Kreative Artikel zum Thema Nähen

Aus dem Nähkästchen geplaudert mit Jeroen van Rooijen

Liebe Leserinnen, liebe Leser

Über Jeroen van Rooijen habt Ihr hier im Blog vor nicht allzu langer Zeit schon gelesen. Anlässlich der Verleihung des Motivationspreises der Thurgauer Wirtschaft an BERNINA hielt er die Laudatio. Die anwesenden Damen und Herrschaften mussten sich dabei einige Sticheleien gefallen lassen – wie es zu unseren Produkten passt.

Die Geschichte, die den Schweizer Modepapst mit BERNINA verbindet, reicht weiter zurück und beinhaltete schon früher kleine Provokationen. Meine erstes berufliches Zusammentreffen mit ihm hing mit einer fotografischen Zumutung zusammen. Das war 2009. Wir hatten gerade die BERNINA 830 lanciert. Jeroen van Rooijen, damals als Journalist und Stilexperte tätig, wollte die Maschine im Magazin “Z” der Neuen Zürcher Zeitung vorstellen. Ich war neu bei BERNINA und freute mich – ein PR-Erfolg! Für die fotografische Inszenierung des Produktes gewann van Rooijen einen Fotografen und Künstler von Weltrang: Walter Pfeiffer. Dieser hatte sich ab den Siebzigern einen Namen als subversiver Fotograf der schwulen Untergrund-Kultur gemacht. Schaut mal hier: https://www.youtube.com/watch?v=N4YmcTstXf8 (wie Youtube sagt: “Dieses Video ist eventuell für einige Nutzer unangemessen” – die anderen werden sich umso mehr freuen).

Zu meiner Schande muss ich gestehen: Ich habe das Magazin nicht aufbewahrt. In meiner Erinnerung füllte die Fotografie von Walter Pfeiffer eine halbe A3-Seite und zeigte einen rotblonden Jüngling, nackt und drall, notdürftig umschlungen von einem mit Worten bestickten Band, das zur Nähmaschine führte bzw. von dieser ausging. Eine Laokon-Gruppe der anderen Art. 

Als ich den Bericht sah, war ich nicht mehr so sicher, wie lange ich bei meinem neuen Arbeitgeber bleiben würde … 

Wie Ihr seht, bin ich noch hier. Der Artikel kam ganz gut an, bei BERNINA und auch sonst, und ich wäre froh, wenn ich das Magazin heute noch hätte. Die Seite mit dem Pfeiffer-Foto hing eine Weile über dem Fotokopierer neben der Bürotür, jetzt hängt dort der Stockwerkplan mit den Fluchtwegen.

Jeroen van Rooijen aber ist nicht mehr bei der NZZ, sondern hat den Schreibtisch gegen den Zuschneidetisch getauscht und ist zum Unternehmer in Sachen Ästhetik geworden. Ok, das ist zugespitzt, er schreibt immer noch. Und er spricht. Und näht. Und verkauft schöne Dinge. Vielleicht zeichnet er auch.

Wie es dazu gekommen ist, was ihn derzeit umtreibt und wie er sich seine Zukunft vorstellt … das alles lest Ihr in unserem Interview:

Interview mit Jeroen van Rooijen

Lieber Jeroen, erzähl mal, wer bist Du und was machst Du so?
Das frage ich mich ab und zu auch – ganz im Ernst. Denn eigentlich habe ich Modedesign studiert (Zürcher Hochschule für Gestaltung, heute ZHdK), dann aber 25 Jahre in den Medien bei verschiedenen Radios und Zeitschriften resp. Zeitungen gearbeitet und schliesslich vor 7 Jahren auch noch eine Karriere als Ladenbesitzer lanciert. An was wird man sich eines Tages erinnern? An die 15 Jahre bei NZZ? An den schönen Store im Viadukt? Wir werden es sehen!

Du giltst als Schweizer Stilpapst. Wie bist Du zu Amt und Würden gekommen?
Das Label wurde mir irgendwann nach rund hundert Stil-Kolumnen für die Neue Zürcher Zeitung und die NZZ am Sonntag von anderen Medienschaffenden angeheftet. Ich wurde zur allgemeinen Auskunftsperson betreffend all jener Themen, wo weder die Kirche noch das Zivilgesetzbuch weiter weiss. Sicher war auch Radio SRF3 mitschuldig, dort habe ich sechs Jahre jede Woche in dieser Rolle Tipps an die Hörer*innen gegeben.

