Kreative Artikel zum Thema Nähen

Nähen lernen für Anfänger, Teil 10: Nähmaschine richtig reinigen und ölen

Herzlich Willkommen zum zehnten und letzten Teil unser Serie “Nähen lernen für Anfänger” hier auf dem BERNINA-Blog. Heute wollen wir uns mit der richtigen Reinigung und Pflege unserer Maschinen beschäftigen. Genau wie beim Hausputz ist das regelmäßige Reinigen unserer Maschinen wichtig für die Langlebigkeit und Zuverlässigkeit unserer Nähmaschinen. Gerade zu Beginn der Herbst-und Winterzeit werden viele flauschige, weiche Stoffe vernäht, die unter der Maschine gerne zahlreiche Fusseln lassen. Aber nicht nur die, sondern auch Fadenreste, abgebrochene Nadeln und Staubflusen sollten nicht länger als nötig im Inneren unserer Maschine verweilen. Die lange Freundschaft mit euren Maschinen basiert auf einer regelmäßigen und richtigen Pflege. Worauf es dabei ankommt, zeige ich euch heute. 

Reinigungs- und Pflegeutensilien

Für die richtige Reinigung und Pflege braucht es nicht viel:

  • Ein Mikrofasertuch (leicht angefeuchtet)
  • Das passende Nähmaschinenöl (bei BERNINA immer im Lieferumfang der Maschine enthalten)
  • Eine kleine Bürste, bzw. ein Pinsel (bei BERNINA immer im Lieferumfang der Maschine enthalten)
  • Eine Pinzette
  • Neue Nadeln

Was bei mir im Laufe der Jahre hinzugekommen ist:

  • Staubsauger
  • ein Trinkhalmaufsatz; diesen gibt es in der Drogerie im Bereich der Babyflaschen, Schnuller und Co. Der passt nämlich auf Staubsaugerrohre und man kann ihn wunderbar nutzen, um die Maschine auszusaugen.

Wozu ihr auf keinen Fall greifen solltet, ist eine Druckluftflasche. Hier lauft ihr Gefahr, dass ihr die Staubflusen nur noch tiefer ins Gehäuse eurer Maschine pustet und da wollen wir die nicht haben. Im Gegenteil, die müssen raus! Ihr wollt ja schließlich nicht, dass eure Maschine von innen nachher so aussieht, wie die Maschine hier in diesem Beitrag.  

Die richtige Reinigung und Pflege

Die Reinigung kann dann auch direkt losgehen. Schaltet zuerst aus Sicherheitsgründen die Nähmaschine aus. Die allermeisten Schritte lassen sich bei ausgeschalteter Maschine durchführen. 

Zunächst entfernen wir:

  • den Nähfuß
  • die Nähnadel
  • die Stichplatte
  • das Nähgarn
  • und die Spulenkapsel

Ich habe mir angewöhnt, die Maschine zuerst abzusaugen. Dafür nutze ich den Trinkhalmaufsatz, drehe die Leistung des Staubsaugers herunter und sauge die Maschine gründlich ab. Mit dem Aufsatz kommt man auch in die kleinsten Winkel. Alternativ zu dem Trinkhalmaufsatz bietet sich auch ein Tastaturbürstenaufsatz an, wenn ihr so etwas habt. Vermeidet metallische Saugerköpfe!

Mit meinem Trinkhalmaufsatz zum Aussagen bin ich nicht allein 😉 Im Buch “Trick 17 – Nähen – 222 geniale Lifehacks rund um Nähmaschine, Nadel, Faden und Co.” aus dem Topp-Verlag werden verschiedenste Saugerköpfe zur Reinigung (Trick 161) vorgestellt, aber auch Interdentalbürsten (Trick 160) sollen sich zur Reinigung im Greiferraum eignen. Das habe ich allerdings noch nicht getestet. Ich nutze hier bislang den von BERNINA mitgelieferten Pinsel, die BERNINA-Pinzette und den Staubsauger. Damit lässt sich der Greiferraum sehr gut von Fusseln, Fadenresten und Staub befreien.

Passt bitte mit der Greiferbahn auf und vermeidet metallene Spitzen in dem Bereich, denn die Greiferbahn sollte auf gar keinen Fall Kratzer bekommen! Auch unter der Stichplatte bilden sich gerne kleine Staubnester, die wir da nicht brauchen, also raus damit.  

