Pia Welsch

Land

Kein Land ausgewählt

Begonnen hat meine Liebe zur Textilkunst, als ich als junge Frau Ende der 70iger Jahre mit Amish-Quilts in Kontakt kam. Ich war in den USA zu Besuch und habe Ohio bereist und dabei diese wunderbaren Arbeiten gesehen. Dass es Decken waren, also Gebrauchsgegenstände, fand ich nebensächlich, für mich war das Kunst und zwar etwas, was ich selbst erlernen wollte… aber erstmal waren andere Dinge in meinem Leben wichtig und so habe ich erst 1995 angefangen mich praktisch damit zu beschäftigen.

Erste Schritte waren natürlich in Richtung traditionelles Patchwork, aber irgendwie ging es dann doch ganz schnell in eine freiere Richtung und ich habe mich intensiv mit den Möglichkeiten des Art Quilts beschäftigt. Im Laufe der Zeit kam das Digitalisieren und Sticken mit der Bernina Software V7 dazu und ich unternahm weitere Ausflüge in das große Gebiet „Mixed Media“.

Um auch das nötige Rüstzeug für das Unterrichten zu bekommen, habe ich die Kursleiterqualifikation der deutschen Patchworkgilde durchlaufen.
Ich schreibe regelmäßig für das Magazin „Patchwork Professional“ und habe 2018 dafür einige Sonderseiten gestaltet, mit Projekten rund ums Patchwork und Quilten.
Mit der Fa. Amann Group Mettler entwickelte ich einen Garn-Farbkreis, für BERNINA war ich tätig und habe u.a. im Creative Center unterrichtet oder auch in Ländern, wie Spanien, Portugal, Russland…

Überhaupt interessiert mich, neben dem „Machen“ von eigener Kunst, vor allem das Unterrichten. Dafür bin ich durchaus weltweit unterwegs und das entfernteste Land war Bhutan im Himalaya. Dort durfte ich 2016 an der CTAS, einer Schule für traditionelle Künste, die Textil -Klasse unterrichten. Bis heute helfe ich dort mit neuen Ideen, auch im Bereich des Maschinenstickens und dem Umgang mit Bernina Nähmaschinen.
In 2011 gründete ich Pias-Quilt-Werkstatt, wo es regelmäßig Kurse mit mir gibt. Im Moment unterrichte ich eher in kleinen Gruppen, dafür aber sehr intensiv. U.a. gibt es spezielle Kurse, wo man sich über das Gestalterische und das Technische auch mit Kreativität, Entspannung und Meditation befassen kann – der Quilt als Weg der Selbsterfahrung! Dafür habe ich mehrere Fortbildungen gemacht. Inzwischen habe ich mein Unterrichtsspektrum um viele Themen in der Textilkunst erweitert.

Ich bin Gründungsmitglied der Network Quilters, die seit 18 Jahren gemeinsam ausstellen und sich immer wieder neuen Themen stellen.

Ich selbst habe in mehreren Ländern ausgestellt, z.b. in Russland (zuletzt im Museum für angewandte Kunst in Moskau), in Spanien, Frankreich, Deutschland, Italien, Tschechien etc.
Mir ist es wichtig, die Quilt- und Textilkunst auch mit Ausstellungen meiner Kursteilnehmer zu fördern, dazu habe ich bereits mehrere Projekte an verschiedenen Ausstellungsorten vorgestellt.

Im Moment „treibt“ es mich wieder um und ich beschäftige mich mit neuen, sehr kreativen Wegen in der textilen Kunst.

Portraitfoto: Mirjam Anselm

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