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Stadttasche aus Kork und Outdoor-Leinen

Beschreibung

Die vorgestellte Tasche ist nach eigener Vorstellung und Maßen individuell für eine liebe Verwandte genäht, die privat und beruflich viel mit Büchern zu tun hat – daher die Vorderseite der Tasche! Da die Tasche auch für berufliche Zwecke zu nutzen sein soll, habe ich das Format (B/H) 43cmx37cm gewählt, damit u.a.auch ein A4-Ordner leicht hineinpasst. Zum großzügigen Öffnen der Tasche habe ich einen zurückgesetzten Reißverschluss gearbeitet, der aber an den Seiten nicht komplett schließt und der Tasche einen netteren Touch gibt. Genäht habe ich auf meiner immer noch heiß geliebten Bernina 1630.
Die Tasche ist komplett gefüttert: An der “Rückseite” habe ich mittig drei Eingriffe für Stifte gesetzt, seitlich davon je eine Eingriffstasche mit einer Falte bzw. mit zwei Falten, so dass man hier nach Bedarf ein wenig mehr Volumen hat. Diese Taschen sind etwas länger als gewöhnlich und leicht wattiert, damit man sie beim Hineingreifen schneller “findet” und sie einem nicht so leicht wegrutschen (hier spricht ein Taschenfan). Da ich noch Stoff übrig hatte, der mit Büchern bedruckt ist (für ein Lesekissen vernäht!), habe ich diesen Taschenbereich oben und unten mit dem Stoff abgesetzt und für einen kleinen Akzent im sonst dunklen Futterbereich gesorgt. Zugleich verhindert die Wattierung beim Hineinschieben von Stiften hoffentlich ein mögliches Durchscheuern im unteren Bereich. Über diesem Taschenquintett habe ich noch eine Reißverschlusstasche eingesetzt, in dessen einer Futterwand sich der Bücherstoff wiederholt. Der Reißverschluss ist kontrastfarbig gewählt.
Gegenüber – an der Innenwand der Taschenvorderseite -habe ich eine Tasche vorgesetzt/aufgenäht, deren Rückseite aus olivfarbenem Taft und deren Oberseite aus braunem Netzstoff besteht.
Alle sichtbaren Längskanten aller Reißverschlüsse sind mit schmalen Nahtband eingefasst, so dass auch hier nichts den Gesamteindruck schmälert.
Wenn man in die Gesamt-Tasche hineinguckt, ist an der rechten Schmalseite ein längeres Band aus eben dem erwähnten Bücherstoff befestigt – es mündet in einen Karabinerhaken. Weiter unten im Futter habe ich an einer gegenüberliegenden Futter-Längsnaht ein Label eingenäht, auf dem ich mittels T-Shirt-Folie (für helle Stoffe) die Materialien aufgedruckt habe:
Als Außenstoff ist sog. Outdoor-Leinen verarbeitet, das ich im Internet gefunden habe: Es ist durabel, auf der Rückseite leicht beschichtet und insgesamt schmutzabweisend – was will man mehr. Der braune Futterstoff ist kräftiger Taft. Das Korkleder habe ich über Jutta Hellbach/nadelundfaden.de bezogen und wurde von ihr darüber hinaus sehr nett beraten! Diesen Korkstoff habe ich für alle Zipper-“Verlängerungen” verwendet und mich bemüht, sie alle unterschiedlich zu gestalten. Auf der Vorderseite der Tasche habe ich entsprechend dem Verwendungszweck mit glänzendem Stickgarn von Madeira einzelne Buchstaben appliziert, wohingegen die beiden hängenden Labels an der Rückseite mit dem matten Garn LANA WOOL von Madeira (50% Wolle-50% Acryl) und einer extra Lana Wool-Nadel 110 gestickt worden sind.
Alle Metall-Teile der Tasche habe ich bewusst nicht chromfarben ausgewählt (wenn, dann sind sie an fast jeder Tasche in diesem Ton zu finden), sondern dem dunklen Kork entsprechend in Altmessing – bis hin zu den Nieten.
Auf der Taschen-Vorderseite wird der Blick noch auf eine senkrecht eingearbeitete Reißverschlusstasche gelenkt. Den Zipper-Anhänger habe ich als Tassel/ Quaste gearbeitet und hierbei selbstklebendes Stylfix verwendet. Diese Eingriffstasche ist mehr als handflächengroß und erstreckt sich seitlich des Reißverschlusses in beide Richtungen.
Die Taschen-Rückseite wird dominiert von einer waagerecht gearbeiteten Reißverschluss-Tasche, bei der der Reißverschluss nicht flach aufliegt, sondern im rechten Winkel “absteht”. Hinter dieser RV-Tasche habe ich ein ein ebenso großes offenes “Fach” gearbeitet, dessen Öffnung von einem Magnet-Druckknopf verschlossen wird.
Wenn man die Tasche über der linken Schulter trägt, ist vorn an der schmalen Fläche eine Tasche derart aufgesetzt, dass man aufgrund der Rundung im Eingriffsbereich mit der rechten Hand mal schnell etwas hineinstecken kann. Das Pendant auf der anderen Schmalseite der Tasche ist das von mir ebenfalls selbst entworfene und auf dem Leinenstoff gedruckte persönliche Urheber-Label. Da der Leinenstoff nicht ausfranste, konnte ich ihn anschließend dekorativ mit der Zackenschere schneiden.
Für das Gurtband habe Baumwollband verarbeitet, weil es zu dem insgesamt “matten” Eindruck der Tasche besser passt als glänzende Kunstfaser (letztere scheuert ohnehin bei empfindlichen Oberbekleidungsmaterialien auf der Schulter und kann schon mal Spuren hinterlassen). Auf ein Polster für den Tragegurt habe ich verzichtet, weil es sich ja nicht um eine Sporttasche handelt.
Weil ich aus eigener Erfahrung weiß, dass man eine große Tasche doch mal schnell hochheben möchte, habe ich die kurzen Henkel gewählt, deren Griffe der Haptik wegen zur Hälfte mit Kork eingefasst sind.

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Kommentare zu diesem Artikel

3 Antworten

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  • Jutta Hellbach

    Liebe Frau Krause,
    Ihre Tasche ist phantastisch geworden! Die Verarbeitung, sowie die verwendeten Materialien sind klasse und mit viel Liebe zum Detail gearbeitet. Ich freue mich sehr, dass sie nun hier im Blog von vielen näh begeisterten Menschen gesehen werden kann.
    Herzliche Grüße,
    Jutta Hellbach

  • Fabienne

    Wow, das ist eine ganz tolle, aufwändige Tasche geworden. Allein schon das besorgen der Materialien muss eine Menge Zeit verschlungen haben. Meine Schwester hatte gerade sehr Mühe, passendes Zubehör in Altmessing für ihre Taschen zu finden, letztendlich hat es aber doch noch geklappt. Ich freue mich schon auf weitere Arbeiten von dir, mit Grüssen
    Fabienne

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