszugleichen, habe ich einen Streifen in der Länge des Saumes und mit einer Breite von 6 cm zugeschnitten. Ungefähr in der gleichen Länge habe ich dann das Gummiband zugeschnitten.

Bevor ich den Streifen jetzt an den Saum angenäht habe, habe ich die beiden kurzen Seiten des Streifens an den Beleg genäht. Anschließend habe ich pro Seite jeweils zwei Ösen im Abstand von 3 cm ungefähr in der Höhe der Seitennaht eingeschlagen. Ich habe im Anschluss den Streifen von außen, rechts auf rechts, an den Saum des Oberstoffs angenäht und ihn dann nach innen geklappt.

Die untere Kante war dann schön versäubert und es fehlte nur noch die Verbindung zwischen dem Streifen und dem Innenfutter am Saum der Jacke. In den entstandenen Umschlag am Saum habe ich ein Gummiband reingelegt, dass ich vorne im Beleg fixiert habe und jeweils durch die Ösen und einen Kordelstopper gefädelt habe.

Damit jetzt ein Tunnel entsteht, in dem dann das Gummi liegt, habe ich das Futter nach oben geschoben und nur den Streifen im Nahtschatten der Naht festgenäht, die die unterste Kammer definiert. Im Anschluss habe ich in mühevoller Kleinstarbeit das Futter 1 cm nach innen geklappt und von Hand mit einem unsichtbaren Stich das Futter auf der Naht, mit der der Streifen fixiert wurde, angenäht.

In der Mitte des Rückenteils des Futters habe ich die Mehrweite, die durch das Verjüngen des mittleren Rückenteils des Oberstoffes entstanden ist, in eine Kellerfalte gelegt und ebenfalls per Hand fixiert.

Einschlagen der Ösen

Als Finish meiner wattierten Jacke, habe ich die Druckknöpfe eingeschlagen.

Das ist der Punkt, an dem man es ganz am Ende noch am gründlichsten vermasseln kann. Ich habe mich strikt an die Anleitung der Knöpfe gehalten und das hat dann auch wunderbar geklappt.

Zur Positionierung habe ich von der vorderen Kante 2 cm abgemessen und immer 2 cm unterhalb der Absteppung. Am Kragen habe ich ebenfalls 2 cm von der vorderen Kante gemessen. Für den oberen Knopf dann 2 cm von der oberen Kante des Kragens und für den unteren Knopf 2 cm von der unteren Naht, in der der Kragen eingefasst ist.

Fertig ist meine wattierte Jacke!

Ich liebe meine wattierte Jacke! Tatsächlich war das seit langem wieder ein Projekt, was mir einiges abverlangt hat. Wem dieser Beitrag zu viel Text ist, der schaut einfach mal auf meinem Instagram Kanal vorbei. In meinen Story-Highlights, habe ich den kompletten Prozess dokumentiert.

Ich will ehrlich zu euch sein, ich habe 3,5 Tage und insgesamt über 34 Stunden mit diesem Projekt verbracht, von der ganzen Vorbereitung und Planung mal abgesehen. Aber ich würde es jederzeit wieder tun!

Klar, es gab einige Schwierigkeiten und Unwägbarkeiten und hätte ich zuvor einige Tricks gekannt, hätte ich auch nicht so viel Zeit darauf verwenden müssen, die Jacke abzuändern. Dennoch bin ich stolz, ein solches Projekt umgesetzt zu haben.

Ich hoffe, dem einen oder anderen hilft diese Anleitung bzw. mein Erfahrungsbericht und ihr traut euch trotz allem an ein solches Projekt ran. Ich kann euch sagen, man wächst über sich hinaus.

In diesem Sinne, viel Spaß beim Nähen!

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