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Fasnachtskostüm “Globi”

Beschreibung

Endlich ist sie gekommen (Und leider schon wieder vorbei): Die Fasnachtszeit. Vor einem Jahr dachte ich mir schon das Motto aus: Globi, der Held der Kindheit von mir, meinem Mann und unserer Kinder. Ich wollte unbedingt ein Overall nähen, einfach aus dem Grund, dass man kompakt angezogen ist und mit der Kapuze etwas geschützt ist, dass man keine Konfettis in die Kleider gestopft bekommt. Ich habe die Schnittmuster von “Fadenkäfer” genommen, diese gibt es für Kinder und Erwachsenengrössen.
Zuerst habe ich die jeweiligen Grössen auf Papier kopiert, indem ich das Schnittmuster an eine Glastüre hängte und mein Papier drüber. Wie früher, wenn wir abgepaust haben.

Die Hosenteile schnitt ich im Karostoff. Das Karo war mehr oder weniger im Fadenlauf, deshalb nahm ich die Linien des Karos als Richtlinie für den Fadenlauf, wegen der Optik.

Den oberen Teil schnitt ich aus einfachem, blauen Jersey aus. Ich nähte zuerst alle Hosen zusammen, dann alle Oberteile inkl. Kapuze, wobei ich immer auf die Teile einen Zettel mit der Grösse ansteckte, da ich verschiedene Grössen genäht habe.

Ich versäuberte die Ränder der Karohosen mit Zickzack und nähte sie anschliessend mit einem Geraden Stich. Die Oberteile nähte ich mit einem Jersey-Stich.

Bei den Hosen hinten liess ich eine Stelle offen, für den Schwanz des Globis. Ich schaute mir von Bildern (wir haben viele Globi-Bücher zu Hause) die Form ab, zeichnete es und schnitt für jedes Kostüm das 2x in Blau zu. Ich legte je 2 der Schwänzchen rechts auf rechts zusammen und brachte auf einer Seite auch noch Polstervlies auf, damit das es etwas Volumen bekommt. An den Spitzen schnitt ich die Nahtzugabe etwas weg und wendete es. Ich steckte dann das Schwänzchen in die Öffnung bei der hinteren Hosennaht und nähte die Hose zu. (das bewährte sich sehr, es zogen viele Kinder daran)

Anschliessend nähte ich den unteren Hosenteil mit dem oberen blauen Teil zusammen. Beim Einfügen des Reisverschlusses achtete ich darauf, dass unten der Übergang von Karo zu blau auf beiden Seiten des Reisverschlusses auf der gleichen Höhe ist.
Für die Abschlüsse an den Armen und Beinen machte ich einen einfachen Umschlag und nähte sie mit grossem Abstand zum Rand ab und liess eine Öffnung offen, um danach einen Gummizug einzuziehen.

Die grosse Herausforderung waren die Mütze und der Schnabel. Für den Schnabel änderte ich das Schnittmuster für einen Mundschutz aus der Pandemie soweit ab, bis es nach Schnabel aussah. Ich schnitt den unteren Teil des Mundschutzes weg, damit wir gut atmen und auch trinken können.

Für die Mütze nahm ich ein selbst gemachtes Schnittmuster für eine Beanie-Mütze mit 6 Spitzen oben, das ich unten stark kürzte und oben die Spitzen leicht abänderte. Für Schnabel und Mütze fertigte ich vorab mehrere “Prototypen” vor, bis ich mit dem Ergebnis zufrieden war.
Die Mütze nähte ich direkt auf die Kapuze. Den Schnabel befestigten wir mit 2 Gummikordeln, die wir um den Hinterkopf/Nacken legten.
Und weil es immer praktisch ist, eine Tasche dabei zu haben, habe ich für alle noch Beutel aus dem Karostoff genäht. Ich schnitt den Beutel im Bruch zu, versäuberte die Kanten mit Zickzack und nähte die Seitennähte mit einem Geraden Stich zusammen. Oben nähte ich auf beiden Seiten ,ca. 3 cm oberhalb des Randes, jeweils neben der Seitennaht je 1 Knopfloch, um später dort die Kordeln zum Verschluss durchzuziehen. Dann machte ich einen einfachen Umschlag und nähte es mit einem Geradstich ab. Die Beutel der Kinder bekamen zusätzlich auf der Aussenseite den Namen Globi rundherum gestickt. Ich fertigte für jeden Beutel 2 Kordeln, eine lange, Blaue, zum Umhängen und eine kürzere Schwarze, die ich nur verwende, damit sich der Beutel einfach schliessen lässt. Ich zog die Kordeln so ein, dass bei jedem Knopfloch jeweils 1 Kordel aussen verknüpft wurde. So kann ich an beiden Kordeln ziehen und der Beutel schliesst sich.

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