Vor Deiner Karriere in den Medien hast Du das Diplom als Modegestalter gemacht. Welche Laufbahn wolltest Du ursprünglich einschlagen?
Sicherlich wollte ich gerne etwas mit Mode machen – das ist mir ja auch ziemlich ordentlich gelungen. Allerdings hatte ich mir anfangs schon vorgestellt, auch Designer zu sein. Dass ich meistens nur die Arbeit anderer kommentieren würde, war mir damals nicht klar, und es war auch kein Plan. Es ist einfach so passiert.

Du hast einen Steckborner Hintergrund. Kam BERNINA als Arbeitgeber in Frage?
Für diesen edlen Brand bin ich doch nicht qualifiziert – was sollte ich denn da tun! Ich bin kein richtiger Schneider und schon gar kein Ingenieur, vielleicht ein Texter, aber auch das können andere besser … ich kann vieles, aber nichts so gut, dass es für ein Industrieunternehmen interessant wäre. Aber natürlich habe ich schon als Kind die BERNINA bewundert.

Bei BERNINA im Empfang liegt ein Buch von Dir aus, in dem Du Modeklassiker auseinandernimmst. Wir durften den Pfeiltrenner beisteuern. Was lernt man über Kleidung, wenn man sie seziert?
Das war eine spannende Sache – zehn Jahre lang habe ich jeden Monat für das Magazin „Folio“ der NZZ etwas auseinandergetrennt und darüber geschrieben. Es war sozusagen „rückwärts nähen“. Ich habe viel über Qualität und Machart gelernt, auch über Schnitttechnik und Branding … es ist total aufschlussreich, und das schöne Büchlein, das dazu erschienen ist, gehört zu meinen Favoriten.

Wie wir wissen, kannst Du Kleidung auch sehr gut zusammensetzen. Wie bist Du zum Nähen gekommen, von wem hast Du es gelernt?
Ich habe irgendwann im Sommer 1982, der nass und kalt war, damit begonnen, auf der BERNINA meiner Mutter erste simple Sachen zu nähen. Vielleicht lag es schon in der Familie: Mein Grossvater war Massschneider. Sein Handwerk hat mich immer beeindruckt. Auf jeden Fall wusste ich mit 12 schon, dass ich etwas mit Mode machen wollte. Die ersten Jahre habe ich mir die Basics selber beigebracht, später habe ich an der Modeschule ein technisches Basisjahr absolviert.

Welches war Dein Erstlingswerk?
Erste Kreationen waren supersimple, aus zwei flachen Stoff-Blätzen zusammengenähte Hosen und Jacken für meine Monchichi-Bären … die Stoff-Stücke hatte ich aus den Musterbüchern meines Grossvaters, die Schnittmuster ergaben sich durch ausprobieren und verfeinern. Mein erster «kommerzieller» Erfolg waren dann Mitte der Achtzigerjahre sehr weite Hosen mit ganz vielen Bundfalten, die ich erfolgreich an meine Mitschüler verkaufte.

Zusammen mit Deiner Frau Nina betreibst Du einen Concept Store in den Zürcher Viaduktbögen. Was bietet Ihr dort an?
Wir verkaufen alles, was wir selber schön finden – so einfach ist das. Kleidung, Accessoires, Schmuck, Textilien, Keramik, Kleinmöbel … aber unsere wichtigste Marke ist unsere eigene Kollektion für Damen, sie heisst «Cabinet» (wie der Laden) und ist eine Art «Menswear for women», also Männerkleidung für Frauen. Das klingt jetzt ein bisschen kernig, es ist aber recht elegant und fein.

Wie teilt Ihr die Arbeit auf – und wie gut gelingt die Aufteilung?
Meine Frau Nina macht den schönen Teil (sich Formen und Farben ausdenken, Stoffe bestellen, Looks stylen) … ich mache die Knochenarbeit, also: Erstmuster erstellen, Schnittmuster zeichnen, Prototypen nähen, Schnitte gradieren, Produktion aufgleisen. Ich bin eher technisch veranlagt, Nina eher kreativ.

Man kann Dich für Workshops, Referate und Moderationen buchen. Zu welchen Themen sprichst Du, was treibt Dich um?
Ich kann nur ein Thema: Mode und Stil. Das treibt mich an und interessiert mich, da kenne ich mich aus. Es geht um Ästhetik und den Willen zur Schönheit. Um Zeitgeist und Trends. Um die Entwicklung von Konsumkultur und Retail. Was mich weniger interessiert: Knigge und Benimmregeln, da gibt es bessere Fachleute.