Habt ihr einen Fadenabschneider an eurer Maschine? Dann vergesst bitte nicht, diesen mitzureinigen. Dafür muss die Maschine eingeschaltet sein. Im Menü der Maschine wird genau erklärt, wie das Reinigen des Fadenabschneiders von statten geht. Oder ihr schaut in diesem Video hier vorbei:

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Sind alle Fusseln, Fadenreste und co. entfernt? Dann wird die Maschine jetzt mit dem angefeuchteten Mikrofasertuch (es sollte wirklich nur nebelfeucht sein und auf gar keinen Fall vor Wasser triefen) von außen noch einmal abgewischt. 

Wenn alles schön sauber ist, bekommt eure Maschine frisches Öl. Abhängig vom Greifermodell in eurer Nähmaschine wird an verschiedenen Stellen geölt. 

In der Bedienungsanleitung eurer Nähmaschine ist beschrieben, an welchen Stellen die Maschine geölt werden darf. Aber auch der entsprechende Punkt im Menü einiger BERNINA Baureihen verrät euch das. Oder aber ihr schaut euch das entsprechende Video auf dem BERNINA Kanal an. Auf dem Youtube-Kanal von BERNINA gibt es für jede Nähmaschinenserie ein Video zur Reinigung und Pflege (hier geht es zum BERNINA-Kanal).

Dieses Video zeigt euch zum Beispiel das Ölen des BERNINA Greifers:

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Der BERNINA Greifer wird bei den Maschinen der 4er und 7er Serie von BERNINA sowie bei den Modellen der neuen 5er Serie verwendet (B 500, B 535, B 540, B 570 QE nach 2017).

Ihr seht schon, die Informationen bekommt ihr an mehreren Stellen, denn die richtige Pflege und frisches Öl ist essentiell für die Langlebigkeit und Zuverlässigkeit eurer Maschinen. Verwendet bitte nur das von BERNINA mitgelieferte und vertriebene Öl.

Nicht nur Nähmaschinen und Overlocker möchten gerne unterschiedliche Öle, sondern auch Nähmaschinen unter sich. So möchte z.B. Der BERNINA Greifer ein anderes Öl als ein Rundlaufgreifer (die Öle unterscheiden sich in ihrer Zusammensetzung und Viskosität). Das von BERNINA gelieferte Öl ist ein hochwertiges harz- und säurefreies Öl mit der richtigen Konsistenz, welches auf eure Maschine abgestimmt ist. Nachschub ist beim Fachhändler erhältlich.

Es gilt hier ganz klar: Finger weg von Billigölen und erst recht von Speiseöl! 

Nach dem Ölen setzt ihr eure Maschine wieder zusammen, gönnt ihr eine frische Nadel und näht zuerst ein paar Probenähte auf einem Reststück.

Auch eure Overlock freut sich über eine regelmäßige Reinigung und einen kleinen Tropfen Öl. Hier verstecken sich hinter der Klappe gerne zahlreiche Staubmäuse und Stoffschnipsel, nach meinem Empfinden sogar immer mehr als gedacht. 

Dieses Video habe ich mir angesehen, bevor ich meine BERNINA L 850 das erste mal so richtig benutzt und im Anschluss direkt gereinigt habe, so ein fusselnder Teddyfleece setzt sich einfach in jede Ritze ;-):

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Die regelmäßige Pflege

Man kann es nur oft genug sagen: Die regelmäßige Pflege ist wichtig für eure Maschine. 

Doch wann ist der Zeitpunkt für eine Pflegeeinheit? Und was heißt regelmäßig?

Manche Maschinenmodelle verraten euch mit einem Hinweis, dass sie frisches Öl brauchen, dann ist es aber auch wirklich dringen nötig und ihr solltet sie schnell ölen! 

Besser ist es, ihr reinigt und ölt eure Maschine öfter. Eine pauschale Antwort gibt es aber nicht, dass kommt immer ganz auf den Einsatz eurer Maschine an. Habt ihr zum Beispiel die Nadel bei einem großen Nähprojekt zum “Glühen” gebracht? Dann ist eine Reinigung und Pflege immer passend. 

Für mich gibt es da verschiedene Anhaltspunkte, das ist zum Einen das Geräusch der Maschine. Wird eure Maschine zunehmend lauter, ist Reinigen und Ölen immer eine gute Idee.

Auch nach dem Nähen eines sehr flauschigen und fusselnden Stoffes greife ich gerne zu Lappen, Pinsel und Öl. Oder aber vor dem Start eines Projektes. 

Achtet auf eure Maschinen und gönnt Ihnen eine Pflegekur, damit ihr lange Freude an eurer Maschine habt. Die richtige Reinigung und regelmäßige Pflege für eure Maschine ist das A und O! Sie wird es euch mit schönen Nähergebnissen danken 🙂

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