Das Magazin GQ hat Dich 2016 zum «bestangezogenen Mann in der Schweiz» gekürt. Wie kam es dazu?
Das war doch eher eine Verlegenheitslösung von der Redaktion – man kann nicht immer nur Dieter Meier und Roger Federer auszeichnen. Also nahmen sie mich. Es hat mich sehr amüsiert, denn ich kenne sicher zwei Dutzend Schweizer Männer, die sich viel besser und gekonnter anziehen als ich. Aber nun gut: die Trophäe ging an mich. Es war eine heitere Sache und hat mir viel Aufmerksamkeit beschert, aber mehr nicht. Es ist jetzt auch nicht so, dass mich diese Auszeichnung unter Druck setzt.

In Bezug auf Kleidung: Kann man guten Stil lernen?
Ja, das kann man sicher – durch Interesse, Beobachtung, aufmerksames Studium von Vorbildern und Stilhelden, durch die Lektüre von Büchern, durch Seminare und Arbeit an der Sache: Shopping, Store Checking, Materialstudium, das Wissen über Qualität und Machart vertiefen. So, wie man in anderen Bereichen vertiefte Kenntnisse haben kann, geht das auch mit Mode und Stil: Wer Bescheid weiss, kann es auch für sich besser anwenden. Ob man das Interesse daran hat, ist die wichtigste Frage – danach kann man zum Vollprofi werden.

Kann man Kleidungsstil und stilvolles Benehmen überhaupt trennen?
Die zwei Dinge hängen nicht automatisch zusammen. Es gibt manchmal Rüpel, die fein angezogen sind … und viele modisch desinteressierte Menschen, die einen feinen Charakter und Umgang haben. Aber am schönsten ist es natürlich, wenn beides vorhanden ist. Vielleicht, so hoffe ich, kann Mode einem dabei helfen, freundlicher und optimistischer durchs Leben zu gehen und so ein besserer Mensch zu sein. Aber zu viel Mode bewirkt das Gegenteil: Man wird oberflächlich und stumpfsinnig.

Bist Du als Stilexperte auch privat gefragt?
Eher das Gegenteil: Die Leute haben ein bisschen Respekt davor, mich einzuladen, weil sie denken, dass ich immer alles und alle taxiere. Dabei kann ich durchaus «abschalten».

Wie hat sich Dein Stil im Laufe Deines Lebens verändert? Wir haben da eine Geschichte von einem langen Ledermantel gehört …
Wie bitte? Ich habe noch nie einen langen Ledermantel besessen, das muss eine Verwechslung sein. Ich habe auch keine geheimen Hobbys, die ein solches Kleidungsstück erfordern würden. Ansonsten: Je älter ich werde, umso mehr interessiert mich die Langlebigkeit und Vielseitigkeit meiner Garderobe. Ich kaufe sehr selektiv und bewusst ein. Gute Schuhe sind am schwierigsten.

In Deiner Laudatio bei der Preisverleihung «Thurgauer Apfel» sagtest Du, dass jeder und jede eine eigene BERNINA-Story hat. Welches ist Deine?
Meine Bernina-(Hi)Story ist jetzt 45 Jahre jung. Mit 8 Jahren habe ich erstmals mit der Maschine genäht. Seither habe ich immer Bernina benutzt. Auch Occasionen. Was mich dabei erstaunt hat: Ein Modell von 1968 war das robusteste und schönste. Und die neue Overlock-Maschine [Anmerkung des Blog-Administrators: eine BERNINA L 850] ist ein Quantensprung. Bisher habe ich meine Overlock-Maschine gehasst, jetzt liebe ich sie.

Image of BERNINA L 850.

BERNINA L 850

Die L 850 ist die Overlock-Spezialistin, mit der sich die Greiferfäden dank One-Step BERNINA Air Threader noch bequemer und schneller einfädeln lassen. Fussanlasser drücken und los gehts!

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In der Laudatio sagtest Du auch, dass das Nähen ein ideales Männerhobby ist, weil es räumliches Vorstellungsvermögen verlangt und man dabei mit modernen Maschinen arbeitet. Warum gibt es trotzdem so wenig Männer, die nähen?
Keine Ahnung. Vielleicht, weil das entsprechende Marketing, Storytelling und Branding fehlt? Weil es keine geeigneten Orte dafür gibt? Weil Männer immer noch denken, Nähen sei Weiberzeugs? Ich kann nicht für die anderen sprechen, sondern nur für mich – Nähen ist für beide Geschlechter ein gutes Hobby. Oder sogar mehr.

Wie kann man die Männer vom Nähen überzeugen?
Das ist sicher ein langer Weg, aber ich will es gerne versuchen – das Potenzial ist gross! Und ich weiss aus meiner Umgebung, dass dafür ein Interesse besteht. Es müsste ein cooler Ort her mit einer maskulinen Ausstrahlung und ohne Firlefanz, die neueste Technik, dazu ein Craft Beer … ich wette, dass wir da ein Stück voran kämen!

Braucht es vielleicht ein männlicheres Nähen, abseits von Haute Couture und Fashion-Trends? Was könnte dieses umfassen und bedeuten? Wir erinnern uns, dass Du im BERNINA Blog einmal eine Lemmy-Kilmister-Hose genäht hast …
Sich selber coole Dinge zu machen, die man auch wirklich tragen kann, ohne Fashion und Chichi, das ist sicher etwas für Jungs. Denim, Workwear, einfache Teile mit Funktion … Und dazu vielleicht eine Tasche. Die Lemmy-Hose war cool, ich habe sie gerne getragen. Ich sollte mir vielleicht wieder eine machen.

Wie sieht Dein Nähreich aus?
Wir haben unser Atelier direkt im Store, bei Cabinet im Viadukt in Zürich – es ist für jeden während der Ladenöffnungszeiten einsehbar, wir arbeiten also quasi vor Publikum. Das verlangt ein bisschen Disziplin, es muss immer nett aussehen, ein Riesenpuff veranstalten geht nicht. Wichtig sind für mich grosse Tische – ich kann nicht auf beengtem Raum nähen, da drehe ich durch.

Gibt es einen Gegenstand, den Du selbst genäht hast, der Dir besonders am Herzen liegt?
Ich habe mir vor kurzem eine Tasche für vier Bundesordner genäht, ich nenne sie 4BO, aus superfestem Canvas, eine ziemlich deftige Büez … aber das Resultat gefällt mir, ich mag den Shopper und er funktioniert!

Übst Du neben dem Nähen und Schreiben andere kreative Tätigkeiten aus?
Ist Lohnbuchhaltung, Bestellwesen, Personalmanagement und Administration eines Geschäfts auch eine kreative Aufgabe? Wenn ja, dann gibt es also diese Facetten. Schnitttechnik am Computer macht mir in den letzten Jahren viel Spass. Ich habe mir das Thema selber beigebracht und bin inzwischen recht gut darin. Ausserdem war ich in jüngeren Jahren mal ein recht passabler Zeichner – vielleicht sollte ich den Bleistift und den Skizzenblock wieder mal hervorholen.

Hast Du bei all den gestalterischen und geistigen Tätigkeiten, die Du ausübst, manchmal das Bedürfnis, abzuschalten und etwas ganz Anderes zu tun? Was tust Du dann?
Joggen. Da läuft man einfach, und denkt nach. Tut mir gut. Und mit dem Hund spazieren. Den Kerl darf man nicht lange aus den Augen lassen, sonst macht er sich selbständig…

Wohin soll Deine kreative und berufliche Reise noch gehen?
Ich möchte bis ans Lebensende arbeiten, wenn es geht, und dabei meine Skills immer weiter verfeinern. Hoffentlich machen Augen und Hände mit!

Wir wissen, Du nähst mit BERNINA. Magst Du Deine Maschinen?
Ja, sehr. Die neue Overlock-Maschine L 850 ist richtig gut, da ist BERNINA ein echter Wurf gelungen. Damit macht sogar das Einfädeln erstmals Spass. Das Nähen sowieso. Bombe! Und dann die neue BERNINA 735, die ein richtig schönes Knopfloch kann, neben tausend anderen Dingen, die ich kaum je brauche. Auch die neuen, extragrossen Spulen sind super.

Image of BERNINA 735.

BERNINA 735

Einfach zu bedienender 7-Zoll-Touchscreen ✓ Jumbo-Spule mit 70 % mehr Faden ✓ 5.5 mm Stichbreite für höchste Präzision ✓ Verbesserte Stickfunktionen ✓  

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Hast Du ein Lieblingszubehörteil von BERNINA?
Der Bandeinfasser # 88. Sehr analoges Anbauteil, ein bisschen sperrig, aber wenn man den Dreh raus hat, macht das richtig Spass.

Image of Bandeinfasser # 88.

Bandeinfasser # 88

Mit dem Bandeinfasser für nicht vorgefalzte Bänder #88 lassen sich ganz einfach saubere, gleichmässige Kantenabschlüsse nähen.

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Fun facts

Was hörst Du beim Nähen?
Spotify-Mix, ich lasse mich gerne in unbekannte Richtungen treiben und „weiterbilden“…

Näh-Motto?
Make it simple and beautiful.

Schönstes Näherlebnis bisher?
Zwei kleine Mädchen, die vor meinem Arbeitstisch im Laden standen und mit grossen Augen zuschauten. Nach einer Weile fragten sie ihre Mutter, ob sie das zuhause auch machen dürfen…

Grösste Nähkatastrophe bisher?
Passiert immer wieder mal. Wegschmeissen, vergessen und nächsten Versuch machen. Gehört dazu.

Ultimativer Tipp für Nähanfänger?
Take your time, sei geduldig.

Lieblingsort?
Atelier im Store.

Lieblingsmaterial?
Baumwoll-Popeline oder Denim.

Dein Shoppingtipp für Nähbegeisterte, offline?
Cilander-Fabrikverkauf Herisau.

Welche Schuhe passen immer?
Schlichte Leder-Sneakers.

Tätowierungen, ja oder nein? Welches Motiv, wenn Du eines wählen müsstest?
Ich respektiere andere Menschen mit anderen Ansichten, aber für mich: nein danke. Kein Interesse.

Wo willst Du unbedingt einmal hin?
Schwedisches Hinterland.

Stoffe vor dem Nähen waschen?
Wenn möglich schon, dann ärgert man sich später weniger.

Welcher Modestil verdient ein Revival?
Die etwas trist bewerteten 40er-Jahre.

Lieblings-Accessoire?
Drop Bag von Mismo.

Welches Kleidungsstück hast Du in mehreren Ausführungen?
Worker-Jacket – etwa zwei Dutzend.

Sprichst Du mit der Nähmaschine? Was sagst du ihr?
Work, baby, work!

Haben Deine Nähmaschine einen Namen? Welchen?
Die B 735 heisst „Odette“, eine Hommage an die legendäre BERNINA Patronin.

Dein Superheld / Deine Superheldin?
Jean-Paul Gaultier. Beste Langzeit-Performance als Modemacher.

Gibt es eine Nähtechnik, die Du nicht magst?
Von Hand „säumeln“.

Wo beim Nähen lässt Du fünfe gerade sein?
Bei Mass-Ungenauigkeiten unter 1,25 mm.

Wichtigste Moderegel?
Sei dich selbst! Alle anderen Rollen sind schon vergeben.

Dein Schlimmster Mode-Fauxpas?
Wuchtige Trend-Sneakers mit schwerer Sohle – fühlte sich wie ein Klumpfuss an.

Ordnung im Nähzimmer oder organisiertes Chaos?
Leider ein bisschen Chaos, ich gebe es zu. Aber danach immer schön aufräumen!

Auf was könntest Du in Deinem Leben nicht verzichten?
Pasta e Vino rosso.


Mehr erfahren über Jeroen van Rooijen

Weitere Infos über Jeroen findet Ihr unter folgenden Links:


Weitere Interviews mit Näh-, Stick- und Quiltpersönlichkeiten folgen. Fällt Euch eine Person ein, von der Ihr gerne mehr wissen würdet? Dann teilt uns deren Namen gerne in den Kommentaren mit. Es hilft, wenn diese Person mit BERNINA näht 😉.

Lieber Gruss
Matthias

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Kommentare zu diesem Artikel

4 Antworten

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  • John Maybee

    As a male sewer of men’s shirts I would be interested if you could recommend a method to get the collar button holes both the right distance from the collar point and the right angle as well. It would also be interesting to find out if you know of the proper placement of the buttons on the shirt so that the right bow is achieved.  This was a terrific article!

    • Matthias Fluri

      Hi John, thanks for the positive feedback! Regarding your buttonhole question: This often depends on the design of the shirt but usually the buttonholes on the collar start in about 1 cm from the point. Position and center the buttonhole by measuring, select a fine buttonhole, program the correct length, and start stitching from the point of the collar.

      As for the proper placement of the buttons. This again depends on the design of the shirt. Start at the collar band button position and measure down equal distances for the button placement. The buttonhole will start a little over half the size of the button above that point.

    • Matthias Fluri

      Nicht wahr? Wobei bei dieser Plauderei nur einer fundiertes Nähwissen hatte, der andere höchstens den Anflug einer Ahnung. Aber oft hilft Unwissen beim Fragenstellen. Herzlichen Dank für Dein positives Feedback.

      Lieber Gruss
      Matthias

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